[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ich hatte erst ein Vorstellungsgespräch mit Bullshit-Fragen in meinen Leben nach dem Studium.

- Was ist ihre größte Schwäche?
- Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
- Warum sollten wir gerade Sie einstellen?
- Beschreiben Sie eine Situation in der Sie sich unwohl gefühlt haben....

Die hätten mich eingestellt, aber ich habe dankend abgelehnt. Das war auch das einzige Vorstellungsgespräch bei dem ich mal die mir zustehenden Reisekosten in Rechnung gestellt habe.

Wenn die ein steriles Gespräch wollen, kriegen sie auch einen sterilen Bewerber. Da waren im Gespräch auch 6 Leute anwesend. Ich schätze mal, da waren auch Personen einer externen Firma für Personalbeschaffung dabei. Die haben die meisten der idiotischen Fragen gestellt.

Bei guten Gesprächen war es ein gegenseitiges Abklopfen, ob es passt. Fachfragen waren auch dabei. Die wollen ja auch nicht die Katze im Sack kaufen. Ich habe auch mal angeboten einen Tag zur Probe vorbeizukommen und denen mal das eine oder andere meiner Fähigkeiten zu zeigen. Oder ich habe mir nach dem Gespräch einmal die Firma zeigen lassen. Wenn da nur Trauerklöße rumlaufen auf dem Flur, dann weiß man auch wo man da landen wird. Keinen Bock in einer Firma zu arbeiten wo man zum Lachen in den Keller gehen muss. Kann ich jedem nur raten sich einmal das Unternehmen oder bei größeren zumindest die Abteilung mal zeigen zu lassen.

Bisher hatte ich bei jeder Firma, bei der ich im Vorstellungsgespräch gelandet bin, auch immer eine Zusage.

Rückblickend betrachtet war ich bei einer Firma zu lang angestellt und hätte mich schon früher woanders umsehen müssen. Das hat mich viel Geld gekostet, da die Gehaltsanpassungen oft mager ausgefallen sind trotz ausgezeichneter Leistungen meiner Seite (eigene Einschätzung). Die verpassten Lohnanpassungen ziehen sich durch den Rest meiner eigenen Laufbahn. Besser nicht ausrechnen was mich dieses krampfhafte Festhalten an einer Firma gekostet hat und immer noch kosten wird. Die entgangenen Rentenpunkte sind einfach weg und kommen auch nicht mehr zurück.
 
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Zur Abwechslung kann ich heute auch mal was positives berichten!

Ich hatte heute ein Teams-Interview angesetzt auf 1,5 Stunden, wo man sich ja im Vorfeld schon mit Bingo Fragen etc. den Kopf zermartert.
Aber halb so wild, es war kein Personaler dabei sondern nur der Fachbereich (evtl. Zukünftiger Chef) und bis auf 4-5 Fragen die auf meine Motivation, Gehalt und Standortwechsel abgezielt haben, sind ausschließlich Aufgaben-/Fachbezogene Fragen gestellt worden. Firma wurde erläutert und wo die Reise bei denen hingehen soll. Entsprechend auch mein Werdegang, auch meine nicht so guten Excel-Skills (nicht in der Ausschreibung explizit erwähnt) wurden mir wohl nicht negativ ausgelegt.
Ich fand das ganze Interview sehr angenehm und zum Abschluss der dann 2 ! Stunden, habe ich ein positives Feedback bekommen, dass ich gut ins Team passen würde und ich einen guten Eindruck hinterlassen hätte.
Vor-Ort-Termin haben wir dann auch gleich ausgemacht.

Läuft, ich freu mich grad wie Bolle :fresse2:

PS: Ich drück mir mal die Daumen, dass Morgen das Interview ähnlich entspannt wird
 
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Die wissen halt auch, dass das kein Hexenwerk ist und man das zügig drauf hat, wenn man nicht ganz auf den Kopf gefallen ist. Genau das werden sie natürlich in der Gesamtbewertung berücksichtigt haben. Von daher Glückwunsch schon mal zu dem ersten kleinen Erfolg. Das gibt natürlich auch für ein weiteres Gespräch eine gewisse Sicherheit und Selbstbewusstsein. Von daher alles Gute auf dem weiteren Weg der da vor dir liegt :)
 
Die Erfahrung lehrte mich leider meistens, das nicht so gute anzunehmen. Ja es war nicht Verlangt, aber heimliche Erwartungen sind manchmal doch da und wenn die nicht erfüllt werden, kanns blöd sein.

Kommt halt auf die Gewichtung an. Ist es was Kleines, ist eine negative Auslegung halt recht fraglich, weil man es, wie gesagt, schnell lernen kann. Wenn Wichtiges weggelassen wird, käme ich mir schon etwas veräppelt vor.
 
Wenn der Job nicht zu 90% aus Hardcore Excel Hacking besteht, dann würde ich mal behaupten das kannste alles on the job lernen. Die Frage ist für mich ja eher, ob man einen Job haben wollen würde, bei dem es zu 90% um Excel geht :shot:
 
Zumal ich mir nicht vorstellen kann dass es so schwer ist Excel ausreichend gut zu lernen. Ich musste für meinen heutigen Job alles "on the fly" lernen da es im Studium nicht beigebracht wurde. Hätte ich gewusst was auf mich zukommt dann hätte ich aus Angst und Sorge nie angefangen; denn ich hätte gedacht dass ich das nicht schaffen würde. Also war es gut dass ich nicht ahnte was ich alles lernen muss – und habe es trotzdem geschafft.

Ich hatte erst ein Vorstellungsgespräch mit Bullshit-Fragen in meinen Leben nach dem Studium.
Ich hatte durch meinen wilden Lebenslauf Vorstellungsgespräche in sehr verschiedenen Unternehmen. Das Highlight war aber bei der Sparkasse (ja, ich wollte mal Bankkaufmann werden, lange ists her) inklusive assessment center dort. Ich habe gar keine Lust die Details zu erzählen, aber insbesondere das assessment center war aus meiner Sicht richtig balla balla und viele der Personaler versprühten den Eindruck auf einem sehr hohen Ross zu sitzen; bei vielen hat man gemerkt dass sie sich richtig geil fanden.
 
bei dem es zu 90% um Excel geht :shot:
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soeben wurde mir klar wieso man in der Logistik weniger verdient als in anderen Bereichen.

Wir haben aktuell Rolloutphase. Meine Kollegen sind vor Ort und erwarten die Lieferung. Der Lieferboy von Bechtle hat die Kollegen nicht gefunden und hat es tatsächlich fertig gebracht die 110 anzurufen und wollte wissen wo er die kollegen findet.

Heilige Makrele
 
Zumal ich mir nicht vorstellen kann dass es so schwer ist Excel ausreichend gut zu lernen.
Ich glaube das kommt schon sehr drauf an. Zum einen Teil ist Excel an sich, wenn man denn will (Spoiler: man will nicht...) wahnsinnig umfangreich und zum anderen wird Excel einfach für ne Million Dinge genutzt, für die es absolut nicht gemacht ist. Aber es geht eben und daher wird es genutzt.
Ein Freund von mir sagte mal "jede neue Software, muss am Anfang erstmal mit Excel konkurrieren" und leider ist das sehr viel wahrer, als mir lieb ist :rolleyes2:

Der Lieferboy von Bechtle hat die Kollegen nicht gefunden und hat es tatsächlich fertig gebracht die 110 anzurufen und wollte wissen wo er die kollegen findet.
Powermove auf jeden Fall 😂
 
@linuxlebt, ich weiß. Man kann mit Excel selbst Dinge wie time-series analysis machen, jedenfalls bis zu einem gewissen Grade.
Es ist so wie du sagst: nur weil es geht will man bestimmte Dinge aber trotzdem nicht mit Excel machen, einfach da es in anderen Softwaresystem deutlich besser, umfangreicher, etc. geht.

Was ich eigentlich sagen wollte war dass es sicherlich schwerer ist beispielsweise komplex(ere) Codes in einer richtigen Programmiersprache zu schreiben als Excel auf einem guten Nivea zu lernen. Ich weiß, auch in Excel muss man teilweise "programmieren" – je nach Aufgabe. Aber vom Niveau ist es immer noch relativ einfacher.

Ich arbeite ja auch etwas mit Excel, aber eben nur für Aufgaben für die es auch eher gedacht ist, weniger für irgendwelches "hacking" um es quasi schon zweckzuentfremden.
 
Natürlich kann man mit Excel ganz wilde Sachen treiben, aber wenn es auf diesem Level benötigt werden würde, wäre es ja wohl teil der Jobbeschreibung. In den allermeisten Jobs reicht es aus wenn man V-Lookup und ne Pivot zusammenklicken kann.
jede neue Software, muss am Anfang erstmal mit Excel konkurrieren
Ich bin jetzt 12 Jahre in meiner aktuellen Firma und ich würde sagen die ersten 5-6 Jahre hab ich hauptsächlich damit verbracht, Excel Lösungen die aus der Startup Zeit entstanden sind in skalierbare Software zu überführen. Echt wild, was manche Kollegen da "gezaubert" haben. Teilweise hatten wir Excel Sheets mit denen ein Milliarden Budget gemanaged wurde :fresse: Kann man echt keinem erzählen.
 
 
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Das ist ja mal ne schöne Headline - ich habs als "professioneller Arbeitsvermeider" doch schon immer gewusst. :d
 
@linuxlebt, ich weiß. Man kann mit Excel selbst Dinge wie time-series analysis machen, jedenfalls bis zu einem gewissen Grade.
Es ist so wie du sagst: nur weil es geht will man bestimmte Dinge aber trotzdem nicht mit Excel machen, einfach da es in anderen Softwaresystem deutlich besser, umfangreicher, etc. geht.

Was ich eigentlich sagen wollte war dass es sicherlich schwerer ist beispielsweise komplex(ere) Codes in einer richtigen Programmiersprache zu schreiben als Excel auf einem guten Nivea zu lernen. Ich weiß, auch in Excel muss man teilweise "programmieren" – je nach Aufgabe. Aber vom Niveau ist es immer noch relativ einfacher.

Ich arbeite ja auch etwas mit Excel, aber eben nur für Aufgaben für die es auch eher gedacht ist, weniger für irgendwelches "hacking" um es quasi schon zweckzuentfremden.
Du kannst in excel auch Oberflächen (und nein damit meine ich nicht bunt gefärbte Zellen, die dann aussehen wie ne "fake" GUI) und rauf und runter codieren, nennt sich VBA (Visual Basic for application). Aber natürlich weiß ich worauf du/ihr hinaus wollt :) Ist halt die Frage, was man genau unter Excel Skills versteht bzw. verstehen will.
 
Uiuiui, da habe ich aber was ausgelöst :haha:

Es ging um eine Produktionsplanung mit Abhängigkeiten in Arbeitstagen und MA/Fähigkeiten.

Je nach (nicht) vorhandenen ERP ist sowas integriert, Aufwand oder mit Excel schneller zu realisieren. Zeit/Lust vorausgesetzt.

Ich habe es dann aus Zeit und nicht genug Kenntnissen sein gelassen.
Hatte aber schon zu 70% (denke ich) funktioniert.
 
Wieso "ausgelöst" – das klingt so als ob es eine wilde Diskussion gab, es ist doch alles cool.

An dieser Stelle möchte ich einmal sagen dass ich schon seit längerer Zeit hier im Thema gerne mitlese und auch hin und wieder etwas schreibe. Ich finde es interessant zu sehen wie unterschiedlich beispielsweise die persönlichen Einstellungen zur Arbeit sind, oder was die Leute hier beruflich so machen und dort im Alltag so anfällt (sofern darüber berichtet wird). Erstaunt bin ich darüber dass man in der IT mitunter wohl so krass viel verdient wie viele hier im Thread. Mir ist aber auch gleichzeitig klar dass die Leute die sich hier zu Wort melden keine repräsentative Stichprobe abgeben. Trotzdem, ich bin immer wieder erstaunt was dort teilweise Leute im Alter von 25-35 bereits verdienen können.
 
Ja, das Meme trifft sehr gut was ich hier häufiger dazu lese. Wahrscheinlich knackst du damit noch die 15+ likes.
 
teilweise Leute im Alter von 25-35 bereits verdienen können.
#triggered

Ich verdiene nichts, kriege aber viel.
Der Lieferboy von Bechtle hat die Kollegen nicht gefunden und hat es tatsächlich fertig gebracht die 110 anzurufen und wollte wissen wo er die kollegen findet.
Ich kenne Bechtle... Und ja, da gibts krasse Unterschiede. Die auf der unteren Nahrungskette sind jedenfalls... nicht die Hellsten :fresse2:
Gestern unser DL: Hat eine 24/7 Rufbereitschaft. Am späten Nachmittag (Noch nicht einmal Abend) war aber keiner erreichbar über Stunden... Nicht einmal das Mgmt als kein Techniker ranging:fresse2:
 
Olaf, nur mal interessehalber gefragt: du hattest am St Olaf College studiert? In welchem Bereich arbeitest du nochmal... meine du hattest einen PhD dort gemacht, jedenfalls sagtest du das glaube ich mal... vor Urzeiten. :fresse:
 
Ich hab auf einer Fernhochschule nebenbei studiert (Wirtschaftsinformatik Bachelor, anschließend Master), davor nur reine Ausbildung zum FiSi gehabt. Das Bild habe ich seit 2008 einfach so drin, fand es damals lustig mit St. Olaf ;)
Bin wie viele hier in der IT tätig, wobei nicht primär im technischen Feld, sondern eher Steuerung und Projektleitung (SDM, Projektmgmt, ...). Nur im Nebengewerbe noch primär Technik, wobei ich das auch mal ändern will (Wenn nicht so faul wäre :d)
 
Es ging um eine Produktionsplanung mit Abhängigkeiten in Arbeitstagen und MA/Fähigkeiten.
Also wer sowas in Excel macht dem ist imho nicht mehr zu helfen :fresse: Aber das ist auch mit mein absolutes Hassprodukt, wenn das relevant wäre wie gut ich damit "umgehen" kann, dann ist das die falsche Stelle für mich.
 
Falls jemand noch n Job sucht. 60 Tage im Bett liegen (na ganz so einfach ist es doch nicht, siehe Link) und dafür 18.000€ kassieren.

 
12,50€/h. Entspricht noch nicht mal Mindestlohn. Glaube nicht, dass man regelmäßig nach Hause kann. Die bezahlen einen fürs degradieren. Sollte mehr rumkommen.
 
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