Hier verdient doch jeder 60000+ Brutto im Monat, da ist doch schon 2000 Netto wenig.
Und 40 % Wohnung ist nix in einer Großstadt.
Die Leute auf dem Land leben eh unter ihren Steinen und haben kein Plan wie teuer die Miete in größeren Städten ist. Und es wird auch 10km außerhalb nicht viel billiger. Geschweige denn dann die Fahrkosten.
Das wäre mir neu. Ich leb' selbst in einer Stadt mit extremen Mietpreisen; Genauso wie meine Freunde...wir sind alles Stadtbewohner, und keiner von uns gibt so viel Geld für seine Wohnung aus. Und das meist in optimaler Lage. Im Zweifelsfall muss man länger auf Wohnungssuche gehen und auf jeden Fall muss man Prioritäten setzen.
Wenn meine Wohnung nur 600 kostet habe ich halt 150 Euro Fahrkosten. Dann kann ich auch ne Wohnung für 700 nehmen +50 Euro Fahrkosten.
Du hast in deiner Rechnung die Fahkarte vergessen, ein auto kann man sich eh nicht leisten.
Damit kostet deine Wohnung immer noch deutlich mehr als in meiner Berechnung. In der sind auch 4000€ im Jahr für Urlaub vorgesehen. Man kann als Single/mit Freunden auch deutlich günstiger Urlaub machen, da kostet der 2-Wochen-Urlaub außérhalb der Hauptsaison keine 2000€ mehr, sondern vielleicht noch 1000€ - oder weniger.
Zum Auto leisten: Klar kann man das. Nur die initialen Kosten (Kaufpreis) bekommt man nicht in 2-3 Monaten zusammen, sondern muss über Monate sparen. Das ist im Plan vorgesehen. Mit Auto kannst/musst du anders rechnen. Damit erhöhen sich deine Versicherungsausgaben um die Kfz-Versicherung, bei meiner alten Karre mit TK waren das ~300€/Jahr + Steuern, 75€. Das würde ich mal von den 2700€ abziehen und komme dann auf 2325€. Dann würden dir 193,75€ zum monatlichen "Verjubeln" über bleiben. Bzw. Sprit müsstest du noch abziehen.
Außerdem fehlen noch andere Dinge wie GEZ., Pflegemittel, Haushaltszeug.
Nope. Das ist alles in den 800€ drin, die über das Jahr verteilt sind.
Dazu sind im Plan 5000€ Sparen und 4000€ Urlaub vorgesehen. Plus 225€ Monatlich zum "verschleudern". Das sollte genug Spielraum geben incl. Sparen/Rücklagen für größere Anschaffungen und Erholung.
Auch wenn du jetzt die Wohnung um 200€ hochrechnest, sprich 720€ bezahlst, nimmst du das z.B. vom Urlaubsbudget weg, in dem Fall die Differenz von 2400€, und bist dann bei 1600€ für Urlaube.
=> Und das alles bezieht sich auf Single-Leben. In WGs, als Paar (Essen und Wohnungsmiete aufgeteilt) oder Familie (mehr Netto vom Brutto+Kindergeld...) lebt es sich pro Nase deutlich günstiger.
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In den Nachrichtenmeldungen war gestern, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht. Nur mal so ein Gedankenspiel:
- 1 Single mit Einkommen 50.000€ brutto => Pro-Kopf-Einkommen: 50.000€
- 1 Paar mit Einkommen von 2x50.000€ brutto => Pro-Kopf-Einkommen: 50.000€
- 1 Paar mit Einkommen von 1x50.000€ und 1x0€ Brutto => Pro-Kopf-Einkommen: 33.333€
- Familie mit 2 Erwachenen und 1 Kind: 2x50.000€ + 1x0€ => Pro-Kopf-Einkommen: 25.000€
- Familie mit 2 Erwachenen und 2 Kindern: 2x50.000€ + 2x0€ => Pro-Kopf-Einkommen: 25.000€
- Familie mit 2 Erwachenen und 2 Kindern: 1x50.000€ 1x 25.000+ 2x0€ => Pro-Kopf-Einkommen: 18.750€
- Familie mit 2 Erwachenen und 4 Kindern: 1x50.000€ 1x 25.000+ 4x0€ => Pro-Kopf-Einkommen: 12.500€
Okay, das ist ne ziemliche Milchmädchenrechnung, aber ich glaube es wird trotzdem klar auf was ich hinaus will. Je mehr Kinder im Haushalt leben, auf desto mehr Köpfe verteilt sich das Einkommen oder das Kapital. Rein mathematisch rutscht man damit schnell in die Armutszone...Die "Freiwillige Ein-Kind-Politik" im Westen führt einfach dazu, dass sich das Kapital und die Wirtschaftsleistung auf weniger Köpfe verteilt. In Gebieten mit extremem Bevölkerungswachstum verteilen sich die Mittel auf mehr Köpfe. Pro Nase weniger. Ich mein die Überlegung lässt vieles außen vor und durchaus auch Faktoren die ebenfalls relevant sind.
Interessant dürfte sein, dass das eine der Grundlagen der chinesischen Bevölkerungsplanung ist. Die Ein-Kind-Politik ist ja nicht wirklich so dass allen die mehr oder weniger haben das zusätzliche Kind weggenommen wird, sondern ein Soll-Wert der die Bevölkerungsexplosion im Zuge des Wirtschaftswachstums verhindern sollte. Die Folge ist, dass es China wirtschaftlich jetzt gut geht, während Afrika immer weiter absackt.