[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Sehe es auch so.

Die Fristen gelten für den AG. Mit steigender Betriebszugehörigkeit hat man längere Schutzzeiten.

Als AN sollten dann die normalen Regeln gelten
 
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Blöde Frage, aber müsste da nicht drin stehen, dass das (auch) die Kündigungszeiten für den Arbeitnehmer sind?

um genau das geht es. und somit ist es auch kene blöde frage sondern eine sehr spezielle sache. normal ist die kündigungsfrist als angestellter 4wochen, AUßER es steht explizit anders drin. dieses "explizit anders" lese ich dort aber nicht. und meine frage war, ob ich damit so recht habe oder ob sie wirklich eine längere kündigungsfrist hat.

nochmal: der angestellte möchte kündigen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist, dass in den letzten Jahren die Lebenshaltungskosten extrem gestiegen sind. Die Miete ist in dem Zeitraum seit ich angefangen habe zu arbeiten - prozentual - stärker gestiegen als mein Bruttolohn im gleichen Zeitraum, und das als Berufseinsteiger. Ich kann das wegstecken, andere nicht so; Die meisten Branchen hatten verhältnismäßig angepasste Löhne. An anderen gibt es quasi nur den Mindestlohn, wobei das tw. schon eine enorme Steigerung war.

Was man allerdings nicht verwechseln darf: Minijobs sind nie als vollwertige Einnahmequelle gedacht gewesen, sondern als Rahmen für Zusatzverdienste, Teilzeitmodelle oder Zweitjobs. Ich befürworte es, wenn Leute zumindest soviel Arbeiten, auch wenn sie keine Vollzeitstelle bekommen und nur den Rest zur Grundsicherung aufstocken. Arbeit ist DER Integrationsfaktor ins soziale Leben in Deutschland, folglich ist keine Arbeit zu haben ein Faktor dazu quasi aus der Gesellschaft auszuscheiden. Da geht es nicht um Geld, sondern um die sozialen Kontakte. Wer Vollzeit arbeitet bekommt nach aktuellem Mindestlohn rund 1030€ netto - das ist schon ein anderes Kaliber als die 416€ Hartz IV + Wohnung. Wobei halt die Wohnung der Faktor ist der da derzeit am stärksten reinhaut und finanzielle Spielräume gibt es da auch nicht. Wobei ich da meine, dass wer dauerhaft auf diesem Niveau arbeitet, irgendwas falsch macht.
An den Entwicklungen sind die Arbeitnehmer (oder ein Teil derer) aber tw. auch mitschuld. Ich sehe zunehmend, dass Gewerkschaften und Betriebsräte alleine auf die Jobsicherheit und die steigenden Löhne ihrer Mitglieder achten, aber das große Bild nicht im Kopf haben, technologische Entwicklungen verschlafen und so die Basis der Industriebetriebe enorm gefährden.

Zur Rente ... klar wird die künstlich verschlechtert. Aber das ist ein anderes Thema. Jemand der zwar sein Leben lang gearbeitet hat, aber nur auf dem Niveau das eine Mindestsicherung seiner eigenen Existenz gewährleistet hat kann nicht erwarten, dass die Rente ihm ein gesteigertes Einkommensniveau bietet. Hier kommt auch wieder der Faktor Miete als gewaltiger Kostenfaktor ins Spiel.
Ich spreche gar nicht von irgendwelchen Aushilfsjobs. Ich spreche von Fachkräften und Firmen die dank der gesetzlichen Lage Leute fast beliebig schlecht bezahlen können.

Opel bspw. stellt ihre eigenen Azubis nach der Lehre nur als Leiharbeiter mit Werkvertrag ein. Bayer ebenfalls. Und das sind jetzt nur 2 Beispiele.

Es wäre ein leichtes dem System der Sub-Sub-Sub Unternehmer einen Riegel vorzuschieben, Nachbarländer machen es auch vor und trotzdem herrscht dort keine Anarchie.
 
Der deutsche Staat kassiert ja sogar unmittelbar ab, die Deutsche Post ist immer noch zu 20% Staatseigentum und hat ihren Fahrbetrieb ebenfalls ausgelagert, dort fahren jetzt Osteuropäer oftmals sogar ohne richtigen Arbeitsvertrag. Juckt absolut niemanden bei der Post
 
Ich spreche gar nicht von irgendwelchen Aushilfsjobs. Ich spreche von Fachkräften und Firmen die dank der gesetzlichen Lage Leute fast beliebig schlecht bezahlen können.

Opel bspw. stellt ihre eigenen Azubis nach der Lehre nur als Leiharbeiter mit Werkvertrag ein. Bayer ebenfalls. Und das sind jetzt nur 2 Beispiele.

Es wäre ein leichtes dem System der Sub-Sub-Sub Unternehmer einen Riegel vorzuschieben, Nachbarländer machen es auch vor und trotzdem herrscht dort keine Anarchie.

Leiharbeit == Arbeitnehmerüberlassung und hat mit Werkverträgen nur oberflächlich was gemeinsam. Beides kann sinnvoll sein oder missbraucht werden, deswegen wird der rechtliche Rahmen zunehmend schärfer/klarer definiert. Für die Auftraggeber sind solche konstellationen finanziell immer teurer als eine eigene Belegschaft. Arbeitnehmerüberlassungen als Werkverträge zu tarnen kann für die beteiligen Firmen sehr schnell schmerzhaft teuer werden.

Und wenn ich mir ansehe wer daran "schuld" ist dann bemerkt man schnell worauf die Aktivitäten von Gewerkschaftlern und Betriebsräten abzielen, Stichwort "Planstelle".
Ich weiß nicht genau wie es in anderen Branchen ist, aber wenn bei uns zu geringe Löhne gezahlt werden sind die Mitarbeiter schneller bei der Konkurrenz als man gucken kann, wodurch die dann die Aufträge an Land ziehen kann. Arbeitnehmer können hier selbst ihre Position verbessern, wenn sie hier keine Anstalten machen es zu versuchen, können sie sich nicht als "Opfer" inszenieren. Dafür wurden Gewerkschaften und Streikrecht schon vor zu langer Zeit erfunden und etabliert.
Damit gibt es drei Arten von "Playern" die sich daran beteiligen PLUS Politik und Gerichte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leiharbeit ist nicht automatisch teurer. Und von Werkvertrag reden wir gar nicht erst.
 
Das Problem ist hier, dass es alle machen, wo willst du als AN hingehen?

Natürlich kann das alles sinnvoll sein, aber bei uns wird es ausgereizt bis zum geht nicht mehr. Es werden ja fast nur die Nachteile übernommen.
 
Grad den Brief mit der Gehaltserhöhung bekommen. Es wurden nochmal 100€ mehr draufgepackt. Als würde mein Chef was ahnen.
 
Vielleicht liest er mit :bigok:
 
Welche Kündigungsfrist hat man hier als Arbeitnehmer bei 4Jahren zugehörigkeit? Normal gilt ja 4 Wochen, außer es steht explizit anders.
Ist für eine Freundin und die Kündungsfloskeln sind aus einen Tarifvertrag.

Anhang anzeigen 427910

Um welchen Tarifvertrag handelt es sich denn?
 
Sieht irgendwie Kirchlich aus, aber durch das 3. verstehe ich die Fristen auch nur für den AG gültig. Ansonsten weiß der § doch auf was nettes im BGB hin.
 
4. deutet doch sehr stark auf kirchlich hin. Nebenbei, die Kündigungsfristen sind für die AG Seite. Der/Die AN hat in der Regel weiterhin die 4 Wochen. Aber wie immer, wenn es im Vertrag anders steht, dann natürlich nicht.
 
Bei mir gab es heute auch Review, das erste bei der neuen Stelle (Ende 2015 Studium mit Bachelor beendet, Mai 2017 in die aktuelle Firma gewechselt als Senior Software Engineer).
Bin damit von 52k€ auf 57k€ hoch, dazu knapp 5k€ Bonus sowie 1000 Stock Options (welche ich noch nicht ganz verstehe, da setze ich mich kommende Woche mal mit HR zusammen).

Bisher sind immer knapp 2,6k€ Netto rausgekommen.
Laut YNAB verteilt sich dass dann so (Freundin studiert noch, entsprechend zahl ich zB bei Wohnung und Auto mehr):

- Wohnen
-- 767€ Miete Wohnung (Warm, Westdeutsche Großstadt :-[ )
-- 71€ Strom
-- 30€ Tiefgaragenstellplatz
-- 10€ Hausratsversicherung

- Monatlicher Kram
-- 10€ Handyvertrag
-- 2,5€ Spotify
-- 3€ Netflix
-- 5€ YNAB
-- 3,7€ Haftplicht
-- 50€ BU Versicherung
-- 30€ Internet

- Leben allgemein
-- 150€ Lebensmittel & Haushalt
-- 100€ Spielgeld (Feiern, Kram kaufen usw)
-- 40€ Essen gehen
-- 50€ Kleidung

- Mobilität
-- 100€ Benzin (Motorrad & Auto)
-- 100€ Allgemein (Auto)
-- 50€ Allgemein (Motorrad)
-- 12€ Kfz Steuer

- "Langfristiger"
-- 200€ Auto sparen (Anzahlung fürs nächste)
-- 150€ Urlaub
-- 50€ Möbel
-- 200€ Studienkredit abbezahlen
-- 35€ Weihnachtsgeschenke

--------> Bisher sind so 400€ im Monat über geblieben, von denen noch ~100 "versickern". Die 300€ spare ich aktuell noch an um einen Puffer von 2-3 Monaten zu erreichen, aber dieser Haufen wird wohl bald von einem neuen Motorrad angeknabbert ^^ Die Lohnerhöhung (~200€ monatlich) soll allerdings direkt in einen ETF oder so gehen, dafür muss ich mich jetzt mal einlesen.

Hat jemand dazu Tipps wo und worüber man sich einlesen könnte? Also monatliches Investment auf ein paar Jahre fest?
 
Shared Account nehme ich an.
 
Gibt auch genug "Seniors" die ich grade mal so als "Junior" einstufen würde. Wenn er gut ist, wieso nicht?
 
In meiner alten Firma waren Teamleiter mit zum Teil nur 2-3 MA SVP (Senior Vice President) :fresse:
In Namensfindung sind Unternehmen wirklich kreativ
 
- Wohnen
-- 767€ Miete Wohnung (Warm, Westdeutsche Großstadt :-[ )
-- 71€ Strom
-- 30€ Tiefgaragenstellplatz
-- 10€ Hausratsversicherung

- Monatlicher Kram
-- 10€ Handyvertrag
-- 2,5€ Spotify
-- 3€ Netflix
-- 5€ YNAB
-- 3,7€ Haftplicht
-- 50€ BU Versicherung
-- 30€ Internet

- Leben allgemein
-- 150€ Lebensmittel & Haushalt
-- 100€ Spielgeld (Feiern, Kram kaufen usw)
-- 40€ Essen gehen
-- 50€ Kleidung

- Mobilität
-- 100€ Benzin (Motorrad & Auto)
-- 100€ Allgemein (Auto)
-- 50€ Allgemein (Motorrad)
-- 12€ Kfz Steuer

- "Langfristiger"
-- 200€ Auto sparen (Anzahlung fürs nächste)
-- 150€ Urlaub
-- 50€ Möbel
-- 200€ Studienkredit abbezahlen
-- 35€ Weihnachtsgeschenke

Hübsche Auflistung. Grüß mir Deine Altersvorsorge, wenn Du sie siehst ... :D
 
Wie nennt man bei euch denn die Leute mit Berufserfahrung wenn man da nach 2 Jahren schon als "Senior" eingestuft wird?
Wurde mit "amerikanische Benahmung" gut getroffen, amerikanischer Konzern.
Stelle war damals für einen Senior SE ausgeschrieben, Headhunter sagte "das passt schon, fordere 55k€, lass dich nicht mit unter 50k€ abspeisen" -> hat funktioniert. Warum das Senior heißt, keine Ahnung, wir haben ein paar Uni-Abgänger als Junior SE, die sind aber nach einem Jahr SE und offiziell nach 3 Jahren Senior SE.
Real steigen fast alle als Senior ein, danach kommen dann Principals und Co.

Fand es auch Anfangs komisch, aber ist halt so...

Gibt auch genug "Seniors" die ich grade mal so als "Junior" einstufen würde. Wenn er gut ist, wieso nicht?
Die haben wir hier definitiv auch, manche aus Motivationsgründen, manche einfach "nicht so helle" (keine Ahnung wie ich das besser formuliere).

Kannst teuer nach extern verkaufen. Ist ja immerhin ein Senior. Finde das aber auch sehr fragwürdig, wird aber tatsächlich häufiger Mal so wie beschrieben genutzt...
Alles hier am Standort rein interne Entwicklung, die Application Engineers sitzen woanders (weltweit).

Hübsche Auflistung. Grüß mir Deine Altersvorsorge, wenn Du sie siehst ... :D
Definitiv auch ein Thema was ich angehen will, muss ich mir auch nochmal Gedanken drüber machen. Bin da mit 26J noch recht blauäugig.
 
Bin da mit 26J noch recht blauäugig.
... und spät dran. Hab selbst schon mit 16 Jahren mit der privaten Altersvorsorge angefangen. Das hat den Vorteil, dass Du mit wirklich niedrigen Beiträgen einsteigst. Hab das damals (1999) mit ner stinknormalen Lebensversicherung begonnen. Hätte ich erst mit 26 Angefangen, wären die Beiträge natürlich entsprechend höher gewesen. Mit der Zeit habe ich hier und da noch ein wenig aufgestockt.

Blauäugig trifft's da mMn sehr gut: Wie kann man sich einzig und allein nur auf die gesetzliche Rente stützen - wo doch jeder weiss, wohin das führen wird ...
Bei uns heisst sowas ja "Känguru-Generation": Nix im Beutel aber große Sprünge machen :fresse:
 
Und hätte man die Banken fallen gelassen, wäre deine private Vorsorge jetzt im Klo.
 
Finde es schlimm, wenn man sich mit 16 schon um 66 kümmern muss aus Angst, sonst in Armut zu verfallen..

In dem Alter sollte man leben und nicht vorsorgen. Du kannst auch Mitte 50 schwer erkranken und erlebst die Rente nicht mehr. Da hab ich lieber meine Jugend ausgekostet.
 
Zuletzt bearbeitet:
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