[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Das tut es nicht, denn wer unter der BBG verdient wird weniger Rentenpunkte bekommen ...
 
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Hab übrigens mal das Zielgehalt des Jobs (den ich abgelehnt hatte) in einen Brutto-Netto-Rechner eingegeben.
Mir kamen auch so die Tränen.
Da sollten rund 30.000 € Lohnsteuer von abgehen. Netto hätte ich rund nen tausender mehr gehabt im Monat.

Das ist schon frech. So werden höhere Gehälter ja absolut uninteressant wenn man nicht gerade auf 3/5 gehen kann und die Frau nix verdient.

Heiraten hilft auch manchmal. Sonst würde ich auch mehr Steuern zahlen müssen. Das ist schon absurd wie viel man abdrücken muss.
 
So krass wie die BBG in letzten Jahren steigt bin ich wahrscheinlich auch bald wieder drunter :fresse2:
 
Heiraten hilft auch manchmal. Sonst würde ich auch mehr Steuern zahlen müssen. Das ist schon absurd wie viel man abdrücken muss.
Sind verheiratet, aber meine Frau macht ihren Job auch gerne. Am Ende zahlen wir dasselbe - ob monatlich oder als Nachzahlung am Jahresende.

Das Absurde war in diesem Fall, dass das Bruttogehalt in der Steigerung schon Verantwortlichkeiten ausdrücken sollte. Davon bleibt nur halt wenig über.
Man sollte dazu übergehen Nettogehälter zu verhandeln.
 
Hier meinte doch ein Unternehmer aus AT mal, dass er das so mit seinen Mitarbeitern macht?
 

Nur noch dieses eine Mal wird das Problem lösen :d
Man macht es den Leuten ("starken Schultern") aber auch echt zu einfach eine gewisse Menge Abneigung zu entwickeln..... :fire:
Wie soll man denn privat, für das Alter vorsorgen, wenn immer weniger übrig bleibt, was man dafür verwenden könnte ?
 
Den Normalverdienern kann man halt nicht noch mehr Geld aus der Tasche ziehen. Wer blank ist, den kann man nicht noch blanker machen.
 
Mh, das ist doch nur die "normale" jährliche Anpassung der BBG an die Lohnentwicklung, oder verstehe ich was falsch?
Also nix Neues oder gar ein Aufregerthema.
Die Beitragsbemessungsgrenzen werden jährlich von der Bundesregierung durch Rechtsverordnung angepasst, und zwar in dem Verhältnis, in dem die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer im vergangenen zu den entsprechenden Bruttolöhnen und -gehältern im vorvergangenen Kalenderjahr stehen, aufgerundet auf das nächsthöhere Vielfache von 600 €/Jahr bzw. 50 €/Monat. (§ 159 SGB VI)
 
Nein, tust du nicht. War aber schon immer so. Jedes jahr wird sich aufgeregt, wenn sich das an die Lohnentwicklung anpasst. Das es in Relation damit ca. das gleiche wie vorher (also die Belastung in Relation zum Lohn die gleiche ist) ist, egal. Das jeder Betroffne am Ende Netto immer noch mehr Netto als vorher hat, egal. Niemand bekommt mehr weggenommen, als er on top bekommen hat.
Würde man es nicht anpassen, würde irgendwann jeder ab Mindestlohn die Grenze reissen. Mit allen Konsequenzen, die vermutlich die meisten wieder schlicht ignorieren.
 
oder verstehe ich was falsch?
Ne stimmt tatsächlich, ist die normale Erhöhung. Wenn da nicht wie letztes Jahr wieder getrickst wird, passt das ja. Aber was halt fehlt ist natürlich noch die Anpassung der GKV + Pflege die ziemlich sicher kommt (mindestens der Zusatzbeitrag). Relevant ist halt, ob die Freibeträge korrekt angepasst werden, denn dafür gibt es ja keinen Automatismus ...
Ich dachte 400€ kann niemals die normale Erhöhung sein, aber scheint wohl inzwischen so zu sein 😭
 
Die Löhne treiben halt immer stärker auseinander. IGM, IGCBE, Gutverdiener und Co reissen halt prozentual den Schnitt hoch. Oder ganz kurz gesagt lieber Tundor, du selbst unter anderem bist der Grund für die 400€. 😀

PS: das ist ja dann auch immer das „witzig“ hierbei. Die Betroffenen, also die um und über diesen Grenzen verdienen sind in der Regel die, die überproportionale Gehaltsanpassungen bekommen. Den Schnitt also nach oben ziehen. Und sich dann beschweren obwohl sie unterm Strich immer noch deutlich mehr haben als davor.
 
Ich hab mal Perplexity gefragt in welchem Segment die Löhne 2025 besonders stark gestiegen sind:

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Von meiner eigentlich recht guten Lohnerhöhung letztes Jahr sind mir nach dem Jahreswechsel knapp 35% Netto geblieben ...
 
Also zählt man lt. Perplexity bzw. dessen Quellen mit 5500€/Monat Bruttolohn schon zu den Hoch/Spitzenverdiener ?
Soll das ein Scherz sein ?
 
Die Betroffenen, also die um und über diesen Grenzen verdienen sind in der Regel die, die überproportionale Gehaltsanpassungen bekommen.
Naja, ich bekomme diese Anpassung nicht wie bei IGM oder als Beamte indem ich x Jahre im Betrieb Absitze sondern weil ich dafür überproportional viel tun muss. Sonst kriege ich nämlich gar nix und verdiene Real weniger als vorher.

@meph!sto Diese 5.500€ sind schon korrekt, wenn die SPD von starken Schultern redet meint sie diese Personen und eigentlich eh jeden der mehr als Mindestlohn verdient. Wartet mal ab was im "Herbst der Reformen" noch rauskommt, mit Vermögen und Erbschaft wird das ziemlich sicher nix zu tun haben :fresse2:
 
Alte Diskussion, in der Pampa im Osten mit Sicherheit, in München kannst du da mit Kindern aufstocken gehen (Berlin eigentlich auch inzwischen).
 
sondern weil ich dafür überproportional viel tun muss.
Wie jeder außerhalb der Gewerkschaften, also ca 60% der beschäftigen (aktueller stand mein ich). Trotzdem bekommt nur ein winziger bruchteil überhaupt mal 35% netto mehr, trotz mehrleistung.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das ändert aber nicht an der statistischen Richtigkeit und realität. Das haben schnittwerte so an sich. Und der wird dank der superreichen schon hochgezogen. Der Median sieht noch trauriger aus.
 
überhaupt mal 35% netto mehr
Die 35% bezogen sich auf das Netto von der Brutto Erhöhung. Die Erhöhung letztes Jahr war 4,5% und nach allen Abzügen und den Frechen (zum Jahreswechsel wurde hier ja teilweise um 800€ erhöht) Erhöhungen der BBG + GKV zum Jahreswechsel blieben 1,5% Netto übrig, das ist unter Inflation für eine sehr gute 4,5% Erhöhung. Wer unter BBG verdient, bekommt also garantiert deutlich mehr als 35% von der Brutto Erhöhung.
Aber ich will jetzt auch nicht zu viel Meckern, für jede Kürzung die ich bekomme überlege ich mir dann halt 3x ob ich irgendwo unnötigen Konsum kürzen kann, dann spare ich eben da das Geld wieder ein und es geht als Einnahmen für den Staat verloren. Ich weiß schon, dass es mir finanziell gut geht keine Sorge ;)
 
Ich dachte 400€ kann niemals die normale Erhöhung sein ...
War auch genau mein Gedanke, daher kurz recherchiert. Aber bei über >5 % durchschnittlicher Lohnsteigerung passt das schon.
 
Das ändert aber nicht an der statistischen Richtigkeit und realität. Das haben schnittwerte so an sich.
Klar, aber ich weiß nicht wieso du diesen Taschenspielertrick der Politik so verteidigst? Anstatt Erbschaften richtig zu besteuern wird von Leuten die für Ihr Geld jede Woche 40h arbeiten gehen bequem immer mehr vom Lohn abgezogen. Stattdessen behauptet man jemand mit 5.500€ wäre ne Starke Schulter die jetzt alle querfinanzieren soll (inkl. der Reichen die quasi nie Erbschaftssteuer etc. zahlen müssen). Meine Mutter hat von Ihrem Onkel vor ein paar Jahren 80k Cash geerbt und musste darauf quasi die komplette Erbschaftssteuer bezahlen weil es dafür keine Freibeträge gibt. Jemand der 300 Immobilien vererbt kommt drum rum lol
 
Warum benutzt du den Taschenspielertrick, das ich all das nicht tun würde bzw für richtig erachte? Du weisst das ich das nicht mache. Meine Positionen zu fairer besteuerung von reichen habe ich immer wieder dargelegt hier im forum. Auch mein Standpunkt zur Erbschaftssteuer.

Unabhängig von allem anderen bleibt die Notwendigkeit einer Bemesungsgrenze sofern man die Leistungen deckeln will. Und sofern man das als richtig erachtet, muss zwangsweise eine Kopplung an die Lohnentwicklung erfolgen. Warum, weisst du denke ich.

PS: und das mit den 5500€ ist Statistik. Daran gibts es wenig zu rütteln oder zu interpretieren. Die Lohnverteilung in DE ist wie sie ist und das ist das Ergebnis daraus.
 
Was passiert eigentlich wenn man nach der Erhöhung wieder unter die Grenze für die Krankenversicherung fällt? Bin aktuell freiwillig gesetzlich versichert.
 
Wenn du GKV versichert bist, gar nichts.
 
Hab übrigens mal das Zielgehalt des Jobs (den ich abgelehnt hatte) in einen Brutto-Netto-Rechner eingegeben.
Mir kamen auch so die Tränen.
Da sollten rund 30.000 € Lohnsteuer von abgehen. Netto hätte ich rund nen tausender mehr gehabt im Monat.

Das ist schon frech. So werden höhere Gehälter ja absolut uninteressant wenn man nicht gerade auf 3/5 gehen kann und die Frau nix verdient.
So ist's leider. Also entweder mit Zielgehalt X einpendeln und die eigenen Kosten begränzen. Oder versuchen deutlich mehr zu verdienen, um dann irgendwann einen Gang zurück schalten zu können, wenn man finanziell einigermaßen gut aufgestellt ist. 🤷‍♂️
 
@drunkenmaster Wenn du freiwillig versichert bist, ist es ja eh egal. Wenn du in der PKV bist, könntest du wieder zurück wechseln aber auch bleiben.
 
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