[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wenn du eine vernünftige Rente abgeschlossen hast, kriegt dann aber wenigstens deine Frau zumindest anteilig einen ordentlichen Batzen, wenn du selbst nicht das Rentenalter erlebst.
 
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Sehe ich ganz genauso ;)
 
Auch das ist nicht unbedingt ein Punkt mit dem sich ein 16 jähriger beschäftigen müssen sollte..
Musst Du ja auch nicht. Wer behauptet das? Voraussicht hat allerdings noch niemandem geschadet und jeder selbst legt für sich fest, inwieweit er etwas für die private Altersvorsorge tut. Das ist doch das "schöne" an dem System.

Kannst doch in jungen Jahren leben. Sollte das Geld für weitergehende Altersvorsorge nicht reichen, dann haste halt später gelitten. Nur nachher nicht weinen, wenn der gesetzliche Teil hinten und vorne nicht reicht - das wussten wir vorher schon ganz genau ;).

Hab da für mich ne gute Balance gefunden, so dass ich leben kann und trotzdem keine Angst vor morgen haben muss.
 
Das unschöne am System ist, dass jemand mit 16 bei der Altersvorsorge finanzielle Vorteil gegenüber einem 25 jährigen hat, der erstmal sein Studium/Ausbildung whatever abgeschlossen hat und dann weiß wohin die Reise gehen soll.

Ich habe mir zb auch mit 19 und beginn der Ausbildung eine private Rentenversicherung geholt. Nach der Ausbildung habe ich studiert und hatte da eine entsprechende finanzielle Zusatzbelastung monatlich für die Rente. Kündigen wäre unwirtschaftlich gewesen - einmal Verlust von Guthaben und deutlich schlechtere Konditionen nach dem Studium. Nur aufgrund des Alters.

Hab halt im Studium die Belastung zusätzlich tragen müssen. Berücksichtigt wurde das nicht. Im Gegenteil. Ich musste für Bafög sogar nachweisen, dass die Auflösung des Vertrages unwirtschaftlich ist - sonst hätte man das bisher angesparte Guthaben angerechnet und ich hätte entsprechen weniger Bafög bekommen. Absolut hirnrissig.
 
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Das unschöne am System ist, dass jemand mit 16 bei der Altersvorsorge finanzielle Vorteil gegenüber einem 25 jährigen hat, der erstmal sein Studium/Ausbildung whatever abgeschlossen hat und dann weiß wohin die Reise gehen soll.
Die Ente ist hinten fett. Es zählt doch das, was am Ende dabei rauskommt. Logisch ist, dass der 25 Jährige hinten weniger rausbekommt, weil er auch kürzer einbezahlt hat. Kann er doch kompensieren, indem er höhere Beiträge in der kürzeren Beitragszeit einzahlt ... ach ne ... dann könnte er evtl. nicht genug vom Leben haben. Unschön ist es nur, wenn man das Offensichtliche nicht sehen möchte.

Unschön ist an dem System eigentlich nur, dass viele Menschen im heute leben wollen (was auch verständlich ist), allerdings an morgen nicht denken und entsprechend keine bzw. zu wenig Maßnahmen ergreifen. Ich übertreibe jetzt mal ein wenig: Am Ende ist dann der Sozialstaat bzw. die Politik an allem schuld.

Alles eine Einstellungssache: Wenn ich hier lese, dass einige Leute sich einen Handyvertrag, Spotify, Netflix, Motorrad und was weiss ich nicht alles leisten, jedoch nicht in die Altersvorsorge investieren, kann ich das persönlich eben nicht nachvollziehen. Meine Bedürfnispyramide sieht da einfach anders aus.
 
Private Altersvorsorge kannste auch erst mit 30 oder 35 anfangen, solange man monatlich genug reinstecken kann.
Also ganz so schlimm wie dargestellt, ist es nun wirklich nicht.
Als 16 oder 20 jähriger kommen da eh keine wahnsinnigen Beträge zusammen.
 
Lass Dir mal ausrechnen, mit welchen Beträgen Du als 16 Jähriger in eine Lebensversicherung einzahlst.
Im direkten Vergleich mal als 35 Jähriger ... damit es vergleichbar bleibt: gleicher Auszahlungsbetrag.

;)
 
Lebensversicherung? Dachte wir sprechen hier ausschließlich von privater Altersvorsorge und nicht von Lebensversicherungen.
Das ist ein komplett anderes Kapitel ;)
Eine Lebensversicherung gekoppelt mit Altersvorsorge lohnt momentan in 95% aller Fälle gar nicht mehr.
 
Ein komplett anderes Kapitel? Aha ... na dann ...

Aus Wikipedia (hab gerade keine Bib zur Hand):
Unter dem Begriff Lebensversicherung werden alle Versicherungen verstanden, die biometrische Risiken wie Tod oder Invalidität absichern sowie Versicherungen, die der privaten Altersvorsorge dienen.
 
Cloud ganz ehrlich, du kannst hier von mir aus 100 Quellen zitieren, beeindruckt mich gar nicht.
Für MICH ist eine Lebensversicherung ein anderes Kapitel, als eine private Altersvorsorge.

Frag mal, wer heutzutage noch Lebensversicherungen gekoppelt mit Altersvorsorge abschließt, bei den Zinsen die es momentan gibt.
 
Ich wusste nicht, dass Du Dich an der Begrifflichkeit so aufhängst.

Rechne Dir halt irgend eine andere, kapitalbildende Versicherung Deiner Wahl inkl. späterer Auszahlung (auf einmal oder monatlich) nach o.a. Schema durch und sag uns allen, dass es nichts bringt, mit der Einzahlung früher anzufangen.
 
Und genau das habe ich ja nie behauptet ;)
Ist natürlich so: Umso eher umso besser.
Ich glaube du hast mich falsch verstanden oder meinen Text falsch gedeutet.
Ich sagte nur, dass hier so getan wird, als ob man mit 16 damit anfangen muss, ansonsten wird man später an Altersarmut leiden.
Genau das ist eben nicht der Fall.

Ich habe z.B. eine ganze Zeit lang nur in eine betriebliche Altersvorsorge einbezahlt, die absoluter Dreck war (hatte keine Ahnung und dachte mir: wird schon gut sein).
Die habe ich abgebrochen und das Ergebnis nach zig Jahren ist einfach nur lächerlich. Hätte ich mir wirklich komplett sparen können.
Und eine ordentliche Altersvorsorge habe ich erst seit dem ich 30 bin und wenn ich die so weiterzahle, habe ich in der Rente deutlich mehr Geld als jetzt.
Also zu spät ist es nie.
 
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Ok, das wollte ich damit nicht aussagen.
Wollte damit zum Ausdruck bringen, dass man es insbesondere finanziell leichter hat, wenn man besonders früh mit so etwas anfängt und nicht hinten raus in Zugzwang kommt.
 
Definitiv ;)
Umso eher umso besser, nicht nur bei Altersvorsorge, sondern auch bei fast allen Versicherungen.
 
Was bringen mir hinten raus die dicken Scheine, wenn ich sie nur vollsabbern kann?
 
Ich habe z.B. eine ganze Zeit lang nur in eine betriebliche Altersvorsorge einbezahlt, die absoluter Dreck war (hatte keine Ahnung und dachte mir: wird schon gut sein).
Die habe ich abgebrochen und das Ergebnis nach zig Jahren ist einfach nur lächerlich. Hätte ich mir wirklich komplett sparen können.
Und eine ordentliche Altersvorsorge habe ich erst seit dem ich 30 bin und wenn ich die so weiterzahle, habe ich in der Rente deutlich mehr Geld als jetzt.
Also zu spät ist es nie.

Die Erfahrung, auf die falsche Versicherung zu setzten, macht meine ich fast jeder ein mal. Ärgere mich immer noch das ich mich damals zu einem Versicherungswechsel hab überreden lassen. Man hatte eben keine Ahnung. Versicherungen... am besten man gestaltet sich seine Altersvorsorge komplett selbst mit z.B. Eigenheim & langfristige Fonds.
 
Warum zusätzlich Fonds? Das macht doch erst Sinn, wenn alle Möglichkeiten den Kredit früher abzulösen ausgeschöpft sind oder?
 
Weil ich Haus und Altersvorsorge getrennt betrachte, auch wenn es vielleicht unlogisch klingt.
Die fest angelegte Rente kriege ich auch, wenn ich Haus und Frau verliere oder mein Haus später nichts mehr Wert ist :d
 
Sehe ich genauso. Außerdem ist die zu erwartende Rendite auf langfristige Fonds höher als die Zinsen der momentan günstigen Kredite.

Hatte die Überlegung, meine Riester beitragsfrei zu stellen und nur noch selbst vor zu sorgen. Die Versicherungen sind imo einfach zu teuer. Mit der Kinderzulage seit letztem Jahr wird es wieder etwas attraktiver. Überlege dennoch meinen Beitrag das Minimum für die maximale Zulage zu senken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss bei der Diskussion aber auch bedenken, dass man für private Vorsorge viel verdienen muss. Verdient man zu wenig, wird das später angerechnet und man hat sich in jungen Jahren was zur Seite gelegt, von dem man später nichts mehr hat.
 
Die Ente ist hinten fett. Es zählt doch das, was am Ende dabei rauskommt. Logisch ist, dass der 25 Jährige hinten weniger rausbekommt, weil er auch kürzer einbezahlt hat. Kann er doch kompensieren, indem er höhere Beiträge in der kürzeren Beitragszeit einzahlt ... ach ne ... dann könnte er evtl. nicht genug vom Leben haben. Unschön ist es nur, wenn man das Offensichtliche nicht sehen möchte.
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Tja und wenn jetzt der Konsum flach fällt, wo investiert man? Wenn jetzt Millionen mal eben 100 € im Monat einfach so "sparen" dann geht das auch auf das BIP.
 
Man muss bei der Diskussion aber auch bedenken, dass man für private Vorsorge viel verdienen muss. Verdient man zu wenig, wird das später angerechnet und man hat sich in jungen Jahren was zur Seite gelegt, von dem man später nichts mehr hat.

Irgendwie kann ich dir da nicht ganz folgen, kannst du das mal erklären? Danke!
 
Zusatz-Renten ala Betriebsrente und Riesterrente werden auf die Grundsicherung angerechnet.

Mit Mindestlohn bekommst du ja nicht die Rente, die du mit Grundsicherung bekommen würdest, sondern deutlich weniger. Um nicht auf die Grundsicherung angewiesen zu sein, musst du nämlich knapp 2,5k brutto verdienen. Verdienst du weniger, so wie knapp 40% der Arbeitnehmer hierzulande, kannst du natürlich eine Zusatzrente abschließen, die dir aber nur eines bringt, nämlich weniger Geld im Hier und Jetzt. Beantragst du nämlich später die Grundsicherung, wird die Zusatzrente als Einkommen angerechnet und du erhälst weniger Unterstützung vom Staat, für den du 45 Jahre lang mitgesparst hast, aber nicht einen Cent mehr siehst. Selbst für Besserverdienende

Von daher ist das alleine schon ein Grund, dass die Rentenreform in diesem Sinne gescheitert ist. Profitiert haben mal wieder die Versicherungsgesellschaften und deren Anleger.
 
Zusatz-Renten ala Betriebsrente und Riesterrente werden auf die Grundsicherung angerechnet.

Mit Mindestlohn bekommst du ja nicht die Rente, die du mit Grundsicherung bekommen würdest, sondern deutlich weniger. Um nicht auf die Grundsicherung angewiesen zu sein, musst du nämlich knapp 2,5k brutto verdienen. Verdienst du weniger, so wie knapp 40% der Arbeitnehmer hierzulande, kannst du natürlich eine Zusatzrente abschließen, die dir aber nur eines bringt, nämlich weniger Geld im Hier und Jetzt. Beantragst du nämlich später die Grundsicherung, wird die Zusatzrente als Einkommen angerechnet und du erhälst weniger Unterstützung vom Staat, für den du 45 Jahre lang mitgesparst hast, aber nicht einen Cent mehr siehst. Selbst für Besserverdienende

Von daher ist das alleine schon ein Grund, dass die Rentenreform in diesem Sinne gescheitert ist. Profitiert haben mal wieder die Versicherungsgesellschaften und deren Anleger.

Grundsätzlich stimme ich mit deiner Meinung über ein, aber mit deinen 2500 brutto liegt du ein wenig falsch. Durchgängig 2500 brutto macht eine Rente von um die 1250 Euro. Und da ist die Grundsicherung im Alter (also quasi ALG2 für Rentner) doch ein Stück weit weg...
 
@rentner und mieten, die soziale Kompetenz so einiger hier, ist echt eine Schande. Aktuell hab ich auch nur 855€ im Monat, bis ich die Weiterbildung fertig habe. Davon bleiben in guten Monaten knapp 200€ über, wenn die öffentlich rechtlichen zugreifen oder ich Medis brauche, sind es knappe 150 € und um bei Thema mieten zu bleiben, habe Wohngeld beantragt und es wurde abgelehnt, weil die drv ja zu viel zahlt:hmm:
 
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