[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Im Endeffekt können nur die Menschen selber was dran ändern. Es gibt nur eine Sache, vor der Reiche Angst haben, und das sind Revolutionen. So wie die industrielle Revolution, deren Arbeiterbewegungen. Oder Lenin. Ich frage mich, ob es sowas jemals wieder geben wird, oder obs den Leuten heutzutage einfach zu gut in den reichen Nationen, selbst wenn es ihnen relativ zu Anderen gesehen schlecht geht. Klar sind die Bedingungen heute nicht mehr vergleichbar mit Minenarbeitern und Fabrikarbeitern von Anno dazumal, die 6-7 Tage die Woche geschuftet haben bis zu 16h am Tag.

Aber die Schere zwischen Arm und Reich, die gibt es immer noch. Auch wenn es allen besser geht. Wird diese Schere brechen?
Die Schere wird es immer geben, egal welches Modell man nun verwendet.

Auch hier ist nicht alles Sonnenschein, es gibt auch Berufe die trotzdem schlecht bezahlt sind (Gastro, Bäcker, Friseur etc.), jedoch als Arbeitnehmer schon einiges an Handwerkszeug und Rückendeckung der Arbeiterkammer um einem Chef der meint er wäre Graf Koks auf die Finger zu hauen. Wie schon gesagt, hier hat eben auch der Chef noch einen Chef und nicht den Status vom Herrgott im Himmel.

Aus unbezahlten Überstunden und solchen Scherzen können schnell mehrere zehntausend Euro für den Unternehmer werden da gleich mehrere Instanzen aktiv werden, Arbeiterkammer stellt kostenlos den Rechtsanwalt für ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht und, das ist der eigentliche Hammer für den Chef, die Finanzpolizei (= deutsche Steuerfahndung) stellt ihm die komplette Bude auf den Kopf. Wenn die mal anfangen unangenehme Fragen zu stellen wirds richtig ungemütlich. :D

Leiharbeit im Niedriglohnsektor wird ebenfalls sehr wirkungsvoll bekämpft.
 
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Hallo an alle,

wie sich der eine oder andere erinnern mag, hatte ich im März ja ein Gespräch mit meinem "neuem" Chef wg. der Montage etc. und das in meinem Vertrag was von bis zu 50% steht.
Es hat sich zwischenzeitlich einiges getan, nach meinem Gespräch wurde ich nicht mehr so oft zur Montage verplant. Mitte Juni meinte mein Produktionsleiter, der neue Chef hat ihn angerufen,
es würde eine Innendienststelle frei, ich sollte mich initiativ bewerben. Gesagt getan. Leider musste es dann doch wieder "offiziell" ablaufen. Stellenausschreibung wurde am 01.11. in Intranet gestellt.
15.11 war Bewerbungsschluss. 2 Bewerber (ich und ein Kollege). Kurzum ich hab die Stelle bekommen ab 01.12.17 bin ich jetzt im Haus bei uns.
In diesem Zuge gleich mal frech noch 150€ brutto mehr verlangt, die ich auch bekommen habe. Anscheinend hat der neue "Chef" doch nicht Recht gehabt. Im Bwerbungsgespräch noch hämisch zu mir gesagt, stimmt Sie hatten was von Work/Life Balance erwähnt wir kennen uns ja schon...
Zitat neuer Vertrag:"Alle sonstigen vertraglichen Vereinbarungen Ihres Anstellungsvertrages bleiben unverändert"
Ich bin der festen Überzeugung, dass ich diese Stelle auch nur bekommen habe, weil der neue Chef mich als unangenehmen Mitarbeiter aus dem "Weg" räumen wollte, damit ich den anderen Kollegen nix davon stecke,
das es höchstwahrscheinlich auch nicht in ihrem Arbeitsvertrag steht.
Und gestern die Mitteilung bekommen das mit der Januarabrechnung eine Leistungsprämie ausbezahlt wird. Da lach ich mich jetzt schon kaputt, wenn wir wieder im Meeting sitzen und die Führungsriege von schlechten Zahlen redet.

Fazit: Bis jetzt alles richtig gemacht, manchmal sollte man doch seine Fresse aufmachen und das an den richtigen Stellen. Endlich mal geregelte Arbeitszeiten

@eraser777 dann legst hoffentlich auch ordentlich was weg oder verprasst es anderweitig für Freizeitaktivitäten. Bin auch eher der sparsame Mensch.
 
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Sparqoute ist aktuell bei 27,5%, ist aber zu hoch, da ich mir doch hier und da was gönne. Sparkonto hat im Studium gut gelitten, da muss wieder etwas Puffer drauf.
 
Sparquote war beim mir vor dem Meister bei 32% durch die Meisterschule jetzt auf 24% runtergeschraubt. Aber ich muss sagen ich gönne mir auch ab und an mehr jetzt. Geb viel Geld fürs Hobby (Motorrad fahren)aus. Auto kostet zum Glück nicht viel, dafür fahr ich ne alte Kiste 19 Jahre alt. Kollege von mir meinte auch ist der Reichtum bei dir ausgebrochen, weil ich mir ne zweite Maschine gekauft hatte. Ich habe dann darauf geantwortet: Wer fährt hier ein 4 Jahre altes Auto? Es kommt auch immer drauf an, was für Interessen man hat, etc. Ich verdiene jetzt auch sehr viel mehr zu früher und bin auch der Meinung für 1600 Brutto steh ich nicht mehr auf, habe es aber 3 Jahre gemacht als Steuerfachangestellter. Zum Leben zu wenig zum sterben zuviel. Aber bin auch der Meinung weiterbilden, ich habe damals die 2. Ausbildung gemacht und es hat sich rentiert. Jetzt den Meister noch um ein gewisses Lohngefüge zu "sichern."
 
Ist ne kleine (!) Landeshauptstadt in der Stadtmitte. Und der Mietpreis ist unverschämt günstig und steht ihm eigentlich garnicht zu :fire:
 
in ingolstadt habe ich 370€ miete gezahlt (inkl. 40€ tiefgarage) waren halt nur 30 qm
 
nur wenige verdienen bei 40stunden woche bei steuerklasse 1 über 3000€ netto ^^ hier gefühlt jeder 2, aber im durchscnhitt vielleicht jeder 10.... ein normaler facharbeiter fällt da so aber nicht drunter. mit 300stunden ist natürlich alles machbar...

...und wenn du das hochrechnest wie viel man da als Single verdienen müsste ist man beim Spitzensteuersatz ... um das Haushaltseinkommen einer Familie auf Grundsicherung zu bekommen. Finde den Fehler!? Oder doch eher Äpfel und Birnen?
Ich war Gedanklich aber beim kombinierten Einkommen beider ... und ich war beim Thema Familie und Lohnsteuerklassen 3/5 oder 4/4 ... Wie angedeutet: Der Faktor Miete/Immobilien/Wohnkosten wird zunehmend ein Problem für die soziale Gerechtigkeit in Deutschland.
 
@Jochen2K: :D Ich habe mich mit einem Schulkollegen unterhalten , Lehramt (Englisch/Sport) in Hessen. Er bekommt keine Festanstellung, wird über die Sommerferien gekündigt und bekommt 1600€ netto raus.

Tja.. Ich will nicht direkt sagen selbst schuld, aber hier in NRW z.b. wird jeder Hempel verbeamtet. Andere Länder (Berlin z.b.) werben z.T. sogar extra damit um alle Stellen besetzen zu können.

Ich bin selbst allerdings kein Lehrer, meine Frau ist nach dem Refrendariat direkt verbeamtet worden. Bis ich verdiene was Sie netto hat, dauert es noch ein bisschen..:vrizz:
 
Meine Freundin hat jetzt seit Sommer ne feste Anstellung (vorher lange Zeit Werkstudentin in der Firma), im Oktober Gehalt erhöht, jetzt mit neuem Abschluss (Master) war von vorne herein nochmal mehr vereinbart (liegt jetzt deutlich über mir) und ist seit Ende November im Management und geht damit im Januar nochmal in Gehaltsverhandlung.

Würde sagen bei ihr läufts. Da komm ich mit ÖD nicht ran.
 
Weiß jemand ob sich was bei den Steuern von 2016 zu 2017 irgendwas geändert hat? Freibeträge etc.
Möchte schon mal vorab für 2017 durchspielen ob wir was vom Amt zurück erwarten können oder nicht.
Da wir dieses Jahr komplett auf 4/4 umgestellt haben, und wir den OGS Beitrag auf die nächste Stufe erhöht haben, da wir Bruttomäßig in die nächst höhere Klasse gekommen sind.
 
Ja und was heißt sinnvoll in Euros?

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Genaue Zahl von ihr sag ich nicht, aber ich hab E12 Stufe 2 und zusammen liegen wir jetzt über 100k brutto. Nächste Verhandlung bei ihr steht an, und die Gehälter im Management sind da ein deutlicher Sprung nach oben.
 
Nein, die soll ab Januar ins Management und verhandelt aktuell. Da sie alle Gehälter kennt weiß sie aber schon wo es hingehen soll. Verhandeln in dem Sinne würde ich das auch nicht nennen, weil alle anderen quasi mit ihr und ggf dem GF verhandeln wenn es um Gehälter geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...] Aber die Schere zwischen Arm und Reich, die gibt es immer noch. Auch wenn es allen besser geht. Wird diese Schere brechen?
die gibt es nicht nur "noch". die ist so groß wie noch nie in der geschichte der menscheit. und geht jahr für jahr weiter auf.

blöderweise ist mal als armer entweder zu faul oder zu dumm um reich zu sein.
denn wie jeder weiß: jeder kann durch harte arbeit reich werden.
nur dass das schon in der theorie nicht funktioniert. in der praxis dann noch viel weniger.
 
Genaue Zahl von ihr sag ich nicht, aber ich hab E12 Stufe 2 und zusammen liegen wir jetzt über 100k brutto. Nächste Verhandlung bei ihr steht an, und die Gehälter im Management sind da ein deutlicher Sprung nach oben.

Kann das stimmen, 45k du und sie 55k, wobei für ne Stelle im Management wäre das ja geradezu lächerlich, wie groß ist den die Firma?
 
Die verhandelt doch jetzt erst über das Management-Gehalt und verdient bereits mehr.


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Nein, die soll ab Januar ins Management und verhandelt aktuell. Da sie alle Gehälter kennt weiß sie aber schon wo es hingehen soll. Verhandeln in dem Sinne würde ich das auch nicht nennen, weil alle anderen quasi mit ihr und ggf dem GF verhandeln wenn es um Gehälter geht.

In welche Richtung soll's gehen? 100k + ?
Wieviel variabler Anteil ist da ueblich?

Hab keine Ahnung von Managementgehaeltern, also los los :D
 
@p4n0

Ich hab da auch keine ahnung von. Wir sind beide von der Spezies die Job und Privatleben noch trennen, entsprechend wenig sprechen wir zuhause über unsere Arbeit.
Management heißt da, teilweise Aufgaben der GL übernehmen aber vor allem bei Entscheidungen die die Firma angehen zum Kernteam zu gehören, das diese Entscheidungen trifft. Sie will im Kern bei ihrer jetzigen Tätigkeit bleiben, das wird also am ehesten der Punkt der verhandelt wird. Ihr geht es eher darum, als um viel mehr Kohle (da gibts auch andere Kandidaten in der Firma).
 
Zuletzt bearbeitet:
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