[Sammelthread] Der Eltern/Kind Thread

Hallo zusammen, ich habe mal eine Frage zum Thema Elterngeld, gemeinsamer Veranlagung und allgemein dem Thema Steuern.
Hintergrund: Meine Frau bezieht 2024 komplett Elterngeld, welches per se ja steuerfrei ist. Weitere Einnahmen hat sie nicht.
Daher würde ich uns in der Steuererklärung für 2024 nicht gemeinsam veranlagen, weil das Elterngeld sonst in die Gesamteinnahmen hineingerechnet wird. Soweit korrekt?
2025 wird sie ein halbes Jahr Elternzeit ohne Elterngeldbezug haben (wir haben auf Elterngeld Plus verzichtet). Ich bin in der zeit Alleinverdiener. Dann würde eine gemeinsame Veranlagung wieder Sinn machen, um unsere Steuerlast zu senken. Korrekt?
 
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@Lumpy Das kann man so nicht pauschal sagen und hängt von eurer Einkommenssituation ab. Es könnte gut sein, dass du bei gemeinsamer Veranlagung trotzdem mehr Steuern sparst als dir durch die Ersatzleistung die von deiner Frau angerechnet werden flöten geht. Seid ihr denn beide in Stkl 4 geblieben? Falls nein, müsstet ihr (soweit ich weiß) eh gemeinsam veranlagt abgeben. Die Entscheidung kannst du ja letztendlich noch zur Abgabe der Steuererklärung treffen, ich nutze z.b. immer WISO Steuer und da gibt es eine Übersicht wo nach Dateneingabe alle Szenarien durchgerechnet werden und dann eine Empfehlung rauspurzelt, wie man abgeben soll.

*edit*
Google sagt man kann auch in Stkl. 3/5 getrennt veranlagen, aber wenn du in 3 bist, musst du natürlich massiv zurückzahlen und macht eigentlich keinen Sinn.

Für den von dir beschriebenen Fall von 2025 macht es aber auf jeden Fall Sinn, gemeinsam zu veranlagen.
 
Meine Frau bezieht ebenfalls 2024 komplett Elterngeld. Ich bleibe in stkl. 3.

Wieso muss ich denn dann trotzdem zurück zahlen? Elterngeld ist ca 30% vom ehemaligen Lohn
 
Bei WISO kannst du dir beides ausrechnen lassen, gemeinsam oder getrennt veranlagt. Je nachdem was besser ist dann einreichen.
 
AFAIK wird Elterngeld steuerfrei ausbezahlt, und genau dass ist auch das Problem. Das Elterngeld wird nämlich nachträglich versteuert, daher kommt es oft zu Nachzahlungen bei der Steuererklärung. Die Steuerklasse spielt da erst mal keine Rolle, die ist nur der Höhe vom Elterngeld relevant.
 
Richtig, aber ob es wirklich zu Nachzahlungen kommt kann man pauschal nicht sagen. Wenn ein Partner schon in Stkl3 ist, wäre das definitiv möglich und durch den Bezug von Elterngeld ist man ja auch verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Wenn beide in 4/4 sind, ist das ganze sehr unwahrscheinlich, dann bekommt man tendenziell einfach weniger erstattet.
 
Bin am überlegen zu Switchen. 4/4.

Für 2022 musste ich 1.300 nachzahlen. Habe Mal 2023 eingeben und da steht 2.000€.

Jetzt wird's wahrscheinlich nicht weniger mit Elterngeld....
 
Du könntest auch 4/4 mit Faktor machen und diesen grob so berechnen, dass du auf Null kommst ...
Bei 3/5 ist ne Nachzahlung sobald der Partner in Stkl 5 was verdient fast garantiert wenn man nichts großes zum Absetzen hat, das ist halt die Steuerklasse für Alleinverdiener.
 
ganz vermeiden kann man es mMn nicht, da das Geld halt quasi "netto" kommt. Wenn ich im Monat 1800€ Elterngeld bekomme, sind das für die 12 Monate 21.600€ "netto" ohne dafür Lohnsteuer bezahlt zu haben.
 
Mit 4/4 Faktor geht das, zumindest wenn man beide Einkommen halbwegs genau einschätzen kann. Das nutzt halt kaum einer. Der "Hauptverdiener" bekommt dann natürlich auf die Monate insgesamt weniger raus, aber man umgeht halt die Nachzahlung. Wenn man es ausrechnet, kann man natürlich auch das Geld zurücklegen, kommt ja aufs gleiche raus.
 
ok, man hat halt dann auch weniger Geld zur Verfügung.

Ich würde eher vom Elterngeld jeden Monat z. B. 200-250€ aufs Tagesgeld packen um für die kommende Nachzahlung auf der sicheren Seite zu sein. Hat den Vorteil dass man im worst case (warum auch immer) notfalls auf das Geld zugreifen kann und flexibler ist.

Setzt natürlich voraus dass man halbwegs seriös mit Geld umgehen kann :)
 
Bin am überlegen zu Switchen. 4/4.

Für 2022 musste ich 1.300 nachzahlen. Habe Mal 2023 eingeben und da steht 2.000€.

Jetzt wird's wahrscheinlich nicht weniger mit Elterngeld....
Habt ihr denn nicht viel zum absetzen?

Alleine bei uns summiert sich das. Ganzjährig HO, 400€ Kita Gebühren pro Monat, Haushaltsnahe Dienstleistungen etc.

Ohne diese Punkte hatten wir zwischen 2-3k € Erstattung bei 4/4. Jetzt mit 3/5 müsste es im besten Falle zumindest bei 0€ landen.
 
Genau, wenn man die Disziplin hat, würde ich das auch so tun und zumindest die 3-4% Zinsen die man bekommen kann mitnehmen. Nichts ist nerviger als unvorbereitet Steuern zurückzahlen zu müssen.
 
@MZuki
Ich verschiebe die Diskussion mal hierher, passt besser als im Gehaltssthread ;)
Sorry für das Offtopic...

Ich will da jetzt gar nicht deine persönliche Situation angreifen, die kenn ich natürlich auch nicht.

Aber im Allgemeinen ist das DIE Standardaussage von allen Eltern die ihr Kind da 8h am Tag abgeben. Und ich finde es ein absolut blödsinniges Argument.
Was soll den ein 12 oder gar 9 oder 6 Monate altes Kleinkind/Baby sich den Tag an irgendwelchen Freunden erfreuen? Das kennt nur eine Beziehung, nämlich die zu den Eltern! Bzw. in dem Fall dann zu den Erziehern die dann auf's Dach bekommen wenn das Kind zu ihnen Mama oder Papa sagt...
Und auch später. Unserer wird drei und kommt um 19:00 Uhr in's Bett. Wenn er jetzt von 08:30Uhr bis 17:30 in der Kita ist, dann hätte er auf Morgen und Abend verteilt unter der Woche, Essen mal abgezogen, vielleicht 1 1/2h am Tag mit uns. Das reicht nie und nimmer! Und da kann mir auch kein anderer was anderes erzählen...

Sorry, ich weiß heißes Thema und es darf jeder gern zurück schießen. Bisher war das einzige Argument das ich verstehen kann "es geht finanziell einfach nicht anders". Aber auch das versteh ich nur bei nem eingeschränkten Personenkreis und bestimmt nicht bei dem Haufen Ingenieurs-Pärchen die hier so rumspringen und mir sowas erzählen.
Ich will gar nicht zurückschießen, aber gerne mal erklären wie wir es machen.
Mein Kind ist 4 und Vollzeit in der Kita ist sie seit sie 2,5 Jahre alt ist, nicht mit 12 Monaten. Mit 12 Monaten war sie zwar das erste mal in ner Kita aber nur 4h und später dann 6h.
Inzwischen machen wir es so, dass meine Frau sie um 9 hinbringt (also relativ spät) und sie dadurch vor der Kita noch etwas Zeit mit ihr verbringen kann. Ich fange früher an zu arbeiten und hole sie zwischen 16-16:30 ab. Sie geht normalerweise nicht vor 22 Uhr ins Bett (ich weiß, ist ungewöhnlich aber sie pennt einfach vorher nicht, also sinnlos). D.h. hole ich sie um 4 von der Kita ab, hab ich noch 6h mit ihr. Meine Frau kommt dann um 18-18:30 wieder von der Arbeit und hat auch noch entsprechend viel Zeit. Sein Kind in die Kita zu bringen heißt also nicht, dass man es gar nicht mehr sieht und ich würde empfehlen hier bei der Beurteilung nicht von der eigenen Situation auszugehen und pauschal zu urteilen.

Ich kenne auch niemand, der sein Kind mit 6 Monaten schon in die Kita gibt, das sind echt Ausnahmen. Wir hatten bei der ersten Kita ein Kind (das war gerade 12 Monate alt) die haben es nach 3 Wochen wieder aus der Kita genommen weil sie ne Kita mit Öffnungszeite von 7-18 Uhr gesucht haben für sie weil die beide irgendwelche High Performer Jobs wasweißichwo hatten :fresse: Das war aber der einzige "krasse" Fall den ich kenne.

Wie du schon richtig sagst, Finanziell wäre es bei uns überhaupt kein Problem, dass meine Frau daheim bleibt das ist aber nicht der Grund.

Ich arbeite natürlich Vollzeit. Meine Frau ist zuhause.
Habe wirklich überhaupt nichts anderes erwartet.
 
@MZuki
Ich verschiebe die Diskussion mal hierher, passt besser als im Gehaltssthread ;)

Ich will gar nicht zurückschießen, aber gerne mal erklären wie wir es machen.
Mein Kind ist 4 und Vollzeit in der Kita ist sie seit sie 2,5 Jahre alt ist, nicht mit 12 Monaten. Mit 12 Monaten war sie zwar das erste mal in ner Kita aber nur 4h und später dann 6h.
Inzwischen machen wir es so, dass meine Frau sie um 9 hinbringt (also relativ spät) und sie dadurch vor der Kita noch etwas Zeit mit ihr verbringen kann. Ich fange früher an zu arbeiten und hole sie zwischen 16-16:30 ab. Sie geht normalerweise nicht vor 22 Uhr ins Bett (ich weiß, ist ungewöhnlich aber sie pennt einfach vorher nicht, also sinnlos). D.h. hole ich sie um 4 von der Kita ab, hab ich noch 6h mit ihr. Meine Frau kommt dann um 18-18:30 wieder von der Arbeit und hat auch noch entsprechend viel Zeit. Sein Kind in die Kita zu bringen heißt also nicht, dass man es gar nicht mehr sieht und ich würde empfehlen hier bei der Beurteilung nicht von der eigenen Situation auszugehen und pauschal zu urteilen.

Ich kenne auch niemand, der sein Kind mit 6 Monaten schon in die Kita gibt, das sind echt Ausnahmen. Wir hatten bei der ersten Kita ein Kind (das war gerade 12 Monate alt) die haben es nach 3 Wochen wieder aus der Kita genommen weil sie ne Kita mit Öffnungszeite von 7-18 Uhr gesucht haben für sie weil die beide irgendwelche High Performer Jobs wasweißichwo hatten :fresse: Das war aber der einzige "krasse" Fall den ich kenne.

Wie du schon richtig sagst, Finanziell wäre es bei uns überhaupt kein Problem, dass meine Frau daheim bleibt das ist aber nicht der Grund.


Habe wirklich überhaupt nichts anderes erwartet.
Ausnahmen bestätigen tatsächlich die Regel. Das was du hier erklärst, hört sich echt Human an. Ich kenne halt wie gesagt auch die andere Seite. Knirps um 17 von der Kita holen und um 19 Uhr liegt er schon im
Bett. Morgens um 7-8 ist er schon dort. Das finde ich persönlich bisschen zu arg. Er war mal bei uns zur Übernachtung. Was hat er sich gefreut als er bisschen länger aufbleiben durfte 😀

Sorry, ich hatte das nicht so pauschal gemeint Wie es rüber kam. Hatte ja auch nie behauptet das beide nicht arbeiten sollen. Einer muss ja die Brötchen verdienen.

Habe den Beitrag von dem zitierten Kollegen eher so verstanden: Mehr Kitas ganztags damit ich als High Performer besser meinem Job machen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tundor
Wie gesagt, ich wollte dich da auch nicht in den Topf schmeißen ohne das Bild überhaupt zu kennen.
Meine Aussagen beruhen rein auf meinen bisherigen Erfahrungen zu dem Thema bei den Eltern bei denen ich auch weiß wie es konkret aussieht.
Und das ist dann zu 99% zum Kopf schütteln. Im ersten Anlauf wird immer versucht sich das mit "für das Kind ist es das Beste" schön zu reden und wenn man ein bisschen nachbohrt kommt man früher oder später immer zu "eigentlich wollen wir mit Kind oder gar Kindern genau so weiter machen wie vorher. Jeder seinen Job, jeder seine Freizeitaktivitäten, usw.". Und das führt dann einfach ganz schnell zur Frage "Warum wolltet ihr ein Kind? Einfach weil die Nachbarn in der Neubau-DHH halt auch eins haben?"

Ich geb hier übrigens auch klar dem Thema inzwischen schon immer mit so ner "Grund-Aggressivität" zu begegnen ;) Ist nix persönliches :-)
 
Alles gut, diese Fälle gibt es ja bestimmt.
Und das ist dann zu 99% zum Kopf schütteln. Im ersten Anlauf wird immer versucht sich das mit "für das Kind ist es das Beste" schön zu reden
Verstehe ich, aber ich gestehe mir selber schon ein warum ich das mache und es ist aus bei mir schon auch zum Teil eigennützig. Ich verurteile das klassische Modell auch nicht wo einer halt daheim bleibt (ist ja eigentlich eh gefühlt immer die Frau) und einer arbeiten geht. Aber das muss halt für beide funktionieren und den ganzen Tag exklusiv Kinderbetreuung machen ist einfach nichts was mich oder meine Frau zu 100% erfüllt. Ich nehme an für die meisten Männer hier auch nicht, sonst wären ja mehr daheim und ich würde von meiner Frau nicht etwas erwarten, was ich selber nicht will. Meine Einstellung dazu ist, dass man (wenn auch vielleicht zweitrangig) auch auf seine eigenen Bedürfnisse und Ziele im Leben hören muss. Es hiflt dem Kind ja nicht, dass ein Elternteil 5 Jahre lang daheim ist, aber dann völlig unzufrieden ist und einfach nicht erfüllt ist mit der reinen Kindererziehungsaufgabe. Die Konsequenz daraus ist dann ja eine generelle Unzufriedenheit, dann gibt es ständig Krach und irgendwann geht die Beziehung in die Brüche. Das Thema ist halt nicht schwarz oder weiß und man muss einfach eine gute Balance für dieses Thema finden, außerdem haben wir beide den Luxus sehr flexible Arbeitszeiten zu haben.

Auch sind die persönlichen Ambitionen einfach sehr unterschiedlich. Ich hab darüber neulich mit meiner Schwägerin geredet, sie ist ZMF (das was allgemein als Zahnarzthelferin bekannt ist), und sie meinte sie sieht für sich einfach keinen Grund jetzt mit kleinen Kindern unbedingt arbeiten zu gehen, weil sie karrieretechnisch einfach nichts verpasst. Und da muss ich auch ehrlich sagen, wahrscheinlich würde ich in ihrer Situation es genau gleich sehen.

Wie gesagt, wir verbringen trotz Ganztagskita viel Zeit mit unserer Tochter und wir setzen halt unseren Fokus drauf in der Freizeit viel mit ihr zu machen, sodass sie auch viel mit uns erlebt durch Ausflüge, Museumsbesuche, Zoo, etc...
 
Und das führt dann einfach ganz schnell zur Frage "Warum wolltet ihr ein Kind? Einfach weil die Nachbarn in der Neubau-DHH halt auch eins haben?

Danke für diese Aussage, und für den Beitrag davor, den Tundor schon zitiert hat!
Habe ich ebenso schon geschrieben, nur nicht ganz so schön wie du, und dann wird man zb. gefragt, ob man mitbekommen hat, dass wir das Jahr 2024 habe... WTF? :fresse:

Ja, das Jahr 2024, in dem sich der Gutmensch mehr Sorgen über das ach so Leid geplagte Tier in der Silvesternacht - und natürlich die 2 Tage davor und danach - macht, statt um das/seines Kindeswohl.

Emanzipation ist eine schöne Sache, aber viel Damen dieser Tage stellen sich über alles, und das hat nichts mehr mit Emanzipation zu tun.
Entweder entscheide ich mich für ein Kind, und bleibe dann mindestens mal die ersten 3 Jahre zu Hause, oder ich lasse es bleiben.
Ausnahmen gibt es sicherlich, wenn die Schwangerschaft ungewollt passiert, und die Kohle hinten und vorne nicht langt, dann ist es zwar genauso blöd, aber zumindest vertretbar.

Natürlich kann auch der Vater 3 Jahre zuhause bleiben, oder man teilt es sich auf, aber in den ersten Jahren ist nun mal die Mutter das wichtigste überhaupt für ein Kind.
 
Ja, das Jahr 2024, in dem sich der Gutmensch mehr Sorgen über das ach so Leid geplagte Tier in der Silvesternacht
Keine Ahnung was das eine jetzt mit dem anderen zu tun hat aber Umgekehrt stelle ich mir bei solchen Aussagen halt die Frage hinstellt und erklärt wie wichtig es ist, dass die Eltern daheim sind und man bloß das Kind nicht weggeben darf aber gleichzeitig nimmt man keine (oder nur minimal) Elternzeit, arbeite Vollzeit und überlässt die anscheinend ja so schöne Zeit mit dem Kind komplett dem Partner.

Und wie du sagst, ja natürlich ist die Mutter am Anfang wichtig für's Stillen, aber die wichtigste Person für das Kind ist die, die verfügbar ist. Wenn man als Vater nicht für das Kind da ist, kann man auch nicht wichtig werden. Ich habe dadurch eine sehr Enge Bindung zu meinem Kind und es ist für mich z.b. schon seit Jahren kein Problem, dass ich alleine was mit ihr Unternehme ohne dass sie ständig nach Mama weint (und umgekehrt). Was ich so im Verwandtenkreis beobachte wo typischerweise nur die Frau daheim ist, da wird Diskutiert ob der Vater jetzt mit dem Dreijährigen mal schnell irgendwohin zu Besuch gehen kann oder ob das jetzt gleich riesen Stress gibt wenn Mama nicht da ist. Das hat jetzt aber auch nichts mit der Kita zu tun, sondern einfach wie man sich die Quality Time mit seinem Kind einteilt.
 
@Louisiana
Wir fallen jetzt genau in das Beispiel: Meine bessere Hälfte ist 3 Jahre mit dem Kleinen "zu Hause" und ich hatte in Summe 3 Monate Elternzeit. Ich möchte mich da trotzdem ein bisschen von deinen Aussagen distanzieren.
Die Frage ob Mutter oder Vater, ob Teilzeit oder nur einer Vollzeit, und ob die Grenze nun mindestens 3 Jahre sind oder was anderes ist viel zu individuell als das ich mir anmaßen würde da harte Aussagen zu treffen.
Beispiel wie gesagt wir: Ja, Mami ist klassisch Zuhause und Papa in Vollzeit arbeiten. Das allerdings seit Corona zu 90% im HomeOffice mit "offener Tür". Wir haben da so unseren Modus gefunden dass ich tagsüber auch viel am Leben meines Kleinen teilhaben kann. Klappt bei uns, kann anderswo schonwilder ganz anders aussehen oder gewollt sein.

Mir ging es da eher einmal darum dass ,MEINER Meinung, in den ersten Lebensjahren Freunde, Lernen, Spielzeug und was weiß ich in einer Einrichtung toll sind, aber Zeit mit den Eltern - und wenn es nur daheim mitpuzzeln ist - niemals ersetzen kann.
Und im weiteren war mein Punkt dass ich finde die heutigen Angebote der Einrichtungen haben oder sollten nicht im Ziel Eltern einfach ein bequemes "Elternsein" zu ermöglichen sodass sie sich weiterhin "uneingeschrenkt selbst entfalten" können. Wer ein Kind will und bekommt muss sich bewusst sein und damit leben dass man sich selbst einige Jahre zurück nehmen muss.
An der Stelle verurteil ich auch absolut niemanden der sagt er möchte das nicht und keine Kinder bekommt. Das darf jeder frei entscheiden und das ist auch richtig so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eventuell bin ich ein wenig rückständig in meiner Denkweise, aber für mich spielt die Mutter schon immer den wichtigeren Part in den ersten Lebensjahren des Kindes, als der Vater - der wird - meiner Meinung nach - dringend gebraucht, wenn die Kinder älter werden, und eine bestimmte Strenge notwendig ist.

Zwei Kinder sind schon groß, 21 und gleich 20, wohnen ausser Haus, der Nachzügler ist 10.
Er war immer das sanfteste und sensibelste Kind, aber nun fängt auch ein gewissen testen von Grenzen an.
Als Beispiel sagt ihm seine Mutter: "Geh jetzt bitte Zähne putzen und dich Bettfertig machen, morgen ist Schule", dann kommen nun schon erste Ansätze, das in Frage zu stellen.
"Wieso, ich möchte aber noch dieses und jenes machen, noch 10 Minuten bitte,..."
Meine Frau fängt dann an zu Diskutieren, und das ist eben in meinen Augen der größte Fehler - in diesem Alter.

Ich komme dann dazwischen, es gibt eine Ansage im ernsten Ton, "deine Mama ist die beste Mama auf der Welt, wenn sie dir sagt. Mach das, dann machst du das, ohne Diskussionen! "
Thema erledigt.
Meine Frau kann das leider so nicht.

@Louisiana
Auch wenn wir jetzt genau in das Beispiel fallen, meine bessere Hälfte ist 3 Jahre mit dem Kleinen "zu Hause", möchte ich mich da ein bisschen von deinen Aussagen distanzieren.
Die Frage ob Mutter oder Vater, ob Teilzeit oder nur einer Vollzeit, und ob die Grenze nun mindestens 3 Jahre sind oder was anderes ist viel zu individuell als das ich mir anmaßen würde da harte Aussagen zu treffen.

Anmaßen tue ich mir nichts, jeder darf und kann es machen wie er möchte, ich gebe nur meine persönliche Meinung zu dem Thema wieder.
Eventuell habe ich auch alles Mögliche falsch gemacht, aber bisher sind die beiden Großen prächtig entwickelt, keiner raucht, nimmt Drogen, hat Aluhut Gedanken oder sich zum besorgten Wutbürger entwickelt :d
 
Rückständig hin oder her.
Das ist wie du ja selbst sagst deine Erfahrung. Bei uns Zuhause gibt es da keinen "strengeren" Part, erst recht nicht weil Mann oder Frau. Wenn überhaupt ist da Mama die mit etwas mehr "Nachdruck" :whistle:

Die Mutter baut da vielleicht wegen des Stillens oder so schnelle und auch eine etwas andere Beziehung auf. Aber das finde ich betrifft vielleicht die ersten 8 Wochen. Ansonsten haben wir da nie einen Unterschied gemacht und ich hab heute auch nicht das Gefühl unser Sohnemann macht da einen.
 
Keine Ahnung was das eine jetzt mit dem anderen zu tun hat aber Umgekehrt stelle ich mir bei solchen Aussagen halt die Frage hinstellt und erklärt wie wichtig es ist, dass die Eltern daheim sind und man bloß das Kind nicht weggeben darf aber gleichzeitig nimmt man keine (oder nur minimal) Elternzeit, arbeite Vollzeit und überlässt die anscheinend ja so schöne Zeit mit dem Kind komplett dem Partner.
Ich begrüße es sogar, wenn der Vater seinen Teil der Elternzeit nimmt!
Wird zwar in den meisten Firmen, die ich kenne, immer noch belächelt, wäre mir aber egal.
Bei den beiden großen gab es diese Option noch nicht, beim kleinen wollte ich sehr gerne zu Hause bleiben, das wollte aber meine Frau nicht.

Und wie du sagst, ja natürlich ist die Mutter am Anfang wichtig für's Stillen, aber die wichtigste Person für das Kind ist die, die verfügbar ist. Wenn man als Vater nicht für das Kind da ist, kann man auch nicht wichtig werden. Ich habe dadurch eine sehr Enge Bindung zu meinem Kind und es ist für mich z.b. schon seit Jahren kein Problem, dass ich alleine was mit ihr Unternehme ohne dass sie ständig nach Mama weint (und umgekehrt).

Ist bei mir ebenso, aber gerade WEIL ich bedingt durch Arbeit und meine Einstellung zu dem ganzen nicht so viel Zeit mit dem Junior verbringe wie seine Mutter, bin ich sein absoluter Hero!
Wenn ich komme, sind alle anderen uninteressant :d

Für ihn ist es auch das größte, wenn ich mit ihm zb. alleine mal in den Mc Donalds fahre, oder in die Stadt zum shoppen.


Was ich so im Verwandtenkreis beobachte wo typischerweise nur die Frau daheim ist, da wird Diskutiert ob der Vater jetzt mit dem Dreijährigen mal schnell irgendwohin zu Besuch gehen kann oder ob das jetzt gleich riesen Stress gibt wenn Mama nicht da ist. Das hat jetzt aber auch nichts mit der Kita zu tun, sondern einfach wie man sich die Quality Time mit seinem Kind einteilt.

Ist meiner Meinung nach auch meist die Schuld der Eltern, weil eben keine klaren Ansagen gemacht werden.
Unser jüngster hat genau jetzt Training - er geht zum Taekwondo, das habe ich auch jahrelang betrieben, und es war sein Wunsch, das auch zu machen - hat schon Grün/Blau Gurt.
Gerade eben hat er wieder mit seiner Mutter diskutiert, dass er heute eigentlich keine Lust hat, und lieber daheim bleiben möchte.
Gibt es nicht! Umziehen, los geht es!
Danach frage ich ihn dann, wie es war, dann sagt er mir, dass es super war, und er froh ist, dass er da war.

Die meisten Eltern würden so ein Verhalten verurteilen, so nach dem Motto: Wenn er doch keine Lust hast, wie kannst du ihn zwingen?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das ist wie du ja selbst sagst deine Erfahrung. Bei uns Zuhause gibt es da keinen "strengeren" Part, erst recht nicht weil Mann oder Frau. Wenn überhaupt ist da Mama die mit etwas mehr "Nachdruck" :whistle:

Das kommt bei uns darauf an, worum es geht :d
Mama ist sehr streng - zu mir... - wenn ich den Junior in ihren Augen zu sehr verwöhne, oder als Beispiel mal was mit ihm zocke, was ihrer Meinung nach nicht für ihn geeignet ist.

Die Mutter baut da vielleicht wegen des Stillens oder so schnelle und auch eine etwas andere Beziehung auf. Aber das finde ich betrifft vielleicht die ersten 8 Wochen. Ansonsten haben wir da nie einen Unterschied gemacht und ich hab heute auch nicht das Gefühl unser Sohnemann macht da einen.

Ich konnte da leider nie über mich hinauswachsen.
Mein Part war ganz klar, die Familie zunächst mal versorgt zu wissen, das habe ich andernorts schon mal beschrieben, und ganz vieles war für mich immer "Mamasache".
Windelwechseln zb. oder trösten wenn das Kind nachts weint, wie schon erwähnt, bin ich da eher traditionell eingestellt.

Wo ich zb. den Part übernehme ist, wenn es halt bei den Frauen zu "überkorrekt" wird.
Dieser Tage kam der Junior mit nassen Schuhen bis zur Hose heim, es hat ihn jemand in eine Pfütze gestoßen.

Seine Mama hat dann ein riesen Fass aufgemacht, morgen musst du zu deinem Lehrer gehen, das melde, bla bla bla...
Das habe ich gleich unterbunden.
Da wird nichts gemeldet, für was auch, er hat nicht mal mitbekommen wer das war.
Beim nächsten mal pass besser auf, und wenn dich einer schubst, dann schubst du ihn doppelt zurück, Thema erledigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwei Kinder sind schon groß, 21 und gleich 20, wohnen ausser Haus, der Nachzügler ist 10.
Er war immer das sanfteste und sensibelste Kind, aber nun fängt auch ein gewissen testen von Grenzen an.
Als Beispiel sagt ihm seine Mutter: "Geh jetzt bitte Zähne putzen und dich Bettfertig machen, morgen ist Schule", dann kommen nun schon erste Ansätze, das in Frage zu stellen.
"Wieso, ich möchte aber noch dieses und jenes machen, noch 10 Minuten bitte,..."
Meine Frau fängt dann an zu Diskutieren, und das ist eben in meinen Augen der größte Fehler - in diesem Alter.

Ich denke gerade noch WTF? Meine Große ist 3 und gibt schon seit sie sprechen kann Widerworte in ihren Trotzphasen zu absolut jedem Thema und brüllt alles zusammen auch 30-60 Minuten lang um ihren Willen irgendwie durchzusetzen. Das ist ziemlich nervig sie dann schreien zu lassen - da hilft nur Ablenkung durch ein interessanteres Thema. Aber Widerworte kommen regelmäßig ab 15/16 Uhr, wenn die Müdigkeit einsetzt - Diskussion ist da eh sinnlos.

Aber interessant ist, dass sie schon aktiv anfängt zu lügen, um z.B. Süßigkeiten zu bekommen. Da kommt dann ein: "Mama hat gesagt, ich darf jetzt etwas Schokolade haben" - und die Mutter sitzt hinten dran und lacht mich an und schüttelt nur mit dem Kopf.
 
Ich denke gerade noch WTF? Meine Große ist 3 und gibt schon seit sie sprechen kann Widerworte in ihren Trotzphasen zu absolut jedem Thema und brüllt alles zusammen auch 30-60 Minuten lang um ihren Willen irgendwie durchzusetzen. Das ist ziemlich nervig sie dann schreien zu lassen - da hilft nur Ablenkung durch ein interessanteres Thema.

Bitte nicht falsch verstehen, wir tauschen uns ja nur aus :)
Finde ich so absolut nicht richtig, denn dadurch lernt das Kind nicht, mit seinen Gefühlen umzugehen.
Mädels neigen da aber eher zu dem von dir beschriebenen Verhalten als Jungs, wenn das bei uns so war, wurde sie aufs Zimmer geschickt, und durfte erst wieder rauskommen, wenn sie sich beruhigt hat.

Aber interessant ist, dass sie schon aktiv anfängt zu lügen, um z.B. Süßigkeiten zu bekommen. Da kommt dann ein: "Mama hat gesagt, ich darf jetzt etwas Schokolade haben" - und die Mutter sitzt hinten dran und lacht mich an und schüttelt nur mit dem Kopf.

Ok, auch da würde ich anders reagieren, aber lasse wir das lieber :d

Unser jüngster hat uns eigentlich bisher nur 2 mal belogen - hat die Switch mit ins Zimmer genommen, und dann heimlich unter der Bettdecke gezockt.
Da ist seine Mama ausgeflippt, ich habe allerdings die Wogen geglättet, und gesagt, dass sei normal, und wir müssen eben Abends schauen, dass die Switch draußen ist.

Ich habe ihm dann erklärt, dass es nicht ok ist, und er uns hintergangen hat, aber mehr Konsequenzen gab es nicht.

2 Wochen später hat er dasselbe wieder gemacht...
Da hat er gewartet, bis wir im Bett waren, und dann die Switch geholt - der Fuchs :d
Das Gespräch ist dann schon ein wenig anders ausgefallen, und ich habe ihm gesagt, dass wenn es nun zum dritten Mal passiert, ist die Switch erstmal weg - seit dem alles gut.
 
@Louisiana Ich gebe hier gerne mal meine ungefragte Meinung zu dem Thema :d Aber von den Beispielen du hier erklärst hört es sich für mich als Externer so an, als greifst du nur in die Erziehung ein, wenn deine Frau etwas macht was deiner Meinung nach falsch ist? Meine ist ja aber auch noch klein, keine Ahnung wie das läuft wenn sie 10 ist.
 
Aber von den Beispielen du hier erklärst hört es sich für mich als Externer so an, als greifst du nur in die Erziehung ein, wenn deine Frau etwas macht was deiner Meinung nach falsch ist? Meine ist ja aber auch noch klein, keine Ahnung wie das läuft wenn sie 10 ist.

Nein, so ist es nicht, schön, dass du es erwähnst :d

Ich "erziehe" eigentlich den ganzen Tag, immer dann, wenn es eben nötig ist.
Unser Kind ist absolut wohlerzogen, hält zb. die Tür auf, wenn wir die Hände voll haben, hilft selbstständig beim Ausladen von Einkäufen aus dem Auto, sagt immer Bitte und Danke, so wie "Wie bitte" wenn er etwas nicht verstanden hat, weiterhin wird anständig gegrüßt, wenn man wo hingeht, und sich ebenso anständig verabschiedet.
Da gilt es in ganz jungen Jahren schon den Grundstein zu legen, später wird nur noch daran erinnert, und irgendwann sitzt es.

Ich vermittele ihm zum Beispiel auch, dass er jeden mit Respekt behandeln soll, und insbesondere ältere Menschen - ich sage ihm aber auch ganz klar, dass er jeden nur solange mit Respekt behandeln soll, wie ihm auch Respekt entgegengebracht wird, und wenn einer in nicht respektiert, dann soll er ihn ebenso wenig respektieren.

Um es abzukürzen:
Ich lege eher Wert auf alte Traditionen, und halte nichts von dem ganzen neuen Gedöns.
Wenn meinem Bub einer auf die Backe haut, dann soll er ihm zwei zurückhauen, und nicht zum Lehrer gehen und heulen - sowas machen nur die zukünftigen Falschparkerapp-Benutzer im Luxx :fresse:
 
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