Yargen
Enthusiast
Herzlich Willkommen zu meinem Lesertest für das Antec Flux M. Ich habe in den letzten Wochen meinen Kellerrechner von einem völlig überdimensionierten BeQuiet Gehäuse in ein Tischfreundliches Antec Flux M umgezogen und getestet.
Verbaut wurde folgende Hardware:
Besonders positiv ist die Platzierung des Netzteils. Anders als bei klassischen ATX-Layouts sitzt es nicht unten im Heck, sondern im vorderen oberen Drittel des Gehäuses. Das wirkt zunächst ungewohnt. In der Praxis sorgt diese Position jedoch für eine klare Trennung der Luftströme. Das Netzteil ist unterhalb des Lüftermeshs vom Deckel verborgen, hier kann auch nach dem Öffnen einer Schraube darauf zugegriffen werden, beispielsweise um den Ein/Aus-Schalter zu betätigen oder das Verlängerungskabel zu kontrollieren.
Das Gehäuse besitzt ein integriertes Verlängerungskabel. Dieses wird intern mit dem Netzteil verbunden und führt die Stromaufnahme sauber nach außen. Das wirkt konstruktiv durchdacht und erspart Bastellösungen.
Das MSI MPG A850GS ließ sich ohne Platzprobleme montieren. Auch das Kabelmanagement gestaltete sich erfreulich unkompliziert. Es stehen ausreichend Durchführungen und Raum hinter dem Mainboard-Tray zur Verfügung. Selbst mit vollständig gesleevten Kabeln blieb das Seitenteil spannungsfrei schließbar.
Der 360-mm-Radiator der MSI MAG CoreLiquid A15 360 passte ebenfalls ohne Modifikationen. Das ist in dieser Größenklasse keine Selbstverständlichkeit: Gerade bei kompakten Micro-ATX-Gehäusen sind 360-mm-AIOs oft mit Einschränkungen verbunden. Hier funktionierte die Montage sauber und spannungsfrei.
Thermisch zeigte sich das System stabil. Der AMD Ryzen 7 5700X und die 5060 Ti blieben auch unter Last im grünen Bereich. Die Kombination aus großem Radiator und zusätzlicher Gehäusebelüftung funktioniert.
Akustisch merkt man jedoch die Preisklasse. Die drei LED-Lüfter sind im Betrieb hörbar. Es handelt sich nicht um ein unangenehmes Rattern, aber um ein deutlich wahrnehmbares Laufgeräusch. Wer ein besonders leises System plant, sollte mittelfristig über einen Lüftertausch nachdenken. Ich werde wohl die Bodenlüfter gegen drei LianLi Lüfter tauschen, die sind zwar auch nicht auf Silent ausgelegt, aber zwei habe ich noch, und die Optik ist einfach klasse.
Die Wandstärke des Stahls könnte höher sein. Besonders beim Abnehmen der Seitenteile merkt man eine gewisse Flexibilität. Es wirkt nicht instabil, aber eben nicht massiv. Man merkt, dass die Entwickler sich dieser Problematik bewusst waren, beispielsweise ist unterhalb des Netzteils ein Verstärkungsblech angebracht. Aufgefallen ist mir hier, dass es leichten Rost entwickelt hat, das hatte ich bisher auch noch nicht. Aber ist nur Flugrost, war auch nur an einer Stelle.
Ein Lüfterhub ist nicht verbaut, alle Lüfter sind mit Daisy-Chain aneinander gekoppelt, was sehr viele Kabel an einem Baum bedeutet. Bei mir musste ich einen zweiten 5V Anschluss verwenden, da sonst die Lüfter nicht beleuchtet wurden oder nicht gedreht haben. Das sind Details, alles kein Drama, es gibt halt auch Limitierungen, wie günstig/teuer man dann innerhalb eines Preisbereichs arbeiten kann.
Am stärksten fiel mir die Front auf. Sie ist sehr plastiklastig. Optisch wirkt sie modern, haptisch jedoch klar budgetorientiert. In diesem Bereich merkt man, dass das Gehäuse im unteren Preissegment angesiedelt ist, insbesondere beim Einbau der Hardware wirkt es einfach deutlich anders als andere Plastikarten die ich erlebt hate.
Das bedeutet nicht, dass es schlecht verarbeitet ist. Es bedeutet, dass man keine Premium-Anmutung erwarten darf. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt dennoch fair.
Man spürt an mehreren Stellen, dass es ein Budget-Produkt ist: Die Materialstärke und die Frontgestaltung zeigen das deutlich. Die Lüfter sind funktional, aber nicht lautstärkeoptimiert. 140mm Lüfter passen gar nicht in das Gehäuse, also nicht nur vom Platz her nicht, sondern auch von den Bohrungen passen nur 120mm Lüfter.
Gleichzeitig bietet das Gehäuse Features, die in dieser Klasse nicht selbstverständlich sind. Ein 360-mm-Radiator passt ohne Probleme. Das Netzteil-Layout ist intelligent umgesetzt. Das Kabelmanagement funktioniert reibungslos.
Unter dem Strich ist das Flux M ein empfehlenswertes Micro-ATX-Gehäuse mit kleinen Schwächen, aber einem überzeugenden Gesamtpaket. Wer maximale Wertigkeit erwartet, wird hier nicht fündig. Wer jedoch ein funktionales, gut belüftetes und preislich attraktives Case sucht, bekommt sehr viel Gegenwert für sein Geld.
Bilder kommen noch, ich kann sie nur beim Mac nicht hochladen
Verbaut wurde folgende Hardware:
- CPU: AMD Ryzen 7 5700X
- CPU-Kühlung: MSI MAG CoreLiquid A15 360
- Mainboard: ASRock Fatal1ty B450 Gaming-ITX
- Grafikkarte: Zotac Geforce RTX 5060 Ti
- Netzteil: MSI MPG A850GS
- Arbeitsspeicher: 32 GB DDR4
Einbau – überraschend unkompliziert
Der Zusammenbau verlief insgesamt problemlos (wenn man davon absieht dass "überraschenderweise" mein 1600W Netzteil nicht den passenden Anschluss hatte).Besonders positiv ist die Platzierung des Netzteils. Anders als bei klassischen ATX-Layouts sitzt es nicht unten im Heck, sondern im vorderen oberen Drittel des Gehäuses. Das wirkt zunächst ungewohnt. In der Praxis sorgt diese Position jedoch für eine klare Trennung der Luftströme. Das Netzteil ist unterhalb des Lüftermeshs vom Deckel verborgen, hier kann auch nach dem Öffnen einer Schraube darauf zugegriffen werden, beispielsweise um den Ein/Aus-Schalter zu betätigen oder das Verlängerungskabel zu kontrollieren.
Das Gehäuse besitzt ein integriertes Verlängerungskabel. Dieses wird intern mit dem Netzteil verbunden und führt die Stromaufnahme sauber nach außen. Das wirkt konstruktiv durchdacht und erspart Bastellösungen.
Das MSI MPG A850GS ließ sich ohne Platzprobleme montieren. Auch das Kabelmanagement gestaltete sich erfreulich unkompliziert. Es stehen ausreichend Durchführungen und Raum hinter dem Mainboard-Tray zur Verfügung. Selbst mit vollständig gesleevten Kabeln blieb das Seitenteil spannungsfrei schließbar.
Der 360-mm-Radiator der MSI MAG CoreLiquid A15 360 passte ebenfalls ohne Modifikationen. Das ist in dieser Größenklasse keine Selbstverständlichkeit: Gerade bei kompakten Micro-ATX-Gehäusen sind 360-mm-AIOs oft mit Einschränkungen verbunden. Hier funktionierte die Montage sauber und spannungsfrei.
Kühlkonzept und Lüfterbestückung
Ab Werk sind sechs Lüfter verbaut:- Drei LED-Lüfter, zwei davon in der Front, einer an der Rückseite. Damit entsteht ein guter Luftstrom, der noch zusätzlich von den drei Lüftern im Boden unterstützt wird.
- Drei unbeleuchtete Lüfter im Bodenbereich
Thermisch zeigte sich das System stabil. Der AMD Ryzen 7 5700X und die 5060 Ti blieben auch unter Last im grünen Bereich. Die Kombination aus großem Radiator und zusätzlicher Gehäusebelüftung funktioniert.
Akustisch merkt man jedoch die Preisklasse. Die drei LED-Lüfter sind im Betrieb hörbar. Es handelt sich nicht um ein unangenehmes Rattern, aber um ein deutlich wahrnehmbares Laufgeräusch. Wer ein besonders leises System plant, sollte mittelfristig über einen Lüftertausch nachdenken. Ich werde wohl die Bodenlüfter gegen drei LianLi Lüfter tauschen, die sind zwar auch nicht auf Silent ausgelegt, aber zwei habe ich noch, und die Optik ist einfach klasse.
Materialqualität und Verarbeitung
Bei Materialqualität und Verarbeitung wird der Preisbereich am deutlichsten Sichtbar:Die Wandstärke des Stahls könnte höher sein. Besonders beim Abnehmen der Seitenteile merkt man eine gewisse Flexibilität. Es wirkt nicht instabil, aber eben nicht massiv. Man merkt, dass die Entwickler sich dieser Problematik bewusst waren, beispielsweise ist unterhalb des Netzteils ein Verstärkungsblech angebracht. Aufgefallen ist mir hier, dass es leichten Rost entwickelt hat, das hatte ich bisher auch noch nicht. Aber ist nur Flugrost, war auch nur an einer Stelle.
Ein Lüfterhub ist nicht verbaut, alle Lüfter sind mit Daisy-Chain aneinander gekoppelt, was sehr viele Kabel an einem Baum bedeutet. Bei mir musste ich einen zweiten 5V Anschluss verwenden, da sonst die Lüfter nicht beleuchtet wurden oder nicht gedreht haben. Das sind Details, alles kein Drama, es gibt halt auch Limitierungen, wie günstig/teuer man dann innerhalb eines Preisbereichs arbeiten kann.
Am stärksten fiel mir die Front auf. Sie ist sehr plastiklastig. Optisch wirkt sie modern, haptisch jedoch klar budgetorientiert. In diesem Bereich merkt man, dass das Gehäuse im unteren Preissegment angesiedelt ist, insbesondere beim Einbau der Hardware wirkt es einfach deutlich anders als andere Plastikarten die ich erlebt hate.
Das bedeutet nicht, dass es schlecht verarbeitet ist. Es bedeutet, dass man keine Premium-Anmutung erwarten darf. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt dennoch fair.
Layout – Konzept mit eigenem Charakter
Die ungewöhnliche Netzteilposition verändert die innere Architektur deutlich. Dadurch dass der Luftstrom von unten direkt nach Oben geleitet werden kann und auch kein Netzteilblock hinten ist, profitiert der Aufbau deutlich von der Netzteilpositionierung. So entsteht auch ein eigenständiges Konzept, das seine eigenen Schwerpunkte setzt, nahezu schon vergleichbar mit deutlich größeren Aquariengehäusen oder Doppelkammergehäusen.Fazit:
Das Antec Flux M liefert viel Ausstattung für seine Preisklasse und ist für kleinere Rechner auf jeden Fall ausreichend.Man spürt an mehreren Stellen, dass es ein Budget-Produkt ist: Die Materialstärke und die Frontgestaltung zeigen das deutlich. Die Lüfter sind funktional, aber nicht lautstärkeoptimiert. 140mm Lüfter passen gar nicht in das Gehäuse, also nicht nur vom Platz her nicht, sondern auch von den Bohrungen passen nur 120mm Lüfter.
Gleichzeitig bietet das Gehäuse Features, die in dieser Klasse nicht selbstverständlich sind. Ein 360-mm-Radiator passt ohne Probleme. Das Netzteil-Layout ist intelligent umgesetzt. Das Kabelmanagement funktioniert reibungslos.
Unter dem Strich ist das Flux M ein empfehlenswertes Micro-ATX-Gehäuse mit kleinen Schwächen, aber einem überzeugenden Gesamtpaket. Wer maximale Wertigkeit erwartet, wird hier nicht fündig. Wer jedoch ein funktionales, gut belüftetes und preislich attraktives Case sucht, bekommt sehr viel Gegenwert für sein Geld.
Bilder kommen noch, ich kann sie nur beim Mac nicht hochladen
