meine mutter war richterin und wurde auf jeder fete und co gefragt "ich habe da mal eine frage, mein nachbar....". irgendwann ging sie nicht mehr auf familienfeten und co.
wenn man die komplette zeit, welche man für die arbeit aufbringt, zusammenzählt, kommt man bei einer 40stunden woche auch schnell mal auf 50stunden woche mit fahrzeit und co.
der effektivste tricks mehr freizeit zu haben ist nicht weniger überstunden schieben sondern neben der firma wohnen. und das ist auch einer der gründe, wieso heute das burnout deutlich öfter vorhanden ist wie vor 30jahren. fragt eure großeltern, die haben zu 90% alle fußläufig/rad (max 5km) in der nähe ihrer betriebe gearbeitet und brauchten auch kein auto (zumal eh keiner ein auto hatte).
heute gibts doch keine mehr der direkt nebenan wohnt. der aus bremen arbeitet in hamburg, der aus hamburg arbeitet in bremen. qualifiziert sind beide gleich und beide haben sich bei jeweils beiden firmen beworben. genommen wurde aber jeweils der aus der anderen stadt. heimatnähe wird in firmen irgendwie auch nicht groß geschrieben. auf die frage, wieso man denn hier gerne arbeiten möchte kommt als mitgrund "weil ich um die ecke wohne und somit eine bessere work live balance finde" nicht gut an, obwohl das das allerwichtigste eines jeden besserverdienen arbeitnehmers ist.
und so verdaddel ich jeden tag 1,5stunden nur für rumfahrerei, obwohl firmen in 5min mit den fahrrad seit monaten maschbauer suchen... dafür habe ich easy job und kann im grunde machen was ich will.