ZFS Backup/Restore mit S3 im Lan/Internet
Aktuell sind ZFS-Replikation und rsync mit einem ZFS-Snapshot als Quelle die klassischen Methoden für ZFS-Backup und -Wiederherstellung. Die wichtigste Alternative für mich ist neben einer lokalen Replikation zunehmend S3-Objektspeicher mit S3-basierten Backup-Tools wie restic weil.
- Die Zugriffsperformance ist bei 10 TB und 10 PB Speicher nahezu identisch
- jede Datei ist über eine authentifizierte HTTPS-URL erreichbar.
- Ein S3-Server kann im einfachen Einzelknoten-/Einzelplatten-Modus für normales Backup und Wiederherstellung betrieben werden.
- oder als Cluster im x-Servernode-/y-Platten-Modus. Ab vier Servern bietet ein solcher Cluster Hochverfügbarkeit
— vereinfacht betrachtet ähnlich einem RAID über Server: vier Knoten wie RAID-Z1, fünf wie Z2, sechs wie Z3.
Mit einem Load Balancer bleibt der Cluster unter der ursprünglichen IP erreichbar wenn ein Knoten ausfällt;
ohne Load Balancer kann ein anderer Knoten über seine eigene IP angesprochen werden.
- Darüber hinaus unterstützen S3-Server Site-Replikation
— im Wesentlichen wie ein asynchrones Mirror-Setup zweier S3-Server.
S3-Objektspeicher stammt ursprünglich von Amazon AWS. Da die S3-API gut dokumentiert ist, hat sie sich als Standard für Cloud-basiertes Backup und Restore etabliert
— nicht nur bei Amazon, sondern auch bei vielen Cloud- und ISP-Anbietern zu günstigen Konditionen. Viele davon nutzten in der Vergangenheit das S3-kompatible MinIO, ebenso wie viele NAS-Systeme. MinIO als OpenSource-S3-Server ist jedoch keine Option mehr, daher wird eine Alternative benötigt.
Die vielversprechendste Alternative ist RustFS, als direkter 1:1-Ersatz für MinIO konzipiert. Der aktuelle Stand ist eine 1.0.0-Beta für erste Tests; eine stabile Version ist für Sommer 2026 angekündigt, aber noch nicht abschließend bestätigt. RustFS basiert auf Rust und kann daher auf nahezu jedem Betriebssystem gebaut werden. Vorgefertigte Binaries für Linux, macOS und Windows sind unter
https://github.com/rustfs/rustfs/releases verfügbar.
Auf anderen Systemen muss RustFS selbst gebaut werden, was aufgrund einiger Abhängigkeiten aufwendig sein kann. Bei Problemen empfiehlt sich die Hilfe einer KI (ich habe Claude verwendet). Zum Bau von RustFS auf OmniOS — inklusive eines dokumentierten Shell-Scripts — siehe
https://illumos.topicbox.com/groups/omnios-discuss/T3f99b32a3a89273b/rustfs-s3-object-storageserver
ps
wer noch Solaris hat kann zumindest restic nutzen (ältere Version als Binary, neuere muss man selber bauen)
Changelog for restic 0.17.2 (2024-10-27) The following sections list the changes in restic 0.17.2 relevant to restic users. The changes are ordered by importance. Summary Fix #4004: Support contai...
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