[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Es sind sowieso immer die Anderen schuld...

hab mich jetzt bei ner Firma quasi als sysadmin beworben, würde zwar weniger verdienen und im Grunde sind meine skills in dem Bereich auch nicht so ausgeprägt, aber trotz meiner dürftigen Bewerbung über eine job Plattform bekam ich einen Anruf und eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch

Gesendet von meinem WAS-LX1 mit Tapatalk
 
Mittleres Management mit 50k-55k aeh... Noe, in der Gehaltsklasse sind größtenteils spezialisierte eigenständig arbeitende Spezialisten ohne Führungsveranwortung drin, ev. Teamleiter von max. 3 Personen in eher nicht so kritischen Bereichen. Mit mittleren Management haben die aber nichts am Hut



Gesendet von meinem XT1650 mit Tapatalk

Deutschland besteht nicht nur aus dem Schwabenländle...
 
Mittleres Management bedeutet für euch was genau?
Ich sehe zumindest in SH und NRW die 55k hierfür als extrem wenig an... von Süden müssen wir hier garnicht erst reden.
 
Mittleres Management heißt, du musst nach unten knüppeln und wirst von oben geknüppelt.. Oder nicht? Ist das nicht diese Ebene, wo man aufgerieben wird?
 
habe ja von der insolvenzgeschichte erzählt. vielleicht weis da jemand rat zu: wir bekommen derzeit geld von der agentur für arbeit (100% netto) für 3monate. sollte die insolvenz abgewendet werden, wielange würde es dauern, bis man wieder für 3monate insolvenzgeld bekommt ?!

also konkret:
wir bekommen insolvenzgeld vom arbeitsamt für mai juni juli. insolvenzeröffnung ist der 1.8.18, also der stichtag, ob es sich lohnt weiterzumachen oder ob ende ist. da die zeichen gut aussehen für weitermachen ist jetzt die frage, wer den lohn im zb oktober "garantiert". für uns sieht das etwas nach "das ist dann euer pech" aus und das wäre wenig sinnig, da wir arbeitstechnisch alle mit 1monat in "vorkasse" gehen. hat jemand davon ahnung?
 
witzig, du beschreibst dich selbst als glücksgriff und dass die firma ohne dich ziemlich aufgeschmissen wäre. in der realität sieht es oft ganz anders aus. dern eigenen marktwert kann man selbst schätzen oder mal holt sich angebote von anderen firmen.

Das denken viele von sich. Tatsache ist aber: Jeder ist ersetzbar. Bei einigen bedeutet das einen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand, aber es ist möglich.

Nicht zu unterschätzen ist es, wenn Teams untereinander eine sehr enge persönliche und professionelle Bindung haben und der Abschied eines Kollegen gleich noch das halbe Team mitreißt. Das ist ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist.
 
hatten wir das Thema nicht erst vor kurzem hier?

Gesendet von meinem WAS-LX1 mit Tapatalk
 
naja, was heisst denn da kapieren, wenn mir klar ist, dass ein hoher zeitlicher und finanzieller Aufwand notwendig ist, um meine Position neu zu besetzen, ist das ja annähernd unersetzbar (nicht per Definition schon klar)

die wenigstens Firmen werden den Aufwand wohl in Kauf nehmen (jetzt ohne Kontext betrachtet)

zumindest denke ich das

Gesendet von meinem WAS-LX1 mit Tapatalk
 
Du bist ersetzbar. Und zwar schnell und einfach.
Das es danach nicht direkt genauso gut weiter geht wie mit dir, ist jedem klar.
Trotzdem. Du bist ohne Probleme ersetzbar. Zum Glück ;-) .... Wäre ja blöd wenn nicht.
Dein direkter Chef könnte dich als "unersetzbar" sehen, spätestens wenn duu Personalabteilung, Vorstände, Geschäftsführer oder Aktionäre fragst, interessiert sich keiner mehr für dich - egal wie gut du bist :P
 
Du bist ersetzbar. Und zwar schnell und einfach.

Trotzdem. Du bist ohne Probleme ersetzbar.

1. ja
2. Nein (denn genau meine angesprochenen Konsequenzen würde ich nicht als unproblematisch sehen)

Aber egal, wir sehen das anscheinend unterschiedlich, ist ja kein Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kommt auch stark auf die Größe der Firma und die Art der Führung an. Ein Familienunternehmen mit weniger als 80 Mitarbeitern wird sicherlich anders mit so einem Verlust fertig als ein Konzern mit 50.000 Mitarbeitern.
 
Das kommt auch stark auf die Größe der Firma und die Art der Führung an. Ein Familienunternehmen mit weniger als 80 Mitarbeitern wird sicherlich anders mit so einem Verlust fertig als ein Konzern mit 50.000 Mitarbeitern.

Gerade im Familienunternehmen kann man aber auch ganz schnell, koste was wolle weg sein...wenn man es sich mit den passenden Leuten verscherzt.

E: generell stimmt in dem Betrieb dann eh einiges nicht, wenn man "nem kleinen Pimmel" eine angebliche Monopol Stellung zu schreibt.... Es muss auch nicht unbedingt eine Kündigung sein oder ähnliches.... Herzstillstand, Motorradunfall....und dann? Licht aus, Feierabend?

Haha....genau
 
Zuletzt bearbeitet:
Soll es geben, hab ich selbst schon erlebt.

IT-Dienstleister, viel zu viel Arbeit für das vorhandene Personal. Einer hat gekündigt weil ihm die ständigen Überstunden auf den Sack gingen - Chef meinte dann, anstatt ne Fachkraft einzustellen der recht schnell normal mitarbeiten kann, stellt er lieber nen günstigen ungelernten ein und drückt mir die ganze Arbeit zusätzlich auf. Hab ich halt 4 Wochen später auch gekündigt.... 3 Tage nach meiner Kündigung hat Chef Gespräche mit der Konkurrenz geführt, um seinen Kundenstamm zu verkaufen, da er mit den verbliebenen MA seine Kunden nicht wirklich bedienen konnte. Ich war noch im Resturlaub als die Info kam, Kundenstamm verkauft - Firma geschlossen.
 
Und wenn ich kündige, muss der eine Teil meiner Arbeit an unserem Lieferanten/Dienstleister vergeben werden (Stundensatz IT) und der andere Teil an unseren Systemanbieter (Stundensätze unterschiedlich.) Was das Ganze dann zeitlich bedeutet und für die Einführung neuer Prozesse, neuer Mitarbeiter (welche ich Schule usw) kann man sich leicht ausmalen.

Allerdings wird kein Finger krumm gemacht, um mich zu motivieren, in der Firma zu bleiben, im Gegenteil (und so geht es allen Kollegen, die sind aber fast Alle nicht alleine in der Abteilung)

Den Teil mit der IT kann nach Einschulung locker jeder MA machen, der da halbwegs Ahnung hat, den anderen Teil schafft so schnell keiner, weil viel spezifisches Wissen vorhanden sein muss und selbst mit den Standard Schulungen für das System, man weit weg ist von dem Know How, dass ich mir in den letzten Jahren angeeignet habe.
 
Das mag alles sein, aber dennoch interessiert das die meisten AG nicht die Bohne. Wird im öD seit Jahren praktiziert. Anstatt Leute zu entfristen, die sich wissen angeeignet und vertieft haben, dürfen die gehen und es werden neue (befristet) eingestellt. Das der Rest aus dem Bereich dadurch "schwimmt" wird quasi in Kauf genommen. Und ob da Leute gehen die es echt drauf haben oder nicht, ändert auch nix.
Weil es irgendwie (klar, auch mit Abstrichen) funktioniert....

Sicher werden viele einen wichtigen Posten haben, aber so unabkömmlich wie manch einer hier denkt, ist er sicher nur aus seiner Sicht (und ggf. des direkten Vorgesetzten)... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mag alles sein, aber dennoch interessiert das die meisten AG nicht die Bohne. Wird im öD seit Jahren praktiziert. Anstatt Leute zu entfristen, die sich wissen angeeignet und vertieft haben, dürfen die gehen und es werden neue (befristet) eingestellt. Das der Rest aus dem Bereich dadurch "schwimmt" wird quasi in Kauf genommen. Und ob da Leute gehen die es echt drauf haben oder nicht, ändert auch nix.
Weil es irgendwie (klar, auch mit Abstrichen) funktioniert....

Sicher werden viele einen wichtigen Posten haben, aber so unabkömmlich wie manch einer hier denkt, ist er sicher nur aus seiner Sicht (und ggf. des direkten Vorgesetzten)... ;)

Also beim aktuellen Fachkräftemangel leisten sich das aber mittlerweile die wenigsten Unternehmen.

Als ich im November 2017 gegangen bin wurde mir urplötzlich angeboten an 2 Tagen die Woche (Mo+Fr.) Homeoffice machen zu dürfen und Gehaltserhöhung + 400 € brutto.
hat aber nix geholfen, weil ich halt umziehen musste.

Auch bei meinem aktuellen Arbeitgeber wird es lustig.

Für meine Stelle haben die 8 Monate gesucht.
In der Zeit ist meine Kollegin etwas "kollabiert", die war als ich gekommen bin erst mal 4 Wochen krank daheim.
Die haben jetzt eine wieder eingestellt die mal hier gearbeitet hat und freiwillig gegangen ist / die war nur 2 jahre hier und davon 1 1/2 jahre krank!
Und die wird jetzt wieder eingestellt, weil Sie keine besseren Bewerber haben.

Jetzt gehe ich wieder und meine Kollegin (mittlerweile vorgesetzte / obwohl Sie seit 8 Monaten jeden Monat mindestens 3 Tage krank war) dreht jetzt schon am Rad.
Mir wurde hier auch wieder eine Gehaltserhöhung angeboten die ich dankend abgelehnt habe, weil ich mich zu sehr auf das neue Unternehmen freue udn da ohnehin schon mehr bekomme.


Also wirklich "leicht" und "gleichwertig" lassen sich Arbeitskräfte aktuell nicht ersetzen.

Und ich denke mal, dass das in kleinen Betrieben wesentlich stärker beäugt wird als in großen.

Wenn in einer Abteilung in der 20 Leute sitzen einer geht / ja das juckt niemanden, das kann man kompensieren.
Aber wenn in einer 2 Mann Abteilung einer mit viel Fachwissen gehen will.......da wird versucht ob man Ihn halten kann.
 
Das kenne ich und gerade Fachkräfte die auch etwas Spezialwissen abseits des Mainstreams haben sind echt schwierig zu kriegen.
 
Fachkräftemangel. Wer glaubt den Dreck?

Wer anständig bezahlt bekommt gute Leute. Wer nichts zahlen will bekommt keine Fachkräfte. Das wird nun Fachkräftemangel genannt
 
Nur kann es nicht allein an den Fachkräften liegen, ihren Wert zu beziffern. Und Viele wollen eben erst ab gewissen Summen arbeiten gehen. Was willst du machen, wenn ein gewissen Personalbudget angesetzt ist, du würdest 5 Leute brauchen, aber 2 würden das schon ausschöpfen?
 
Fachkräftemangel. Wer glaubt den Dreck?

Wer anständig bezahlt bekommt gute Leute. Wer nichts zahlen will bekommt keine Fachkräfte. Das wird nun Fachkräftemangel genannt
Fachkräfte sind alle die eine Berufsausbildung haben.
Einige Berufe haben starke Imageprobleme.. Es liegt nicht immer mit an den paar Euro mehr.
 
Dann ist das Vorhaben bzw. das Budget dazu nicht realistisch und man sollte sich überlegen, warum das so ist!
Entweder lohnt sich das Produkt / Projekt dann nicht oder man streubt sich davor, dass man nun mal investieren muss, bevor man was ordentliches kriegt.
Fachkräftemangel ist nicht vorhanden, zumindest in den wenigsten Berufen!
 
Dann ist das Vorhaben bzw. das Budget dazu nicht realistisch und man sollte sich überlegen, warum das so ist!
Entweder lohnt sich das Produkt / Projekt dann nicht oder man streubt sich davor, dass man nun mal investieren muss, bevor man was ordentliches kriegt.
Fachkräftemangel ist nicht vorhanden, zumindest in den wenigsten Berufen!

Aha ok gut.

Da kann ich dir ein ganz anderes Lied singen, zumindest in meinem Beruf (Kaufmann im Groß & Außenhandel / Industriekaufmann).

Wie erklärst du dir dann, dass ich eine Bewerbung schreibe weil ich genau in dieses Unternehmen kommen will (IT Branche / als Kaufmann).
Direkt eingeladen werde.
Und man nach kurzem Zähnenirschen mein Gehaltswunsch akzeptiert?

Ich habe durch den Wechsel für mich wieder gut was rausholen können.
Wenn ich mich mit ehemaligen Azubikollegen vergleiche, dann liege ich da im Schnitt 1000 € Brutto über meinen direkten Kollegen.

Und trotzdem nimmt mich ein sehr großes IT Unternehmen, obwohl es auch einfach hätte auf den nächst billigeren hätte warten können.

Klingt irgendwie nach Fachkräfte Mangel.
Oder die Fachkräfte die sich bewerben haben nix auf dem kasten gehabt?!

So war es ja in der momentanen Firma.
Es wurden 5 Bewerber eingeladen......alle.....mehhh.....dann nehmen die eine die selbst gegangen ist und über ein Jahr krank war und hier alle hat im Stich gelassen.


Auf gewisse Branchen mag das vielleicht zutreffen, dass es dort keinen Mangel an Fachkräften gibt.
Aber in meinem Beruf ist der auf jeden Fall da.
 
Vielleicht in deiner Gegend ;)
 
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