Mal so ne Frage in die Runde...
Mein Volvo steht seit dem 4.2. in der Werkstatt. Die komplette Geschichte muss ich hier gar nicht aufdröseln, aber kurz:
Der Chef, nennen wir ihn Peter, hat Anfang Februar meinen Zahnriemen plus den Nockenversteller Einlassseite tauschen wollen. Das hat - oh Wunder, oh Wunder - nicht geklappt, Timing stimmte nicht mehr. Seitdem steht das Ding bei Ihm und die Probleme häufen sich. Er hat einen "freien Mitarbeiter", nennen wir ihn Marcel.
Also, Peter = Chef, Marcel = Mitarbeiter.
Marcel hat sich dessen dann angenommen, weil Peter einfach zu verplant ist und damit einfach nichts auf die Reihe bekommen hat. Marcel ist mega engagiert (Bastelt bis spät Nachts an dem Auto, sucht sich alles an Unterlagen raus etc.) Also Marcel ist nen Guter, der kümmert sich und hält mich auf dem Stand. Problem ist, dass der Chef beim ersten Mal Schrauben nicht mit Drehmoment sondern mit Schlagschrauber reingewichst hat, so dass vieles von Marcel behoben werden musste. z.B. ein Gewinde des Motorlagers, welches komplett hinüber war. Aber auch die Spannrolle des Zahnriemens war nicht richtig eingebaut, sodass der Zahnriemen direkt aus der Spur gelaufen ist und Marcel einen komplett neuen Zahnriemensatz geordert hat. Und das zieht sich so durch.
Neuste News ist, dass sich der Motor jetzt auch nicht mehr von Hand drehen lässt, weil die Kurbelwelle (?) wohl durch irgendwas blockiert ist. Marcel kann sich das nicht erklären, weil der Fehler erst aufgetreten ist, nachdem er die Schrauben beider Nockenversteller (Ausslasseite ist inzwischen auch neu, weil der Chef übersehen hat, dass der auch undicht ist......... -.-) mit Drehmoment angezogen hat. Dabei natürlich immer das Werkzeug zum Blockieren drin gehabt. Montag will Marcel nen befreundeten Motorenbauer anrufen und ihn um Rat bitten. Peter ist immerhin auch bereit ansonsten ein Endoskop zu kaufen um in den Motor zu gucken ohne ihn komplett zerlegen zu müssen
Naja, das alles wäre ja noch vertretbar, wenn das Ding denn dann iiiiirgendwann mal wieder läuft. Heute war ich aber da und hab mir das Auto mal angeguckt. Merke: Der steht seit 11 Wochen dort und wird teilweise mehrmals täglich rein- und rausgeschoben.
- Kratzer auf der Motorhaube. Dort wurde irgendwas rübergezogen, man sieht noch deutlich mehr Schleifspuren. Ich vermute Druckluftschlauch
- Kratzer an der Stoßstange hinten (der Gelbe)
- Motorbrücke steht auf dem Kotflügel. Ergebnis siehe gif. (Hat der Chef so aufgebaut, soweit ich weiß, kommt nicht von Marcel)
- Die haben den mal rückwärts gegen ne Wand geschoben beim Rangieren, dabei ist die Plastikkappe der AHK gebrochen
Dass ich das alles nicht witzig finde dürfte ja klar sein. Wie würdet ihr damit umgehen? Solange der noch in der Werkstatt steht kann ich mich zumindest drauf verlassen, dass Marcel die Arbeit ordentlich macht, der ist wirklich SEHR bemüht, krasser Typ! Aber das Umfeld ist nur die Pest und man sieht ja, was da so abgeht.
Wenn ich den da jetzt wegschleppe und ihn zu Volvo oder zu einem Volvo-Spezialisten bringe zahle ich mit Sicherheit einige hundert Euro.
Keine Ahnung, ich hab immer gesagt, dass ich mich nicht drüber aufrege aber so langsam wird mir das zu bunt. In den sauren Apfel beißen, Auto wegholen und machen lassen?
Ich würd Marcel das eigentlich schon gern noch machen lassen, auch schon wegen der Kosten. Aber ich weiß nicht, ob das zu sehr durch die rosarote Brille betrachtet ist.