[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ja, wer war das? Bitte mal mit LINK, damit ich hier durchblicke. Bisher lese ich immer nur, dass irgendwer angeblich einen 15 Euro Job abgelehnt hat, ich finde aber den Beitrag nicht. Da Du ja auch davon schreibst wirst Du den hoffentlich eher finden als ich.

Danke

Wer nen Job mit 15€/h ablehnt, hat den Schuss eh nicht mehr gehört. Das ist ein Stundenlohn, den nicht mehr viele als Arbeiter verdienen.
 
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Niemand hat einen Job für 15/h abgelent wie gerade eben erst geklärt wurde.
Er wollte einen Job (für umsonst) nicht machen. Jetzt macht jemand anders diesen Job und bekommt dafür 15/h. Er hätte die 15/h nicht bekommen.
 
Lest bitte den ersten post von compass nochmal durch. Er hat ihn mittlerweile auch verständlicher gemacht. Er hat nie einen 15€/h Job abgelehnt sondern nur darauf hingewiesen, dass die Firma diese Kräfte einstellen musste weil eben keine Eingliederer für 0€ dort arbeiten wollten.

Der Großteil der Diskussion hier ist nur aufgrund der recht schlechten Verständlichkeit des ersten Posts zustande gekommen. Einfach nochmal lesen, drüber nachdenken und weiter machen ;)


€: John war schneller ^^
 
Haha, der typ :d

Arbeitslose als wirtschaftskurbel, Knaller.

Selbst Aufopferung für das wohl der Allgemeinheit, bleibt selbst zuhause und hungert, damit 3 andere nen vernünftigen job kriegen....

Gibts nicht solche "Wiedereingliederungsmaßnahmen" wo der Arbeitgeber nix zahlt und das Amt eben während der ersten XX Wochen/Monate weiter Alg zahlt? Da gabs doch mal ein Skandälchen mit Amazon...

Mein AG 'bietet' das auch an. Als Wiedereingliederung oder Umschulung o.ä.. Ich glaube die sind dann so für ca 3monate da und haben, wenn sie sich gut anstellen gute Aussichten auf einen festvertrag nach Ablauf dieser 'anlernphase'

Ich weiss jetzt nicht genau wie lange das schon so läuft. Es ist mir bisher aber nur 1 Fall bekannt, der tatsächlich einen Arbeitsvertrag bekommen hat.

Und das liegt definitiv nicht an der 'bösen' Firma, sondern eher an den Pflege fällen die hier 'abgestellt' werden. Gefühlte 70% haben pauschal keinen Bock. Dann ists zu dreckig, zu laut, zu anstrengend. Viele davon sind trotz 'deutsch' anmutendem vor/nachnamen nicht in der Lage klare Worte zu formulieren. Dann verpissen die sich für gefühlte 2h am Tag auf die Toilette. Finden Fehler in Anlagen wo keine sind, sabotieren teilweise um während der Wartezeit auf einen instandhalter rum zu gammeln usw usw.

Über Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit.... Oder wenigstens die bloße Anwesenheit brauche ich fast gar nicht zu reden. Viele halten es nicht mal für nötig sich 'im Krankheitsfall' abzumelden und krankenscheine nach zu liefern, falls es überhaupt welche gibt 'Arzt hat Urlaub, Hund hat Papier gefressen, blabla'
 
So also von 400 euro kann man leben macht auf dauer aber nicht glücklich habs zuvor mal bei mir durchgerechnet. Paar post zurück. Vom kollegen compass kam nur irgendne beleidigung. Warum er frührente bezieht ist auch nicht klar. Seine Ansichten wechseln mir persönlich auch zu oft, das mir das zu doof ist mit so jmd. Zu diskutieren. Mit zu dreckiger Arbeit kenn ich auch einige. Mir persönlich ist das egal dafür gibts dusche und Waschmaschine. Ich lebe auch noch sparsam müsste es eigentlich nicht aber nach 3 jahren sparsam leben hab ich jetzt mein motorrad in der Garage stehen und diese ist abbezahlt. Kein kredit oder sonstiges. Wenn ich Sie mir so ansehe, weiß ich wofür ich das mache. Ist beim Harz4 Satz halt nicht machbar, manchen stört es und versucht da rauszukommen. Andere beschweren sich lieber anstatt was dagegen zu tun.
@herrhanes ich kann dich nachvollziehen und ab sofort gilt für uns don"t feed the troll ;)

Gesendet von meinem SHV-E330S mit der Hardwareluxx App
 
richtig kami.
Das Problem beim ALG2 ist allerdings, wenn du erstmal da reingefallen bist, kommst du nur sehr schwer wieder raus. Für die Arbeitgeber ist es ein Stigma und in deren Augen arbeitsscheu. Ich bin damals, nach meiner Umschulung sofort in ALG2 gefallen, weil ich keine Stelle gefunden habe. Ich habe Bundesweit über 600 Bewerbungen verschickt, wo ich auf die meisten, nichtmals eine Rückmeldung bekam, teilweise wurde mir auch gesagt, daß ich zu alt sei (ich war zu dem Zeitpunkt 31). Das kann ganz schön frustrierend sein und meinen jetzigen Job hab ich nur, weil ich meinen ex Chef durch die Umschulung kannte.
 
Umso älter das du wirst um so schlimmer wird des will gar net wissen was ist wenn mal 50 bist und dann job verlierst. Ist für mich auch ein grund kein haus zu kaufen und im jetzt zu leben. Später kriegt man als renter so wie die anderen auch die Grundsicherung -.-

Gesendet von meinem SHV-E330S mit der Hardwareluxx App
 
Naja, wenn man schafft das Haus früh genug ab zu bezahlen, denke ich ist es kein großes Problem mit ausreichender Qualifikation einen (evtl schlechteren) job zu finden...auch mit 50 :d

Ich hätte damit zumindest kein Problem, nur halb soviel zu verdienen wie jetzt, wenn die bude bezahlt und eventuelle Kinder ausm Haus sind.

Je nach dem wie es gesundheitlich und arbeitstechnisch aussieht, würde ich einen pimmel job mit 35h einem anstrengenden job mit 40h++ vor ziehen und dann bis zur Rente nen ruhigen machen :)
 
außerdem würde ich kein haus ohne BU bauen/ kaufen. klar, arbeitslos kann man trotzdem werden, aber wie pushkin schon sagte... einen (schlechteren) job dürfte man auch mit 50 finden. wird man aber berufsunfähig (egal aus welchem grund) hat man ein dickes problem...
 
Gute Frage ab wann zieht ne Berufsunfähigkeit. Hab damals mit meinem Versicherungsvetreter lang genug diskutiert. und hab mich für ne Unfallversicherung entschieden. Weil ich bin der Meinung wann ist man den Berufsunfähig? Selbst wenn ich mit Rollstuhl in der Firma arbeiten kann, bin ich ja nicht gleich berufsunfähig. Selbst mit einem Arm/Bein weniger bin ich berufsfähig. Also triftt es meiner Meinung nach nur die Härtefälle, die nix mehr groß mitkriegen, dann will ich persönlich aber nicht mehr leben. Von arbeiten ganz zu schweigen. Wird man nicht unter Umständen umgeschult wenn man nicht mehr als Monteur unterwegs sein kann, sitzt man halt im Büro und plant die Montage.
 
Die BU bekommst du in der Regel wenn du den Beruf nur noch zu <= 50% ausüben kannst. Natürlich unterscheiden sich da auch Versicherer und Tarife. Umschulungen spielen keine Rolle wenn du Tarife ohne abstrakte Verweisung wählst da das hier ausdrücklich ausgeschlossen wird außer du willst selber umschulen um wieder arbeiten gehen zu können.

Aber das Thema ist sehr komplex
 
Wer hier behauptet, mit 1700 Euro gehöre man zu den Gutverdienern, sollten sich mal das Durchschnittsentgelt ansehen. Das liegt für das Jahr 2015 bei 34.999 Euro.[/url]

Tut man definitiv nicht! Aber die Behauptung, dass man dann am Hungertuch nagt, sich das Leben nicht leisten könnte, oder vor Lauter Geldmangel bald reif für die Behandlung einer stressbedingten Depression (aka Burn-Out) ist....

€dit:
Ich find' das Posting von @compass: extrem stark. Zum Einen, weil er meine These Untermauert, dass man mit sehr wenig (Geld) auskommen kann, wenn man sich denn richtig einteilt und sich an die Einteilung hält. Auch die detaillierte Auflistung ist das was hier manchen "fehlt".
Das Andere ist: Er setzt sich hier einem Klima aus, das es gar nicht bräuchte. Jeder, der dauerhaft auf ALGII angewiesen ist, hat eine entsprechende Vorgeschichte die sich nicht pauschal abhandeln lässt. Ja es gibt Idioten, die schlicht zu faul zum Arbeiten sind, oder lieber von ALG-II leben, als für 15€/Stunde zu arbeiten. Die Tatsache, dass ich von solchen - konkreten - Menschen weiß, heißt lange nicht, dass man alle Anderen in den gleichen Topf werfen sollte. Dennoch passiert es, und das ist das für mich wenig Verständliche. Ein gesellschaftlicher Druck auf die, die ganz unten stehen. Das wird dem ganzen Thema nicht gerecht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Topic

Momentan:
Einnahmen
Unterstützung: 800€
2 Nebenjobs: ~550€ (20 Stunden, muss aber dank bescheuerter Minijobregeln 50€ Steuern zahlen)
= 1350
Ausgaben:
Miete an Freundin 200€
Krankenkasse: 80€
Autodarlehen: 200€
Lebensmittel, Tanken, Waschmittel, Putzmittel, Badsachen etc pp: ~450€
Handy: 25€

Übrig bleiben: 395€ davon gehen dann der Rest von der Unterstützung zurück an die Unterstützenden.
Rest wird bei Bedarf ausgegeben (Klamotten, UniZeugs etc.)

Ab März:
Einnahmen:
~2000 Netto

Ausgaben:
400€ Miete plus Nebenkosten an Freundin (darin sind alle Kosten der Wohnung: NK+Versicherung+Internet/Telefon)
300€ Lebensmittel etc pp (geschätzt tanken fällt weg,da dann Dienstwagen)
0-200€ Autodarlehen (Je nachdem für wieviel ich mein Auto verkaufen kann, Rest wird dann soweit möglich Sondergetilgt)
25€ Handy, wird aber sobald wie möglich gekündigt und auf Prepaid umgestellt.
30€ Versicherungskrempel (aufs Jahr geschätzt)

Bleiben im Idealfall über 1000€ Übrig. Davon werden mindestens 500€ weggespart.

@ Thema Was gute Gehälter sind.

Das Problem was wir in Deutschland haben ist
a) Das Gefälle zwischen Tariflöhnen und Firmen die keinen Tarif haben und sich auch nicht daran orientieren. Jemand der z.B. bei IG-Metall im untersten Tarif anfängt (also direkt nach der Lehre) hat ~2200 Euro Brutto mal 13,5 und Bonuszahlungen. Das haben andere ausgelernte wenn überhaupt erst nach Jahren
b) Dienstleister im Privatkundenbereich zahlen meistens sehr schlecht im Gegensatz zur Industrie (vgl. Extremfall Friseur mit Industriegelernter). Liegt aber auch an der Mentalität alles immer billiger einzukaufen. Mit 10€ Haarschnitt ist halt nicht groß zu verdienen.
c) Gewisse "Chefs" bei allen Dingen (Auch eigenes Gehalt) nach dem Motto koste es was es wolle vorgehen, nur bei den normalen Gehältern nicht. Ab einer bestimmten Stufe (im Tarif dann ÜT) geht's dann aber plötzlich.
d) Momentan viele Dinge outgesourced werden und wenn es nur an Firmen die Ingenieursdiensleistungen betreiben geht. Das dreht sich aber momentan, da viele Firmen merken hoppla ich hab doch nicht so eine hohe Qualität wenn ich es nicht selber mach.
 
Das Gefälle zwischen Tariflöhnen und Firmen die keinen Tarif haben und sich auch nicht daran orientieren. Jemand der z.B. bei IG-Metall im untersten Tarif anfängt (also direkt nach der Lehre) hat ~2200 Euro Brutto mal 13,5 und Bonuszahlungen.
Das ist je nach Region E5/E6. Was E1 bedeutet willst du nicht wissen. Und je nach Unternehmen wirst du du als frisch ausgelernter auch nicht mit E5/6 eingestellt, sondern E3/4, je nach dem wie das Machtgefuege im Unternehmen ist.
b) Dienstleister im Privatkundenbereich zahlen meistens sehr schlecht im Gegensatz zur Industrie (vgl. Extremfall Friseur mit Industriegelernter). Liegt aber auch an der Mentalität alles immer billiger einzukaufen. Mit 10€ Haarschnitt ist halt nicht groß zu verdienen.
Ja, nein -> Jein. Machtgefuege ist auch hier ein Faktor. Callcenter koennte man theoretisch recht gut gewerkschaftlich organisieren, da viele AN an einem Arbeitsplatz - in der Praxis schauts wegen Befristungen, Teilzeit, Leiharbeit usw. deutlich schlechter aus, was sich natuerlich aufs Tarifgefuege auswirkt. Ebenso Einzelhandel - da ist einfach recht wenig Marktmacht hinter und die Arbeitsvertraege sind mies. Wenn Kassel Baunatal streikt und 40.000 Leute keine Getriebe mehr produzieren steht 3 Tage spaeter Wolfsburg und Sevillia und die Chinesen die auf ihre Autos warten steigen VW aufs Dach.
c) Gewisse "Chefs" bei allen Dingen (Auch eigenes Gehalt) nach dem Motto koste es was es wolle vorgehen, nur bei den normalen Gehältern nicht. Ab einer bestimmten Stufe (im Tarif dann ÜT) geht's dann aber plötzlich.
ATler sind noch mal ein anderes Thema. Da sind die Uberstundenregelungen anders, die erwartete Wochenarbeitszeit ist anders, usw. Ich seh da eher das Thema, dass Fuehrungskraefte ihren Job nicht in beide Richtungen machen. Ne gute Fuehrungskraft hat so viel Rueckendeckung von seinen eigenen Jungs und Maedels, dass er seinem Chef/Chefin auf den Tisch hauen kann wenn was nicht fluppt. Es braucht aber Rueckendeckung. Siehe b)
d) Momentan viele Dinge outgesourced werden und wenn es nur an Firmen die Ingenieursdiensleistungen betreiben geht. Das dreht sich aber momentan, da viele Firmen merken hoppla ich hab doch nicht so eine hohe Qualität wenn ich es nicht selber mach.
Das ist ein ewiges Spiel und wird sich auch so schnell nicht aendern und hat in Unternehmen unterschiedliche Gruende. Eines ist Burgendenken, also das Spiel "Wie halte ich meine Kostenstelle sauber?". Da werden Ings extern eingekauft und als Projektkosten verrechnet, wo anderswo die fixen Personalkosten gesenkt werden. Das ist am Ende aber einfach nur rechte Tasche - linke Tasche. So kommt es dann auch, dass "auf ein mal" Flexibilisierungen fuer den Renteneinstieg gemacht werden muessen, weil die Mitarbeiter ja urploetzlich 65 Jahre alt werden. Ist ja nicht so, dass Arbeitgeber die Geburtstaten haetten. Spiegelbild der Entwicklung sind Ausbildungszahlen. Bedarfsanalysen in Bezug auf Ausbildungsdauer und Renteneinstiege gibts nicht, dafuer regieren Kopfzahlen. Das das unter Umstaenden die Handlungsfaehigkeit einschraenkt interessiert da nicht. Sprich es sind alles Hausgemachte Probleme die durch unsolides Wirtschaften und unsolide Unternehmensfuehrung entstehen, und alles soll als individuelles Risiko auf Arbeitnehmer abgewaeltzt werden. Das ist dann Politik und bringt dann Fruechte wie ALG2, Niedriglohnsektoren, Zwangsarbeit als 1€ Jobber usw, mit sich.

Dabei belasse ich es jetzt mal, bevor ich mich in Rage schreibe :banana:
 
Meinst du, das das vor 20 Jahren anders war? Als ich vor 18 Jahren mit der Ausbildung fertig war, hab ich auch zig mal gehört, daß ich zu wenig Erfahrung habe. Gewonnen hatte ich, als ich darauf bei einem Vorstellungsgespräch mit:" Wie soll ich Erfahrung sammeln, wenn mir keiner die Möglichkeit dazu gibt?" geantwortet habe. Eine Woche später hab ich da meinen ersten Gesellenvertrag unterschrieben.
 
Wenn ich mir die ganzen Beiträge so anschaue habe ich entweder einfach riesen Glück gehabt wie es bei mir gelaufen ist oder nur von Anfang an richtig "geplant". Keine Ahnung sicher eine Mischung aus Beiden
 
Früher ging das wohl noch - heute wirst du doch ohne Erfahrung kaum noch zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Ich bin (meinem lieben Chef sei Dank) dennoch mit wenig Erfahrung an eine gute Stelle gekommen.

Ich bin damals, als ich meine Gesellenprüfung bestanden habe und wusste, das mein Ausbildungsbetrieb mich nicht übernimmt, einfach zu den lokalen Betrieben in meiner gelernten Branche gefahren und hab an Türen geklopft. Dazu noch der Vorteil, das in den Betrieben mein Vater und mein ältester Bruder als Mitarbeiter von Kunden bekannt waren.
 
@Aviator

Ja das hast du alles richtig in Erinnerung und sind sicher Gründe warum es so gelaufen ist. Aber jeder kann sich doch vor Abschluss seines Schulabschlusses informieren wie es auf dem Arbeitsmarkt aussieht. Das die Medienbranche so schwierig ist, ist doch nicht erst seit drei, vier oder fünf Jahren so. Letztens habe ich einen Artikel gelesen warum die Generation Y jetzt so Probleme hat. Zu hohe Erwartungen, zu stark von den Eltern (Babyboomern) beeinflusst und meckern auf hohen Niveau. Ich gehöre selber zu dieser Generation aber teile die Probleme (glücklicherweise) nicht.Warum die Generation Y so unglücklich ist - DIE WELT


@sidewinder
Als junger Mensch ist man doch flexibel? Ich bin in einem ländlichen Gebiet in einer Kleinstadt/Dorf mitten in Thüringen aufgewachsen (da ist nichts ;P) und man muss einfach auch mal den Schritt wagen von zu Hause wegzukommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
sayer,
bei mir war das einfach eine art Luxus. Erster Gesellenjob und noch eine gewisse Zeit bei den Eltern leben können. Mein Pech war nur, nach drei Monaten bin ich in eine eigene Wohnung gezogen und hatte einen Monat darauf meinen Arbeitsunfall.
Nach meiner Umschulung habe ich ein Jahr lang über 600 Bewerbungen verschickt ohne auch nur eine Chance zu bekommen. Aber egal, ich bin da nicht der einzige aus dem Kurs. Von 22 Teilnehmern hat nur einer einen Job bekommen und arbeitet heute noch in der Branche. Schlechtes Zeichen für den Schulungsträger, schlecht für die Teilnehmer aber ich hatte Glück, das ich während der Umschulung meinen späteren Chef kennengelernt habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ah zu schnell drüber gelesen :) War dann eher auf deine Aussage bezogen mit dem flexibel sein als junger Mensch Aviator.

Ich sehe es halt auch bei meinen ehemaligen Klassenkameraden. Große Pläne gehabt aber keine Lust von zu Hause auszuziehen bzw. das gewohnte Umfeld zu verlassen. Jetzt sind sie Hallenwart in der örtlichen Turnhalle oder sitzen im Supermarkt an der Kasse (ohne diese Jobs in irgendeiner Form abwerten zu wollen) weil was will man denn auf dem Dorf groß machen?
 
Meinte das auch Allgemeiner, dass niemand in seinem Umfeld gefangen ist. Aber ich sehe schon hab das alles etwas unglücklich ausgedrückt :)
 
Der Kram mit den Praktika ist unter aller Sau, da regt sich die Schreiberin vollkommen zu recht auf wie ich finde. Das Medienkacke überlaufen ist, das ist ein Thema. Nen fertig studierten Absolventen für armselige 500€ oder noch weniger einzustellen ist lächerlich oder um im Fachjargon zu bleiben: Sittenwidrig. Nur interessiert es keine Sau, und das ist der eigentliche Skandal.
 
Meinst du, das das vor 20 Jahren anders war? Als ich vor 18 Jahren mit der Ausbildung fertig war, hab ich auch zig mal gehört, daß ich zu wenig Erfahrung habe. Gewonnen hatte ich, als ich darauf bei einem Vorstellungsgespräch mit:" Wie soll ich Erfahrung sammeln, wenn mir keiner die Möglichkeit dazu gibt?" geantwortet habe. Eine Woche später hab ich da meinen ersten Gesellenvertrag unterschrieben.

Pures Glück, dass du mit so einer patzigen Antwort genommen wurdest.
 
Der Kram mit den Praktika ist unter aller Sau, da regt sich die Schreiberin vollkommen zu recht auf wie ich finde. Das Medienkacke überlaufen ist, das ist ein Thema. Nen fertig studierten Absolventen für armselige 500€ oder noch weniger einzustellen ist lächerlich oder um im Fachjargon zu bleiben: Sittenwidrig. Nur interessiert es keine Sau, und das ist der eigentliche Skandal.

Moment, ich würde gerne zwei Arten von Praktika unterscheiden: Die einen während dem Studium oder in der Ausbildung, die einfach dazugehören. Die werden in der Regel bezahlt, aber die Bezahlung ist mehr eine Aufwandsentschädigung als ein Gehalt. Das bringt einen über die anderthalb bis sechs Monate und dann geht die unbezahlte Schule/Studium wieder weiter. Wie hoch das ausfallen sollte, hängt von der Region ab. 700-800€ sind da durchaus angemessen. Der Zweck ist ja "Lernen", nicht "produktiv mitarbeiten" oder eine reguläre Stelle ersetzen. Ich kenne Firmen, die Praktikanten aus meinem Studium für sowas eingesetzt haben. Nach den Praktikumsbericht der Studenten gab es eine Klage der Hochschule gegen die Läden...
Wichtig ist: Es ist im Rahmen der Ausbildung/Des Studiums.

Das Andere sind Praktika NACH dem Studium. In der Medienbranche gerne auch unbezahlt. Sowas ist klar Sittenwidrig(*) und nicht viel mehr als moderne Sklaverei. Ein schönes Anderes Wort ist das "Volontariat". Das Paradoxe ist, dass die "Qualitätsmedien" sich selbst als Kontrollinstanz feiern lassen, sich selbst aber von der Kontrolle ausnehmen.

*Na offensichtlich scheint es die anerkannte Praxis von Medienunternehmen zu sein und man will ja die eigenen Aushilfskräfte vom Mindestlohn ausnehmen lassen.

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Ich werf' für heute mal ne These in den Raum:

"Wer nicht mit Geld umgehen kann, der wird immer in Geldnot sein, egal wie viel Geld er verdient!"
 
Moment, ich würde gerne zwei Arten von Praktika unterscheiden: Die einen während dem Studium oder in der Ausbildung, die einfach dazugehören. Die werden in der Regel bezahlt, aber die Bezahlung ist mehr eine Aufwandsentschädigung als ein Gehalt. Das bringt einen über die anderthalb bis sechs Monate und dann geht die unbezahlte Schule/Studium wieder weiter. Wie hoch das ausfallen sollte, hängt von der Region ab. 700-800€ sind da durchaus angemessen. Der Zweck ist ja "Lernen", nicht "produktiv mitarbeiten" oder eine reguläre Stelle ersetzen. Ich kenne Firmen, die Praktikanten aus meinem Studium für sowas eingesetzt haben. Nach den Praktikumsbericht der Studenten gab es eine Klage der Hochschule gegen die Läden...
Wichtig ist: Es ist im Rahmen der Ausbildung/Des Studiums.

Kann ich so nicht unterschrieben, Beispiel bei mir in der Medizin: Wir habe ne ganze Masse an Pflichtpraktika zu machen - in den ersten 4 Semestern 3 Monate Pflegepraktikum, im 5 bis zum 10 Semester 4 Monate Famulatur und danach 1 Jahr PJ. Beim Pflegepraktikum bekommt man ganz selten was (ich hatte 5€ pro Arbeitstag bekommen - was schon viel war im Vergleich zum Rest meiner Kommilitonen), bei der Famulatur gibts ab und an mal noch was, geht aber sehr sehr selten über 200€ pro Monat hinaus. Im PJ ist es Deutschlandweit auf 597€ maximal pro Monat gedeckelt, für eine 40h+ Woche komplett arbeiten - wo der großteil an Lehrkrankenhäuser sich nicht dran hält und irgendwas zwischen 0 und 400€ gibt, Unikliniken die was bezahlen, sind gleich mal ganz selten...Sicherlich verdienen wir Ärzte nach dem Studium sehr gut, aber das ist noch lange kein Grund das wir da nicht wenigstens irgendwie entlohnt werden - gerade im PJ sollte meine meiner nach der Mindestlohn greifen, aber nein, ist ja davon ausgenommen :hmm:
 
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