Zunächst mal hat in erster Linie dein Arbeitgeber etwas davon und man könnte einfach auch mal wohlwollend unterstellen, dass deine Arbeitskraft grundsätzlich auch deinen Job sichert. Gehts der Firma gut, gehts meist auch Dir gut.
Zweitens, wenn du nicht gerade einen ur-langweiligen Fließbandjob (oder vergleichbar stupide Arbeit) hast, sondern beispielsweise an einem Projekt arbeitest, könnte es sein, dass du Erfahrungen sammelst; ergo: Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen, ausser durch noch mehr davon.
und warum zahlt der AG diese überstunden nicht einfach? er verdient doch auch an diesen stunden. das ich durch meine eigene arbeit meinen arbeitsplatz sichern muss ist mir völlig klar. ich weiss auch das ich als arbeitnehmer etwas leisten muss, damit mich der AG überhaupt bezahlen kann (trifft zumindestens fast immer zu). trotzdem sind überstunden auch gewinnbringend und sollten deshalb bezahlt oder abfeierbar sein.
aber hier läuft es so: 1woche: überstunden ohne ende, täglich 2stunden etwa, samstag biste dann auch nochmal 8stunden da. 58stunden woche. woche drauf 40stunden nach plan. 3woche willste 2stunden früher los zum arzt, sagt der chef "die 2stunden musste morgen aber nachholen". und da denkst du da haut was nicht hin. folgerichtig geht man morgens zum arzt und holt sich nen krankschein. da beim arbeitgeber nicht die länge der krankmeldung relevant ist sondern die anzahl der krankmeldungen (1x 5tage krankmelden fällt deutlich weniger auf als 5x 1tag) macht man die woche dann auch gleich zu. der chef regt sich 1x pro krankmeldung auf, egal ob die 1 oder 5 tage dauert. denn er muss 1x die vertretung zusammenkramen. gibt hier sicherlich fälle wo es anders ist, trotzdem entsteht das gefühl "der ist ständig krank" eher wenn man öfter kurze zeiträume fehlt als ab und anmal für etwas länger.
In dieser Sache kann ich dich bestätigen. Ich muss mich mitunter wöchentlich über irgendwelche Mitarbeiter aufregen, sei es Unachtsamkeit im Job, Nachlässigkeit in der Arbeitsleistung oder übermäßig hohe Krankmeldungen.
So ist jeder Mensch anders gestrickt, der eine rennt beim ersten Schnupfen zum Doc, der andere schleppt sich noch mit Fieber und Grippe zur Arbeit. Beide Beispiele sind wenig positiv.
der größte teil der krankschreiben kommen doch gar nicht durch krankheit sondern durch probleme im betrieb. meistens sitzt das problem am oberen ende der stange oder das problem liegt im miteinander der kollegen. gründe gibt es viele, und alle sind sie völlig unnötig. und der witz dabei, alle krankheiten sind dann sogar echt, nur halt auch vermeitbar.
ich selber halte einen vernünftigen umgang untereinander für völlig unablässlich. klar muss es eine art leine geben, an den man seine AN hält. trotzdem muss diese fair und vernünftig ablaufen. wie kann es sein das man knapp 20stunden aufbaut und wenn man 2stunden möchte diese sofort am nächsten tag nachholen soll. wo ist da die fairness? da MUSS der arbeitnehmer schon fast zwangsweise seine 3 tage gelbenzettel urlaub reinholen, einfach weil er so einen umgang für ungerecht hält. wieso kann man den arbeitnehmer die scheiss 2stunden nicht geben? er hat sie doch locker vorgearbeitet und war dann da als es nötig war. aber das wird sofort wieder vergessen.
und so ergeht es einen hier auf den klitschendorfläden immer. wir hier hier von jobs für leute mit studiumabschluss, keine hilfsarbeiter(die üblicherweise in der industrie jede minute bezahlt bekommen).