[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Kommt wohl drauf an, wie viele Patienten er hat und wie viel Prozent davon privat versichert sind. Mein Hausarzt fährt Porsche, A6, Q5 und sein Sohn einen RS4. Er hat alle paar Wochen zu, weil vermutlich das maximale der Krankenkassen erreicht ist. Scheint also zu laufen, ist aber auch ein spitzen Arzt und es ist nicht ohne Grund dort immer über voll im Wartezimmer.
 
Schätze mal das ist absolutes Minimum wenn man nur Kassenpatienten hat und ne normale Anzahl Patienten.
Da kannste dann mit schneller Behandlung und privaten Patienten noch was machen nach oben.
 
60k hieß es vor ein paar tagen


Eine ordentlich laufende Allgemeinmediziner Praxis hat ca. 10000€ Überschuss/Gewinn monatlich. Mal mehr mal weniger. Habe Freunde die Allgemeinmediziner sind.
Das ist ein kleines Unternehmen und man muss gut wirtschaften. Und längerfristig krank werden ist auch nicht gut.
 
Ehemaliger Kunde mit eigener kleiner Physiopraxis kam mit 12-15k im Monat raus, je nachdem wies lief
 
Ein Bekannter von mir ist bei 13k nach allem pM - also lässt sich mehr als gut leben^^ Aber hat auch ne große Praxis mit 2 Angestellten Ärzten (wenn auch nicht komplett in Vollzeit)
 
vergesst nicht due ausgaben einer kleinen praxis. es fallen mindestens die mietkosten der räumlichkeiten an als auch minimum 1 tante an der rezeption, eher mindestens 2 leute... und dann gibts natürlich noch einmal kosten in form von möbeln, bzw den untersuchungsgeräten, welche je nach fachrichtung schonmal in die millionen gehen kann.

bei free kommt der ennormale lohn natürlich auch durch ennorme stunden zusammen, und zuschläge für arbeitszeiten, wo sonst keiner arbeiten möchte. wenigsten lohnt es sich dann für ihn, während 50% aufschlag bei ner 8,5€ kraft ein witz wäre ^^
 
Mein Hausarzt dürfte auch nicht gerade wenig verdienen, Arzt Ehepaar mit Gruppenpraxis im eigenen Haus (quasi das Erdgeschoss die Praxis und der 1. Stock die privaten Wohnräume). Arm sind die bestimmt nicht :D Leben dennoch sehr bodenständig und fahren Allerweltautos. :D
 
kommt ja auch drauf an, was für kunden man bewirtet und was man da so macht. ein zahnarzt, der in einer hartz gegend nur das allernotwendigste von der gesetzlichen krankenkasse durchdrückt, verdient nicht viel geld. eine einfache füllung nach kassenabrechnung bringt ihn keine 30€ ein. wenn er stattdessen aber kunststoff einsetzt, verdient er das 5fache, obwohl er die gleiche arbeit durchführt (in beiden fällen muss er bohren und den zahn vorbereiten, wenngleich das ggf. leicht unterschiedlich sein kann). der einzige unterschied ist, das man den kunden dann melken kann, da er für 1gramm kunstoff das mehrfache vom goldpreis in rechnung stellen kann...

wer also viele sonderleistungen abrechnen kann, wird reicht. wer nur kassenleistungen durchschiebt, wird damit wohl keine goldene nase verdienen...
 
Im Autothread war doch einer, der nach seinem Studium eine Praxis eröffnet hat. Da hat er auch erwähnt wie viel allein die Einrichtung gekostet hat. Glaub das war eine Zahnarztpraxis mit ~300k€ an Ersteinrichtung.
 
Je nach Gegend gibt's nicht mal Nachfolger für eine Praxis, obwohl der Arzt die Einrichtung mit verschenkt.
 
Das ist nämlich der Punkt. Geld ist das eine aber Zahnarzt... ich niemals!
 
Die Ärztegehälter hängen doch im wesentlichen mit der künstlichen Verknappung von Studienplätzen zusammen. Wenn man von vornherein dafür sorgt, dass man unter sich bleibt, dann herrscht am Ende eben auch der Mangel, den man haben will.
 
Die Ärztegehälter hängen doch im wesentlichen mit der künstlichen Verknappung von Studienplätzen zusammen. Wenn man von vornherein dafür sorgt, dass man unter sich bleibt, dann herrscht am Ende eben auch der Mangel, den man haben will.

Du hast ja wieder eine Logik. Es soll ja auch nicht jeder Hans und Franz Medizin studieren können. Das Studium kostet dem Staat viel Geld.
Wir waren am Ende der 6 Jahre auch nur noch weniger als die Hälfte der Leute.
Hast du ein persönliches Problem mit Ärzten?

Der Ärztemangel liegt auch vorwiegend am demographischen Wandel.
 
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Scheinbar :D
Es schafft halt auch einfach nicht jeder ein Medizin-Studium, zurecht!
 
Fakt ist, dass es weniger Ärzte und medizinisches Fach Personal gibt als benötigt. Das ist schon seit Jahren ein Problem.
 
Liegt auch daran, dass Leute ins Ausland abwandern, weil dort teils deutlich bessere Arbeitsbedingungen herrschen als hier.
Es will halt nicht jeder Arzt 80h die Woche arbeiten und sein Privatleben fast aufgeben.

Und auch der Grundgedanke "Menschen helfen" kommt hier in Deutschland besonders in Krankenhäusern viel zu kurz, da die Zeit pro Patient viel zu gering ist, womit dann oft auch die Zufriedenheit des Arztes runter geht.
Es gibt eben auch viele Idealisten, die im Ausland ein besseres Gefüge von Zeit pro Patient vorfinden.
 
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Ich halte das Auswahlverfahren nach NC für nicht sinnvoll. Es sollte Aufnahmetests geben um gewisse Grundkenntnisse und Grundfähigkeiten für das entsprechende Studienfach abzufragen.
Aber andererseits muss man den Abiturienten nicht das Signal geben, dass fleiß sich am Ende nicht lohnt.
Schwieriges Dilemma um die Studiengänge richtig zu besetzen und die Abbruchquoten zu verringern - bei gleichbleibender Qualität.
 
Du hast ja wieder eine Logik. Es soll ja auch nicht jeder Hans und Franz Medizin studieren können. Das Studium kostet dem Staat viel Geld.
Das fordere ich auch nicht. Aber ich stelle a) in Frage, dass man dafür eine 1 in Sport und Mathe benötigt (NC 1,2!) und ebenfalls, dass man nach 5 Jahren warten schlauer ist als vorher.
Wir waren am Ende der 6 Jahre auch nur noch weniger als die Hälfte der Leute.
Daran wird sich auch nichts ändern. Es sollen nur diejenigen das Studium schaffen, die dazu geeignet sind. Aber diese Vorauswahl bei einigen Studiengängen ist völlig absurd. Wenn der Pool von Anfang an viel zu klein ist, schaffen es am Ende auch zu wenige. Denn es gibt wohl durchaus auch Menschen, die schlechtere Noten schreiben und trotzdem gute Ärzte wären (oder werden, wenn sie es sich leisten können, 5 Jahre darauf zu warten).
Hast du ein persönliches Problem mit Ärzten?
Nein, s.o.
Ich gönne dir deinen Beruf, ich würde ihn selbst nicht tun wollen, aber das System ist trotzdem nicht gut an dieser Stelle. Einige Berufszweige neigen m.E. dazu, von Anfang an auf elitäre Voraussetzungen Wert zu legen, um lieber unter sich zu bleiben.
Der Ärztemangel liegt auch vorwiegend am demographischen Wandel.
Das sehe ich völlig anders. Der Mangel liegt daran, dass Ärzte es sich erlauben können, nur die Premium-Stellen anzunehmen, weil es zu wenige insgesamt davon gibt.
 
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Der Mangel an Studenten die das Studium auch wirklich beenden liegt aber an der Auswahl.
Studieren kann wer ein super abi hat oder das Geld um sich einzuklagen, bzw im Ausland anzufangen und dann zu wechseln.
Leute mit 1,0er abi fangen Medizin an weil es am meisten Prestige bietet.
Andere die super Ärzte wären kriegen keinen Platz im Gegenzug.
Spätestens wenn es ans eingemachte geht sind erstere weg.
 
Der Mangel liegt daran, dass Ärzte es sich erlauben können, nur die Premium-Stellen anzunehmen, weil es zu wenige insgesamt davon gibt.

Den Satz verstehe ich irgendwie nicht. Der Mangel ist ja nicht die Ursache des Mangels oder? Wenn ich die große Auswahl habe, dann suche ich mir natürlich auch die beste Stelle heraus. Das läuft aber in jedem anderen Beruf mit hoher Nachfrage ähnlich.

Der Mangel an Studenten die das Studium auch wirklich beenden liegt aber an der Auswahl.
Studieren kann wer ein super abi hat oder das Geld um sich einzuklagen, bzw im Ausland anzufangen und dann zu wechseln.
Leute mit 1,0er abi fangen Medizin an weil es am meisten Prestige bietet.
Andere die super Ärzte wären kriegen keinen Platz im Gegenzug.
Spätestens wenn es ans eingemachte geht sind erstere weg.

In manchen Ländern gibt es ja bereits bestimmte Medizinerauswahltests (Österreich etc.). Aber ob dadurch die Abschlussquoten erhöht werden können, wer weiß.

Für das Medizinstudium muss man nicht unbedingt super schlau sein. Man muss lernen können. Viel lernen in kurzer Zeit, jeden Tag. Und immer versuchen durchzuhalten. Wenn man eine Woche mal gar nichts gemacht hätte, dann wäre man nicht mehr hinterher gekommen.

Es haben bei uns auch einige 1,0er Schüler abgebrochen, weil sie den Druck nicht ausgehalten haben.
 
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Den Satz verstehe ich irgendwie nicht. Der Mangel ist ja nicht die Ursache des Mangels oder? Wenn ich die große Auswahl habe, dann suche ich mir natürlich auch die beste Stelle heraus. Das läuft aber in jedem anderen Beruf mit hoher Nachfrage ähnlich.
Ist doch ganz einfach. Es gibt zu wenige Bewerber für zu viele Stellen. Mehr Bewerber könnte man z.B. mit mehr Studienplätzen in Medizin erreichen. Der Mangel bezog sich auf die "Landärzte", war nicht klar formuliert.
 
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