[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wobei die Umsetzung durchaus kritisiert werden darf und ich diesbezüglich auch für die Einführung einer Bürgerversicherung bin.

Andersherum ist das typisches rumgeheule. Entweder du lässt alle Finanzschwachen hinten rüber fallen, oder nicht. Das was du willst ist Rosinenpickerei. Als gutverdiener nix abgeben wollen, aber wenn du bedürftig bist schreist du wahrscheinlich am lautesten. DAS ist unsozial.

Er will nur mehr zurückbekommen, also gestaffelte Leistungen nach Beitragszahlungen. Wer weniger einzahlt weil er weniger hat, der darf am ende mehr Zuzahlen :fresse:
 
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Das System finanziert sich dadurch, dass manche eben mehr einzahlen.
Unterschiedliche Leistungen gibt's bei unterschiedlichen Kassen.. Wechseln kann jeder.

Klar kann man das wie in Amerika machen. Wenn man nie krank ist kann man das Geld anders ausgeben. Wenn man aber mal einen Unfall hat und auf der intensiv liegt, gibt's im Anschluss halt eine sechsstellige Rechnung.

Auch wenn man viel zahlt und kaum zum Arzt geht. Man hat die Versicherung, dass man gut versorgt wird wenn man zb halbtot aus dem Autowrack gezogen wird oder, dass man sich einen Krankenwagen rufen kann wenn man einen Notfall hat, und dann im Krankenhaus behandelt wird, OHNE dass erstmal geprüft wird ob man das bezahlen kann.

Es ist eben eine Versicherung. Die ist nicht dazu da, dass man ständig eine Gegenleistung erhält, sondern, damit man im Ernstfall abgesichert ist.
 
Außerdem steht es doch jedem frei; nach Amerika auszuwandern, wenn das System angeblich besser ist.

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Zumal man nur einmal richtig krank sein muss um alle jemals eingezahlten Beträge zu verpulvern.

Einmal von der Feuerwehr aus dem Auto schneiden lassen und mit dem Heli in die Notaufnahme, OP, Intensivstation, drei Wochen KKH Aufenthalt, Reha. Das zahlst du quasi dein Leben lang ab.

Oder Krebs, ein Monat Behandlung entspricht dann von den Kosten mehreren Jahren Beitrag von dir.

Ganz zu schweigen von all den Krankheiten und Gebrechen, die man so im Alter bekommt, und die immer aufwändiger werden.


Das System der gesetzlichen Krankenkassen funktioniert nun mal so, dass junge (und im Durchschnitt gesündere) Menschen mehr einzahlen (als sie "verbrauchen"), und alte/bedürftige dafür immer die Leistung in Anspruch nehmen können.


Wenn dir das nicht passt, kannst du gerne jetzt Geld sparen, und zur PKV wechseln. Da würde ich mich an deiner Stelle aber drauf einrichten, dass du nur wenige Jahre weniger zahlst als in der GKV, und deine Beiträge relativ schnell und stark ansteigen. Übrigens auch dann, wenn du keine Leistungen in Anspruch nimmst.
Und wenn du dann endlich im Rentenalter bist, freust du dich sicherlich sehr, wenn deine Beiträge von 1.200€ mtl auf 1.500€ mtl ansteigen, weil die ach so tolle Kapitaldeckung leider nicht genug Rendite hat.


Von mir aus kann bei der Krankenversicherung jeder so wählen, wie er will - aber die PKV Versicherten bekommen weder Verständnis noch Mitleid von mir. Und wer sich jahrelang aus dem Solidarprinzip verabschiedet hat und dann Beiträge nicht mehr zahlen kann oder die Kasse pleite geht, der kann von mir aus am langen Arm verhungern :fresse:
 
Wenn du in der PKV aber keine Leistungen in Anspruch nimmst bekommst du was wieder. Ich glaube bei mir wären das um die 800 Euro, wenn man ein Jahr lang nichts einreicht.

Und wie kommst du auf 1.200 Euro Beitrag im Monat?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du verstehst das nicht payday.

Wo landen denn die 10k EUR, die du erwirtschaftest hast in der Nichturlaubszeit?
Ich bekomme das Geld jedenfalls nicht ausbezahlt und die PA hebts auch nicht vom Konto ab und packt es in die underclocker2k4-Urlaubsgeldkiste um es dann, wenn ich nehme, es wieder zurückzuspeisen.
Fakt ist, Urlaubstage sind als Kapital in der Firma gebunden, denn du hast für die Tage Leistung erbracht.

Und wie du schon richtig festgestellt hast, ist es bereits sein Geld, aber er hat es nicht. (siehe Absatz vorher)
Da es also nach wie vor in der Firma verweilt, würde es einfach verdampfen. Damit das nicht passiert, nimmt man das Geld, was dem MA gehört raus und packt es z.B. in das Jahr 2018. Das nennt man Rücklagen.
Die Urlaubsrücklagen werden nicht von dem anderen Geld gespeist, sondern von genau dem Geld, was du als Arbeitsleistung für die Urlaubszeit bereits vorgearbeitet hast. Da es aber idR keine eigene Urlaubsgeldkostenstelle gibt, ist es eben beim Allgemeingeld gebunkert. Das muss irgendwie gesichert werden. Denn sonst würdest du den Resturlaub wieder vorarbeiten müssen.

EDIT:
Letzteres machen idR kleine Firmen, so dass sie immer mehr Kapitalbindung in Unproduktivzeit sprich Urlaubszeit oder Überstunden der Mitarbeiter bunkern. Dass das kaufmännisch total für den Arsch ist, begreift jeder, auch wenn man kein BWL studiert hat. Ignoriert aber er ein oder andere GF, mitunter auch weil überarbeitet und weil Buchführung auch Nerven kostet.

2ndEDIT:
Rücklagen heißt nicht, dass man irgendwelches Geld nimmt und das irgendwo hinlegt.
Da das Urlaubsgeld aber vorher nicht markiert ist, müssen die Rücklagen halt aus der Allgemeinkasse, wie sonst auch, gebildet werden. In diesem Sumpf schwimmt das Urlaubsgeld drin rum, dass muss man also nur rausfischen.

3rdEDIT:
Würde man die Rücklagen nicht bilden, würde das Geld, was eigentlich MA-Geld ist, wie auch du festgestellt hast, als Unternehmensergebnis verbucht. Das ist aber nicht der Fall, denn der AG hat gegenüber dem AN Verpflichtungen. Die muss er rausrechnen und zurechtlegen. Nichts andere wäre es, wenn er gegenüber dem MA ausstehende Löhne hat. Auch das muss er ausweisen und würde damit das Unternehmensergebnis mindern.
Die Rücklagen müssen in der Buchhaltung auftauchen haben sogar eine eigene Kasse, die Firma/AG dürfen sie wie du richtig gestellt hast nicht in das Firmen Kapital einbeziehen sonder als negativ Posten. Diese Posten werden erst im neuen Kapital Jahr positiv umgeschrieben, ein Stichtag um noch vorhandenen Urlaub abzubauen ist wie du es auch richtig stellst zum Schutz des AN.

Ein überarbeiteter oder Kranker AN macht fehler oder führt zu Unfällen welche die Firma mehr kostet als der Urlaub. Bei meinem Vater gab es sogar einen Bonus wen Abteilungen XY Z Wochen unfallfrei waren egal wie groß die Verletzung war der Zähler wurde auf 0 gesetzt. Dadurch hat der AG seine AN zur umsichtigen Arbeit geleitet und auch Urlaub wurde anders empfunden.

Wenn du dich jetzt fragst was ein Restaurantfachmann mit Buchhaltung zu tun hat kann ich dir gerne meine Unterlagen der Berufsschule zeigen. Das war bei mir in Österreich 2. Lehrjahr Hauptteil in Rechnungswesen zur Erlangung der Konzession zum führen Gastronomischer Geschäfte.

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
 
Apropos beiseite packen... Im Februar/März ist mein Auto endlich zuendegesondertilgt. Die Frage ist: Was mit 1500€ jeden Monat anfangen?
Ich bräuchte ne neue Ssd. Dann wären es nur 1300 €.
 
Auch wenn man viel zahlt und kaum zum Arzt geht. Man hat die Versicherung, dass man gut versorgt wird wenn man zb halbtot aus dem Autowrack gezogen wird oder, dass man sich einen Krankenwagen rufen kann wenn man einen Notfall hat, und dann im Krankenhaus behandelt wird, OHNE dass erstmal geprüft wird ob man das bezahlen kann.

Es ist eben eine Versicherung. Die ist nicht dazu da, dass man ständig eine Gegenleistung erhält, sondern, damit man im Ernstfall abgesichert ist.

Exakt das. Diese Absicherung gibt es nicht oft auf der Welt. Da wird dann oft noch das Kleingeld zusammengezählt, um die Behandlung zu bezahlen, die der Patient dann nicht mehr braucht, weil er nach der Quittung hinüber ist.

Woran die Krankenversicherung eher krankt, ist der Verwaltungsoverhead (wozu brauchen wir noch mal über 100 Krankenkassen?), die Beitragsbemessungsgrenze und die Tatsache, dass sich die Besserverdienenden aus dem System auskoppeln. Gilt aber teilweise auch für Rente oder ALV.
 
Wenn du in der PKV aber keine Leistungen in Anspruch nimmst bekommst du was wieder. Ich glaube bei mir wären das um die 800 Euro, wenn man ein Jahr lang nichts einreicht.

Und wie kommst du auf 1.200 Euro Beitrag im Monat?


Ok, Du nimmst ein Jahr lang keine Leistungen in Anspruch, und bekommst 800€ wieder. Wieviel Prozent Deiner Zahlungen sind das? 10%, 20%? Und der Rest, das sind dann "Verwaltungsgebühren" (=wir klicken einmal, in welchem Fonds Dein Geld landet)? Und das ist dann besser, als per Solidaritätsprinzip für andere einzuspringen, solange man es selbst kann? Aber egal, ich reg' mich schon wieder auf :D

Die 1.200€ sind natürlich ein Einzelbeispiel, was ich vor mehreren Jahren schon mal in der Presse gesehen hatte, und natürlich ein Extrembeispiel. Trotzdem bleibt ja der Fakt bestehen: in der PKV zahlen "junge gesunde"* Menschen weniger Beiträge, als "alte kranke". Und da jeder Mensch mal alt und krank wird (wenn er nicht vorher verstirbt - aber dann sind die KK-Beiträge so oder so egal...), kommt die Beitragserhöhung in jedem Fall. Und zwar umso stärker, je älter und kränker man wird - denn natürlich kochen auch PKV nur mit Wasser, und müssen die real entstehenden Kosten decken - aber da ja die jungen gesunden Menschen diesen Überschuss nicht eingezahlt haben, muss man es dann dank individuellen Tarifen von den alten und kranken nehmen.

*natürlich jeweils im statistischen Schnitt
 
Sicherlich ist es prozentual gesehen der wenig. Es ist aber immerhin etwas und ich kann mich in der PKV nicht beklagen. Aufgrund meiner Behinderung bin ich öfters beim Arzt und ich glaube ich habe der Kasse schon mehr Kosten beschert als die von mir bekommen haben. Die 800 Euro pro Jahr kriege ich eh nie wieder, war nur so als Beispiel.

Ich zahle mit Risikozuschlag fast 300 Euro und die Beitragserhöhungen halten sich im Rahmen. Es waren vor kurzem 10% nach vielen Jahren mal wieder.
 
Habe die Tage von meiner PKV auch ein Schreiben bekommen. Beiträge steigen um knapp 5,5%. Einige Positionen sind leicht günstiger geworden, zwei wurden nach oben korrigiert.

Mein Beitrag liegt jetzt bei ~500€, gestartet bin ich vor 5 Jahren mit ~400€. Beitragssteigerung liegt also grob auf dem Niveau der GKV. Hier müsste ich ab Januar inkl. Pfelge ~814€ bezahlen, allerdings überhaupt kein vergleichbares Angebotsniveau.

Anfang Dezember bekomme ich für 2015 + 2016 zwei Monatsgrundbeträge wieder zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja du bist auch wie alt? Irgendwann erhöhen sich die Beiträge doch kräftig, spätestens wenn Kinder dabei sind, und dann kannste ja nicht mehr wechseln.
 
Unsere Kinder sind bei meiner Frau in der PKV.

Irgendwelche ominösen mega Erhöhungen sind jetzt doch recht spekulativ.
 
Ich wollte das Thema jetzt auch nicht so breit treten. Ominös sind die Erhöhungen nicht, die gibt es wirklich. Vielleicht finde ich ja Zahlen dazu, das interessiert mich jetzt mal.
 
Bei meiner PKV kostet ein Kind 70€
In den letzten drei Jahren gab es eine Erhöhung um ganze 3%
Ich zahle aber immer noch deutlich weniger als in der GKV mit besseren Leistungen
 
Für alle die immer "ach so gesund" und in der GKV sind. Fragt doch mal bei eurer Versicherung nach einem Selbstbehaltvertrag.

So einen habe ich beispielsweise. Bei meinem Gehalt erhalte ich dadurch im Jahr bis zu 300€ wieder. Im schlimmsten Fall ( Viele Rezepte eingereicht, Beinbruch, o.ä... ) muss man 100€ drauf zahlen, als sonst.
 
Bei meiner Frau kostet ein Kind ca. 45€.

In der GKV gibt es jährlich eine Erhöhung, schaut euch da doch nur mal die Entwicklung der letzten 5 Jahre an. Hier wird ja immer so gerne getan als wäre die GK so stabil.
 
Ich wette, wenn alle einzahlen würden, und die Topverdiener nicht immer in die Renditeorientierte pkv flüchten würden, würden unterm Strich alle weniger zahlen.
 
Weil du das sagst oder warum?
 
Anscheinend hat er sich nicht mit der PKV beschäftigt ;)
 
Ist ja bekannt, dass alle Leute die in der pkv sind, spätestens mit 65 alle am Hungertuch nagen :D
Total witzig hier.
 
Inso möchte damit sagen, dass man mit 65 eben nicht am Hungertuch nagt in der PKV. Und das stimmt so.
 
Mein Beitrag war ironisch gemeint, traurig, dass ich das dazu schreiben muss.
 
meister hat wohl kaum dich gemeint, wenn die ersten Worte identisch zu dem anderen Post sind, wo er dasselbe sagt wie du :D
Und danach wurde dir nur zugestimmt ;)
 
Ah, ok [emoji108] :D
 
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