[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Meine Frau hat auch leider nur 1200 € raus. 3 Jahre Ausbildung und danach 4 Jahre Berufserfahrung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte.
Alleine würde sie nicht über die Runden kommen mit Auto, Wohnung, Essen etc.

Sie macht jetzt ein berufsbegleitendes Studium zur Notarfachwirtin (zahlt zum Glück der Chef :cool: ) danach wirds wohl etwas mehr
 
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Ich denke das Kernproblem ist die "Übergangsphase" bei den Löhnen unter und bis zur Grundsicherung und dann bis zu einem gewissen Niveau darüber. Man muss sich das auch mal auf der Zunge zergehen lassen; Wem mit Partner und drei Kindern und Wohnung von der örtlichen Wohnbaugenossenschaft geholfen wird, hat eine "drei" an der ersten Stelle des an monatlichen Einkommens - unter anderem auch, weil die Wohnkosten hier so exorbitant hoch sind. Um die Summe mit normaler Arbeit zu erreichen muss man Facharbeiter mit entsprechender Bezahlung sein oder studiert haben ...
 
Gibt noch mehr Probleme.
 
Call Center Agent

das ist ein echt harter job! vollzeit ist das schon was für hartgesottene. wer aber damit klarkommt, hat einen ziemlich sicheren job. denn wer erfahrung hat wird in jeden call center gerne genommen. provisionen gibts dort normal ja auch...
aber schon heftig, wie wenig man mit den mindestlohn am ende bei vollzeit eigentlich rausbekommt. aufstocken ist aber bei 1100€ aber wohl kaum noch drin ?!

und man geht arbeiten, damit das amt einen in ruhe lässt...


hat eine "drei" an der ersten Stelle des an monatlichen Einkommens
nur wenige verdienen bei 40stunden woche bei steuerklasse 1 über 3000€ netto ^^ hier gefühlt jeder 2, aber im durchscnhitt vielleicht jeder 10.... ein normaler facharbeiter fällt da so aber nicht drunter. mit 300stunden ist natürlich alles machbar...
 
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Bei einer 40 Stunden wäre 3.000 Netto mein aktuelles Wunschgehalt:) Wenn ich das zeitnah erreichen würde, wäre super aber nicht realistisch.
 
@ch4f: Großartige Einstellung, dass du damit nicht allein bist, lässt sich ja gut erkennen. Lieber gar nicht schaffen gehen, als "wenig" zu bekommen.

Tja, hat halt nicht jeder Bock auf Lohnsklaventum.

Auf den "Fachkräftemangel", den Mangel an Leuten die Scheissjobs für ne Scheissbezahlung machen wollen.

Es müsste eh schon lange nicht mehr jeder arbeiten gehen, der Arbeitsmarkt wird nur aufgebläht mit unnötigen Dienstleistungsjobs wie BWLern, um die Lücke zu füllen, weil in der Produktion und Landwirtschaft und Industrie längst nicht mehr so viele Leute gebraucht werden.

Diese Blase wird bald platzen. Dann will ich mal sehen wies so weitergeht.
 
Ein Glück, dass man meinen Berufszweig nicht ohne weiteres durch Roboter ausüben kann :fresse:

Automatisieren kann man trotzdem viel, aber der Mensch für die Betreuung und Pflege wird wohl nie wegfallen.


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naja.
eigentlich ist es ja glück, wenn der eigene job durch eine maschine ersetz werden kann. denn dann gibts die benötigte dienstleistung immer noch, während man selbst frei hat.
leider ist unsere gesellschaft noch nicht weit genug um "genug ressourcen" als ziel über "jeder hat von 8-17 uhr was zu tun" zu stellen.
 
leider ist unsere gesellschaft noch nicht weit genug um "genug ressourcen" als ziel über "jeder hat von 8-17 uhr was zu tun" zu stellen.
Ja. Die Mittelschicht denkt ja immer noch, dass Arbeitslose die Bösen wären. Bloss nicht die Reichen. Hat seit jeher gut funktioniert. Reichtum kommt immer von Erben oder der Arbeit anderer, anders gehts doch gar nicht. Wie will einer alleine mit einer richtigen Arbeit reich werden (also ohne Glück zu haben beim Geldanlegen etc.) Das geht mmn gar nicht. Es sei denn man ist eine absolute Koryphäe/Genie in einem Gebiet, das Geld bringt, oder ein Ausnahmeathlet. Dann ist man das Geld vielleicht wert, weil man zu den absolut Besten gehört.

Und dann kommen so Themen dazu, dass man Flüchtlinge herbringt, die dem Staat auf der Tasche liegen. An sich hab ich nix dagegen. Wenns in Deutschland halt nicht so viele arme Menschen gäbe, die sich dabei durchauch verarscht vorkommen können.

Und dann, wenns endlich mal bei einer Bundestagswahl quittiert wird und es kein beschissenes Zwei-Parteien-System mehr gibt (wer das haben will, kann ja gerne in die USA gehen), wird in den Medien rumkrakeelt, dass Demokratie zerfällt in D. Hahaha, selten so gelacht. Demokratie ist, wenn es mehr als 2 35%+ Parteien gibt.
 
Bei einer 40 Stunden wäre 3.000 Netto mein aktuelles Wunschgehalt:) Wenn ich das zeitnah erreichen würde, wäre super aber nicht realistisch.
3000 klingen gut, aber ich finde das Gehalt was ich brauche hängt von der Miete ab die ich zahlen muss.
Wenn ich mit etwa 1200€ Netto nach Warmmiete rauskomme bin ich am Anfang zufrieden.
 
Bei einer 40 Stunden wäre 3.000 Netto mein aktuelles Wunschgehalt:) Wenn ich das zeitnah erreichen würde, wäre super aber nicht realistisch.

Ich hätte das gerne bei einer 35h Woche.
Ist aber nur realistisch, wenn ich den Arbeitgeber wechsel.
 
@Daunti: Ist bei mir auch so deshalb 3000 €;)

@Inso: Mit einer 35 h Woche ist das schon fast etwas unverschämt:)
 
3000 klingen gut, aber ich finde das Gehalt was ich brauche hängt von der Miete ab die ich zahlen muss.
Wenn ich mit etwa 1200€ Netto nach Warmmiete rauskomme bin ich am Anfang zufrieden.

Man kann nie genug haben. Nie.


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3000 klingen gut, aber ich finde das Gehalt was ich brauche hängt von der Miete ab die ich zahlen muss.
Wenn ich mit etwa 1200€ Netto nach Warmmiete rauskomme bin ich am Anfang zufrieden.

Und jetzt überlegt man, dass es Millionen Menschen gibt, die schon froh wären, wenn sie das vor der Miete bekämen :D
 
... und ich dachte immer, dass die Miete davon abhängt, was ich an Gehalt bekomme. :fresse:
Wieder was gelernt :)
 
Die Frage ist wozu? Ich finde es einfach sinnlos, für den Tarif arbeiten zu gehen, den man genauso ohne großen Aufwand vom Amt kriegen kann. Das erschliesst sich mir einfach nicht.
Dieses Kriechertum findet leider auch in Österreich immer öfters anklang (vor allem in Regionen in denen viele Deutsche Saison arbeiten kommen, die Arbeitgeber lernen das schnell). Vermutlich die gegenwärtige Interpretation von "Arbeit macht frei", gegenseitiges Lohn unterbieten, Sklavenjobs annehmen und unbezahlte Überstunden. Die Gastronomie hierzulande beschwert sich schon längere Zeit, dass die Ostdeutschen nun immer weniger in die Tourismusgebiete kommen und für einen feuchten Händedruck arbeiten.

Schade, denn anstatt hierher zu kommen und es besser zu haben herrschen in einigen Branchen, vor allem jenen mit relativ schwacher Gewerkschaft schon deutsche Verhältnisse. Was wohl nur für die Arbeitgeber ein Gewinn ist.
 
Es ist auch völlig klar, dass je weniger Arbeitsplätze es gibt, desto stärker die Arbeitgeber werden. Viele Jobs werden heutzutage nicht mehr gebraucht, aber statt sie abzuschaffen werden sie eben niedrig bezahlt, weil es einen Arbeitgeber gibt, der damit Geld verdienen kann.

Gastronomie :kotz: bah furchtbar, mit Altenpflege und Einzelhandel wohl schlimmste Branche überhaupt zum Arbeiten
 
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Es ist auch völlig klar, dass je weniger Arbeitsplätze es gibt, desto stärker die Arbeitgeber werden. Viele Jobs werden heutzutage nicht mehr gebraucht, aber statt sie abzuschaffen werden sie eben niedrig bezahlt, weil es einen Arbeitgeber gibt, der damit Geld verdienen kann.

Gastronomie :kotz: bah furchtbar, mit Altenpflege und Einzelhandel wohl schlimmste Branche überhaupt zum Arbeiten
Arbeit gibts hier mehr als genug. Das Problem ist einfach dass immer Leute kommen und die Arbeit für weniger machen. Zur Gewerkschaft gehen sie auch nicht, was die Spirale in Bewegung setzt -> weniger Mitglieder -> weniger Einfluss -> die Kollektivverträge können nicht mehr so gut verhandelt werden -> die Arbeitsbedingungen werden immer mehr dem großen Bruder Deutschland angeglichen. Toll für die Unternehmen, schlecht für die Arbeitnehmer. Bald stehen wir dann auch da mit unbezahlten Überstunden, ohne Urlaubs und Weihnachtsgeld wenn es so weiter geht.

Hier hat jeder Chef noch mehrere über sich, die Gewerkschaften, die Arbeiterkammer (die es so ein Deutschland gar nicht gibt) und nicht zuletzt das Finanzamt (von allen Instanzen wohl am meisten gefürchtet :D)

Es ist ja toll dass Leute sich entscheiden von zu Hause weg zu gehen und hier arbeiten zu wollen, aber sich selbst die Vorteile die man hat kaputtmachen? Das ist schlicht und einfach dämlich.

edit: Die Werkverträge habe ich hier noch vergessen, diese Art der Sklavenhaltung ist hier inexistent (es sei denn man opfert sich freiwillig für dubiose Geschäfte).

Und das ist nicht zuletzt ein Verdienst von Gewerkschaften und Arbeiterkammer, ein Zitat der AK Homepage

Was ist ein Kollektivvertrag
Ein Kollektivvertrag (KV) ist eine Vereinbarung, die die Gewerkschaft jährlich für alle Arbeitnehmer/-innen einer bestimmten Branche mit der Arbeitgeber-Seite (Wirtschaftskammer) aushandelt. Die österreichischen Gewerkschaften schließen jährlich über 450 Kollektivverträge ab.

Ein Kollektivvertrag

Ein Kollektivvertrag (KV) ist eine Vereinbarung, die die Gewerkschaft jährlich für alle Arbeitnehmer/-innen einer bestimmten Branche mit der Arbeitgeber-Seite (Wirtschaftskammer) aushandelt. Die österreichischen Gewerkschaften schließen jährlich über 450 Kollektivverträge ab.

schafft gleiche Mindeststandards bei der Entlohnung und den Arbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmer einer Branche,
verhindert, dass die Arbeitnehmer zu deren Nachteil gegeneinander ausgespielt werden können,
schafft ein größeres Machtgleichgewicht zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern und
sorgt für gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen den Unternehmen einer Branche.

Mitgliederstarke Gewerkschaften haben gegenüber den Arbeitgebern eine stärkere Verhandlungsposition und können daher vorteilhaftere Kollektivverträge für die Arbeitnehmer/-innen in ihrer Branche aushandeln. Metallarbeiter/-innen oder Privatangestellte haben daher bessere Kollektivverträge als Mitarbeiter/-innen im Gastgewerbe.
 
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Im Endeffekt können nur die Menschen selber was dran ändern. Es gibt nur eine Sache, vor der Reiche Angst haben, und das sind Revolutionen. So wie die industrielle Revolution, deren Arbeiterbewegungen. Oder Lenin. Ich frage mich, ob es sowas jemals wieder geben wird, oder obs den Leuten heutzutage einfach zu gut in den reichen Nationen, selbst wenn es ihnen relativ zu Anderen gesehen schlecht geht. Klar sind die Bedingungen heute nicht mehr vergleichbar mit Minenarbeitern und Fabrikarbeitern von Anno dazumal, die 6-7 Tage die Woche geschuftet haben bis zu 16h am Tag.

Aber die Schere zwischen Arm und Reich, die gibt es immer noch. Auch wenn es allen besser geht. Wird diese Schere brechen?
 
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@Jochen2K: :D Ich habe mich mit einem Schulkollegen unterhalten , Lehramt (Englisch/Sport) in Hessen. Er bekommt keine Festanstellung, wird über die Sommerferien gekündigt und bekommt 1600€ netto raus.
 
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Man kann nie genug haben. Nie.


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Richtig. Ich hatte nach der Ausbildung auch so das Ziel 2.000€.. dann 2.500, 3.000.... ging alles ziemlich schnell und dran gewöhnt hab ich mich natürlich auch ziemlich schnell. Nächster Meilenstein ist die 4.000€. Mal schauen wie es in 2-3 Jahren aussieht.
 
Richtig. Ich hatte nach der Ausbildung auch so das Ziel 2.000€.. dann 2.500, 3.000.... ging alles ziemlich schnell und dran gewöhnt hab ich mich natürlich auch ziemlich schnell. Nächster Meilenstein ist die 4.000€. Mal schauen wie es in 2-3 Jahren aussieht.
Wir reden von netto oder brutto, weil netto bei Steuerklasse 1 dürften das 5.000 brutto sein in etwa

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Nee ich meine schon Netto aber seit einiger Zeit auch Steuerklasse 3. Die Ausbildung ist auch schon 9 Jahre her.. also kann man das "schnell" auch wieder relativ sehen.
 
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