[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Was nur heißt: Wenn du "ordentlich" 35-40 Stunden arbeiten würdest, könntest du noch mehr für dein Unternehmen tun.
Das dies nicht gefördert wird, sondern die Standards anscheind so gering sind: Erfüllt das Klischee zu 100%

Nicht ganz: Warum sollte ein Mitarbeiter mehr machen, wenn er nicht mehr dafür bekommt?
 
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Ist doch schön für dich wenn du alte Traditionen weiterleben kannst.

Würde ich hier meinen Job nicht machen, gäbe es kangst von Vorgesetzten einen drüber. Zahlenmäßig schaffe ich mehr als manche Kollegen weil ich schneller arbeite. dazwischen gönne ich mir mehr Pausen, weil mehr Leistung noch nicht belohnt wird.
Die Jahresprämie wird nach dem Gießkannenprinzip verteilt.

Ich erfülle mehr als meine Pflichtzahlen pro Jahr, auch wenn ich ständig mein Handy in der Hand habe.

Dass du mehr als deine Kollegen schaffst, heißt ja nicht gleich, dass du auch effizient arbeitest. Vielleicht ist einfach zu wenig Arbeit für zu viel Zeit da. Ich bin eigentlich 90% am Tag nur am rotieren um gerade alles so zu schaffen. Heißt aber nicht gleich, dass ich ineffizient arbeite.
 
Bei uns gibt es einen Personalschlüssel. Es ist eine gewisse Anzahl an Personen für einen Bereich zuständig. Unabhängig davon, ob da nun gerade viel Arbeit anfällt oder nicht.
es gibt Monate, da kommt man kaum hinterher, aber aktuell ist es ruhig. Es ist mein Job, trotzdem abrufbar zu sein. Es könnte jederzeit das Telefon klingeln.. so eine Art Bereitschaft.
 
Wenn die Arbeit durch Leistung skalierbar wäre träfe das zu. Da wir mit mehr Leistung nicht mehr Umsatz machen, passt es nicht.
Wenn zB keine Anträge mehr auf dem Tisch liegen kann man durch mehr Arbeit nichts erreichen.
Das ist ein kleiner Unterschied vom öffentlichen Dienst, der eben auch eine Arbeitsleistung für den Abruf vorhalten muss, zur Privatwirtschaft wo man evtl fakturiert.

klar, ich könnte mir auch Arbeit schaffen indem ich Betriebe, bei denen ich weiß, dass sie einwandfrei sind, nochmal aufsuche, erneut kontrolliere und dafür wieder eine Gebühr erhebe.
Aber ich halte nichts davon, künstlich Arbeit zu schaffen die keinen Zweck erfüllt.

Man merkt, du bist in einer Behörde wo das Arbeiten noch nicht erfunden wurde....

Kleiner Tip: Die LOB ist nicht dafür gedacht nur dafür sich mal anzustrengen... ;)
 
Bei uns gibt es einen Personalschlüssel. Es ist eine gewisse Anzahl an Personen für einen Bereich zuständig. Unabhängig davon, ob da nun gerade viel Arbeit anfällt oder nicht.
es gibt Monate, da kommt man kaum hinterher, aber aktuell ist es ruhig. Es ist mein Job, trotzdem abrufbar zu sein. Es könnte jederzeit das Telefon klingeln.. so eine Art Bereitschaft.

Wenn es wie Bereitschaft ist, sollte es vielleicht auch so behandelt werden.
Macht ihr denn Überstunden in der Zeit wo ihr kaum hinterher kommt?

Es gibt natürlich genug Jobs die ihre Arbeitskraft vorhalten müssen für den Fall der Fälle. Es könnte wie schon gesagt jeden Moment das Telefon klingeln.

edit: 6400€Netto steht auf meiner Abrechnung. Genau Durchschnitt. Weihnachtsgeld bekommen wir nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
6400 netto.... ich find das krass viel.
poste mal ein pic bitte - kannst gerne alles schwärzen. ich will dich auch nicht unbekannterweise anpinkeln, aber es klingt immer so ausm ärmel geschüttelt was man so liest.
 
Er ist Arzt und arbeitet ca. 40 Stunden pro Tag, das ist also schon glaubwürdig.

Ich hab meine Überstunden in letzter Zeit auch etwas reduziert, sonst hatte ich immer 20-30 Stunden pro Monat, jetzt komme ich auf ca. 15 Stunden pro Monat. Von der Arbeit her geht es sich trotzdem aus und die paar Stunden zusätzliche Freizeit finde ich ganz angenehm. Und dank Überstundenpauschale bekomme ich trotzdem gleich viel Geld.
 
Er ist Arzt und arbeitet ca. 40 Stunden pro Tag, das ist also schon glaubwürdig.

Okidoki, wusste ich nicht. ;)

edit: what? hab ich mich jetzt verlesen oder fehlt der Ironiesmiley? :D



Mein Steuerberater (der macht viel Ärzte auch) meinte mal, im nächsten Leben wird er Nephrologe und macht ne Dialysepraxis auf.
 
Ist doch schön für dich wenn du alte Traditionen weiterleben kannst.

Würde ich hier meinen Job nicht machen, gäbe es kangst von Vorgesetzten einen drüber. Zahlenmäßig schaffe ich mehr als manche Kollegen weil ich schneller arbeite. dazwischen gönne ich mir mehr Pausen, weil mehr Leistung noch nicht belohnt wird.
Die Jahresprämie wird nach dem Gießkannenprinzip verteilt.

Ich erfülle mehr als meine Pflichtzahlen pro Jahr, auch wenn ich ständig mein Handy in der Hand habe.

Dein Problem ist einfach dass du keinen Plan hast. Du redest immer viel nur meint man fast du verstehst gar nicht was du da gerade eigentlich von dir gibst. Du hockst jetzt wie lange da auf dem Amt rum, gute zwei Jahre oder? Meinst aber du hast das Arbeiten erfunden, die Weisheit mit Löffeln gefressen und bist schon ein alter Hase im Job. Du urteilst hier über deine Kollegen ab... bist du in der Lage zu beurteilen welche Qualität die Arbeit deiner Kollegen hat?

Auch deine Fabulierungen hier über die "freie Wirtschaft", hire&fire, etc. da bleibt einem fast die Spucke weg.
 
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6400 netto.... ich find das krass viel.
poste mal ein pic bitte - kannst gerne alles schwärzen. ich will dich auch nicht unbekannterweise anpinkeln, aber es klingt immer so ausm ärmel geschüttelt was man so liest.

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40h täglich sind es aber nicht.
 
und die 25,41€ hast wieder sauber oben drauf gepackt, du alter Angeber ;)
 
Okidoki, wusste ich nicht. ;)

edit: what? hab ich mich jetzt verlesen oder fehlt der Ironiesmiley? :D



Mein Steuerberater (der macht viel Ärzte auch) meinte mal, im nächsten Leben wird er Nephrologe und macht ne Dialysepraxis auf.

An 1. Stelle Nephrologen und Radiologen an 2.Stelle...
 
Zuletzt bearbeitet:
Freut mich für dich :).
Meine Frau ist Krankenschwester und ich freue mich für jeden der vernünftig verdient für seine harte Arbeit.

Gerade im Gesundheitswesen.

Grüße Kazuja
 
Ich glaub Neprhologen ham doch den, neben Kinderkrebs-stationen, das meiste Leid zu ertragen. Dialyse ist ja schon so n Ding was einen künstlich am leben hält, ohne das man wirklich richtig lebt.
 
Ich glaube auch das das emotional harte Jobs sind.

Wenn ich das bei meiner Frau manchmal mit bekomme.

Da ist es in meinem rein Technischem Beruf schon einfacher.
 
Zu der Diskussion, wenn man mehr in der Arbeitszeit arbeitet tut man mehr fürs Unternehmen:
Das ist bei uns auch absoluter Quatsch.
Wenn wir jetzt von 35h auf 45h pro Wochen umsteigen würden, würde mein Team und ich dennoch nicht mehr schaffen, sondern würden nur noch schneller im Idle hängen, weil Leute über uns und um uns herum, auf die wir angewiesen sind, immer noch zu langsam wären.
Ist mit Sicherheit ein internes Problem, welches ich in meiner Position leider nicht ändern kann.

Ich will nur sagen:
Ich könnte in meinen 35h auch mehr schaffen, würde mir aber exakt nichts bringen.
Weder mehr Geld, noch mehr erbrachte Leistung, ich würde nur noch schneller beim Chef stehen und sagen: Ich bin fertig, ich brauche neue Aufgaben.

Sowas gibts halt leider auch und ist hier der Regelfall.
Es gibt sehr viel zu tun, aber bevor ich anfangen kann damit, müssen andere Leute (über mir) erst mal ihre Arbeit tun.
Der Prozess verbietet mir sogar ein vorgreifen.
 
:wink:
Zum Glück arbeiten wir nur mit Daten.

zu der Frage @freestylercs
Wenn extrem viel anfällt verteilen wir das entsprechend auf die Tage. Überstunden fallen tageweise mal an, aber da wir nicht mehr als 10 haben dürfen werden die schnell wieder abgefeiert.
Ich bin ganz froh, dass wir mit Akten arbeiten und nicht mit Patienten. Der Akte macht es nichts, wenn sie erst zwei Tage später bearbeitet werden kann.

Leider kommen die Anträge auch immer nur Stoßweise rein. März bis Juni hatte ich drei parallel (ab Antragstellung 3-6 Monate je nach Verfahren), ab Juni keiner mehr. Dezember kommen wieder zwei parallel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Schwester ist Hebamme, die mit ihren jungen 30 bereits mehr Totgeburten/Fehlgeburten erlebt hat als so manche Kollegin mit 20+ Berufsjahren.
Das ist wirklich nicht zu beneiden und vorallem bei der Art und Weise wie die Politik/Versicherungen die Hebammen und Geburtshäuser sterben lassen, ist richtig traurig. So ein wichtiger Beruf und so wenig Anerkennung.
 
Waren es bei den Hebammen nicht in erster Linie die Versicherungen die Probleme gemacht haben? Irgendwas mit viel zu hohen Beiträgen der Berufshaftpflicht wenn sie selbstständig tätig sein wollen?
 
Ich finde für Ärzte sind auch 6400€ Netto noch zu wenig.
Genau wie der Hungerlohn für Helferinnen etc.
Es gibt genug Berufe die verdienen weitaus unangemessener im Verhältnis zur Verantwortung. . (Pflege z. B.) Beschweren braucht sich kein Arzt im Regelfall, auch wenn es mehr sein könnte.

Ich habe Verantwortung über teilweise 7 stellige Beträge, dafür könnte es auch mehr Gehalt geben [emoji23]

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Zuletzt bearbeitet:
Waren es bei den Hebammen nicht in erster Linie die Versicherungen die Probleme gemacht haben? Irgendwas mit viel zu hohen Beiträgen der Berufshaftpflicht wenn sie selbstständig tätig sein wollen?

Auch, ja.
Die Versicherungen haben die Beiträge so stark erhöht, dass du kaum als selbstständige (oder selbstständiges Geburtshaus) wieder reinbekommst.

Dazu kommt, dass die Politk auf Krampf die Ausbildung zu einem Studium umbauen will. "Damit man mehr verdient" oder "den Hebammen die Möglichkeit gewähren kann, wissenschaftlich zu arbeiten". Ist aber totaler Bullshit, wozu soll ich 3 Jahre Theorie lernen wenn ich dann in der Praxis bzw. im Praxissemsester komplett überfordert bin weil ich noch nie ne Kanüle gelegt habe oder überhaupt weiß wie man reagieren soll.
Die Ausbildung ist an sich auch eine erstklassige.
Gehalt/Vergütung ist auch so eine Sache. Hebammen verdienen, dafür das man mit ihrer Verantwortung immer mit einem Bein im Gefängnis steht, echt wenig und sind grundsätzlich schuld. Es gibt auch immer wieder Fälle, da werden Krankenhäuser verklagt, weil Sohnemann mit 7 Jahren keine Gymnasialempfehlung bekommen hat und dann wird iiiiiirgend ein Grund gesucht, dass bei der Geburt zu wenig Sauerstoff zugeführt wurde oder so ein Dreck. (Kein Witz!)

Durch den extrem hohen Rückgang der Geburtshäuser entsteht auch viel, viel mehr Nachfrage in den Krankenhäusern, die sind allerdings Platztechnisch in den Kreißsälen am Limit und kriegen kaum die schwangeren unter.
Noch so ein Ding: Dann hast du da unter den wartenden so komplett am Leben vorbeilebende Hochnäsige die ihr Privat-Familienzimmer im Hotelfeeling verlangen und mit ner Klage drohen.

Ich könnt noch mehr erzählen und aufregen. Ich hab den allerhöchsten Respekt an dem Job, den meine Schwester macht. Ich beneide sie auch, dass sie darin ihre Berufung gefunden hat und so sehr aufgeht. Trotz den Strapazen die sie dafür aufnimmt.
Es macht einen aber traurig wie wenig Rückhalt man "von oben" bekommt.
 
Kann mich dem aufgrund eigener Erfahrungen nur anschließen. Gesunde Frauen mit einer natürlichen Geburt haben in einem KRANKenhaus imho nichts verloren. Ne vernünftige Hebamme macht das besser. Aber dass in unserer Gesellschaft allein das Wort Geburtshaus oder Hausgeburt schon mit zwiespältigen Blicken aufgenommen wird, zeigt wie sehr sich das Ansehen gewandelt hat.

Das passt in unsere Leistungsgesellschaft wunderbar hinein. Ich weiß gar nicht wie oft sich meine Frau hat rechtfertigen müssen, freiwillig nach der Geburt über Jahre zuhause zu bleiben bei den Kindern. Sowas geht ja heute üüübbberhaupt nicht, wo ist der Drang nach Karriere. Lieber KiTas voller Kinder <1 Jahr..... egal Thema verfehlt. Bin schon still.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaub Neprhologen ham doch den, neben Kinderkrebs-stationen, das meiste Leid zu ertragen. Dialyse ist ja schon so n Ding was einen künstlich am leben hält, ohne das man wirklich richtig lebt.

Der nephrologe in der Praxis macht gar nicht mehr so viel am Patienten, das Anschließen an die Maschinen machen meist die Schwestern.
 
Alleine schon, damit sowohl die hochschwangere Frau, als auch das frisch geborene Kind, nicht direkt alle Krankhauskeime und Krankheiten kriegt :D
 
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