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Moin moin und Hallo bei einem weiteren meiner User-Reviews!
Bilder folgen morgen
Getestet wurden innerhalb dieses Reviews ein QNAP TS-473A mit zwei Seagate IronWolf 4TB Festplatten, welche mir von Hardwareluxx zur Verfügung gestellt worden sind. Der Test soll aber ungefiltert meine Meinungen zu den Produkten spiegeln, als hätte ich sie mir zum Marktwert als Upgrade zur Bestandslösung selbst gekauft.
Zusätzliche Hardware, die im Lesertest Anwendung findet, wurde von mir beigesteuert. Dazu gehören eine M.2 SSD, eine Coral M.2 TPU, eine Nvidia A400 4GB und ein Set aus 2x 8GB DDR4 SoDimm. Damit soll gezeigt werden, ob ein nicht mehr ganz frisch auf den Markt geworfenes NAS mit Vollausstattung allen Anforderungen gerecht werden kann.
Der Test soll vor allem zeigen, ob eine digitale Souveränität für eine drei Generationen umfassende Familie erreicht werden kann. Dabei sollen sowohl der initiale Zeit- und Kostenaufwand, aber auch die dauerhaft notwendige Zeit für „Maintenance“ von Server und Clients betrachtet werden.
Kann ich für die nicht technikaffinen Familienmitglieder problemlos Automatisierungen einrichten, um Fotos und Dokumente von PCs, Handys und Tablets zu sichern?
Wer wird alles meckern, weil es „nicht so schnell“ oder „nicht so einfach“ wie iCloud, Google Photos oder OneDrive ist?
Welche Funktionen kann ich vielleicht sogar (über VPN-Zugang) im Browser zur Verfügung stellen?
Die Beantwortung all dieser Fragen ist mit Sicherheit nicht im Rahmen eines Lesertests zu bewerkstelligen. Dennoch schwirren sie mir auch aufgrund aktueller politischer Entwicklungen bezüglich fremdverwalteter Cloud-Lösungen im Kopf. Ich versuche daher gelegentlich Updates zu verschiedenen Funktionen zu geben.
Bis dahin ist hier aber schon der grundsätzliche Lesertest zum QNAP TS-473A und den zwei Seagate IronWolf 4TB:
Inhaltsverzeichnis
Vorstellung und Lieferumfang der Testhardware
NAS
Beim NAS handelt es sich um das Modell TS-473A der Marke QNAP. Es stellt mit vier Festplattenschächten im 3,5“-Format, zwei M.2 PCIe Schnittstellen ein solides Paket im NAS-Segment dar. Über zwei PCIe-Slots und die zwei DDR4-SoDimm-Slots kann das NAS um weitere Schnittstellen und Arbeitsspeicher erweitert werden. Von Haus aus sind für den Zugang zum Netzwerk zwei 2,5Gbit RJ-45 Anschlüsse vorhanden.
Ansonsten hebt sich das NAS vor allem durch die x86 Plattform mit dem AMD Prozessor von günstigeren Geräten hervor. Dies ermöglicht unter anderem auch die Virtualisierung verschiedener (älterer) Betriebssysteme.
Das NAS wird mit einer anständigen Polsterung innerhalb eines braunen Kartons mit „Retail-Aufkleber“ versendet. Innerhalb befindet sich das NAS selbst mit bereits verbauten Laufwerksschlitten. Zum Einbau von Festplatten liegen dazugehörige Schrauben bei. Hier werden verschiedene für 2,5“ und 3,5“ Laufwerke mitgeliefert. Zusätzlich liegen Schlüssel mit bei, um die Laufwerksschächte abzuschließen und gegen unbefugtes Entwernen zu sichern. Weiter unten im Karton befinden sich die obligatorischen Beipackzettel zum Thema Inbetriebnahme und Garantie. Sie sind leicht verständlich und weisen gut darauf hin, was wie zu erledigen ist. Zu guter Letzt befinden sich ein LAN-Kabel sowie das passende Kaltgerätekabel in der Verpackung. Alles zum Betrieb liegt demnach dabei.
Nachfolgend das genaue Datenblatt für die getestete Variante mit 8GB RAM laut Hersteller:
Festplatten
Bei den beiden Festplatten handelt es sich um zwei baugleiche Exemplare von Typ Ironwolf ST4000VN006 des Herstellers Seagate. Hergestellt wurden sie laut Aufkleber am 08.04.2025 mit dem Firmwarestand SC60.
Die Festplatten kamen bei mir in einer einfachen antistatischen Hülle. Eine mögliche Retailverpackung kann ich daher nicht bewerten.
Und auch hier das genaue Datenblatt für die getestete Variante mit 4TB laut Hersteller:
Vorstellung der Testumgebung und zusätzlicher Hardware
Zusammengefasst erfolgt mein Lesertest mit verschiedenen Ausbaustufen der QNAP TS-473A mit 2x 4TB Seagate Ironwolf HDD innerhalb eines 2,5Gbit Netzwerkes. Die genauen Daten findet Ihr im folgenden.
Netzwerkumgebung
AVM Fritz!Box 5590 als Router und WLAN-Access-Point.
2,5GBit 5-Port Switch
RAM
2x 8GB Crucial DDR4 SoDIMM 2400Mhz
TPU
GOOGLE CORAL CORAL M.2 ACCELERATOR B+M KEY
GPU
Nvidia Quadro RTX A400 4GB
Clients
iPhone 13 Pro (WLAN)
ASUS Zephyrs G14 2022 (WLAN)
QNAP TS-251D (LAN)
Inbetriebnahme
Verarbeitungsqualität
Die Verarbeitungsqualität der Festplatten lässt sich relativ einfach beschreiben: Sie fühlen sich wertig an und sehen es auch aus. Viel mehr wüsste ich dort auch gar nicht zu beschreiben. Die SATA-Anschlüsse sind naturgemäß das fragilste Element. Das ist aber auch das Einzige wirklich „auffällige“ Merkmal.
Beim QNAP TS-473A kann ich von der äußeren Verarbeitungsqualität ebenso kaum Negatives berichten.
Im Inneren ist der Aufbau des NAS eher als „pragmatisch“ anzusehen. Halteösen für Kabelbinder, gespleißte Kabel oder gar einen lackierten Innenraum sucht man beim Einbau von PCIe-Karten vergebens. Dafür glänzt das NAS mit kleinen Spaltmaßen und wenig Anfälligkeit, bei Festplattenvibrationen zu knarzen oder mit zu schwingen.
Vibrationen von Festplatten dringen aber leider bis nach außen durch, sodass an das Kunststoffgehäuse angrenzende (Holz-)Teile als Resonanzkörper wirken. Ein kleiner Luftspalt neben dem NAS und eine kleine dämpfende Unterlage vermindern das. Ansonsten sind die Laufwerkseinschübe stabil und hochwertig ausgeführt.
Zusammenbau
Der Zusammenbau der standardmäßigen Komponenten gestaltet sich sehr einfach:
Die Montage der Festplatten erfolgt jeweils in einem der an der Front des NAS befindlichen Laufwerksschlitten. Die Entnahme der Laufwerksschlitten kann durch koordiniertes Hebeldrücken und Herausziehen einhändig erfolgen. Dann folgt das optional schraubenlose Einsetzen der Festplatte in den Schlitten.
Bei Einschieben des gefüllten Laufwerksschlittens merkt man einen kleinen Widerstand gegen Ende, wenn die SATA-Anschlüsse ineinandergreifen.
Damit ist der Einbau von Festplatten auch schon erledigt.
Um hingegen an andere Schnittstellen im NAS zu kommen, muss das Mantelgehäuse entfernt werden. Dazu müssen auf der Rückseite des NAS die Schrauben gelöst und der Mantel über den Schiebemechanismus geöffnet werden. Auf der einen Seite werden sofort die beiden M.2-Anschlüsse und die beiden DDR4-SoDIMM-Steckplätze freigelegt. Beides kann werkzeugfrei bestückt und geleert werden.
Auch die zwei Lüfter (1x hinter den Festplatten, 1x hinter CPU+SSD+RAM) können hier eingesehen und ggf. getauscht werden.
Der Einbau einer PCIe-Erweiterungskarte gestaltet sich hingegen nicht so problemlos: Um die Karte in Position zu bringen, muss das Netzteil einmal von seinem Platz fortbewegt werden. Das ist aber zum Glück nur wenige Schrauben auf der Rückseite später erledigt.
Das Schwerste an dem restlichen Aufbau ist dann auch schon das Montieren des Mantelgehäuses sowie das Finden einer Netzwerk- und einer Steckdose. Ach ja, und natürlich das Bedienen des Power-Buttons.
Erster Start und Einrichtung
Die Festplatten sind eingebaut. Strom-Kabel angeschlossen. LAN-Kabel an einem der Beiden 2,5Gbit-Ports angeschlossen. der Es folgt das Einschalten. Nach dem Hochfahren muss nun kurz im Router die zugewiesene IP auslesen und in den Browser am PC eingegeben werden. Alternativ kann auch der „QFinder“ installiert werden, um QNAP Geräte im Netzwerk zu finden.
Ist die Verbindung aufgebaut, wird auch schon der Einrichtungsassistent vorgeschlagen. Dieser geleitet Schritt für Schritt durch die Konfiguration, selbst wenn vor dem ersten Start noch das Einbauen der Festplatten vergessen wurde.
Bei der TS-473A steht auch die Wahl des Betriebssystems. Das neue ZFS-basierte „QTS-Hero“ oder das altehrwürdige „QTS“. Ich habe testweise beides eingerichtet, bleibe für den Großteil des Lesertests aber beim „QTS“.
Bei der nächsten Anmeldung erscheint dann der Startbildschirm, an dem sich der „Admin“, sowie alle anderen Benutzer anmelden können. Die Startseite eines jeden Benutzers ist dann wie ein Desktop mit Apps auf dem Startbildschirm aufgebaut. Nach der Aktualisierung der Firmware und allen Apps können tiefgreifendere Einstellungen getroffen werden oder zusätzliche Apps heruntergeladen werden.
Anschließend folgt die Einrichtung der einzelnen Datenträger.
Die zwei Festplatten können in verschiedenen RAID Modi (z.B. einzeln, spiegeln, addieren) konfiguriert werden. Ich habe mich hier im Rahmen des Lesertests für das Spiegeln der beiden eigenbauten Festplatten entschieden, um einen gewissen Ausfallschutz zu erhalten.
Auf dem so aus Datenträgern erstelltem Speicherpool lassen sich dann Volumes erzeugen, die prinzipiell Partitionen darstellen. Auch hier gibt es verschiedene Ansätze. Beispielhaft vier Fälle:
Im Rahmen des Lesertests habe ich einfach nur ein statisches Volume auf dem RAID-Speicherpool erstellt. Unter Zuhilfenahme einer oder mehrerer SSDs bestünden mehrere Möglichkeiten zur Optimierung:
Alltagsnutzung
Leistung der Festplatten direkt am PC
Um die Festplatte einzeln bewerten zu können, habe ich sie mittels Sata-zu-USB-3.0-Adapter direkt am PC getestet.
Leistung des NAS im Netzwerk
Asus G14 (WLAN)
Nas-to-Nas (2,5Gbit)
Stromverbrauch
Der Gesamtaufbau würde über ein Steckdosenmessgerät überwacht. Die einzelnen Werte sind in der nachfolgenden Tabelle eingetragen.
QNAP TS-473A inkl. 2x 4TB Seagate Ironwolf, 1x M.2 SSD Crucial P5 4TB, 1x Coral M.2 Edge TPU, 1x Nvidia Quadro A400 4GB, 2x8GB RAM
Messmittel: Logilight EM0001
Besondere Nutzungsfälle
Neben den Daten aus der Alltagsnutzung möchte ich hier ein paar Anwendungsfälle zu den Möglichkeiten aufzeigen, die ich bereits erfolgreich an einem QNAP NAS in Betrieb genommen habe.
Ansonsten könnte man ja auch bei einer USB-Festplatte an der Fritz!Box bleiben, sofern die Übertragungsrate reicht.
Fernzugriff
Der Fernzugriff lässt sich über den Hauseigenen QNAP-Service einrichten, der eine Dynamische DNS Adresse enthält. Nach der Einrichtung erhält man eine „eigeneadresse.qnap.com“, unter welcher man auch außerhalb des Heimnetzes per Browser auf den Webserver des NAS zugreifen kann. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich die entsprechende Portweiterleitung im eigenen Router.
Der Zugriff via der iOS-App „QFile“, welche ein einfacher Dateibrowser, aber auch Medienplayer ist, erfolgt zunächst im lokalen Netzwerk. Ab dann ist auch der Zugriff ohne direkte Verbindung möglich. Ebenso funktioniert auch der „QManager“ per iPhone zur Überwachung der Vitalfunktionen des QNAPs.
Automatischer Foto-Upload und Zugriff auf die Fotomediathek
Zur Synchronisierung der Fotos von mobilen Geräten gibt es mehrere Möglichkeiten direkt von QNAP. Zum einen wäre da die Qfile App, die einen Datei-Explorer ähnlich zu der Einbindung Onedrive ermöglicht. Innerhalb der App kann die Synchronisierung der Foto-Mediathek im Hintergrund erfolgen. Dabei können viele Einstellungen, wie das hochzuladende Foto-Format (Jpeg, HEIC, Live-Bild) oder ob ein Miniaturbild erzeug werden soll. Als Trigger sind Uhrzeiten, „Nur beim Laden“ oder „Nur im WLAN“ setzbar.
Die gleiche Upload Funktion Findet sich auch in der App QMagie wieder. Diese App ist allerdings mehr auf Fotos und deren Betrachtung zugeschnitten. Dank Lokaler Bilderkennung kann hier auch - ähnlich wie bei iCloud - nach der entsprechenden Indexierung der Bilder nach Text, Ort und Personen gesucht werden.
Der Zugriff auf die Bilder erfolgt der Einfachheit ebenfalls in den beiden Apps. Die TS-473A reagiert hier wesentlich flotter, als meine alte TS-251D, die schon mit scrollen durch Ordner und dem Laden der Miniaturbilder überfordert war.
Am PC oder Mac kann der Zugriff einfach über SMB oder innerhalb der Qsync App erfolgen, die genauso wie iCloud Drive oder Onedrive in den Explorer eingebunden werden kann.
Lokale Bild- und Textverarbeitung
In der QMagie App schon angesprochen, lassen sich auf dem NAS die gespeicherten Fotos über die Bilderkennung klassifizieren und durchsuchen. Die erstmalige Klassifizierung dauert dabei vor allem bei einer großen Sammlung merklich, lässt sich aber durch eine TPU merklich beschleunigen.
Das Durchsuchen der Bilder erfolgt dann auf dem NAS in QSirch oder QMagie oder in der mobilen QMagie App. Die Suchgeschwindigkeit reicht zwar nicht an die lokale Suche innerhalb der Fotomediathek auf einem iPhone heran, erfüllt aber ihren Zweck. Grade die Texterkennung in der QSirch App erweist sich als sehr zuverlässig und möchte ich nicht mehr missen.
Auch den Vorteil von Corel Edge TPU möchte ich in diesem Kapitel unterbringen, da die anfängliche Indexierung der entscheidende Indikator für deren Leistungsfähigkeit ist. Dafür habe ich einen Ordner mit Bildern auf das ansonsten leere NAS kopiert und die Aufgaben manuell gestartet.[/B][/SIZE][/SIZE][/SIZE][/SIZE][/SIZE]
Zugegeben: Die Ergebnisse sind von der zeitlichen Ersparnis nicht berauschend. Allerdings lag die CPU-Auslastung bei Nutzung der NPU nur bei 2-45%, anstatt fast dauerhaft an den 100% zu kratzen. Der Rest des Systems blieb daher weitgehend flüssig benutzbar, anstatt am Anschlag zu laufen. Daher werde ich die TPU auch eingebaut lassen oder bei Gelegenheit leistungsstärkere Versionen ausprobieren.
Lokale Transkodierung von Videos
Der Vorteil einer eingebauten GPU ist die Hardwarebeschleunigte Transkodierung von Filmen.
Zum Test habe ich einen einzelnen Film in mehreren Auflösungen transkodieren lassen und die Gesamtzeit als Indikator hinzugezogen.
Auch hier lag die CPU-Auslastung bei Nutzung der GPU nur bei 15%, anstatt fast dauerhaft an den 100% zu kratzen. Der Rest des Systems blieb wieder flüssig benutzbar. Eine GPU für die QNAP-Software ist daher für Medien definitiv sinnvoll. Es muss allerdings nicht die beste und neuste sein. Die Rohleistung kann leider (noch) nicht für andere Funktionen, wie die Bilderkennung genutzt werden. Da hätte ich mir tatsächlich schon eine tiefere Integration und Nutzbarkeit gewünscht. Die einzige Möglichkeit bestünde darin, die GPU an eine VM oder einen Docker-Container durchzuleiten und dort entsprechende Workloads zu erstellen.
Ausfall einer Festplatte
„Was passiert bei einem Ausfall einer Festplatte mit meinen Daten?“ Die Frage muss man sich stellen, wenn man mit einem eigenen NAS im Vergleich zu Cloud-Lösungen plötzlich wieder selbst komplett für die Datensicherheit zuständig ist. Aus dem Grund habe ich einen Totalausfall simuliert, indem ich im laufenden Betrieb eine der beiden in Raid 1 gespiegelten Festplatten entfernt habe. Das Ergebnis war natürlich eine sofortige Fehlermeldung.
Einen Rebuild habe ich dann erzwungen, indem ich die Festplatte vor Einbau einmal an einem anderen Rechner formatiert habe. Anschließend konnte ich mit der dann wieder eingebauten Festplatte das Volume allerdings wiederherstellen. Das hat halt nur einen Moment gedauert.
Von Daher bin ich mit der Einfachheit bei einem Festplattendefekt tatsächlich sehr zufrieden.
Container- und VM-Station
Zum Thema der Virtualisierung über Container oder Virtuelle Maschinen kann ich nur sagen, dass es einfacher kaum geht.
Die Einrichtung einer virtuellen Maschine ist komplett selbsterklärend. Das reicht von der Zuweisung der Hardwrae-Ressourcen und der Festplatte bis hin zur digital verfügbaren Treiber-CD für vitalisierte Windows Rechner. Auch angeschlossene USB oder PCIe Geräte lassen sich einer VM oder einem Container Zuweisen.
Apropos Container: Auch dort in´st die Einrichtung selbsterklärend. Zunächst wird über die Suche das gewünschte Docker-Image gefunden oder von PC ans NAS geladen.
Ein paar Einstellungen bezüglich des Netzwerkes und schon kann das Image gestartet werden.
Bezüglich PiHole hat das sofort funktioniert. Seit meinen letzten Berührungspunkten mit der Container Station sind auch automatische Parameter über „Docker compose“ ermöglicht. Die Einstellungen müssen nicht mehr händisch in der Benutzeroberfläche eingegeben werden.
Vom Netzwerk aus lassen sich sowohl Container als auch virtuelle Maschinen je nach Konfiguration ansprechen. Die Zuteilung einer eigenen IP oder eines Ports in den Modi „Bridge“ oder „Nat“ stehen anschaulich in der Oberfläche für den virtuellen Switch zur Verfügung.
Alles in allem ist die Virtualisierung eine gute Umsetzung in der Software zugekommen.
NAS to NAS Sicherung
Das NAS an sich hat natürlich wieder mehrere Optionen für automatische Backups. Zusammengefasst werden sie in der App „Hybrid Backup Sync 3“. Ich habe mich hier im Nachgang tatsächlich mit dem Thema einer automatischer Sicherung befasst, nachdem ich bisher einfach monatlich manuelle eine USB-Festplatte angeschlossen habe. Natürlich hat das nicht immer monatlich stattgefunden… Daher habe ich jetzt die alte TS-251D als Rsync-Server aufgesetzt. Einmal die Woche fährt das alte NAS automatisch hoch. Etwa 30min später startet das TS-473A dann eine Replikation und sobald diese zu Ende ist, bekomme ich eine Erfolgsnachricht über die Manager APP und das TS-251D fährt wieder runter. Somit entfällt die manuelle und einzige nicht zeitlich zuverlässige Komponente am Backup Prozess. Das Einrichten hat keine 15 min gedauert, wobei die Freigabe innerhalb der Firewall des alten NAS, dass nur die IP das neuen NAS den RSync Server ansprechen darf noch am längsten gedauert hat. Ich bin mit der Lösung und dem UI dazu jedenfalls sehr gut zurecht gekommen.
Fazit
Eigene Meinung
Meine eigene Meinung zu einem NAS ist relativ eindeutig: Cloud-Dienste sind anwendungsfreundlicher, weil die Administration von anderer Seite erfolgt. Allerdings ist das auch ein bedenklicher Punkt, da von anderer Seite ebenfalls Zugriff auf die Daten bestehen kann. Ein eigener Server scheint hier meiner Meinung nach die bessere Wahl. Die Zusammenstellung eines eigenen Servers erfordert Recherche über Hardware, Zusammenbau sowie Auswahl und Konfiguration der Software. Der Kauf eines NAS eines renommierten Herstellers, wie QNAP, erleichtert mehrere dieser Punkte. Vieles ist softwareseitig vorkonfiguriert und an Hardware muss auch kaum ausgewählt werden.
Das QNAP TS-473A meistert meiner Meinung nach die Aufgabe der Datenverwaltung im privaten Haushalt mit Bravour. Zusätzlich stehen viele Erweiterungsmöglichkeiten bereit, sei es durch die PCIe oder die M.2 Schnittstellen. Der 4-Kern Lyzeen bietet Reserven, um lokale Medienverwaltung und Bilderkennung zu ermöglichen. Der Einsatz einer dedizierten GPU oder TPU entlastet aber merklich das System. Von der Nutzung der potenten Nvidia GPU direkt im QNAP Betriebssystem bin ich bisher enttäuscht, da sie nur für die Medienkodierung verwendet wird, nicht für die Bilderkennung. Da hoffe ich auf Besserung.
Ansonsten bleibe ich überzeugt vom QNAP Ökosystem, auch weil ich mich da mittlerweile reingefuchst habe.
Preis/Leistungsverhältnis zum aktuellen Markt
Der aktuelle Hardware-Markt ist im Jahr 2026 mitunter als schwierig einzuordnen. In Zeiten, in denen Handhel-PCs für 3000€ vorgestellt und für Arbeitsspeicher ein Kredit aufgenommen werden muss, mag der Blick in den Preisvergleich für ein QNAP TS-473A mit 8GB für „nur“ 985€ verlockend sein. Allerdings möchte ich zu bedenken geben, dass das Gerät schon seit 2021 auf dem Markt ist und dort nur 850€ gekostet hat. Gepaart mit dem Festplatten und kleineren Upgrades bei RAM und GPU wächst die Investition weiter. Das ist ehrlicherweise für einen „PC“ mit einem kleinen alten 4-Kern Ryzen zu viel Geld und privat nicht zu empfehlen. Zugegeben macht der Umgang mit dem NAS wesentlich mehr Freude, als es der kleine 2-Kern-Intel-Celeron in meinem alten NAS ermöglicht. Falls das Gerät professionell eingesetzt werden soll, ergeben sich klare Beschleunigungen in Workflows. Die Integration und Nutzung der QNAP Software (QFile, Qsync, QSirch, kostenlose DynDNS-Adresse) trägt dazu auch ihren Beitrag. Ebenso die einfache Konfiguration und das „Es funktioniert einfach“-Gefühl lassen sich auch andere Firmen gut bezahlen.
Ich würde solch ein Setup grundsätzlich dem technikaffinen Familienangehörigen oder einem kleinen Unternehmen weiterempfehlen, hoffe aber auf ein überfälliges Hardware-Upgrade in dem Preis- und Anwendungssegment.
Bilder folgen morgen

Getestet wurden innerhalb dieses Reviews ein QNAP TS-473A mit zwei Seagate IronWolf 4TB Festplatten, welche mir von Hardwareluxx zur Verfügung gestellt worden sind. Der Test soll aber ungefiltert meine Meinungen zu den Produkten spiegeln, als hätte ich sie mir zum Marktwert als Upgrade zur Bestandslösung selbst gekauft.
Zusätzliche Hardware, die im Lesertest Anwendung findet, wurde von mir beigesteuert. Dazu gehören eine M.2 SSD, eine Coral M.2 TPU, eine Nvidia A400 4GB und ein Set aus 2x 8GB DDR4 SoDimm. Damit soll gezeigt werden, ob ein nicht mehr ganz frisch auf den Markt geworfenes NAS mit Vollausstattung allen Anforderungen gerecht werden kann.
Der Test soll vor allem zeigen, ob eine digitale Souveränität für eine drei Generationen umfassende Familie erreicht werden kann. Dabei sollen sowohl der initiale Zeit- und Kostenaufwand, aber auch die dauerhaft notwendige Zeit für „Maintenance“ von Server und Clients betrachtet werden.
Kann ich für die nicht technikaffinen Familienmitglieder problemlos Automatisierungen einrichten, um Fotos und Dokumente von PCs, Handys und Tablets zu sichern?
Wer wird alles meckern, weil es „nicht so schnell“ oder „nicht so einfach“ wie iCloud, Google Photos oder OneDrive ist?
Welche Funktionen kann ich vielleicht sogar (über VPN-Zugang) im Browser zur Verfügung stellen?
Die Beantwortung all dieser Fragen ist mit Sicherheit nicht im Rahmen eines Lesertests zu bewerkstelligen. Dennoch schwirren sie mir auch aufgrund aktueller politischer Entwicklungen bezüglich fremdverwalteter Cloud-Lösungen im Kopf. Ich versuche daher gelegentlich Updates zu verschiedenen Funktionen zu geben.
Bis dahin ist hier aber schon der grundsätzliche Lesertest zum QNAP TS-473A und den zwei Seagate IronWolf 4TB:
Inhaltsverzeichnis
- Vorstellung und Lieferumfang der bereitgestellten Testhardware
- NAS
- Festplatten
- Vorstellung der Testumgebung und zusätzlicher Hardware
- Netzwerkumgebung
- Coral Edge TPU
- GPU
- Clients
- Inbetriebnahme
- Verarbeitungsqualität
- Zusammenbau
- Wartung / Aufrüstbarkeit
- Erster Start und Einrichtung
- Alltagsnutzung
- Leistung im Netzwerk
- Stromverbrauch
- Besondere Nutzungsfälle
- Nutzen und Sinn einer TPU
- Nutzen und Sinn einer GPU
- Container- und VM-Station
- Festplattenausfall
- NAS to NAS Sicherung
- Fazit
- Eigene Meinung
- Preis/Leistungsverhältnis zum aktuellen Markt
Vorstellung und Lieferumfang der Testhardware
NAS
Beim NAS handelt es sich um das Modell TS-473A der Marke QNAP. Es stellt mit vier Festplattenschächten im 3,5“-Format, zwei M.2 PCIe Schnittstellen ein solides Paket im NAS-Segment dar. Über zwei PCIe-Slots und die zwei DDR4-SoDimm-Slots kann das NAS um weitere Schnittstellen und Arbeitsspeicher erweitert werden. Von Haus aus sind für den Zugang zum Netzwerk zwei 2,5Gbit RJ-45 Anschlüsse vorhanden.
Ansonsten hebt sich das NAS vor allem durch die x86 Plattform mit dem AMD Prozessor von günstigeren Geräten hervor. Dies ermöglicht unter anderem auch die Virtualisierung verschiedener (älterer) Betriebssysteme.
Das NAS wird mit einer anständigen Polsterung innerhalb eines braunen Kartons mit „Retail-Aufkleber“ versendet. Innerhalb befindet sich das NAS selbst mit bereits verbauten Laufwerksschlitten. Zum Einbau von Festplatten liegen dazugehörige Schrauben bei. Hier werden verschiedene für 2,5“ und 3,5“ Laufwerke mitgeliefert. Zusätzlich liegen Schlüssel mit bei, um die Laufwerksschächte abzuschließen und gegen unbefugtes Entwernen zu sichern. Weiter unten im Karton befinden sich die obligatorischen Beipackzettel zum Thema Inbetriebnahme und Garantie. Sie sind leicht verständlich und weisen gut darauf hin, was wie zu erledigen ist. Zu guter Letzt befinden sich ein LAN-Kabel sowie das passende Kaltgerätekabel in der Verpackung. Alles zum Betrieb liegt demnach dabei.
Nachfolgend das genaue Datenblatt für die getestete Variante mit 8GB RAM laut Hersteller:
| CPU | AMD Ryzen™ Embedded V1500B 4-Core/8-Thread 2,2 GHz Prozessor |
| CPU-Architektur | 64-Bit x86 |
| Grafikprozessor | Optional via PCIe |
| Verschlüsselungsengine | (AES-NI) |
| Hardwarebeschleunigte Transkodierung | Optional via PCIe |
| Systemspeicher | 8 GB SO-DIMM DDR4 (1 x 8 GB) |
| Maximaler Speicher | 64 GB (2 x 32 GB) |
| Speichersteckplatz | 2 x SO-DIMM DDR4 (Unterstützt ECC-Speicher) |
| Laufwerksschacht | 4 x 3,5-Zoll SATA 6 Gb/s, 3 Gb/s |
| Laufwerkskompatibilität | 3,5-Zoll SATA Festplattenlaufwerke 2,5-Zoll SATA SSDs |
| Hot-Swap-fähig | Ja |
| M.2 SSD-Steckplatz | 2 x M.2 2280 PCIe Gen 3 x1 Steckplätze |
| Unterstützung für SSD-Cache-Beschleunigung | Ja |
| Durchschleifen von GPU-Signalen | Ja |
| 2,5 Gigabit Ethernet Port (RJ45) | 2 |
| 5 Gigabit Ethernet Port | Optional via PCIe/TD] |
| 10 Gigabit Ethernet Port | Optional via PCIe |
| Wake on LAN (WOL) | Ja |
| Jumbo Frame | Ja |
| PCIe-Steckplatz | 2 x PCIe Gen 3 x4 (Kartengröße: 200 x 68,9 x 18,76 mm) |
| USB 3.2 Gen 2 (5 Gbit/s) Port | 1x Typ-C USB 3.2 Gen 1 5V/1A |
| USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) Port | 3 x Typ-A USB 3.2 Gen 2 5V/1A |
| HDMI-Ausgang | Optional via PCIe |
| Formfaktor | Tower |
| LED-Anzeigen | Status/Leistung, USB, LAN, HDD1-4, M.2 SSD 1-2 |
| Tasten | Ein/Aus, USB-Kopie, Reset |
| Abmessungen (HxBxT) | 180,2 × 199,3 × 279,6 mm |
| Gewicht (netto) | 5,54 kg |
| Gewicht (brutto) | 6,15 kg |
| Betriebstemperatur | 0 bis 40 °C (32°F bis 104°F) |
| Speicher Temperatur | -20 bis 70 °C (-4°F bis 158°F) |
| Relative Luftfeuchtigkeit | 5 – 95 % relative Luftfeuchtigkeit / nicht kondensierend, Feuchtkugeltemperatur: 27˚C (80,6˚F) |
| Netzteil | Internes Netzteil, 250W, 100 – 240V AC, 50/60Hz, 3,5A |
| Stromverbrauch: Festplattenruhezustand | 19,576 W |
| Stromverbrauch: Betriebsmodus, typisch | 29,792 W |
| Lüfter | 1 x 120 mm (System) + 1 x 60mm (CPU) |
| Systemwarnung | Summer |
| Max. Anzahl gleichzeitiger Verbindungen (CIFS) | 2000 |
Festplatten
Bei den beiden Festplatten handelt es sich um zwei baugleiche Exemplare von Typ Ironwolf ST4000VN006 des Herstellers Seagate. Hergestellt wurden sie laut Aufkleber am 08.04.2025 mit dem Firmwarestand SC60.
Die Festplatten kamen bei mir in einer einfachen antistatischen Hülle. Eine mögliche Retailverpackung kann ich daher nicht bewerten.
Und auch hier das genaue Datenblatt für die getestete Variante mit 4TB laut Hersteller:
| Schnittstelle | SATA 6 Gbit/s |
| Formatierte Kapazität | 4 TB |
| Formfaktor | 3,5 Zoll |
| Modelnummer | ST4000VN006 |
| Lesegeschwindigkeit | 202 MB/s |
| Cache | 256 MB |
| Umdrehungen | 5400 U/min |
| Lade-/Entladezyklen | 600.000 |
| MTBF | 1.000.000 Stunden |
| Workload Rate | 180 TB / Jahr |
| Garantie | 3 Jahre |
| Leitungsbedarf (Betrieb/Leerlauf/Ruhemodus) | 3,7 W / 3,2 W / 0,25 W |
| Umgebungstemperatur (Betrieb/Nichtbetrieb) | 0 bis 65°C / -40 bis 70°C |
| Erschütterungsfestigkeit (Betrieb/Nicht im Betrieb) | 80 G / 300 G |
| Geräuschentwicklung (Betrieb/Leerlauf) | 27 dBA / 23 dBA |
| Maße | 20,20 x 146,99 x 101,85 mm |
| Gewicht | 490 g. |
Vorstellung der Testumgebung und zusätzlicher Hardware
Zusammengefasst erfolgt mein Lesertest mit verschiedenen Ausbaustufen der QNAP TS-473A mit 2x 4TB Seagate Ironwolf HDD innerhalb eines 2,5Gbit Netzwerkes. Die genauen Daten findet Ihr im folgenden.
Netzwerkumgebung
AVM Fritz!Box 5590 als Router und WLAN-Access-Point.
2,5GBit 5-Port Switch
RAM
2x 8GB Crucial DDR4 SoDIMM 2400Mhz
TPU
GOOGLE CORAL CORAL M.2 ACCELERATOR B+M KEY
GPU
Nvidia Quadro RTX A400 4GB
Clients
iPhone 13 Pro (WLAN)
ASUS Zephyrs G14 2022 (WLAN)
QNAP TS-251D (LAN)
Inbetriebnahme
Verarbeitungsqualität
Die Verarbeitungsqualität der Festplatten lässt sich relativ einfach beschreiben: Sie fühlen sich wertig an und sehen es auch aus. Viel mehr wüsste ich dort auch gar nicht zu beschreiben. Die SATA-Anschlüsse sind naturgemäß das fragilste Element. Das ist aber auch das Einzige wirklich „auffällige“ Merkmal.
Beim QNAP TS-473A kann ich von der äußeren Verarbeitungsqualität ebenso kaum Negatives berichten.
Im Inneren ist der Aufbau des NAS eher als „pragmatisch“ anzusehen. Halteösen für Kabelbinder, gespleißte Kabel oder gar einen lackierten Innenraum sucht man beim Einbau von PCIe-Karten vergebens. Dafür glänzt das NAS mit kleinen Spaltmaßen und wenig Anfälligkeit, bei Festplattenvibrationen zu knarzen oder mit zu schwingen.
Vibrationen von Festplatten dringen aber leider bis nach außen durch, sodass an das Kunststoffgehäuse angrenzende (Holz-)Teile als Resonanzkörper wirken. Ein kleiner Luftspalt neben dem NAS und eine kleine dämpfende Unterlage vermindern das. Ansonsten sind die Laufwerkseinschübe stabil und hochwertig ausgeführt.
Zusammenbau
Der Zusammenbau der standardmäßigen Komponenten gestaltet sich sehr einfach:
Die Montage der Festplatten erfolgt jeweils in einem der an der Front des NAS befindlichen Laufwerksschlitten. Die Entnahme der Laufwerksschlitten kann durch koordiniertes Hebeldrücken und Herausziehen einhändig erfolgen. Dann folgt das optional schraubenlose Einsetzen der Festplatte in den Schlitten.
Bei Einschieben des gefüllten Laufwerksschlittens merkt man einen kleinen Widerstand gegen Ende, wenn die SATA-Anschlüsse ineinandergreifen.
Damit ist der Einbau von Festplatten auch schon erledigt.
Um hingegen an andere Schnittstellen im NAS zu kommen, muss das Mantelgehäuse entfernt werden. Dazu müssen auf der Rückseite des NAS die Schrauben gelöst und der Mantel über den Schiebemechanismus geöffnet werden. Auf der einen Seite werden sofort die beiden M.2-Anschlüsse und die beiden DDR4-SoDIMM-Steckplätze freigelegt. Beides kann werkzeugfrei bestückt und geleert werden.
Auch die zwei Lüfter (1x hinter den Festplatten, 1x hinter CPU+SSD+RAM) können hier eingesehen und ggf. getauscht werden.
Der Einbau einer PCIe-Erweiterungskarte gestaltet sich hingegen nicht so problemlos: Um die Karte in Position zu bringen, muss das Netzteil einmal von seinem Platz fortbewegt werden. Das ist aber zum Glück nur wenige Schrauben auf der Rückseite später erledigt.
Das Schwerste an dem restlichen Aufbau ist dann auch schon das Montieren des Mantelgehäuses sowie das Finden einer Netzwerk- und einer Steckdose. Ach ja, und natürlich das Bedienen des Power-Buttons.
Erster Start und Einrichtung
Die Festplatten sind eingebaut. Strom-Kabel angeschlossen. LAN-Kabel an einem der Beiden 2,5Gbit-Ports angeschlossen. der Es folgt das Einschalten. Nach dem Hochfahren muss nun kurz im Router die zugewiesene IP auslesen und in den Browser am PC eingegeben werden. Alternativ kann auch der „QFinder“ installiert werden, um QNAP Geräte im Netzwerk zu finden.
Ist die Verbindung aufgebaut, wird auch schon der Einrichtungsassistent vorgeschlagen. Dieser geleitet Schritt für Schritt durch die Konfiguration, selbst wenn vor dem ersten Start noch das Einbauen der Festplatten vergessen wurde.
Bei der TS-473A steht auch die Wahl des Betriebssystems. Das neue ZFS-basierte „QTS-Hero“ oder das altehrwürdige „QTS“. Ich habe testweise beides eingerichtet, bleibe für den Großteil des Lesertests aber beim „QTS“.
Bei der nächsten Anmeldung erscheint dann der Startbildschirm, an dem sich der „Admin“, sowie alle anderen Benutzer anmelden können. Die Startseite eines jeden Benutzers ist dann wie ein Desktop mit Apps auf dem Startbildschirm aufgebaut. Nach der Aktualisierung der Firmware und allen Apps können tiefgreifendere Einstellungen getroffen werden oder zusätzliche Apps heruntergeladen werden.
Anschließend folgt die Einrichtung der einzelnen Datenträger.
Die zwei Festplatten können in verschiedenen RAID Modi (z.B. einzeln, spiegeln, addieren) konfiguriert werden. Ich habe mich hier im Rahmen des Lesertests für das Spiegeln der beiden eigenbauten Festplatten entschieden, um einen gewissen Ausfallschutz zu erhalten.
Auf dem so aus Datenträgern erstelltem Speicherpool lassen sich dann Volumes erzeugen, die prinzipiell Partitionen darstellen. Auch hier gibt es verschiedene Ansätze. Beispielhaft vier Fälle:
- Ein statisches Volumen, welches den kompletten Speicherpool ausfüllt.
- Mehrere Volumes mit statischer Größe
- Mehrere Volumes mit dynamischer Größe
- Eine Mischung aus statischen und dynamischen Volumes
Im Rahmen des Lesertests habe ich einfach nur ein statisches Volume auf dem RAID-Speicherpool erstellt. Unter Zuhilfenahme einer oder mehrerer SSDs bestünden mehrere Möglichkeiten zur Optimierung:
- Die SSD als eigenen Speicherpool
- Die SSD als schnellen permanenten Speicheranteil eines anderen Speicherpools („QTIER“)
- Die SSD als Cache mit der Möglichkeit, ausgewählte Volumes zu beschleunigen (lesend und/oder schreibend)
Alltagsnutzung
Leistung der Festplatten direkt am PC
Um die Festplatte einzeln bewerten zu können, habe ich sie mittels Sata-zu-USB-3.0-Adapter direkt am PC getestet.
Leistung des NAS im Netzwerk
Asus G14 (WLAN)
Nas-to-Nas (2,5Gbit)
Stromverbrauch
Der Gesamtaufbau würde über ein Steckdosenmessgerät überwacht. Die einzelnen Werte sind in der nachfolgenden Tabelle eingetragen.
QNAP TS-473A inkl. 2x 4TB Seagate Ironwolf, 1x M.2 SSD Crucial P5 4TB, 1x Coral M.2 Edge TPU, 1x Nvidia Quadro A400 4GB, 2x8GB RAM
Messmittel: Logilight EM0001
| Aus | Idle | Maximalwert beim Hochfahren |
| xx | xx | xx |
Besondere Nutzungsfälle
Neben den Daten aus der Alltagsnutzung möchte ich hier ein paar Anwendungsfälle zu den Möglichkeiten aufzeigen, die ich bereits erfolgreich an einem QNAP NAS in Betrieb genommen habe.
Ansonsten könnte man ja auch bei einer USB-Festplatte an der Fritz!Box bleiben, sofern die Übertragungsrate reicht.
Fernzugriff
Der Fernzugriff lässt sich über den Hauseigenen QNAP-Service einrichten, der eine Dynamische DNS Adresse enthält. Nach der Einrichtung erhält man eine „eigeneadresse.qnap.com“, unter welcher man auch außerhalb des Heimnetzes per Browser auf den Webserver des NAS zugreifen kann. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich die entsprechende Portweiterleitung im eigenen Router.
Der Zugriff via der iOS-App „QFile“, welche ein einfacher Dateibrowser, aber auch Medienplayer ist, erfolgt zunächst im lokalen Netzwerk. Ab dann ist auch der Zugriff ohne direkte Verbindung möglich. Ebenso funktioniert auch der „QManager“ per iPhone zur Überwachung der Vitalfunktionen des QNAPs.
Automatischer Foto-Upload und Zugriff auf die Fotomediathek
Zur Synchronisierung der Fotos von mobilen Geräten gibt es mehrere Möglichkeiten direkt von QNAP. Zum einen wäre da die Qfile App, die einen Datei-Explorer ähnlich zu der Einbindung Onedrive ermöglicht. Innerhalb der App kann die Synchronisierung der Foto-Mediathek im Hintergrund erfolgen. Dabei können viele Einstellungen, wie das hochzuladende Foto-Format (Jpeg, HEIC, Live-Bild) oder ob ein Miniaturbild erzeug werden soll. Als Trigger sind Uhrzeiten, „Nur beim Laden“ oder „Nur im WLAN“ setzbar.
Die gleiche Upload Funktion Findet sich auch in der App QMagie wieder. Diese App ist allerdings mehr auf Fotos und deren Betrachtung zugeschnitten. Dank Lokaler Bilderkennung kann hier auch - ähnlich wie bei iCloud - nach der entsprechenden Indexierung der Bilder nach Text, Ort und Personen gesucht werden.
Der Zugriff auf die Bilder erfolgt der Einfachheit ebenfalls in den beiden Apps. Die TS-473A reagiert hier wesentlich flotter, als meine alte TS-251D, die schon mit scrollen durch Ordner und dem Laden der Miniaturbilder überfordert war.
Am PC oder Mac kann der Zugriff einfach über SMB oder innerhalb der Qsync App erfolgen, die genauso wie iCloud Drive oder Onedrive in den Explorer eingebunden werden kann.
Lokale Bild- und Textverarbeitung
In der QMagie App schon angesprochen, lassen sich auf dem NAS die gespeicherten Fotos über die Bilderkennung klassifizieren und durchsuchen. Die erstmalige Klassifizierung dauert dabei vor allem bei einer großen Sammlung merklich, lässt sich aber durch eine TPU merklich beschleunigen.
Das Durchsuchen der Bilder erfolgt dann auf dem NAS in QSirch oder QMagie oder in der mobilen QMagie App. Die Suchgeschwindigkeit reicht zwar nicht an die lokale Suche innerhalb der Fotomediathek auf einem iPhone heran, erfüllt aber ihren Zweck. Grade die Texterkennung in der QSirch App erweist sich als sehr zuverlässig und möchte ich nicht mehr missen.
Auch den Vorteil von Corel Edge TPU möchte ich in diesem Kapitel unterbringen, da die anfängliche Indexierung der entscheidende Indikator für deren Leistungsfähigkeit ist. Dafür habe ich einen Ordner mit Bildern auf das ansonsten leere NAS kopiert und die Aufgaben manuell gestartet.[/B][/SIZE][/SIZE][/SIZE][/SIZE][/SIZE]
| Aufgabe | CPU | NPU |
| Miniaturbilder erstellen | 9:40 min | 9:40 min |
| Gesichtserkennung | 8:03 min | 8:45 min |
| Objekterkennung | 2:30 min | 3:00 min |
| Erkennung ähnlicher Fotos | 24:41 min | 40:00 min |
Zugegeben: Die Ergebnisse sind von der zeitlichen Ersparnis nicht berauschend. Allerdings lag die CPU-Auslastung bei Nutzung der NPU nur bei 2-45%, anstatt fast dauerhaft an den 100% zu kratzen. Der Rest des Systems blieb daher weitgehend flüssig benutzbar, anstatt am Anschlag zu laufen. Daher werde ich die TPU auch eingebaut lassen oder bei Gelegenheit leistungsstärkere Versionen ausprobieren.
Lokale Transkodierung von Videos
Der Vorteil einer eingebauten GPU ist die Hardwarebeschleunigte Transkodierung von Filmen.
Zum Test habe ich einen einzelnen Film in mehreren Auflösungen transkodieren lassen und die Gesamtzeit als Indikator hinzugezogen.
| Aufgabe | CPU | GPU |
| Film Transkodieren | 186:01 min | 35:00 min |
Auch hier lag die CPU-Auslastung bei Nutzung der GPU nur bei 15%, anstatt fast dauerhaft an den 100% zu kratzen. Der Rest des Systems blieb wieder flüssig benutzbar. Eine GPU für die QNAP-Software ist daher für Medien definitiv sinnvoll. Es muss allerdings nicht die beste und neuste sein. Die Rohleistung kann leider (noch) nicht für andere Funktionen, wie die Bilderkennung genutzt werden. Da hätte ich mir tatsächlich schon eine tiefere Integration und Nutzbarkeit gewünscht. Die einzige Möglichkeit bestünde darin, die GPU an eine VM oder einen Docker-Container durchzuleiten und dort entsprechende Workloads zu erstellen.
Ausfall einer Festplatte
„Was passiert bei einem Ausfall einer Festplatte mit meinen Daten?“ Die Frage muss man sich stellen, wenn man mit einem eigenen NAS im Vergleich zu Cloud-Lösungen plötzlich wieder selbst komplett für die Datensicherheit zuständig ist. Aus dem Grund habe ich einen Totalausfall simuliert, indem ich im laufenden Betrieb eine der beiden in Raid 1 gespiegelten Festplatten entfernt habe. Das Ergebnis war natürlich eine sofortige Fehlermeldung.
Einen Rebuild habe ich dann erzwungen, indem ich die Festplatte vor Einbau einmal an einem anderen Rechner formatiert habe. Anschließend konnte ich mit der dann wieder eingebauten Festplatte das Volume allerdings wiederherstellen. Das hat halt nur einen Moment gedauert.
Von Daher bin ich mit der Einfachheit bei einem Festplattendefekt tatsächlich sehr zufrieden.
Container- und VM-Station
Zum Thema der Virtualisierung über Container oder Virtuelle Maschinen kann ich nur sagen, dass es einfacher kaum geht.
Die Einrichtung einer virtuellen Maschine ist komplett selbsterklärend. Das reicht von der Zuweisung der Hardwrae-Ressourcen und der Festplatte bis hin zur digital verfügbaren Treiber-CD für vitalisierte Windows Rechner. Auch angeschlossene USB oder PCIe Geräte lassen sich einer VM oder einem Container Zuweisen.
Apropos Container: Auch dort in´st die Einrichtung selbsterklärend. Zunächst wird über die Suche das gewünschte Docker-Image gefunden oder von PC ans NAS geladen.
Ein paar Einstellungen bezüglich des Netzwerkes und schon kann das Image gestartet werden.
Bezüglich PiHole hat das sofort funktioniert. Seit meinen letzten Berührungspunkten mit der Container Station sind auch automatische Parameter über „Docker compose“ ermöglicht. Die Einstellungen müssen nicht mehr händisch in der Benutzeroberfläche eingegeben werden.
Vom Netzwerk aus lassen sich sowohl Container als auch virtuelle Maschinen je nach Konfiguration ansprechen. Die Zuteilung einer eigenen IP oder eines Ports in den Modi „Bridge“ oder „Nat“ stehen anschaulich in der Oberfläche für den virtuellen Switch zur Verfügung.
Alles in allem ist die Virtualisierung eine gute Umsetzung in der Software zugekommen.
NAS to NAS Sicherung
Das NAS an sich hat natürlich wieder mehrere Optionen für automatische Backups. Zusammengefasst werden sie in der App „Hybrid Backup Sync 3“. Ich habe mich hier im Nachgang tatsächlich mit dem Thema einer automatischer Sicherung befasst, nachdem ich bisher einfach monatlich manuelle eine USB-Festplatte angeschlossen habe. Natürlich hat das nicht immer monatlich stattgefunden… Daher habe ich jetzt die alte TS-251D als Rsync-Server aufgesetzt. Einmal die Woche fährt das alte NAS automatisch hoch. Etwa 30min später startet das TS-473A dann eine Replikation und sobald diese zu Ende ist, bekomme ich eine Erfolgsnachricht über die Manager APP und das TS-251D fährt wieder runter. Somit entfällt die manuelle und einzige nicht zeitlich zuverlässige Komponente am Backup Prozess. Das Einrichten hat keine 15 min gedauert, wobei die Freigabe innerhalb der Firewall des alten NAS, dass nur die IP das neuen NAS den RSync Server ansprechen darf noch am längsten gedauert hat. Ich bin mit der Lösung und dem UI dazu jedenfalls sehr gut zurecht gekommen.
Fazit
Eigene Meinung
Meine eigene Meinung zu einem NAS ist relativ eindeutig: Cloud-Dienste sind anwendungsfreundlicher, weil die Administration von anderer Seite erfolgt. Allerdings ist das auch ein bedenklicher Punkt, da von anderer Seite ebenfalls Zugriff auf die Daten bestehen kann. Ein eigener Server scheint hier meiner Meinung nach die bessere Wahl. Die Zusammenstellung eines eigenen Servers erfordert Recherche über Hardware, Zusammenbau sowie Auswahl und Konfiguration der Software. Der Kauf eines NAS eines renommierten Herstellers, wie QNAP, erleichtert mehrere dieser Punkte. Vieles ist softwareseitig vorkonfiguriert und an Hardware muss auch kaum ausgewählt werden.
Das QNAP TS-473A meistert meiner Meinung nach die Aufgabe der Datenverwaltung im privaten Haushalt mit Bravour. Zusätzlich stehen viele Erweiterungsmöglichkeiten bereit, sei es durch die PCIe oder die M.2 Schnittstellen. Der 4-Kern Lyzeen bietet Reserven, um lokale Medienverwaltung und Bilderkennung zu ermöglichen. Der Einsatz einer dedizierten GPU oder TPU entlastet aber merklich das System. Von der Nutzung der potenten Nvidia GPU direkt im QNAP Betriebssystem bin ich bisher enttäuscht, da sie nur für die Medienkodierung verwendet wird, nicht für die Bilderkennung. Da hoffe ich auf Besserung.
Ansonsten bleibe ich überzeugt vom QNAP Ökosystem, auch weil ich mich da mittlerweile reingefuchst habe.
Preis/Leistungsverhältnis zum aktuellen Markt
Der aktuelle Hardware-Markt ist im Jahr 2026 mitunter als schwierig einzuordnen. In Zeiten, in denen Handhel-PCs für 3000€ vorgestellt und für Arbeitsspeicher ein Kredit aufgenommen werden muss, mag der Blick in den Preisvergleich für ein QNAP TS-473A mit 8GB für „nur“ 985€ verlockend sein. Allerdings möchte ich zu bedenken geben, dass das Gerät schon seit 2021 auf dem Markt ist und dort nur 850€ gekostet hat. Gepaart mit dem Festplatten und kleineren Upgrades bei RAM und GPU wächst die Investition weiter. Das ist ehrlicherweise für einen „PC“ mit einem kleinen alten 4-Kern Ryzen zu viel Geld und privat nicht zu empfehlen. Zugegeben macht der Umgang mit dem NAS wesentlich mehr Freude, als es der kleine 2-Kern-Intel-Celeron in meinem alten NAS ermöglicht. Falls das Gerät professionell eingesetzt werden soll, ergeben sich klare Beschleunigungen in Workflows. Die Integration und Nutzung der QNAP Software (QFile, Qsync, QSirch, kostenlose DynDNS-Adresse) trägt dazu auch ihren Beitrag. Ebenso die einfache Konfiguration und das „Es funktioniert einfach“-Gefühl lassen sich auch andere Firmen gut bezahlen.
Ich würde solch ein Setup grundsätzlich dem technikaffinen Familienangehörigen oder einem kleinen Unternehmen weiterempfehlen, hoffe aber auf ein überfälliges Hardware-Upgrade in dem Preis- und Anwendungssegment.
