[Sammelthread] Automobile

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Mal ehrlich, die KfZ-Steuer ist als Kostenfaktor ein absoluter Witz. Ein Kumpel von mir fährt nen 740i aus 1997 und bezahlt dafür was um die 300€/Jahr, ich kenne niemanden, der mehr bezahlt. Im Vergleich zu anderen Kosten wie Sprit, Tanken, Wartung und Versicherung kann man das vergessen. Ein Polo 1.2 TSI mit 105PS kostet irgendwas um die 30€/Jahr. Mit der Ersparnis bezahle ich in den 10 steuerfreien Jahren vielleicht mein Ladekabel. Die ganze Geschichte ist wie Sonderrechte schon im Vorhinein auf Zeit ausgelegt, insofern erübrigt sich die Geschichte ohnehin.

Eine Stromsteuer haben wir im Rahmen der Ökosteuer schon längst, die höhere Belastung des Strompreises haben wir durch EEG-Umlage und Konsorten. Die Einnahmen in der Mineralölsteuer werden durch Behandlungskosten im Gesundheitssektor vermutlich mehr als aufgefressen.
Ich weiß ganz gut dass Autoversicherungen in Deutschland quasi nix kosten, in Österreich z.B bist du mit einem 740i in der niedrigsten Versicherungsstufe bei 142€ Steuern pro Monat. Mit einem Elektroauto zahlt man keine Motorsteuer, aber eben auch nur solange wie Elektroautos Nischenfahrzeuge für die gelangweilte Oberschichtenhausfrau als Drittauto statt dem 2 Tonnen SUV zum Bio Kartoffeln im 30km entfernten Bio Supermarkt holen sind.

Quasi Fahrzeuge die man eigentlich nicht braucht aber sich mal holen kann wenn man sonst nix mit seinem Geld anzufangen weiß. Außerdem folgt man dem Umweltzeitgeist was in gewissen Kreisen auch wieder Prestige gibt.

Bis dann wirklich mal die breite Masse an brauchbare Elektrofahrzeuge (die es meiner Meinung nach aktuell noch gar nicht gibt) kommt wird noch richtig an der Steuer und Abgabenschraube gedreht wird, als ob sich der Staat den Wegfall der Motor und Mineralölsteuer gefallen lässt...
 
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Die Strompreise an den Ladesäulen lassen die Anbieter sich doch auch fürstlich bezahlen. Da gibt's keine 25 Cent probieren kwh...

Zb innogy mit 5€ GG im Monat, 30 Cent pro kWh und 7€ pauschale Gebühr pro Ladevorgang :fresse:
 
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Guten Abend die Herren und Damen!

Meine Wenigkeit war vor mehreren Jahren hier ziemlich aktiv, hat sich aber schleichend verlaufen, lange Geschichte. Möchte mich wieder zurück melden :)
Wie ich sehe, sind anscheinend auch einige Kollegen von damals noch dabei, freut mich!


Nun ja, zurück on topic.
Bei den Preisen an (vielen) Ladesäulen kann man ja nur lachen, da kriegt man ja selbst daheim den Strom billiger zusammen... viele Leute glauben aber immer noch, dass E-Autos super günstig sind.
Ein guter Bekannter fährt mit Vollblut ein T Model S. Der reflektiert aber ganz ohne Illusion, dass der Betrieb ohne Gratisstrom (hat sein Auto "damals" gekauft) v.a. bei seinen Laufleistungen p.a. nicht so wirklich günstig wäre. Noch dazu ist Werkstatt ein Thema, denn das Auto ist wohl sehr anfällig, Reparaturen sehr langwierig und extrem teuer.
 
Vergleicht man nur die Stromkosten mit den Spritkosten, ist man mit dem Elektroauto billiger als in einem herkömmlichen Auto unterwegs. Fans und Lobbys schwärmen davon. Aber es gibt gleich mehrere Haken:

Auf 10 000 km kostet der Strom für ein Elektroauto nur ca. 300 € weniger als der Treibstoff für einen gleichwertigen konventionellen Wagen.
In der Vergangenheit waren die Kosten für den Kauf neuer Akkus, auf den Kilometer gerechnet, höher als die Kosten für den Strom zum Fahren. Damit war das Elektroauto auch im Betrieb teurer als ein herkömmliches Auto. Auch die modernen Lithium-Akkus haben eine begrenzte Haltbarkeit und dürfen laut den meisten Herstellern nicht mehr verwendet werden, wenn ihre Kapazität um 20–30% abgesunken ist.
An einer öffentlichen Stromtankstelle kostet das Laden zuweilen deutlich mehr. Der Preisvorteil des elektrischen Autofahrens ist dann schnell dahin. – Manche Elektroautofans nutzen gezielt immer kostenlose Lademöglichkeiten, von denen es derzeit noch viele gibt, weil sich für die geringe Kundenzahl keine Verrechnung lohnt.
Der zum Fahren benötigte Strom ist nur deswegen billiger als Sprit, weil er nicht so hoch besteuert wird. Sollten Elektroautos tatsächlich zum Massenphänomen werden, kann man sich leicht denken, was passieren wird.
Für schnellere Ladestationen zuhause werden (in Österreich) wahrscheinlich die Netzkosten steigen (nach Einfühung von intelligenten Stromzählern).

Sollte ein Marder in das Hochvoltkabel beißen, kann der Austausch mehrere tausend Euro kosten – zehnmal so viel wie bei einem konventionellen Auto.
Da kommt man tatsächlich auf den Gedanken die ganze Geschichte mit der E-Mobilität wäre eine riesen Bauernfängerei. :D Aber bitte, wems gefällt.
 
Da kommt man tatsächlich auf den Gedanken die ganze Geschichte mit der E-Mobilität wäre eine riesen Bauernfängerei. :D Aber bitte, wems gefällt.
Das kannst du doch so nicht sagen. Ist doch bestimmt net politisch motiviert, um irgendwelche imaginären, falsch gemessenen, Werte einzuhalten? Super sauber und so verstehst die Kiste
 
Die Frage ist auch ob soviele Autos auf den Straßen echt nötig sind. Im Gegensatz zu den Einwohnerzahlen Deutschlands steigt die Zahl der uuvelaseenen Fahrzeuge stetig.. In den letzten 10 Jahren etwa 10% mehr Fahrzeuge insgesamt. Einwohner stagnieren so um die 82 Mio seit Jahren..

Kann doch nicht nur daran liegen, dass die Bevölkerung immer älter wird?! Jeder Hansfranz hat ein Auto. Bei uns in der Straße stehen Autos rum, die parken immer 2-3 Wochen an einer stelle und stehen dann woanders.. wieder für Wochen. Die Straßen werden auch immer voller..

Wenn wir Autos reduzieren, kann man relativ umso mehr über emobilität machen.
 
Das ist ein vielschichtiges Phänomen, unter anderem natürlich liegt es daran dass nicht jeder in Ballungszentren mit guter ÖPNV Verbindung lebt. Da schließe ich mich auch nicht aus, mit Auto habe ich ca. 40 Minuten Fahrzeit pro Tag, mit öffentlichen Verkehrsmitteln wären es 3 Stunden. Und das obwohl ich in einer 60.000 Einwohner Stadt lebe, am Land fährt teilweise zweimal am Tag ein Bus, morgens und spätnachmittags.

Was auch eine große Rolle spielt sind die Stadtflüchtlinge die sich im Grünen ein Haus bauen und in der Stadt arbeiten, das sind die berüchtigten Blechlawinen die einen morgens/abends in den Wahnsinn treiben können. Oft geht es für einen Landbewohner aber gar nicht mehr anders da die Jobs in den Dörfern auch kaum noch vorhanden sind. Da hängt dann auch wieder ein riesiger Rattenschwanz dran -> warum gibts den Dorfschmied nicht mehr, den Dorftischler oder die kleinen Tante Emma Läden etc...

Es muss ja jeder für sich selbst letztlich entscheiden aber solange ich in einem Stahlwerk mein Geld verdiene, Schiffe mit Schweröl herumfahren und "meine" Regierung Atomstrom importiert bin ich kleiner Mann mit dem 1,9 TDI sicher nicht der Vernichter des Weltklimas.
 
Ich muss dazu sagen, ich bewege mich im Ruhrgebiet. Da fahren überall Busse und Bahnen, der ÖPNV ist dichter als sonstwo. Trotzdem sind die Straßen voll.

Ich sehe es an Kollegen ja direkt.. Statt die Bahn zu nehmen fahren die mit dem Auto zu Zielen die sogar direkt an der Bahn liegen, Stationen nicht weiter als das geparkte Auto, und die Bahn wäre sogar schneller (und günstiger allemal)
 
dann reduziert man mit Fahrverboten in gewissen strassen (der direkteste weg ist dann auf einmal gesperrt), Bus exklusiven Spuren, Fahrradstrasen etc. künstlich die Kapazität.

Aber Fahrgemeinschaften fördern fänd ich halt mal inovativ. gibt automatisch weniger Autos -->flüssigerer Verkehr & Umweltfreundlicher. aber halt. dann wird ja nur noch für ein Auto bezahlt und nicht zwei Autos oder zwei bahnkarten. dann gibt's weniger Steuereinnahmen...
 
@hwk der war gut, der ÖPNV der BOGESTRA ist ja noch ok aber hier in Essen und Mülheim die Ruhrbahn ist eine Katastrophe. Unter der Woche um 4 die ersten Busse und U Bahnen und um 23:30 fährt z.B. die letzte U Bahn in meine Richtung, danach bis 1:30 Nachtexpress Busse. Top ÖPNV für eine 600000 Einwohner Stadt. Am Wochenende das selbe Trauerspiel nur mit späteren Betriebsbeginn. Die Zeiten sind auch der Grund, weswegen ich nur Spät- und Nachtdienste mache. Morgens um 3 zum Hbf zu laufen, habe ich keine Lust zu, da ist man schon KO bevor man gearbeitet hat.
 
Was ist daran so schlimm, dass sie nachts nicht wirklich fahren? Wäre halt noch weniger rentabel als es nicht eh schon ist.
 
Es gibt auch Leute, die nachts irgendwie zur Arbeit müssen. Wenn ich Frühschichten machen würde, müsste ich zwischen 2 und 4 Uhr anfangen, sprich wie aktuell entweder laufen oder halt das Auto nehmen. Leute die Samstags morgens um 7 Uhr anfangen müssen zu arbeiten, sind hier in Essen/Mülheim gezwungen das Auto zu nehmen. Am Wochenende weg gehen, wird je nach Stadtteil schwer, da die Nächte press Linien nur stündlich fahren und von besoffenen überfüllt sind (ein Traum so ein Bus), Stadtteile die an die S Bahn angeschlossen sind, haben da mehr Glück, da die am Wochenende durchgehend fährt und unter der Woche auch länger bedient wird als der städtische ÖPNV.
Dazu noch die Preise, die der VRR aufruft, ich zahle für mein Ticket 1000 A2 knappe 70€ im Monat und darf damit nur innerhalb Essens fahren, wenn ich nach Mülheim wollte, müsste ich theoretisch ein zusatzticket für 3,50 kaufen. Das reguläre Ticket nach MH kostet 2,60€. Ich bin mit meinem Abellio Arbeitsvertrag zum VRR gegangen, als ich das Abo abgeschlossen habe. Obwohl wir für die fahren, gibt es keinerlei Vergünstigung. Der VRS (Köln, Siegerland) gibt da sofort Rabatte.
 
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seid ihr doof?

klar wäre das ziel "weniger autos" besser fürs klima und die gesundheit der stadtbewohner als alle grenzwerte, öko-prämien und elektroautos zusammen.
aber "weniger" passt ganz ganz schlecht zu "wachstum".

die wirtschaft und die arbeitsplätze und so.
dass man jetzt unter dem banner von gesundheit und umwelt ein obsoleszenz schaffen kann kommt da gerade recht.
 
So ist das halt wenn man keine Ahnung von Modellbezeichnungen hat :)

35i ist die Baureihe :)

Danke. Ich habe von VW in der Tat keine Ahnung. Mich interessieren die Kisten überhaupt nicht. Ich mochte die schon vor dem Abgasbetrug nicht.

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Das kannst du doch so nicht sagen. Ist doch bestimmt net politisch motiviert, um irgendwelche imaginären, falsch gemessenen, Werte einzuhalten? Super sauber und so verstehst die Kiste

Es ist sicher politisch motiviert, dass mehr Autos gekauft werden. Welche auch immer.

Ich muss dazu sagen, ich bewege mich im Ruhrgebiet. Da fahren überall Busse und Bahnen, der ÖPNV ist dichter als sonstwo. Trotzdem sind die Straßen voll.

Ich sehe es an Kollegen ja direkt.. Statt die Bahn zu nehmen fahren die mit dem Auto zu Zielen die sogar direkt an der Bahn liegen, Stationen nicht weiter als das geparkte Auto, und die Bahn wäre sogar schneller (und günstiger allemal)

Wie kommst du auf die Idee, dass Bahnfahren billiger ist?
 
TheFrozen hat es doch nett aufgeklärt.
Ich bin ja eher ein BMW Freund und da steht "35i" für etwas anderes. Ich finde es da genauso blöd, dass ein 35i keine 3,5 Liter und der 40i keine 4 Liter hat.
Die Kisten gehen alle immer mehr in die Prollrichtung.

Es gibt ja mittlerweile schon den 2er Active Tourer als 216i in der "M Sport" Variante.
Ein Auto, von dem es nie einen M gab. Und dazu mit diesem Minimotor.
Absolut lächerlich bzw. traurig.
 
die geilsten sind dann die, die sich noch das M Emblem hinten drauf klatschen
 
Ferrari F40
Porsche 917K
BMW E61 M5 Touring
McLaren P1
Ferrari 250 GT SWB Competizione

Aston Martin V12 Vanquish (der alte, nicht der neue) in dunkelgrau oder in einem dunklen silber mit dunkler Alcantarainnenausstattung. Die liegen aktuell bei so +-90.000€ auf mobile.de. Aber die meisten haben leider eine abgedrehte Farbkombination der Innenausstattung, wie man es von Aston Martin gar nicht erwartet hätte. War wohl immer Sonderwunsch bzw. alles individuell nach Kunde/Bestellung damals, wenn ich mir das so anschaue...
 
@timo

Bahn ist immer billiger. Man kann sich natürlich in die Tasche lügen und nur Sprit rechnen..

@Side

auch wenn die Ruhrbahn ihre probleme hat. Mit dem Auto kommste zu den Hauptzeiten auch nicht quer durch essen.. Das muss man auch berücksichtigen. alleine durch die Lücke der A52 fährt ja alles über die 224 und durchs Zentrum.
 
Wenn einem Zeit nix wert ist, mag das stimmen....
Aber eine Fahrgemeinschaft finde ich sinnvoller und am Ende ist diese vermutlich dann günstiger
 
Ich könnte auch eine Fahrgemeinschaft nutzen, mache ich aber nicht, weil ich mir dann komplett meine Gleitzeit-Flexibilität versauen würde.
Bequemlichkeit? Ja!
 
Sicher, kommt auch auf die Arbeitszeiten sowie Anzahl Mitarbeiter an.

Dennoch ist mir meine Zeit zu wertvoll als mit den ÖV zu fahren. Dauert doppelt so lange, ich muss 3x umsteigen und der mist fällt oft aus (und ja, ich musste 6 Monate damit fahren, das hat mir gereicht...)

@inso, stimmt. Man macht sich abhängig. Wobei ich sagen muss, bei mir passt es. Will ich viel eher gehen, fahre ich einfach extra. Entscheide ich spontan 30min eher zu gehen, klappt das i.d.R. schon :)
 
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die geilsten sind dann die, die sich noch das M Emblem hinten drauf klatschen


:D



@timo

Bahn ist immer billiger. Man kann sich natürlich in die Tasche lügen und nur Sprit rechnen..

Ich gebe dir mal ein Beispiel:
Von mir in die Innenstadt sind es 2 km. Ich kann da kostenlos parken.
Es ist egal, ob ich mit dem Auto oder dem Bus fahre, KFZ-Steuer und Versicherung ändert sich dadurch nicht.


Der Bus kostet (für 2 Leute) hin und zurück 10,40 €.

Für 4 km.
 
Oder die Freiheit zu haben, wenn ich keinen Bock mehr habe, einfach Feierabend zu machen, egal wie viel Uhr es gerade ist :fresse:
 
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