[Sammelthread] Automobile

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@John
Gewagte Aussage zu den PSA Motoren.
Wahrscheinlich irgend wo aufgeschnappt und schön fleißig nachplappern.....
 
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Das könnte genau das untere Ende vom Kolbenhemd sein, das da im OT an die Wandung gedrückt wird.
Die Kolbenringe sind in OT natürlich viel höher zu finden.

Shaqiii, wenn dich das interessiert, dann ist ein Katalog von Mahle der Schäden rund um den Motor aufweist vielleicht noch interessant:
mediacockpit | mediaepaper

Anstonsten hatte Geforce doch den Mahle Schadenkatalog verlinkt. Gut möglich das der Schaden dort verzeichnet ist ;)
 
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Genau das hab ich mich auch gestern gefragt und konnte mir keinen Reim drauf machen... :(

@M3 Phil

kannst du was dazu sagen ?

Ich kenne das vom M40/42/43 so nicht. Meistens sehen die Zylinder auch bei um die 200.000 Kilometer noch gut aus. Wobei das auf die Toleranzen bezogen nichts sagt und die Zylinder natürlich trotzdem verschlissen sein können. Dies muss man messen. Ich meine jediglich das Honbild. Das Honbild ist meist noch so gut, dass man nicht einmal nachhonen muss. Ich habe den gleichen Block hier stehen der 500.000 Kilometer gelaufen hat, noch nicht neu gebohrt gehont oder nur nachgehont wurde und die blanken Stellen nicht einmal im Ansatz aufweist.

Was sagt ihr zu den Bildern von den Pleuellagern? :fresse: Die Pleuellager kamen vor 40.000 Kilometern neu rein und sehen jetzt so aus?
Ich würde den jetzt komplett zerlegen, wenn nicht ohnehin schon gemacht und prüfen. Wenn du den Motor sowieso nur noch zwei Jahre fahren möchtest, vielleicht sogar einen anderen gebrauchten M43 einbauen, mit neuen Lagern. Kosten ja nichts mehr.

Wenn dieser neu aufgebaut werden soll, würde ich es auch so günstig wie möglich realisieren. Da ja nur zwei Jahre angepeilt sind.

Den Zylinderkopf kann man gegebenfalls etwas planen, wenn die Fläche vorne am Kettenkasten vom Kühlwasser angefressen ist. Hier muss man an den oberen Steuerdeckel denken. Der muss dann nämlich mitgeplant werden.
Die Rollenschlepphebel kannst du dir ja anschauen. Die Hydros würde ich drin lassen, wenn sie dir noch nicht zu laut waren.
Die Ventile kann man neu schleifen. Die Auslassventilführungen neu machen. Obwohl das wieder fast zu viel ist. Wenn das Thema zwei Jahre aber nicht ganz sicher ist, würde ich beides machen. Ventilschaftdichtungen neu ist klar. Kosten nichts und sind in der Regel eh ausgehärtet.
Die Steuerkette kann man auf Längung prüfen. Wenn du das nicht kannst, dann solltest du sie eher erneuern. Die alten haben meist eine ungleichmäßige Längung. Mit der neuen läuft es dann auch ruhiger. Die Kettenräder muss man normalerweise bei der Laufleistung auch noch nicht erneuern. Es stimmt zwar dass die Zähne immer spitzer werden, aber wenn man einmal genau hinschaut, dann weiß man auch dass die Zähne an der Spitze auch bei neuen Rädern nicht an der Kette anliegen bzw. laufen. Die Führungs und Spannschiene würde ich neu machen. Gleiches Thema wie bei der Kette.
Wenn die Spannschiene an der Kontaktstelle zum Kettenspanner verschlissen ist sowie an der Lauffläche, bietet eine neue Schiene auch weniger Kettengeräusche. Auch weil die Beschichtung der alten Schiene natürlich ausgehärtet ist und die neue wieder weicher ist. Die Schiene unten am Kurbelwellenritzel nicht. Außer sie ist angeschlagen und es droht was abzubrechen. Aber das ist sogut wie nie der Fall. Denn diese untere führt die Kette nicht sondern ist eher eine Art Schutz für ein Überspringen, was faktisch aber sowieso nicht funktioniert. :fresse:

Die Ölpumpe würde ich mir nun auch genau ansehen. Der Deckel, das Gehäuse sowie der Rotor. Haben die Riefen?
Die muss man wegpolieren, planen oder wenn nicht mehr zu retten auch tauschen. Normalerweise reicht da aber nachpolieren. Ich weiß nicht, ob das Öldruckregelventil bei dem M43 aus Metall oder Kunststoff war, oder es beide Varianten gab. Bei dem M42 wurde das Metallventil später durch eines aus Kunststoff ersetzt das nicht zum klemmen neigte.
Kann man ersetzen.

Den Block könntest du mit der Klobürste selber nachhonen. Neue Kolbenringe für weniger Ölverbrauch. Davor die Ringnuten im Kolben schön säubern. Die Pleuellager natürlich neu. Die Hauptlager würde ich mir nach den Bildern ansehen.
Die Ölspritzdüsen würde ich drin lassen bei der Laufleistung und wieder wegen dem Thema 2 Jahre.
Wenn die mal "kaputt" gehen, stehen die immer offen und der Motor verliert anderswo Öldruck. Allerdings ist das z.B. bei einer kaputten Düse (von den 4) noch kein Problem. Die Ölspritzdüsen sind bei einer Drehzahl mit Öldruck die man beim Fahren hat auch offen und diesen Öldruck bei Öffnung hat der Motor auch im Leerlauf. Nur bei heißem Motoröl plus Leerlauf würde also der Öldruck im System etwas sinken, wenn ein oder zwei Düsen dauer offen stehen. Also halb so wild.
 
Nach mehreren Jahren als (immer noch) Service Berater bei Peugeot erlaube ich mir solche Aussagen.

Haste sonst noch was dummes, das du los werden willst wenn du eh gerade bei bist?


Gruß JM
Die 205ps und 272 ps Variante des1.6er Motors hat auch dasselbe Problem wie die schwächeren Versionen, oder?
 
Ja. Kette und Spanner, Kolbenkippen und HD Pumpen genau der gleiche Mist. Einzig die Ventile verkoken seltener, weil die Motore mehr Dampf kriegen vom Fahrer (zumindest war bei uns im Haus die Reinigung noch nicht nötig).


Gruß JM
 
Hm ich hab den Motor im Mini JCW. Aktuell 93k km. Kann man das als leihe irgendwie erkenne ohne den ganzen Motor zu zerlegen?
 
Wenn du bis jetzt kein Rucken, erhöhten Ölverbrauch und dazu regelmäßig MIL an, dann gibt es keinen Grund sich Sorgen zu machen ;)


Gruß JM
 
Definiere erhöhten Ölverbrauch und rucken. Meiner braucht so etwa 1l auf 1000km.

1 Liter auf 1000 Kilometer finde ich zu hoch. Außer es handelt sich zum Beispiel um einen alten Hochdrehzahlsauger, der schon ein paar Kilometer runter hat und entsprechend bewegt wird.
Bei 1 Liter auf 1000 Kilometern ist man je nachdem wie oft man fährt ja nur am Nachkippen, da würde ich den Motor schon aufmachen, weil es mich nerven würde.

Edit: Auf den Hinweis dass Bedienungsanleitungen 1 Liter auf 1000 Kilometer als normal bzw. noch okay angeben, würde ich gar nichts geben.
 
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Laut BMW bei diesem Motor normal.

Laut BMW war das schon vor über 30 Jahren bei ihren Motoren normal bzw. stand so in der Anleitung.
Wenn der Motor soviel schluckt bei normaler Fahrweise ist schon etwas verschlissen, die KGE nicht ordnung oder was auch immer. "Normal" ist das nicht. Mit so einer Angabe kann man sich natürlich auch wunderbar gegen die Kunden schützen und sich dahinter verstecken.
 
Die Frage ist immer, ob der Liter wirklich gemessen wurde oder dir so vorkommt. Habe schon viele Kunden gehabt die mit solch einer Angabe kamen, wir haben Verbrauchsmessung gestartet, dabei kam raus es sind “nur“ 0.4 Liter auf 1000km und dann war plötzlich auf einmal sogar der Verbrauch weg bis zur nächsten Inspektion. (Keine Neuwagen, falls jetzt jemand sagt einlaufen)

1 Liter ist definitiv zu hoch!


Gruß JM
 
Aktuell wird gerade die Unterdruck Pumpe getauscht weil wohl undicht und Öl dadurch in den Bremskraftverstärker gedrückt wurde. Dieser wird auch gleich mit getauscht. Kette und Spanner würde ebenfalls vor 5k km neu gemacht und vor kurzem noch die Vanos.
 
Klar sagen die Hersteller das ist normal.sonst dürften sie alle paarTage Motoren tauschen.

M3 hats ja schon gsagt :) dummes Handy
 
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@JM
Wo arbeitest du? Meine Werkstatt kann das angeblich nicht messen. Ist meine Schätzung wobei man dazu sagen muss das er Ölstab vom Mini extrem mies abzulesen ist.
 
@JM
Wo arbeitest du? Meine Werkstatt kann das angeblich nicht messen. Ist meine Schätzung wobei man dazu sagen muss das er Ölstab vom Mini extrem mies abzulesen ist.
Ich arbeite nur in nem Peugeot Autohaus. Die “Ölverbrauchsmessungl ist auch nur ein Schätzeisen. Ich bin jetzt unterwegs, aber ich kann dir nachher mal die Anleitung dafür zukommen lassen (darfst halt nur nicht großartig verbreiten, weil “Interna“ :lol:)


Gruß JM
 
@JM

Lass mich raten:
Ölstand auf Maximum, Laufleistung notieren, dann den Kunden fahren lassen, dann wieder auf Max. auffüllen und die Differenz in der Kanne messen :fresse:
 
Nee, wird zwischendurch noch auf der küchenwage abgewogen, der professionalität wegen, um ausdehnunsunterschiede umgehen zu können, und weil es mehr arbeit ist die man in rechnung stellen kann :p
 

Hoi, danke an alle für die Meinungen/Tipps. Sehe es auch teils als Lernobjekt an, daher ruhig was dazu schreiben (an mastergamer) :wink:

Hier noch mal einen kleinen Schwung an Bildern:

Auslassventil:


Brennraum:


Einlassventil:


Kipphebel:


Kolben (in dem Fall der 4.):


Bilder von dem oberen und dem mittleren Kolbenring:


Bilder vom Zylinderkopf ohne Nockenwelle:

Der Motor war meines Wissens nach bisher noch nicht offen, außer vor ca. 40.000km von uns als wir Glyco STD Pleuellager verbaut haben.

Es ist halt ehrlich gesagt so, dass ich bisher keine Probleme mit dem Motor hatte bezüglich Leistung oder so. Klar wäre ein 6 Zylinder schöner, aber auch teurer im Unterhalt.
Wäre halt ein Nice-to-have.

Daher wäre es auch nicht verkehrt wenn er 5 Jahre oder mehr halten würde :shot:

Insgesamt wundert es mich wie viele Ablagerungen überall sind. Die Kolben hatten zum Beispiel oben drauf stellenweiße 1 bis 1,5mm Ablagerungen drauf!
Die Ventile waren auch sehr stark verdreckt, Kolbenringe seitlich (zum Zylinder hin) sogar auch.

Neuteile habe ich aktuell schon hier:
- Ventilschaftdichtungen
- Hydros
- Götze Kolbenringe für STD Maß
- Kolbenschmidt Pleuellager für STD Maß
- Alle möglichen Dichtungen (klar)
- Lambda-Regelsonde
- Sonstigen Kleinkram für Getriebe, Schaltung und so (...läppert sich ganz schön alles, bisher hats 1100€ alles gekostet :| )


Nun ist mir aber unklar wie diese Auswaschungen in den Zylindern und dieses Pitting bei den Pleuellager entstehen können und ob dies schon so stark ist das es sinnvoller wäre einem Motorbauer mal einen Besuch abzustatten.
Da wäre dann die Frage welche Teile er sich anschauen soll und überhaupt zu welchem ich gehen könnte...
 
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@JM

Lass mich raten:
Ölstand auf Maximum, Laufleistung notieren, dann den Kunden fahren lassen, dann wieder auf Max. auffüllen und die Differenz in der Kanne messen :fresse:
So ähnlich :D

Glaube zehn Minuten austropfen lassen, dann mit definierte Menge befüllen, 1000km fahren lassen und wieder austropfen lassen - diese mal aber auffangen und gucken wie viel raus kommt :shot: Also, ja! Du hast fast recht ;)


Gruß JM
 
Nun ist mir aber unklar wie diese Auswaschungen in den Zylindern und dieses Pitting bei den Pleuellager entstehen können

Das Pitting sieht nach unzureichendem Schmierfilm im Pleuellager aus. Pitting passiert meist, wenn zwei Oberflächen halb Gleiten und halb Reiben. Also sogenannte Mischreibung.
Eigentlich sollte das dank des Ölfilms nicht vorkommen. Das Gleiche in der Bohrung: Auch dort erhöht sich der Verschleiß wenn der Schmierfilm nicht perfekt ist.

Wird der Wagen gerne untertourig und dabei mit viel Last gefahren?
 
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