[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Bei uns ist man auch höher angesehen wenn man länger (18-19uhr) in der Firma bleibt.

Also nicht arbeitet, das spielt keine Rolle. Man muss nur spät abstempeln^^

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das problem an einer überstundenpauschale ist, das diese gratis "on top" kommen. das jahresgehalt ist der normale verdienst für die position und hintenraus drückt der chef einen dann noch so ne perle mit rein. kann man etwa vergleichen mit nen autokauf, wenn man sich geeinigt hat die vertragsunterlagen ausgefüllt sind und man dann mit einen "die winterreifen sind aber dabei näh?" direkt vor der unterschrift ankommt.

so eine pauschale hat außerdem immer den schalen beigeschmack, das man gefühlt für etwas arbeitet, wo man gar nicht für bezahlt wird. am besten ist, man klärt vorher die wahren stunden ab. bei wirklich immer 45std woche die pauschale ablehnen oder das jahresgehalt anpassen auf 45std woche. sollten eher weniger bis keine überstunden anfallen, kann man das schon machen.

Wie schon mehrfach erwähnt, ich bekomme die 20 Stunden ja bezahlt. Diese sind auch seperat im Lohnzettel angeführt. Das Jahresgehalt sollte diese 20 Überstunden daher auch schon berücksichtigen, deshalb war mein Vorschlag ja auch 56k€ statt 49k€.

Durch den Chef angeordnete Überstunden gibt es eigentlich nicht, man muss dazusagen, dass mein Chef eigentlich gar nicht so wirklich mitbekommt, was ich mache und wann ich überhaupt arbeite. Er sitzt etwa 7000km weiter westlich und wir sehen uns ein, zweimal persönlich im Jahr. Wir haben zwar wöchentliche Meetings, die Arbeit teilen wir uns vor Ort aber selbstständig ein.

Oft bekommen wir Freitags zu Mittag von einem Kunden erst eine Mail, dass sie am Wochenende im Werk eine Stromabschaltung haben und von uns Unterstützung brauchen, um die Storage-Systeme vorher herunterzufahren. Davon weiß mein Chef meistens gar nichts. Die Sachen übernehme meistens ich, obwohl ich keinen Cent dafür extra bekomme. Ich finde einfach, dass das zu meinem Job dazugehört. Das selbe mit Fileserver-Migrationen am Wochenende. Das gehört einfach dazu, darüber beschwere ich mich gar nicht. Unter der Woche geht das halt nicht, weil da die Leute, die darauf zugreifen müssen, arbeiten und es zu einem Ausfall kommen würde.

Ich bin auch einer der Deppen, die außerhalb der Arbeitszeit die Mails checken. Und wenn ich sehe, dass irgendwas ganz kritisches passiert ist, löse ich das Problem auch gleich, wenn ich Zeit hab, auch wenn ich nicht gerade Bereitschaft hab.
Solche Leute wie mich findet man glaub ich nur sehr schwer und das hab ich auch als Argument für die Gehaltsverhandlung reingenommen. Ich mach für die Firma sehr viel, was sie gar nicht verlangen können, daher wäre es schön, wenn es dafür auch eine kleine finanzielle Anerkennung geben würde.
 
Such einmal Leute im Storage-Bereich mit Erfahrung - du wirst sehen, dass es nur sehr wenige gibt, die sich auch wirklich auskennen. Wir haben ein paar Monate einen neuen Kollegen in Nordamerika gesucht, aber keinen gefunden, der sich wirklich auch auf der Command Line zurechtfindet. Das ist bei uns aber essentiell, da man mehrere hundert Systeme einfach nicht über die GUI verwalten kann.
Und das war auch darauf bezogen, dass ich auch quasi meine Freizeit "opfere", um auch außerhalb meiner Arbeitszeiten das Service aufrecht zu erhalten.
 
Bei uns ist man auch höher angesehen wenn man länger (18-19uhr) in der Firma bleibt.

Also nicht arbeitet, das spielt keine Rolle. Man muss nur spät abstempeln^^

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Das ist wohl in vielen Firmen so. Die einen haben halt kein Leben nebenbei und andere ein beschissenes Zeitmanagement. Ich mach dann lieber pünktlich Feierabend und habe noch was von meiner Zeit als nach Feierabend rumzusitzen um mich einzuschleimen in der Hoffnung gesehen zu werden vom Chef.
 
Aus Unternehmersicht: :bigok: Hdgdl
Aus meiner Sicht: :wall:

Hatte das selbst in der letzten Firma durch, nie wieder. Undank ist der Welten Lohn. Außer, dass du dir selbst auf die Schulter klopfen kannst, hast du sowieso nix davon, außer geopferte Freizeit, wenn einem diese nicht viel Wert ist, kann man das natürlich machen.

Freizeit ist Freizeit und das sollte auch definitiv so gehandhabt werden, wie hier teilweise ja schon geschrieben wurde.
 
hihi, lustig, genau das mit dem Mail-Checken hatten die 2 Herren Anwälte beim Vortrag in der IHK zum "mobilen Arbeiten" auch gebracht - auch nur 3 Minuten, das ist Arbeitszeit! - und damit schaffst Du keine 11h Pause, die einzuhalten ist, klar ist das Modell ggf. für IT'ler etwas überholt, aber hei ;)

Nimmst Du dann unter der Woche mal frei, wenn Du einen Einsatz am WE hattest? - bei uns gibt es keine Zeiterfassung in der IT - alles Vertrauensarbeitszeit, aber bei anstehenden Dingen außerhalb der Regelarbeitszeit gibt es zeitnah den Freizeitausgleich, ob das nun mal 1-2h eher heim ist oder mal sehr viel später im Büro ankommen ist dann auf dem kleinen Dienstweg im direkten Gespräch einfach nur ein "OK, alles klar"
 
Wie schon mehrfach erwähnt, ich bekomme die 20 Stunden ja bezahlt. Diese sind auch seperat im Lohnzettel angeführt. Das Jahresgehalt sollte diese 20 Überstunden daher auch schon berücksichtigen, deshalb war mein Vorschlag ja auch 56k€ statt 49k€.

du bekommst also für 12x 20 stunden 7000€ brutto. das macht grob übern daumen 30€ brutto die stunde. das ist erheblich mehr als deine 49.000€ für die 40std woche (23,5€/std). somit "lohnt" sich diese floskel schon finanziell, wenn du maximal die 20std machst und wenn du drunter bleibst, wirds natürlich immer rentabler.
wie ich aber auch schon schrieb, sollte man sich vorher informieren, wieviele std in der abteilung denn wirklich gearbeitet wird. denn wird zb statt der 40std regelarbeitszeit regelmäßig 50 std gearbeitet, bekommst du über deine pauschale nur noch umgerechnet 15€ die stunde und wärst schlechter dran als während der normalen arbeitszeit.

weiterhin gibts da das problem der kalten progression. je mehr du verdienst, desto höher sind die prozentualen abgaben. ich habe zb 80% arbeitszeit (32std woche) und bekomme netto 87% von einer 40 std woche raus. heißt: für 20% mehr arbeit bekomme ich nur 13% mehr lohn. bei überstunden wird es noch schlechter, insbesondere dann, wenn man keine aufschläge bekommt.
und zu guter letzt: man macht sich über die zeit einfach kaputt mit ner 50std woche. abgesehen davon ist die gesetzliche maximale dauerhafte arbeitszeit 48 std. (berechnet sich aus: über 26 wochen // 1/2jahr darf die arbeitszeit im durchschnitt maximal 8 std pro werktag (mo-sam) betragen. also 6x8 = 48std) die kurzfristi maximale zeit beträgt demanch (bis zu 10std pro tag, wenn ausgleich...) somit 6x 10 = 60std pro woche, WENN irgendwann alle stunden zwischen 48 und 60 im nächsten halben jahr auch wieder durchfreizeit ausgeglichen werden (nicht finanziell!!! ). heißt: wenn 1 woche 60 std, muss ne andere woche max 36 std sein oder auf 12 wochen 47 std)
aber da wird mir hier jeder zustimmen: 48 std auf dauer ist schon hard und macht kaputt.
vor allen hat man nix davon, da selbst 30€ brutto die stunde das kaputtmachen die sache nicht wert ist. wenn man 250-300std im monat arbeitet, muss der verdienst netto auch satt 5stellig sein, damit sich das auch lohnt und man "bald" in rente oder ruhiger arbeiten kann.

Ganz schön selbstbewusst für 23 Jahre Lebenserfahrung

er meint wohl, das er sich nen bein ausreißen lässt für die firma. kann man mit 23 gerne machen bis er irgendwann merkt, das keiner einen das dankt.

Bei uns ist man auch höher angesehen wenn man länger (18-19uhr) in der Firma bleibt.

Also nicht arbeitet, das spielt keine Rolle. Man muss nur spät abstempeln^^

das kommt doch so gerne vor, wenn der chef selbst so ein hängen gebliebender ist ohne familie

als angestellter ist es aber NICHT sein problem, ob die bude läuft oder ob man mit gratisstunden versuchen soll, die sache irgendwie rumzureißen. aus der firmeninsolvenz vom letzten jahr wo ich tätig war habe ich mittlerweile erfahren, das die gesellschaftler (die auch geschäftsführer waren) sich vorab gut bereichert haben an der sache (quasi ausbezahlt). da fragt man sich dann, warum man auch nur irgendwas für die firma gemacht hat nach der vorläufigen insolvenz.
wenn nicht gerade der kunde da ist zur abnahme, fällt der hammer täglich sowas von pünktlich. morgen ist auch ein tag.
 
Zuletzt bearbeitet:
@konfetti Nein, ich nehm dann keinen Tag frei. Wenn man wirklich Sonntags 8 Stunden arbeitet, kann es sein, dass man ausnahmsweise einmal einen Tag frei bekommt, oft sind es am Wochenende aber nur ein paar Stunden und die "reichen" nicht für einen ganzen Tag. Dieses Monat könnte ich sicher, wenn ich unbedingt wollte, auf ein, zwei Tage bestehen, brauch ich aber nicht unbedingt. Wenn sich die Firma einmal ums Gehalt kümmert, bin ich schon zufrieden.
Dieses Monat hatte ich bisher nur einen Tag, an dem ich nicht gearbeitet hab, das ist schon etwas wenig bzw. viel Arbeit.

Ich hab aber auch keine Kernarbeitszeit mehr, ich kann also zum Beispiel auch erst um 10 ins Büro kommen und um 12 wieder gehen, wenn es einmal sein muss und es mit den Kollegen abgestimmt ist. Würde ich nie machen, ich brauch meinen fixen Tagesablauf, aber ich hätte zumindest die Möglichkeit.

@PayDay Stimmt schon, irgendwann wird die Steuerbelastung dann merkbar höher, in Österreich haben wir aber das Glück, dass wir etwas weniger Steuern zahlen. Noch immer mehr als genug, aber es bleibt zumindest ein bisschen mehr. Das mit den Stunden ist mit unserer neuen Regierung auch kein Thema mehr, der 12 Stunden Arbeitstag ist inzwischen kein Problem mehr.

Und wie ihr seht, komplett kaputt mach ich mich mit der Arbeit auch nicht, sonst könnte ich zum Beispiel die Beiträge um die Zeit nicht schreiben. Es gibt auch oft ruhigere Phasen, in denen man sich während der Arbeit erholen kann. Und wenn ich am Wochenende zum Beispiel manchmal 4 Stunden "arbeite", sind davon hin und wieder auch nur 30 Minuten wirklich Arbeit für mich, die restliche Zeit warte ich, bis ich das OK von der IT in den Werken bekomme, dass alles wieder OK ist. Nur was anderes kann ich in der Zwischenzeit auch nicht machen, daher stempel ich während der Zeit auch ein.
 
das kommt doch so gerne vor, wenn der chef selbst so ein hängen gebliebender ist ohne familie

Naja ganz so drastisch würd ich das nicht formulieren, aber es macht tatsächlich einen großen Unterschied. Merke das selber immer wieder, wenn meine Freundin mal ne Woche weg ist, da kommt ich dann meist auch erst später aus der Arbeit. Mein Teamleiter z.B. ist single und ohne Kinder, der macht permanent knappe 50h pro Woche. Kann mir schon vorstellen, dass sich dann viele denken „wozu so bald nach Hause, wartet eh niemand auf mich“. Dann stürzen sie sich eben in die Arbeit.
 
Wie schon mehrfach erwähnt, ich bekomme die 20 Stunden ja bezahlt. Diese sind auch seperat im Lohnzettel angeführt. Das Jahresgehalt sollte diese 20 Überstunden daher auch schon berücksichtigen, deshalb war mein Vorschlag ja auch 56k€ statt 49k€.
Versteh ich nicht. Wenn du die 20h explizit bezahlt kriegst falls du sie machst, dann haben die mit deinem Jahresgehalt NICHTS zu tun.
Wenn die dein Jahresgehalt beeinflussen sollten, müssten sie mit dem Jahresgehalt schon abgegolten sein, also würden sie NICHT extra bezahlt.
 
Ok, ich versuchs noch einmal. In meinem Arbeitsvertrag steht, dass eine Überstundenpauschale mit 20 Stunden inkludiert ist und jegliche anfallende Mehrarbeit durch diese abgegolten ist.
Wenn ich einen Arbeitsvertrag ohne diese 20 Stunden bekommen würde, wäre das Jahresgehalt entsprechend niedriger.
 
Dann kriegst du sie aber nicht separat bezahlt, sondern sie sind eben mit deinem Jahresgehalt schon abgegolten. Damit kriegst du das Geld aber auch immer, auch wenn die 20h gar nicht anfallen sollten.
 
Dann kriegst du sie aber nicht separat bezahlt, sondern sie sind eben mit deinem Jahresgehalt schon abgegolten. Damit kriegst du das Geld aber auch immer, auch wenn die 20h gar nicht anfallen sollten.

Was er auch beschrieben hat.
 
und ich oben vorgerechnet habe, das sich das lohnt, solange er nicht über die 20 stunden kommt (bzw 240std im jahr).

Kann mir schon vorstellen, dass sich dann viele denken „wozu so bald nach Hause, wartet eh niemand auf mich“. Dann stürzen sie sich eben in die Arbeit.
als selbstständiger auf eigener rechnung kann ich das voll nachvollziehen. aber als angestellter macht das einfach kein sinn. als ob ein single kein privatleben hat.

das geld pro stunde steht als angestellter sogut wie nie im vernünftigen verhältnis zur geopferten freizeit, außer natürlich mit superduper sonderauflagen an bestimmten feiertagen. für netto 15-20 euro die stunde muss man doch keine 10-12std am tag schieben? wozu? man wird davon nicht reich und kann sich auch nix besonderes leisten. wenn man natürlich 70-80€ die stunde abrechnen kann (auch wenn man dann bestimmte dinge selber zahlen muss), sieht das schon ganz anders aus. als angestellter entfallen halt alle risiken, weshalb der verdienst im verhältnis auch niedrig ist. folgerichtig lohnt aber auch nicht mehr arbeiten als notwendig, da alle "inklusiveleistungen" wie bezahlter urlaub, bezahlung bei krankheit, krankenkasse usw... bereits abgedeckt sind.
DAS ist übrigens auch einer der hauptgründe für schwarzarbeit aus sicht des ausführenden.
 
das geld pro stunde steht als angestellter sogut wie nie im vernünftigen verhältnis zur geopferten freizeit, außer natürlich mit superduper sonderauflagen an bestimmten feiertagen. für netto 15-20 euro die stunde muss man doch keine 10-12std am tag schieben? wozu? man wird davon nicht reich und kann sich auch nix besonderes leisten. wenn man natürlich 70-80€ die stunde abrechnen kann (auch wenn man dann bestimmte dinge selber zahlen muss), sieht das schon ganz anders aus. als angestellter entfallen halt alle risiken, weshalb der verdienst im verhältnis auch niedrig ist. folgerichtig lohnt aber auch nicht mehr arbeiten als notwendig, da alle "inklusiveleistungen" wie bezahlter urlaub, bezahlung bei krankheit, krankenkasse usw... bereits abgedeckt sind.
DAS ist übrigens auch einer der hauptgründe für schwarzarbeit aus sicht des ausführenden.
Es gibt eben Menschen die sich und ihren Selbstwert über Arbeit definieren. Denen geht es dann nicht unbedingt ums Geld, mehr um "Ansehen" und den Status besonders hart zu arbeiten.

Genaueres weiß ich da aber nicht drüber, mein Überstundenkonto die letzten 2 Jahre: 16 Stunden. :D
 
Es gibt Menschen, die sind verdammt gefrustet. Täglich müssen sie zur Arbeit gehen. Eine Tätigkeit, die sie vermutlich nicht mögen. In einer Umgebung die ihnen mißfällt. Mit Menschen, die sie nicht mögen. Der tägliche Gang zur Arbeit wird nicht nur zur Pglicht, sondern frustet derart, daß man sich nur noch an den geleisteten Stunden und dem verdienten Geld erfreuen kann. Die gelisteten Stunden bedeuten letztlich, daß man wieder weniger Stunden in der ungeliebten, frustrierenden Umgebung mit gehassten Tätigkeiten verbringen muß.

Wie arm ist doch so ein Mensch. Wie arm sein leben. Glücklich ist der, bei dem die eEinstellung stimmt. Der gerne Arbeiten geht. Der Erfüllung und Befriedigung aus seiner Tätigkeit zieht. Der erkennt, wie sinnvoll auch der kleinste Handgriff sein mag.

In diesem Sinne
 
Bei mir ist es ein Mix aus dem beschriebenen^^

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man kann doch auch "normal" zur arbeit gehen. also weder besonders begeistert, noch gefrustet - einfach normal. muss doch nicht alles gleich so extrem sein.

Es gibt eben Menschen die sich und ihren Selbstwert über Arbeit definieren. Denen geht es dann nicht unbedingt ums Geld, mehr um "Ansehen" und den Status besonders hart zu arbeiten.

ich finde es unpassend, sich über eine sache zu definieren, die man gar nicht zu 100% in der hand hat. ein chef kann sich über seine arbeit definieren, immerhin ist es auch seins. als angestellter macht man nur die arbeit für jemand anderen. egal wie gut und toll man die arbeit macht, sämmtlicher lohn dieser mühe geht auf den chef über. man bildet sich dann was ein, kaufen kann man sich davon aber nichts. auch gehaltssteigerungen aufgrund hoher motivation stehen NIE im verhältnis zu dem, was eigentlich durch die extraleistung bei rumkommt.
 
@pay

Ich hoffe das ist nur eine Feststellung und keine Klage.
Die Wirtschaft zeigt, genau so funktioniert es. Wenn jemand der Meinung ist es ginge anders/besser kann er gerne eine Firma gründen und seinen Mitarbeitern mehr zahlen usw.
 
@pay

Ich hoffe das ist nur eine Feststellung und keine Klage.
Die Wirtschaft zeigt, genau so funktioniert es. Wenn jemand der Meinung ist es ginge anders/besser kann er gerne eine Firma gründen und seinen Mitarbeitern mehr zahlen usw.
Es geht nicht ums Geld, sondern den Selbstwert. Das sind dann meist Menschen, die nur einen geringen haben und mit sich selbst nichts besseres anzufangen wissen. Deswegen arbeiten die auch im Urlaub noch. Man braucht doch nicht jemanden, "der auf dich wartet", damit man etwas zu tun hat im Leben. Mir fallen spontan ein Dutzend Dinge ein, die ich statt Arbeit machen könnte. Ohne Probleme.

Das gleiche Problem haben viele Rentner: Zu viel Zeit, zu wenig Lebensinhalt, zu wenig Selbstwert.
 
man kann doch auch "normal" zur arbeit gehen. also weder besonders begeistert, noch gefrustet - einfach normal. muss doch nicht alles gleich so extrem sein.



ich finde es unpassend, sich über eine sache zu definieren, die man gar nicht zu 100% in der hand hat. ein chef kann sich über seine arbeit definieren, immerhin ist es auch seins. als angestellter macht man nur die arbeit für jemand anderen. egal wie gut und toll man die arbeit macht, sämmtlicher lohn dieser mühe geht auf den chef über. man bildet sich dann was ein, kaufen kann man sich davon aber nichts. auch gehaltssteigerungen aufgrund hoher motivation stehen NIE im verhältnis zu dem, was eigentlich durch die extraleistung bei rumkommt.
Wie gesagt, auch nicht mein Metier aber viele haben eben nicht viel außer ihrer Arbeit oder sind halt extrem auf die Bestätigung daraus angewiesen.

Aber gut dass es solche Leute gibt, hab ich meine Ruhe, mach meine 8 Stunden und geh auf die Minute nach Hause, keiner nervt wegen Überstunden oder Extraschichten, Win-Win quasi. :bigok:

Wie arm ist doch so ein Mensch. Wie arm sein leben. Glücklich ist der, bei dem die eEinstellung stimmt. Der gerne Arbeiten geht. Der Erfüllung und Befriedigung aus seiner Tätigkeit zieht. Der erkennt, wie sinnvoll auch der kleinste Handgriff sein mag.
Mag ja für manche Tätigkeiten gelten, nehmen wir jetzt aber die Systemerhaltenden Berufe wie Müllabfuhr, Kanaldienst, Strassenreinigung, Fernfahrer oder Putzfrauen und ähnliche zur Hand würde es mich doch sehr wundern wenn da jemand so tiefe Erfüllung und Befriedigung daraus zieht, obwohl seine Arbeit tatsächlich wichtiger ist als 99% der Bürofurzer. Also Berufe deren fehlen man unmittelbar bemerken würde. Noch dazu sind die genannten Tätigkeiten körperlich anstrengend, schlecht bezahlt und damit quasi ein Ticket in die Altersarmut.
 
Ja, Menschen , die sich so gerne ausbeuten lassen, findet man wirklich selten.

Würd ich gar nicht sagen, gibt viele „Deppen“, die gerne am Wochenende Mail checken und sich wichtig fühlen - sind aber oftmals auch die gleichen Leute, die sich überernst nehmen, und glauben, dass die Firma morgen zusperrt, wenn sie mal nicht mehr sind. Finde das immer recht witzig, als wären diese Wichtigtuer nicht ersetzbar :D Klar gibt es ab und an Leute, die tendenziell unverzichtbar sind, aber wenn man wirklich unverzichtbar ist, kann man nahezu jeden Betrag verlangen - im weiteren Sinne dann Selbstständigkeit.

War jetzt allerdings auf niemanden hier im Thread bezogen, is mir nur selbst schon ein paar Mal aufgefallen.
 
Es geht nicht ums Geld, sondern den Selbstwert. Das sind dann meist Menschen, die nur einen geringen haben und mit sich selbst nichts besseres anzufangen wissen. Deswegen arbeiten die auch im Urlaub noch. Man braucht doch nicht jemanden, "der auf dich wartet", damit man etwas zu tun hat im Leben. Mir fallen spontan ein Dutzend Dinge ein, die ich statt Arbeit machen könnte. Ohne Probleme.

Das gleiche Problem haben viele Rentner: Zu viel Zeit, zu wenig Lebensinhalt, zu wenig Selbstwert.
Problem solved. Case closed. NOT
Sobald man genug Verantwortung trägt muss man eben dann erreichbar sein wenn es brennt.
Nicht wenn der Kalender es zu lässt.

- - - Updated - - -

Klar gibt es ab und an Leute, die tendenziell unverzichtbar sind, aber wenn man wirklich unverzichtbar ist, kann man nahezu jeden Betrag verlangen - im weiteren Sinne dann Selbstständigkeit.
Da gibt es noch einige Stufen dazwischen.
ZB hab ich gerade jemanden hier der zwar nicht unersetzlich ist, aber wenn er jetzt unangekündigt ausfallen würde, grob geschätzt einen EBT Impact von über 10 Mio € hätte. (Truck Faktor 1)
 
Würd ich gar nicht sagen, gibt viele „Deppen“, die gerne am Wochenende Mail checken und sich wichtig fühlen - sind aber oftmals auch die gleichen Leute, die sich überernst nehmen, und glauben, dass die Firma morgen zusperrt, wenn sie mal nicht mehr sind. Finde das immer recht witzig, als wären diese Wichtigtuer nicht ersetzbar :D Klar gibt es ab und an Leute, die tendenziell unverzichtbar sind, aber wenn man wirklich unverzichtbar ist, kann man nahezu jeden Betrag verlangen - im weiteren Sinne dann Selbstständigkeit.
Sowass auch schonmal in Gehaltsverhandlungen bzw. eher Anpassungen bei bestehenden Mitarbeitern erlebt - Waren super duper traurig, als die damit Argumentiert haben und nichts erhalten haben. Gab halt vernünftige Vertretungen bzw. waren diese nicht so Kriegsentscheidend, dass ein Fehlen schmerzhaft wäre bzw. sich nicht jemand anderes kurzfristig in die Themen einarbeiten könnte. Gibt hier natürlich ausnahms/spezielfälle.

Problem solved. Case closed. NOT
Sobald man genug Verantwortung trägt muss man eben dann erreichbar sein wenn es brennt.
Nicht wenn der Kalender es zu lässt.
Ja, aber das ist nicht der 0815 Bürohengst - Das sind Leute eher richtung Mgmt bzw. sowass nennt man bei nem normalen SysAdmin "Bereitschaft", welche auch Bezahlt wird. Jemand, der meint, in seiner Freizeit Mails zu checken ist nicht so wichtig, sonst würde die Firma das zahlen/Rahmenbedingungen schaffen (Oder er ist so blöd und lässt sich ausbeuten. Hätte ich eine Firma würde ich so jemanden wohl eher nicht was wichtiges anvertrauen)

Da gibt es noch einige Stufen dazwischen.
ZB hab ich gerade jemanden hier der zwar nicht unersetzlich ist, aber wenn er jetzt unangekündigt ausfallen würde, grob geschätzt einen EBT Impact von über 10 Mio € hätte. (Truck Faktor 1)
Kann nicht so schlimm sein - Wenn es diesen Impact gebe, dann hat jede (vernünftige) Firma Backup - Eine 2. Person ist billiger, als der Impact. Ansonsten selber schuld :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Netto-Einkommen iwas bei 2,1k

Miete: 600€
Essen: 250€
Verbindlichkeiten (Netflix etc.) 100€
Schuldenabbau: 600€
Sparen: 300€
Jobticket: 75€
BAV: 60€
------------------------
Ausgaben: 1985€ -> 115€ für Spiel, Spaß und Freude

Nicht viel, aber mir ist wichtiger in einem Jahr keine Studienschulden mehr zu haben. :p
 
Naja Schuldenabbau ist nicht wirklich sparen.
Dann hat ja jeder mit einem Kredit eine riesen Sparrate. Bei mir wären es dann über 50%... Hauskredit sei dank
 
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