[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Achso und das rechtfertigt, daß es auf den Rücken der Mitarbeiter ausgetragen wird. Ich wäre bereit ein paar € mehr für die Pflegekasse zu zahlen, immerhin sind die, die jetzt die Pflege brauchen, diejenigen die uns den Wohlstand gebracht haben.
Davon kommt nie was an...also, zumindest nicht beim Pfleger. Hier rennt ein Pfleger teilweise für 20-30 Patienten rum. Und dann bleibt nur Mindestlohn über? :hmm:
 
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Wenn ich wechseln würde, dann würde ich mir selber ins Knie schießen. Schlechterer Arbeitsplatz, ich bin bei der Polizei eingesetzt, Top Arbeitsplatz.
Ich gehöre zu den Altbeschäftigten, für mich gilt noch der ver.di Manteltarifvertrag der seit August 2010 ausgelaufen ist, aber noch in Nachwirkung ist, da kein neuer allgemeinverbindlicher Manteltarif existiert.
Das bedeutet, ich bekomme 5% Nachtzulage in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr, 50 % Sonntags, 100% Feiertage, steuerfrei. ab der 246. Monatsstunde Überstundenzulage 25%.
Ich bekomme 3% vom Vorjahresbrutto als Weihnachtsgeld, 1% vom Vorjahresbrutto als Urlaubsgeld. Neue nichts, bzw. 25% Sonntag und Feiertag 50%.
Wenn ich wechsel bin ich neu, kriege nichts, nur miese Schichten, miese Jobs. Ich bin nicht irre genug für sowas, wirklich nicht. :)

Das nennst du Top? Vom Lohn mal abgesehen, kaum ein Arbeitgeber würde dich so lange arbeiten lassen, da absehbar ist, wann du zusammen klappst.

Was machen die eigentlich mit solchen Leuten? Werden die auch menschlich behandelt, oder so schnell wie möglich abgeschoben?
 
Da ich das schon 23 Jahre mache, Dauernachtschicht, die ersten 7 Jahre allerdings nur 200 Stunden im Monat, die Stelle gab nicht mehr Stunden her damals.
25 Nächte a 8 Stunden damals.
250 - 300 Stunden mache ich seit 2001 und ich war noch nie krank in all den Jahren, also schadet es offensichtlich nicht.
Einige Kollegen machen auch mehr als 300 Stunden, die haben die richtigen Steuerklassen dafür.
Der Job ist nicht für jeden das richtige, aber wer sich für Wachdienst entscheidet, weiß auf was er sich einlässt.Hoffe ich zumindest. Entweder zuwenig Stunden, Hartz4 ergänzend und jeden Monat mit dem Lohnzettel aufs Amt rennen, oder viele Stunden und ausreichend Geld.
Dazwischen gibt es eigentlich nichts.
Und wer ganz viel Glück hat, der bekommt viele Stunden und ausreichend Freizeit. Wenn ich 20 Tage arbeite habe ich 260 Stunden, 10 Tage frei. Klappt nicht immer, Urlaubsvertretung und so, aber meist schon.
Ist also ein eher lockerer Job, man steht etwas rum, geht etwas spazieren, kontrolliert was so zu kontrollieren ist. Ist nicht wirklich anstrengend, nachts kann man sogar mal fernsehen, Internet mit eigenem Notebook und Stick. So wie jetzt, hatte viel Unterhaltung die Nacht, Wasserrohrbruch, eine prima Nacht. Noch 2,5 Stunden bis Feierabend und dann 2 Tage frei.
Heute fühle ich mich sehr ausgeruht.
Ich mache den Job gerne, wenn ich 3 Wochen Urlaub mache im Januar immer, dann will ich nach spätestens 10 Tagen wieder an die Arbeit. Geht mir sowas von auf den Nerv dieser dämliche Urlaub. Gehe dann immer mal nach dem Rechten sehen, im Urlaub. Habe immer ein ungutes Gefühl, wenn ich nicht an der Arbeit bin, ob die auch alles richtig machen.
Auch bei uns gibt es manchmal welche, die gerne mal extra Urlaub auf gelben Schein machen.
Die sind nicht krank, nur faul. Die bekommen dann schon die passende Quittung von den Kollegen, deren freie Tage gestrichen werden mußten, oder die ihren Urlaub nicht antreten konnten.
Dazu ist die Firma nicht nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
250-300 Stunden für knapp 9€ brutto ?
Was bekommt man da netto raus in Deutschland?
 
Trotzdem haben viele von uns wahrscheinlich mit 100 Stunden weniger gleich viel oder mehr Netto. Aber wenn ihm die Arbeit gefällt, versteh ich, dass er sich nicht nach was anderem umschaut. Und mit dem Alter würde ich auch noch die restlichen paar Jahre irgendwie rüberbringen und mich dann auf die Pension/Rente freuen.
 
Soso du arbeitest also 13h am Tag? Muss sich deine Branche nicht ans Arbeitszeitgesetz halten oder bist du etwa als Scheinselbstständiger tätig?
 
Gesetz und Praxis gehen nicht immer konform. Genauso wie bei uns die 10 Stunden Deckelung nicht immer eingehalten werden kann, dafür dürfen wir ja jetzt bald 12 Stunden ohne Probleme arbeiten. Danke Regierung
 
Ich lasse mir weder von einer Regierung, noch von einer Gewerkschaft vorschreiben wieviel ich arbeiten darf. Oder wie sich die Arbeitszeit verteilt. Es wird gemacht was nötig ist, vor allem für mich und dann für die Firma. Das passt ganz gut da ich und Firma das gleiche Ziel haben, Geld verdienen und einen guten Job machen.
Zu dem Geld was man so verdient kommen noch die Sonntagszulage steuerfrei, 4,42 x 13= 57,46 x 3 Sonntage je Monat = 172,38 cash in the täsch, jetzt Heiligabend und Silvester gilt bei uns ab 14 Uhr Feiertagsregelung, 100% Zulage. Da diese Tage Sonntage sind, gilt für den Kollegen von der Tagschicht, 6 bis 14 Uhr 50% Zulage,
14 bis 19 Uhr 100% Zulage.
Und ich gehe mit Nachtschicht gleich in die 100%. 38 Feiertagsstunden bis 31.12.2017 24 Uhr. 335,92 cash. Und den Rest, versteuerte Kohle 296 Stunden, etwa 2200 netto.
Kann man nicht meckern, leider ist nicht jeder Monat mit Feiertagen ausgestattet, im Schnitt so 1800 netto.
Ich lebe doch wie ein Fürst, alles bezahlt, null Schulden, Kohle auf der Bank, komme ja nicht dazu was auszugeben. Wenn ich frei habe sitze ich vor den Computern, kostet ausser Strom nichts, Auto ist bezahlt und läuft und läuft, Toyota eben.
Reise nicht, gehe nicht weg, ich rauche und spiele ab und an mal Lotto. Das war es aber auch schon. Wenn ich gewinne arbeite ich weiter, unentgeltlich für die Firma.
Ist ein günstiges Leben, ich bin zufrieden und ausgeglichen.
 
„Ich bin zufrieden und ausgeglichen“

Zitat von: Genervter

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Ja, jeder ist seines Glücks Schmied (fast)

Wenn dich so ein Leben zufrieden macht, ist das doch schön.
 
Vor allem ist es seelisch mehr wert, wenn man so zu Frieden ist, als ein Job, der einen an 20 von 24 Tagen im Monat nur nervt, ...
 
Genau.

Wenn man quasi nur für die Arbeit lebt, ist das ok. Für mich wäre es nichts.

BTT: Ab Jänner 3% mehr....wooooow :wall:
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich auch nicht, aber jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von Job und Leben.

Das Thema Arbeitszeit sehe ich im Wachdienst-Bereich abe generell etwas zwiespältig. Ja, die Objekte, oder was es ist müssen eben überwacht werden, aber 12h plus am Tag?

Andererseits, Ärtzte arbeiten teils noch mehr, und deren Fehler haben deutlich gravierendere Folgen.
Sogesehen, eigentlich kein Grund zum Meckern, wenn der AN das so bewusst akzeptiert.
 
Bei uns wird auch keiner gezwungen, es ist so das man 240 Stunden mindestens braucht um ohne Amt über die Runden zu kommen. Die 240 kann man natürlich auch mit 30 Tagen a 8 Stunden erreichen und nie einen freien Tag haben. Auch das gibt es im Wachdienst, die werden auch nicht gezwungen 30 Tage zu arbeiten. Die tun das um zu überleben, ohne zum Amt rennen zu müssen. Und die denen das zuviel ist hören eben ganz auf und gehen vollzeit in Hartz4.
Es findet sich für jeden das richtige irgendwie.
So ist das Leben, nicht immer einfach, aber klappt schon.
Ich bin jedenfalls zufrieden, die meisten meiner Kollegen auch, wer weniger arbeiten will kann das gerne tun. Wir haben ja noch viele andere Dienststellen, die nicht so auf Rosen gebettet sind wie wir mit Stunden. Es sind genug Kollegen da, die scharf sind auf jede Stunde die einer nicht machen will.
Und wenn die gut sind nehme ich sie in mein Team, erstmal vertretungsweise.
 
Und dann wundern sich manche von euch das es schlecht bezahlte Jobs gibt?
Sorry wenn ich das lese dann bekomme ich nur Mitleid mit dem schreibenden. Das Gesetzt hat einen Sinn und der ist es nicht dir etwas zu nehmen sondern etwas zu geben.
Las mich raten Verheiratet bist du nicht oder nicht mehr? Für Kinder hat's auch nie gereicht und Freunde sind für dich auch ein Fremdwort? Hobbys werden eh überbewertet?
Auch wenn du bisher nie Krank warst kann es dir doch passieren dass du nach so einer 13h Schicht einen Arbeitsunfall hast der dich Arbeitsunfähig macht. Was dann? Die Berufsgenossenschaft wird nicht zahlen da sie dir nachweisen wird dass du immer gegen das Zeitarbeitsgesetzt verstossen hast und dir am Ende noch ne saftige Strafe aufdrücken. Dann is zusätzlich zu dem fehlenden zukünftigen Einkommen auch noch das ersparte weg.
Das du mit deiner Einstellung zum Gesetzt auch den anderen diese Arbeitsbedingungen quasi aufdiktierst setzt dem ganzen dann leider die Krone auf.
Just my two cents
 
Habe die ganze Diskussion nicht wirklich verfolgt, aber bestimmt wurde nachfolgendes schon angesprochen/moniert:
Wenn man nur bei 30 Tage á 8Std genug verdient um NICHT aufstocken zu müssen, dann gibt's doch einen systematischen Fehler im Unternehmen, oder ?
Das mag zwar alles rechtlich sauber sein, aber ein AG hat auch eine gewisse soziale Verantwortung und in meiner Welt bedeutet das, dass der AN auch mal Freizeit hat und zwar mehr als nur 8 Std am Stück.
 
Wegen solchen Leuten wie Genervter funktioniert das allerdings auch nur. Wenn es genügend Leute gibt die sich mit knapp 9€ zufrieden geben und 250+ Stunden im Monat machen, Lachen sich die Arbeitgeber doch ins Fäustchen.Für mich wäre das nix! ok,ich hatte vielleicht auch etwas Glück,auch ohne Studium/Weiterbildung etc. auf meine 50000+€ im Jahr zu kommen.
Aber ich gehe Lieber jeden Tag Pünktlich um 16:30-17:00 nach hause und hab noch etwas vom Tag.Anstatt jeden Tag 10-12 Std zu arbeiten um über die Runden zu kommen.
Denn würde Genervter das nicht machen,sähe es sehr schlecht aus mit dem Überleben.
 
Zumindest liest es sich nicht so, als wäre er gezwungen. Also wo ist das bitte nicht freiwillig?
 
Ein Teamleiter, der für zwei arbeitet und das für Mindestlohn? Was will man mehr als AG? Höchstens, dass derjenige im Lotto gewinnt und dann umsonst arbeitet. Genau deswegen sind die Löhne so schlecht.
 
Aber er behandelt ihn gut. Ok, würde ich auch tun, so jemanden lässt man doch nicht gehen.
 
Ein Teamleiter, der für zwei arbeitet und das für Mindestlohn? Was will man mehr als AG? Höchstens, dass derjenige im Lotto gewinnt und dann umsonst arbeitet. Genau deswegen sind die Löhne so schlecht.

tjo ist leider wircklich so.
 
Leistungsprämie für Dezember doch vierstellig geworden, aber mehr als die Hälfte geht runter. Bitter.

Von 1040€ bleiben 485€ netto.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh doch, sogar sehr gut, bevor ich das tue, mach ich auch was anderes, notfalls auch abseits meiner Qualifikation.
 
Verstehe ich auch absolut, aber nicht 20 Jahre lang :D
Sowas wäre als Übergangslösung ok, aber nicht länger als 2 Jahre.
 
Hab meine Abrechnung für Dezember bekommen, so viel Steuern gehen weg. Immerhin höchster Beitrag den ich bisher erreicht habe.
Muss ich wieder über die Steuererklärung nächstes Jahr reinholen und solange bleiben die zu viel bezahlten Steuern beim Staat.
 
Verstehe ich auch absolut, aber nicht 20 Jahre lang :D
Sowas wäre als Übergangslösung ok, aber nicht länger als 2 Jahre.
Und dann noch mit einem lächerlichen Gehalt. Aber gut, wenn man sich freut, dass man mehr Stunden machen "darf". Ehrlich mir fehlt da jedes Verständnis.
 
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