[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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in meinem betrieb wo ich vor 1 monat noch war gabs vertrauensarbeitszeit...
Jede Firma hat so seine Goodies. Bei einer durfte ich auf Karte alles und so viel wie ich mochte Essen und Trinken. Die Kantine war mit Auszeichnung und überdurchschnittlich gut. Ebenso die Auwahl an Menüs, Getränke habe ich so nie wieder wo anders gesehen. Auf den Monat gerechnet kommt da schon was zusammen.
Meistens finde ich eine Art Gleitzeit sehr relaxt. Die Pflicht minuten genau anzufangen und auszustempeln bei Feierabend kann schon nerven. Bin gespannt was mich da so erwartet.
Hauptsächlich bin ich erstmal froh, etwas nahe meinen Vorstellungen gefunden zu haben. Wird erstmal ne spannende Zeit. Eigentlich hasse ich diese Anfangsphase, aber lieber ist das Glas halb voll. Später ist wieder alles langweilig ^^
 
Seite 2, E9-E11 mal 13.5 Gehälter bei 35h.

Nehmen wir die E10 als "Mitte": 4889€ * 13.5 = 66.001,50€

Nehmen wir spaßeshalber mal den höchsten möglichen Tarifangestellten, der keine Personalverantwortung hat, 35h Woche.
E11 = (5321 + 200 Entgeldzulage) * 13.5 * 120% Leistungszulage = 89440,20€

Nehmen wir dazu mal die billigste Führungskraft nach Tarif bei 40h (hängt am AT)
E11 *125% Abstandsgebot = 5321*125% *13,5 = 89.791,88€
Ich hätte es nicht anklicken sollen... Führungskraft mit Personalverantwortung im öD bei 56,5k :fresse:
Aber: ich bin zufrieden, mir macht der Job Spaß und ich finde die Summe nicht verkehrt. Zumal mir bewusst ist, dass es im Schnitt nicht so wenig ist und viele Menschen (weit) darunter liegen oder davon mehrere Personen leben müssen
 
Im Tarifgebiet Küste kenne ich mich nicht aus. Du kannst es auf jeden Fall nicht 1:1 mit Hessen/Mitte vergleichen.
Da müsste irgendwer erstmal im Manteltarifvertrag Küste forschen ob ie 13.5 Gehälter zahlen, wie die Wochenarbeitszeit ist usw.

In Hessen - mit ERA - is es so:
Der Stuhl wird bezahlt, unabhängig von der Qualifikation die da draufsitzt.
Der Arbeitgeber bestimmt was er für einen Kandidaten für eine bestimmte Position zahlt, diese Zahl gibts für den Stuhl.
Wenn man jetzt einen Kandidaten hat, den man auf den Stuhl setzen will, der aber nicht alle Branchenkenntnisse und nicht die passende Berufserfahrung hat ist es üblich, dass dieser Kandidat in der Anlernphase weniger bekommt, da er zwar auf dem Stuhl sitzt, aber die Rolle und zugeteilten Aufgaben nicht 100% selbsttätig erledigen kann.
In solchen Fällen gibts dann vorübergehend 1-2 Gehaltsstufen weniger, in der Regel für 1-2 Jahre.

War bei mir als Geselle auch so, 12 Monate E5 direkt nach der Ausbildung, in der Zeit einige Weiterbildungen und viele Trainingseinsätze mit alten Hasen zusammen, dann Sprung auf E7+ Zulage.

Wenn ein Unternehmen einen frischen Absolventen direkt für die volle Gehaltsstufe übernimmt - ist doch gut für den angestellten - wenn die Gehaltsstufe dann noch 60k+€ wert ist - Gratulation.
Allerdings sollte man nicht davon ausgehen dass dies die Norm ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso sollte man als Studierter überhaupt einem Tarifvertrag nacheifern ? Da sollte man sich generell was AT suchen ?
Weil der Tarifvertrag immer noch (zumindest in meinem Bekanntenkreis :hmm:) doch die obere Grenze für Tätigkeiten ohne Personalverantwortung markiert – zumindest kenne ich Leute, die praxisnah einen Doktor gemacht haben (Uni gibt's oben) und jetzt erstmal alle im Tarif bei Infineon sind, denn irgendein Dienstleister zahlt eben eher weniger? Und ja, Dr. != Berufserfahrung, aber so richtig die 100k+-Großverdiener kenne ich insgesamt nicht und wenn man nicht Manager werden will (kann auch gar nicht jeder), gibt es das AFAIK auch bei BMW und Co. nicht?

Selbst hier im Saarland bekommen die Facharbeiter der dort ansässigen, hiesigen Industrie mindestens 3k Brutto monatliches Grundgehalt, ohne Zulagen, direkt nach der Ausbildung. Wohlgemerkt ohne Techniker-Abschluss oder Meisterbrief in der Tasche. Mit Schicht-, Gefahr- und Sonderzulagen sind die auch bei >4k Brutto, in manchen Betrieben bei 4,2-4,3k Brutto.
Saarland != NRW. Und im Gegensatz zur Schicht, Gefahren und Sonderzulage ist man mglw. eben als Ing. auch gesund, munter und entspannt ;). Ich kenne niemanden, der da gerne tauschen würde (O-Ton: "ich verstehe auch, warum die so gut verdienen, wenn die den ganzen Tag den Tank ins Auto heben")
nicht von der Großregion München, Stuttgart, Hamburg oder Frankfurt.
Gut, ich weiß nicht, ob die Leute bei mir alle unfähig sind, aber so richtig die 70k-Einstiegsgehalt sehe ich hier nicht, zumindest solang der AG deutsch ist und er eben nicht eindeutig und objektiv als Parasit klassifizierbar ist (aka McKinsey oder Freshfields) :).

Als gebürtiger Schwabe kenne ich auch das Gehalt vieler FA oder Ingenieure bei Daimler, Porsche, SAP, Bosch und Co, da reden wir auch nochmal von anderen Sphären.
Du weißt auch, dass dort viele Leute mit ähnlicher Qualifikation nur beim Dienstleister arbeiten. Mich würde tatsächlich mal die Menge an wirklichen "Arbeitskräften" mit akad. Qualifikation in dem Bereich bei diesen Firmen interessieren...

Also nochmal, wo sind 66k Jahresbrutto (den nachträglichen Edit mit 89k fände ich ja durchaus angemessen mit einem Jahrzehnt Berufserfahrung in seinem Bereich) bitte viel Geld oder "normal", wenn FA z.T. nur 700-800 € Brutto weniger verdienen im Monat ?
Das ist ganz normal, weil man da eben einfach am Freitag heimgeht, wenn der FA mit 800€ weniger Brutto gerade in die Lackiererei geht. Und merkst du was: die 89k€ sind *Tarif*; wenn du einmal die Tabelle aufgemacht hättest, hättest du auch festgestellt, dass außerhalb einer Kokerei im Hitzeschutzanzug so ein FA in NRW vmtl. auch weniger, als bei Daimler verdient.

Es gibt da übrigens durchaus Alternativen für hoher Gehälter ohne auf einen Wohnsitz in D verzichten zu müssen, nämlich Grenzgänger zu werden, nach Luxemburg oder in die Schweiz.
Ja, nur sollte man dann eben an der Grenze wohnen ;). Und wenn deine Nachbarn entscheiden, dass du nicht mehr willkommen bist, bist du halt deine Arbeit los und lebst im Nirgendwo (spezifisch im Bezug zur Schweiz).

Im Ausland arbeiten, ganz einfach.
Was i.d.R. auch Nachteile mit sich bringt, ich sehe nicht die großen Emigrationsströme, aber das hatten wir schon mal.


Hatte ich ja auch nicht gesagt. Ich ging von dir aus, Maschbau-Ing. mit 7 Jahren Berufserfahrung, damit wärst du als ITler oft schon "Senior Professional", mit Gehältern um die 90k.

Schau, im Tarif ist man da bei 100k ;)

Wenn ich damals richtig gestalkt hab', beim Rüstungszulieferer mit einem Tarifvertrag, der nochmal 1000€ über den üblichen Ballungsräumen liegt. Und auch da: Tarifvertrag ist wohl besser als daneben bei der Leiharbeitsfirma.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil der Tarifvertrag immer noch (zumindest in meinem Bekanntenkreis :hmm:) doch die obere Grenze für Tätigkeiten ohne Personalverantwortung markiert – zumindest kenne ich Leute, die praxisnah einen Doktor gemacht haben (Uni gibt's oben) und jetzt erstmal alle im Tarif bei Infineon sind, denn irgendein Dienstleister zahlt eben eher weniger? Und ja, Dr. != Berufserfahrung,
Die obere Grenze in den Köpfen der Personaler vielleicht.
aber so richtig die 100k+-Großverdiener kenne ich insgesamt nicht und wenn man nicht Manager werden will (kann auch gar nicht jeder), gibt es das AFAIK auch bei BMW und Co. nicht?
Ich schon, allesamt in der Automobil- oder IT/Tech-Branche.
Saarland != NRW. Und im Gegensatz zur Schicht, Gefahren und Sonderzulage ist man mglw. eben als Ing. auch gesund, munter und entspannt ;). Ich kenne niemanden, der da gerne tauschen würde (O-Ton: "ich verstehe auch, warum die so gut verdienen, wenn die den ganzen Tag den Tank ins Auto heben")
Stimmt, im Saarland hat mans aber idr schwerer Arbeit zu finden als im Pott. Ich kenne auch viele die bei Saarstahl in der Produktion arbeiten und nicht den ganzen Tag am Hochofen stehen, oder bei Ford am Band schwerer Arbeit nach gehen. Aber klar, man kann auch die A-Karte ziehen, wenn dein Gesicht dem Meister oder Schichtführer nicht gefällt.
Gut, ich weiß nicht, ob die Leute bei mir alle unfähig sind, aber so richtig die 70k-Einstiegsgehalt sehe ich hier nicht, zumindest solang der AG deutsch ist und er eben nicht eindeutig und objektiv als Parasit klassifizierbar ist (aka McKinsey oder Freshfields) :).
55-60k Einstiegsgehalt als Bachelor Info bei SAP, IBM und Co. sind eig. Standard, ohne groß zu verhandeln. Hast du so schlimme Erfahrungen mit Consultants gemacht, oder wieso sind das in deinen Augen nur Parasiten ?

Du weißt auch, dass dort viele Leute mit ähnlicher Qualifikation nur beim Dienstleister arbeiten. Mich würde tatsächlich mal die Menge an wirklichen "Arbeitskräften" mit akad. Qualifikation in dem Bereich bei diesen Firmen interessieren...
Ja...und jetzt ? Wenn man von sich überzeugen kann, landet man ohne Probleme bei Daimler, Porsche und Co. Insbesondere dann, wenn man dort vorher als Werkstudent bereits während des Studiums anfängt.
Selbst Schuld man sich mit dem Dienstleister zufrieden gibt.
Das ist ganz normal, weil man da eben einfach am Freitag heimgeht, wenn der FA mit 800€ weniger Brutto gerade in die Lackiererei geht. Und merkst du was:
Finde ich jetzt nicht, ich sehe keinen Einzigen in meinem Bekanntenkreis, der wirklich schwer malochen müsste für seinen Tariflohn mit Zuschlägen.
die 89k€ sind *Tarif*; wenn du einmal die Tabelle aufgemacht hättest, hättest du auch festgestellt, dass außerhalb einer Kokerei im Hitzeschutzanzug so ein FA in NRW vmtl. auch weniger, als bei Daimler verdient.
?? Die Aussage verstehe ich nicht.
Ja, nur sollte man dann eben an der Grenze wohnen ;). Und wenn deine Nachbarn entscheiden, dass du nicht mehr willkommen bist, bist du halt deine Arbeit los und lebst im Nirgendwo (spezifisch im Bezug zur Schweiz).
Oder sich einen Full-Remote Job suchen. Den zweiten Punkt glaubst du aber doch selbst nicht, die Eidgenossen sind abhängig von qualifizierten Grenzpendlern.
Was i.d.R. auch Nachteile mit sich bringt, ich sehe nicht die großen Emigrationsströme, aber das hatten wir schon mal.
Ich durchaus, zumindest bei meinen ehemaligen Kommilitonen. Entweder Großkonzern/-bank, "Parasiten-Consultant" oder Schweiz/Liechtenstein/Luxemburg. Ich war damals der einzige Depp der im Mittelstand angefangen hat.
Schau, im Tarif ist man da bei 100k ;)
Dann wird nachverhandelt :)
Wenn ich damals richtig gestalkt hab', beim Rüstungszulieferer mit einem Tarifvertrag, der nochmal 1000€ über den üblichen Ballungsräumen liegt. Und auch da: Tarifvertrag ist wohl besser als daneben bei der Leiharbeitsfirma.
Natürlich, wenn man sich unter Wert verkauft hat, kann man auch AT einen richtigen Griff ins Klo landen. In der Rüstungsbranche gibts natürlich den ein oder anderen Groschen mehr, um das Gewissen zu beruhigen. :fresse:
 
Ich durchaus, zumindest bei meinen ehemaligen Kommilitonen. Entweder Großkonzern/-bank, "Parasiten-Consultant" oder Schweiz/Liechtenstein/Luxemburg. Ich war damals der einzige Depp der im Mittelstand angefangen hat.
Keine weiteren Fragen.
 
Ich hätte es nicht anklicken sollen... Führungskraft mit Personalverantwortung im öD bei 56,5k :fresse:
Aber: ich bin zufrieden, mir macht der Job Spaß und ich finde die Summe nicht verkehrt. Zumal mir bewusst ist, dass es im Schnitt nicht so wenig ist und viele Menschen (weit) darunter liegen oder davon mehrere Personen leben müssen

Die Situation ist wie folgt bei mir: Bachelor in Psychologie, Master in Neuroscience, und bald Doktor/PhD in Neuroscience. Ich werde im ersten, zweiten und dritten Jahr auch nicht mehr bekommen (weniger!).

Wenn ich hier lese dass in Deutschland Leute mit einem Bachelor in IT bereits 55-60.000€ locker als Einstiegsgehalt bekommen... not bad. Es sei ihnen gegönnt.

Aber es ist halt nicht "fair" und wird nie fair sein. Sorry wenn ich das so sage, aber ein blöder Neurologe verdient auch bereits viel mehr als ein Doktor in Neuroscience zu Beginn und die ersten Jahre... muss man nicht verstehen, aber isso. Hat sich halt so entwickelt. Arzt = Prestige, genauso beim Gehalt...

Und so ist es halt auch im Business... Management... da bekommt man eben mehr.
 
Wieso sollte man als Studierter überhaupt einem Tarifvertrag nacheifern ? Da sollte man sich generell was AT suchen ?

AT - also Aussertarif bzw. Übertariflich wird man heute als Absolvent nirgends bekommen, wenn man sich die Gruppierungen in Hessen oder BaWü anschaut - du bist im Tarifbereich schon sehr gut dabei.
Bei einigen Unternehmen haben die erste Stufe AT noch Gleitzeit - dann muss man sich halt entscheiden, Vertrauensarbeitszeit kann Vorteile haben aber auch Nachteile. Die Entscheidung triffst du ja nicht nur bei deinem aktuellen Chef sondern hast dies auch beim nächsten der dich keine Zeit abbummeln lässt.

Doktoranden kenne ich einige wo sich die Jahre nicht ausbezahlt haben.
 
AT knechtest du aber auch oft 50-60h mit abgegoltenen Überstunden. Da ist 35h Tarifgehalt echt angenehmer.
 
AT knechtest du aber auch oft 50-60h mit abgegoltenen Überstunden. Da ist 35h Tarifgehalt echt angenehmer.
AT != Freie Arbeitszeitgestaltung. Ich hab im Vertrag auch eine feste Wochenstundenzahl vorgegeben. Überstunden werden ausbezahlt oder können verfeiert werden.
 
Übrigens: ich weiß nicht ob das von Interesse ist, aber hier wurde heute geschrieben dass z.B. manche Leute im Management quasi richtig Kohle abkassieren aber eigentlich nicht viel leisten und sich nicht wirklich die Hände dreckig machen... (ich weiß dass das pauschalisiert ist und es auch natürlich im Management Leute gibt die: richtig lange arbeiten (Stunden pro Tag), Stress ohne Ende haben, wirklich das Unternehmen und die Menschen vorwärts bringen wollen... und so weiter).

Aber hier ein Vergleich aus der Wissenschaft (für die, die es nicht kennen): Studien werden in Journalen publiziert. Ich bekomme für eine Studie also genau 0 Cent. Umgekehrt ist es sogar so dass die Uni oder Forschungsgelder herangezogen werden müssen um für die Publikation zu bezahlen. D.h. die Publikation muss seitens der Forscher bezahlt werden, während die Journale dann Geld mit den Studien machen. Ist das nicht herrlich?

Hier einmal ein Beispiel: mein letzter Artikel hatte etwas an Überlänge (mehrere Seiten, es ging einfach nicht kürzer). Jede Seite extra (ab der Maximallänge) kostete in dem Journal knapp 450€. Der Artikel hat am Ende fast 14.000€ gekostet... Und dafür hetzen die einem zum Teil noch doofe Gutachter/Reviewer auf den Hals.

Achja: und der Bericht wird dann nicht einmal in Farbe gedruckt. Jede Figure/Grafik in Farbe = knapp 400€ extra für JEDE Grafik. Zumindest ist die Onlineversion natürlich in Farbe (immerhin LOL!).

Und da das den Journalen nicht reicht werden die ganzen Leute die den IT-Kram machen oftmals noch nach Indien und co ausgelagert (weil die Leute es dort ja für nen Euro machen). Ist so krank geworden alles...

Ich sagte schon zu meinem Prof: im nächsten Leben machen wir selbst ein Journal auf. Dann lassen wir andere für uns forschen, Artikel schreiben, und kassieren dafür noch mächtig ab. Und am Ende des Tages lachen wir uns bei einer vollen Flasche Wein auf der Couch schlapp was für Idioten wir als Reviewer mit doofen Kommentaren den Autoren wieder aufgesetzt haben. #Masterplan.

Ich will nicht wissen was bestimmte Journale im Jahr verdienen... und ich google es erst gar nicht...
 
Achja: und der Bericht wird dann nicht einmal in Farbe gedruckt. Jede Figure/Grafik in Farbe = knapp 400€ extra für JEDE Grafik. Zumindest ist die Onlineversion natürlich in Farbe (immerhin LOL!).

Wunderbares Geschäftsmodell. Dann hat man quasi mit einer Grafik die Kosten für einen 4-farbigen Plattenwechsel im Druck schon raus. Hat dann der Druckbogen 64 oder 96 Seiten, macht man richtig Kasse mit ein paar Grafiken!
 
Die Situation ist wie folgt bei mir: Bachelor in Psychologie, Master in Neuroscience, und bald Doktor/PhD in Neuroscience. Ich werde im ersten, zweiten und dritten Jahr auch nicht mehr bekommen (weniger!).

Wenn ich hier lese dass in Deutschland Leute mit einem Bachelor in IT bereits 55-60.000€ locker als Einstiegsgehalt bekommen... not bad. Es sei ihnen gegönnt.

Aber es ist halt nicht "fair" und wird nie fair sein. Sorry wenn ich das so sage, aber ein blöder Neurologe verdient auch bereits viel mehr als ein Doktor in Neuroscience zu Beginn und die ersten Jahre... muss man nicht verstehen, aber isso. Hat sich halt so entwickelt. Arzt = Prestige, genauso beim Gehalt...

Und so ist es halt auch im Business... Management... da bekommt man eben mehr.
Na ja, ich bin aber mittlerweile der Meinung, das Geld ist wichtig, aber hat bei mir nicht den höchsten Stellenwert. Mir ist wichtig, dass mir die Arbeit Spaß macht, mich fordert, ich auch "gerne" hin gehe und das ganze drum rum stimmt.
Sieht halt jeder anders, aber wie hier schon mehrfach gesagt wurde, ich arbeite um zu leben, nicht anders herum 😊

Ansonsten ist das bei dir ja, gerade in Anbetracht der Studienzeit/-gänge, echt bissl hart
 
Das mag alles richtig sein. Mir ist weniger Arbeit und Pendelzeit auch immer wichtig gewesen und bleibt es auch.

Trotzdem kann ich nur für mich sagen, dass man sich auch automatisch an mehr Geld gewöhnt, wenn man es hat. Nach unten möchte man, wie immer im Leben, eigentlich nicht.

Ich habe aber eine relativ einfache Relation von 'genug Geld'.

Ich muss mir über das Essen auf dem Tisch und Dach über dem Kopf keine Gedanken machen, kann mir auch meine favorisierten Hobbys leisten (natürlich immer in Relation). Wenn dann auch noch bisschen was über bleibt, dann ist es wirklich gut und nicht nur 'ausreichend'.

Man ist viel zu wenig dankbar für das, was man hat. Ich habe schon 70-80 Stunden Wochen hinter mir, da will ich nie wieder hin.

Dann lieber mehr Freizeit, sonst hilft alles Geld nicht.

Und die wichtigste Quintessenz: Gesundheit kann man eh nicht kaufen, die muss man sich erhalten!
 
Und die wichtigste Quintessenz: Gesundheit kann man eh nicht kaufen, die muss man sich erhalten!
Leider ist es in unserer westlichen Welt so dass die Gesundheit auch mit dem Wohlstand/Einkommen korreliert. Arme Menschen werden im statistischen Mittel häufiger krank, sterben früher, haben eine geringere Lebensqualität usw.
 
Wobei ein Teil der Probleme natürlich hausgemacht ist. Gesunde Ernährung korreliert doch auch mit dem Einkommen. Warum? Sie ist nicht teuer, im Gegenteil. Ich vermute hier eher Bildung als Ursache.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Keine weiteren Fragen.

Sehr schönes Beispiel.
 
Es gibt vier Arten von Reichtum: Geld, Status, Gesundheit und Freiheit. Wenn dein Job dir zwar die ersten beiden gibt aber die letzten beiden wegnimmt, sollte man vielleicht wechseln :unsure:
 
Wenn ich überlege dass ich von 39 Stunden eg3 mich auf 39 Stunden eg11 hoch gearbeitet habe, bin ich eigentlich relativ zufrieden.
Klar jetzt muss ich manchmal 50 Stunden die Woche machen, aber das ist alles absehbar.

Manche Kollegen sind nicht ganz einfach, aber das hast du überall würde ich sagen.
Die Vorgesetzten lassen ein jetzt machen und sagen einem nicht mehr, was man zu tun hat, was wie ich finde, ein großes Plus ist.
 
So ne 35h Woche ist natürlich schon ganz nett. Bei mir ist Vertrauensarbeitszeit auf 40h welche sich bei mir echt gut die Waage hält. Ist natürlich auch mal mehr, aber häufig auch mal weniger. Finde das eigentlich ganz angenehm, weil ich mich einfach vor niemandem rechtfertigen muss wenn ich mal irgendwas privates mache tagsüber. Bei sowas muss man sich den AG aber echt gut aussuchen damit das nicht nach hinten losgeht bzw. die Bezahlung passt.
Was ich persönlich auf jeden Fall nicht mehr mitmachen würde wäre unter 30 Tage Urlaub. Hatte in meinem ersten Job 24 Tage das war einfach so nervig wenig und zusätzlich noch 43h Woche lt. Vertrag (realistisch eher 50) :fresse: Wenn ich mir zusätzlich noch das Gehalt das dafür gezahlt wurde heute anschaue frage ich mich echt was mich da geritten hat.
 
Es gibt vier Arten von Reichtum: Geld, Status, Gesundheit und Freiheit. Wenn dein Job dir zwar die ersten beiden gibt aber die letzten beiden wegnimmt, sollte man vielleicht wechseln :unsure:
Wobei Gesundheit das einzige davon ist, was für mich zählt. Was nützen einem die 3 anderen, wenn du es gar nicht ausleben kannst. Leider merkt man das oft erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
 
Wobei Gesundheit das einzige davon ist, was für mich zählt. Was nützen einem die 3 anderen, wenn du es gar nicht ausleben kannst. Leider merkt man das oft erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Das stimmt wohl. Ich habe es auch lange einfach ignoriert bzw. nicht wahr haben wollen - zum Glück ist der Groschen irgendwann dann gefallen. Ich bin froh, dass ich den Stress, die ständigen Magenschmerzen und die großen Schlafprobleme inzwischen los bin.
 
Nenn mir mal bitte eine Branche oder Unternehmen welche Berufsanfänger mit 70k€ pa einstellt.
Ich kann nur ein Beispiel mit 85k€ pa anbieten

Aber ja keine Regel ohne Ausnahme, was anderes kenne auch ich nicht.
 
Das stimmt wohl. Ich habe es auch lange einfach ignoriert bzw. nicht wahr haben wollen - zum Glück ist der Groschen irgendwann dann gefallen. Ich bin froh, dass ich den Stress, die ständigen Magenschmerzen und die großen Schlafprobleme inzwischen los bin.
Sich das selbst einzugestehen und dann auch noch zu handeln, dazu gehört eine Menge Mut. :-)
Hab es bei meiner Frau auch erst miterlebt.

Hast du mittlerweile eigentlich eine neue Stelle gefunden?
 
Die obere Grenze in den Köpfen der Personaler vielleicht.
Und die haben keinen Einfluss auf die Ausgestaltung des Gehalts?
Ich schon, allesamt in der Automobil- oder IT/Tech-Branche.
Mit oder ohne Personalverantwortung? Es kann im übrigen auch nicht jeder Häuptling sein,
55-60k Einstiegsgehalt als Bachelor Info bei SAP, IBM und Co. sind eig. Standard, ohne groß zu verhandeln. Hast du so schlimme Erfahrungen mit Consultants gemacht, oder wieso sind das in deinen Augen nur Parasiten ?
genauso wenig, wie nicht jeder bei den 10% Unternehmen arbeiten kann, die tatsächlich extrem gut zahlen (aus welchen verqueren Gründen auch immer). 55k sind außerdem schon deutlich unter 70k und soviel bringt ein Master dann jetzt auch nicht mehr.

Erfahrungen mit Consultants habe ich darüber gemacht, dass a) mir berichtet wurde, wie die in diversen Konzernen, wo Verwandte arbeiten, "gearbeitet" haben, b) sie (medien-)erfolgreich in der öffentlichen Verwaltung und bei Großkonzernen tätig sind, c) ein Freund, mal meinte: "diese Algorithmik, das mag ich nicht, so strukturiert," jetzt IT-Orga-Beratung macht und d) diese Unternehmen die Dienstleistung "Reorganisation" verkaufen und selbst eher das progressive und nachhaltige Arbeitsumfeld eines flugreisenden Staubsaugervertreters bieten...* Sind sicher auch kluge Köpfe dabei, aber grundsätzlich verstehe ich nicht genau, wieso es für kleine/mittelgroße Unternehmen sinnvoll sein soll, vorranging jemanden zur Optimierung von Vorgängen zu beschäftigen, der exakt 0 Erfahrung in irgendetwas Praktischem hat und nie lang genug vor Ort war, um irgendetwas mitzubekommen, was man nicht nachlesen kann...

Ja...und jetzt ? Wenn man von sich überzeugen kann, landet man ohne Probleme bei Daimler, Porsche und Co. Insbesondere dann, wenn man dort vorher als Werkstudent bereits während des Studiums anfängt.
...dementsprechend wüsste ich nicht, warum man dort dann genau überhaupt Werksstudent sein soll, denn das kann man doch auch so oder mit einer Beschäftigung an der Aldikasse, nicht wahr :).
Selbst Schuld man sich mit dem Dienstleister zufrieden gibt.
Irgendjemand muss diese Jobs auch machen? Und die dort gebotenen Jobs dürften zusammen mit den Zulieferern auch stark in der Mehrheit sein, also ist es nicht so unwahrscheinlich, dass man eben dort arbeitet und dementsprechend Glück haben muss, nach Tarif bezahlt zu werden, ergo deine Lohnvorstellungen eher nicht in der Breite realisiert werden... Und zum Thema "zufrieden geben": auch durch Leistung wird man nicht immer in einen der Top-5%-Verdiener-Jobs kommen, spezifisch noch weniger, wenn dort auch die Hälfte noch durch Credentials, Vitamin B oder Glück vergeben wird...

Finde ich jetzt nicht, ich sehe keinen Einzigen in meinem Bekanntenkreis, der wirklich schwer malochen müsste für seinen Tariflohn mit Zuschlägen.
Jo, ich fände Schichtarbeit nicht so toll :). Wofür bekommen die dann den Zuschlag?
?? Die Aussage verstehe ich nicht.
Auch für dich scheint die Einkommensprogression von so einem Tarif nach wie vor maßgeblich zu sein.
Oder sich einen Full-Remote Job suchen. Den zweiten Punkt glaubst du aber doch selbst nicht, die Eidgenossen sind abhängig von qualifizierten Grenzpendlern.
Naja, die Banken und internationale Konzerne sind abhängig von Grenzpendlern. Die Leute, die dort Käse produzieren eher nicht und die machen dann halt den Unterschied (siehe Brexit). Aber ja, Option 1 kannst du gerne machen.

Ich durchaus, zumindest bei meinen ehemaligen Kommilitonen. Entweder Großkonzern/-bank, "Parasiten-Consultant" oder Schweiz/Liechtenstein/Luxemburg. Ich war damals der einzige Depp der im Mittelstand angefangen hat.
Und was machen die dort? So ganz praktisch für unser menschliches Zusammenleben und unsere Gesellschaft?

*mit Consultant meine ich übrigens in der Tat den Beruf, der im Wesentlichen exklusiv das ganze Leben (wie in einer Sekte...) ausgeübt zu werden hat... Damit meine ich explizit nicht irgendwelche besseren Outsourcing-Betriebe (aka "Software-Consulting") oder tatsächlich dazu "berufene", Solo-Selbstständige mit spezieller Berufserfahrung
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ich kann nur ein Beispiel mit 85k€ pa anbieten

Aber ja keine Regel ohne Ausnahme, was anderes kenne auch ich nicht.
https://www.azur-online.de/artikel/...lds-erhoeht-einstiegsgehalt-auf-120-000-euro/ und ja, nachdem die Herren auch ganz tief in Cum-Ex drinstecken und sonst vmtl. meistenteils ihre eigenen Vertragskonstrukte bearbeiten, darf man das wohl als parasitär bezeichnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja die Anwaltsbuden sind nochmal ne eigene Nummer. Die Zahlen stimmen aber, Freund von mir ist 2018 bei Hengeler Müller mit 120K eingestiegen. Als Senior associate dann direkt 140k 🙄. Da gehört man dann aber auch zu den Top Absolventen und hat nen LL.M.
Mit 35h Anspruch brauchst da aber auch nicht antreten ;)
 
Übrigens: ich weiß nicht ob das von Interesse ist, aber hier wurde heute geschrieben dass z.B. manche Leute im Management quasi richtig Kohle abkassieren aber eigentlich nicht viel leisten und sich nicht wirklich die Hände dreckig machen... (ich weiß dass das pauschalisiert ist und es auch natürlich im Management Leute gibt die: richtig lange arbeiten (Stunden pro Tag), Stress ohne Ende haben, wirklich das Unternehmen und die Menschen vorwärts bringen wollen... und so weiter).

Aber hier ein Vergleich aus der Wissenschaft (für die, die es nicht kennen): Studien werden in Journalen publiziert. Ich bekomme für eine Studie also genau 0 Cent. Umgekehrt ist es sogar so dass die Uni oder Forschungsgelder herangezogen werden müssen um für die Publikation zu bezahlen. D.h. die Publikation muss seitens der Forscher bezahlt werden, während die Journale dann Geld mit den Studien machen. Ist das nicht herrlich?

Hier einmal ein Beispiel: mein letzter Artikel hatte etwas an Überlänge (mehrere Seiten, es ging einfach nicht kürzer). Jede Seite extra (ab der Maximallänge) kostete in dem Journal knapp 450€. Der Artikel hat am Ende fast 14.000€ gekostet... Und dafür hetzen die einem zum Teil noch doofe Gutachter/Reviewer auf den Hals.

Achja: und der Bericht wird dann nicht einmal in Farbe gedruckt. Jede Figure/Grafik in Farbe = knapp 400€ extra für JEDE Grafik. Zumindest ist die Onlineversion natürlich in Farbe (immerhin LOL!).

Und da das den Journalen nicht reicht werden die ganzen Leute die den IT-Kram machen oftmals noch nach Indien und co ausgelagert (weil die Leute es dort ja für nen Euro machen). Ist so krank geworden alles...

Ich sagte schon zu meinem Prof: im nächsten Leben machen wir selbst ein Journal auf. Dann lassen wir andere für uns forschen, Artikel schreiben, und kassieren dafür noch mächtig ab. Und am Ende des Tages lachen wir uns bei einer vollen Flasche Wein auf der Couch schlapp was für Idioten wir als Reviewer mit doofen Kommentaren den Autoren wieder aufgesetzt haben. #Masterplan.

Ich will nicht wissen was bestimmte Journale im Jahr verdienen... und ich google es erst gar nicht...

Dann publiziert da halt nicht. Open Access?
 
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