Verkürzte Lebensdauer: Epson muss sich wegen geplanter Obsoleszenz vor Gericht verantworten

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In Frankreich kommt es erstmals zu einem Gerichtsverfahren wegen des Verdachts auf geplante Obsoleszenz bei Druckern. Der Verbraucherschutzverein HOP (Halte à l'Obsolescence Programmée) wirft Epson vor, die Lebensdauer seiner Geräte künstlich zu verkürzen. Grundlage des Verfahrens ist das sogenannte Hamon-Gesetz, das geplante Obsoleszenz unter Strafe stellt und in dieser Form weltweit bislang einzigartig ist.
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Naja, nichts neues das die Hersteller andere Methoden suchen um die Produkte schneller austauschen zu können.
Sie haben Symbolhaft auf wieder verwendbare Tanks umgestellt, aber dafür andere Bauteile die den Drucker unbrauchbar machen.

Ich hatte einen Canon Drucker, der wurde nach einem Firmwareupdate unbrauchbar. Das konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden und dieses Update wurde zufällig released als er alte Drucker schon 2 Jahre weg vom Markt war, es gab zwar einen neuen mit neuer Revision. Das Update war für den Drucker der neuen Revision gedacht
Nach 2 Jahren hast du auch keine Rechtsmittel mehr, das kann jeder Hersteller machen.
 
Bei dem Fire TV Ding haben laut Heise die Kunden den vollen Kaufpreis erstattet bekommen.
 
Bei dem Fire TV Ding haben laut Heise die Kunden den vollen Kaufpreis erstattet bekommen.
Jajn, als Gutschein bei Amazon.

Wenn du jetzt von Epson deinen Alten Drucker gegen einen neuen oder Patronen in Zahlung geben kannst, ändert es nichts an der Tatsache das es bei obsoleszenz bleibt.
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Nachtrag: Bei Obsoleszenz geht es hauptsächlich darum das ein Produkt gegen den Willen des Käufers quasi unbrauchbar wird.
 
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Freut mich das endlich was passiert, hat ja nur über 20 Jahre gedauert. :rolleyes: Mein alter iP4300 (Canon) verweigerte auch wegen den Auffangschwämmen den Dienst. Ich zerlegte ihn und der Sättigungsgrad war vielleicht 10%, hoch gegriffen. Keine neuen Schwämme eingebaut, zurückgesetzt und fertig.
Den iP4300 gabs 2007 ...

Bin gespannt ob die heutigen Ausreden der Hersteller vor Gericht noch greifen. Die Resttinte in den Patronen dient offiziell dem Schutz der Druckköpfe. Das ist technisch sogar korrekt, nur die Menge an Resttinte steht halt in Wahrheit in keinem Verhältnis.
 
Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man gegen geplante Obsoleszenz vorgeht.... Die Anklagepunkte hier finde ich aber schwach (oder die News hier ist ziemlich ungenau).

Tintentanks werden als leer gemeldet, obwohl noch was drin sein soll? Wieviel ist denn da dann noch drin? 5%? 30%? Darauf käme es an, denn selbst wenn da noch 5% drin sein mögen ist deswegen das Gerät ja nicht unbrauchbar. Tinte ist nunmal ein Verbrauchsmaterial. Dann muss da eben eine neue Patrone rein, oder der Tank eben aufgefüllt werden, wenn man einen Drucker mit Nachfüllsystem hat.
Und wenn noch 5% drin wären, aber das reicht, das die Tinte rumschwappt und deswegen Luft mitgezogen wird und das Druckbild deswegen kacke ist, wird auch wieder gemeckert.

Der Schwamm ist voll und deswegen verweigert der Drucker den Dienst? Ist er dann "kaputt", oder kann man den Schwamm einfach austauschen? Ist doch somit auch ein Verschleißteil.
Als nächstes verklagt man VW, weil die Bremsbeläge nach 30.000km abgenutzt sind oder wie (weil man meint, das sie 40tkm halten sollten, oder das man die erst tauschen sollen müsste, wenn schon Eisen auf Eisen geht)?

Ja nachdem wie das ausfällt, mag das ärgerlich sein, aber mit geplanter Obsoleszenz hat das doch nichts zu tun.

Geplante Obsoleszenz wäre, wenn z.B. der Einrastmechanismus für die Patronen so schwach konstruiert ist, das irgendein Clip nach 20 Patronenwechsel (zuverlässig) abbricht und man deswegen keine neuen Patronen mehr einsetzen kann. Oder wenn irgendein Riemenantrieb für die Trommeln kaputt geht und das ganze Ding so konstruiert ist, das man da nichts ersetzen kann.
 
Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man gegen geplante Obsoleszenz vorgeht.... Die Anklagepunkte hier finde ich aber schwach (oder die News hier ist ziemlich ungenau).

Tintentanks werden als leer gemeldet, obwohl noch was drin sein soll? Wieviel ist denn da dann noch drin? 5%? 30%? Darauf käme es an, denn selbst wenn da noch 5% drin sein mögen ist deswegen das Gerät ja nicht unbrauchbar. Tinte ist nunmal ein Verbrauchsmaterial. Dann muss da eben eine neue Patrone rein, oder der Tank eben aufgefüllt werden, wenn man einen Drucker mit Nachfüllsystem hat.
Und wenn noch 5% drin wären, aber das reicht, das die Tinte rumschwappt und deswegen Luft mitgezogen wird und das Druckbild deswegen kacke ist, wird auch wieder gemeckert.

Der Schwamm ist voll und deswegen verweigert der Drucker den Dienst? Ist er dann "kaputt", oder kann man den Schwamm einfach austauschen? Ist doch somit auch ein Verschleißteil.
Als nächstes verklagt man VW, weil die Bremsbeläge nach 30.000km abgenutzt sind oder wie?

Ja nachdem wie das ausfällt, mag das ärgerlich sein, aber mit geplanter Obsoleszenz hat das doch nichts zu tun.

Geplante Obsoleszenz wäre, wenn z.B. der Einrastmechanismus für die Patronen so schwach konstruiert ist, das irgendein Clip nach 20 Patronenwechsel (zuverlässig) abbricht und man deswegen keine neuen Patronen mehr einsetzen kann. Oder wenn irgendein Riemenantrieb für die Trommeln kaputt geht und das ganze Ding so konstruiert ist, das man da nichts ersetzen kann.
So wie ich das verstanden hatte ging es darum das die Geräte ziemlich "willkürlich" und nicht für Kunden nachvollziehbar zu unterschiedlichen Zuständen ihren Dienst verweigern
Quasi ohne echte Messung sondern einfach Pi-mal-Daumen geschätzt wird und daran die Geräte entscheiden -Nein.

Bei einer Serie sagt der Drucker bei 5% zu wenig Tinte, beim nächsten 10% zu wenig Tinte.

Da würde mich schon die technische Erklärung reizen. Klar wie Mr.Mito schon gesagt hat:
Bin gespannt ob die heutigen Ausreden der Hersteller vor Gericht noch greifen. Die Resttinte in den Patronen dient offiziell dem Schutz der Druckköpfe. Das ist technisch sogar korrekt, nur die Menge an Resttinte steht halt in Wahrheit in keinem Verhältnis.

Nachtrag: Wenn ich jetzt eine "XL" Patrone verwende und der Drucker dort auch bei 10% Restladung "Nein" sagt ist es schon ein wenig beschiss.
Weil bei der kleinen mögen 10% 10ml als Beispiel sein und bei der größeren vielleicht schon 20ml. Bei der gleichen Hardware.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Nachtrag2: Moderne Patronen haben sogar Chips Eingebaut um die Patronen zu identifizieren.
Die technische Erklärung sie könnten das nicht unterscheiden wäre sehr fragwürdig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Quasi ohne echte Messung sondern einfach Pi-mal-Daumen geschätzt wird und daran die Geräte entscheiden -Nein.
Ist der Drucker deswegen kaputt? Dann muss halt das entsprechende Verbrauchs-/Verschleißteil getauscht werden... dann läuft er doch wieder.

Nachtrag: Wenn ich jetzt eine "XL" Patrone verwende und der Drucker dort auch bei 10% Restladung "Nein" sagt ist es schon ein wenig beschiss.
Weil bei der kleinen mögen 10% 10ml als Beispiel sein und bei der größeren vielleicht schon 20ml. Bei der gleichen Hardware.
Zeigt der Drucker wirklich noch 10% an, verweigert aber trotzdem den Dienst? Dann würde ich als Druckerhersteller mal die Anzeige fixen, so das bei Dienstverweigerung da auch 0% angezeigt wird. :ROFLMAO:
Die XL-Patrone ist nicht "die gleiche Hardware". Wenn die XL-Patrone ggf. eine größere Grundfläche der Tintenkammer hat, muss da auch mehr Resttinte drin bleiben, damit keine Luft gezogen wird. Stells dir so vor, das z.B. am Boden mindestens 1mm hoch Tinte sein muss um das zu garantieren. Doppelte Grundfläche, dann ist 1mm Füllstandhöhe auch die doppelte Restmenge. Ob das der Fall ist, weiß ich nicht, aber Gründe könnte ich mir einige vorstellen. (Aber das werden die Druckerhersteller dann in der Verhandlung bestimmt erklären müssen)

Man könnte hier vielleicht klagen, weil eine Tintenpatrone mit 100ml Tinte beworben wird, man aber nicht die vollen 100ml verdrucken kann. Das könnte ich verstehen. Aber das ist vielleicht Täuschung, irreführende Werbung/Produktbeschreibung, oder sonstwas, aber doch keine geplante Obsoleszenz.
Und selbst wenn die Hersteller dann 100ml reinfüllen würden, aber nur 90ml auf die Packung schreiben, würden 5 Mio Menschen sehen, das noch was in der "leeren" Patrone drin ist und dann auch wieder meckern und selbstverständlich behaupten, man könne die beworbenen 90ml ja gar nicht verdrucken, weil is ja noch ein Rest drin. :ROFLMAO:
 
Allein das wegen dieser duseligen Tintenauffangfilze der Drucker unbrauchbar wird, weil diese nicht austauschbar sind gehört verboten. Das wäre wie wenn die Waschmaschine unbrauchbar wird, weil das Flusensieb voll ist, aber nicht austauschbar, oder die Kaffeemaschine, weil das Auffangbecken voll ist, aber nicht enlehrbar.

Die Tricks mit Patronen wurden ja schon teilweise abgestraft, z.B. mit HP, aber die machen es immer wieder, weil die Strafen nicht hoch genug sind. Bei meinem HP Envy 6020e wurde die Drittanbieterpatrone nach einem Update nicht mehr akzeptiert, glücklicherweise hat mir der Anbieter auf Kulanz eine neue geschickt und ich konnte automatische Updates deaktivieren. Bei meinem älteren Officejet Pro 8712 hatte ich nie Probleme, der läuft trotz beim Transport ausgelaufenem Tintenauffangbehälter immernoch gut. Die Originalpatronen werden allerdings AFAIK nicht mehr hergestellt.
 
Der Vorwurf erinnert mich an Canon-Drucker, aber das könnte schon 20 Jahre her sein
 
Epson muss sich wegen geplanter Obsoleszenz vor Gericht verantworten

Streng genommen müsste es auch HP,Canon undandere Druckerhersteller ebenfalls Betreffen ,da jeder seine Drucker so Konstruiert das sie nach zeit X Defekt gehen und man auch keine Ersatzteile bekommt. Ausnahme man kauft etwas Defektes und Hält das Defekte teil als Ersatzteilspender zurück.
Die Tatsache ist das sehr viel Plastik in den Geräten ( Drucker/Multifunktionsgeräte) Verbaut wird. Somit ist der Ausfall praktisch Vorprogrammiert.
Ich hatte mal einen HP Drucker aus der 600er Serie (Tintenpisser) . Hab den so gut es ging Zerlegt und alle Zahnräder aus Messing oder Gehärteten Stahl über eine CNC Fräßmaschine Erstellt und ausgetauscht. Während meine Kollegen alle mittlerweile Ihren weggeworfen haben funktioniert meiner heute noch. an vielen teilen wird Herstellerunabhängig Gespart. Oder sie so Produziert das sie nur eine gewisse Zeit halten.
Alte Drucker ,waren noch so Konstruiert das sie für längere Lebensdauer Ausgelegt waren. Das waren meist Nadeldrucker.

In Frankreich kommt es erstmals zu einem Gerichtsverfahren wegen des Verdachts auf geplante Obsoleszenz bei Druckern. Der Verbraucherschutzverein HOP (Halte à l'Obsolescence Programmée) wirft Epson vor, die Lebensdauer seiner Geräte künstlich zu verkürzen. Grundlage des Verfahrens ist das sogenannte Hamon-Gesetz, das geplante Obsoleszenz unter Strafe stellt und in dieser Form weltweit bislang einzigartig ist.

Das wäre schön es auch in Deutschland einzuführen.
Da würde selbst Apple Dumm aus der Wäsche guggen :-)

Die Strafanzeige gegen Epson wurde dabei bereits 2017 eingereicht. Nach achtjährigen Ermittlungen der französischen Anti-Betrugs-Behörde wurde nun erstmals eine Klage zugelassen. Die erste Gerichtsanhörung fand bereits Anfang Juli statt. Das Verfahren könnte weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Druckerbranche haben.

Wäre schön wenn Hersteller dann Ersatzteile Vorrätig halten müssten weil Nutzer Ihre Drucker Reparieren.

Im Mittelpunkt der Vorwürfe stehen zwei technische Funktionen der Drucker. Zum einen geht es um die Anzeige des Tintenfüllstands. Nach Auffassung der Kläger melden einige Epson-Modelle Tintenpatronen als leer, obwohl sich noch Resttinte darin befindet. Bei älteren Geräten erfolgt die Berechnung des Füllstands nicht speziell über Sensoren, sondern anhand von Schätzungen, was nach Ansicht der Verbraucherschützer zu einem vorzeitigen Austausch der Patronen führen kann.

Das ist nicht nur bei Epson der Fall. HP ,Canon, Brother und andere nutzen Ähnliche Techniken.
Bei Laserdruckern wegen dem Toner ist das etwas anders ,aber dort Schummelt man ebenfalls um den Nutzer zu Neukäufen zu Bewegen.
Egal ob Refill oder Original.
Und bei Refill versuchen die Hersteller Hürden Einzubauen ,damit diese nicht genutzt werden wie bei z.B. HP das man diverse Druckermodelle nach einem Firmwareupdate nur noch Original Patronen verwenden konnte.
Jedenfalls konnte ich dies Umgehen ,nachdem ich einen Speziellen Chip auf der Platine Abgelötet habe über ein Programmiergerät ausgelesen und die stellen Korrigiert habe die das Verursachen.
Danach den Chip über einen Sockel wieder Eingelötet und seit dem Akzeptiert zumindest mein alter HP Drucker wieder Refill Tintenpatronen.

Der zweite Streitpunkt betrifft den sogenannten Resttintenfilz. Dieses Bauteil sammelt überschüssige Tinte, die bei automatischen Reinigungsprozessen anfällt. Sobald das System eine vermeintliche Sättigung erkennt, verweigert der Drucker den weiteren Betrieb. HOP vertritt die Auffassung, dass die Filze in vielen Fällen noch deutlich mehr Tinte aufnehmen könnten. Gleichzeitig weisen Experten darauf hin, dass eine tatsächliche Überfüllung dazu führen kann, dass Tinte aus dem Gerät austritt und Schäden verursacht.

Die Problematik bei den meisten Herstellern ist ,das man diesen "Filz" nur schwer Wechseln kann.
Oftmals muss man Aufwendig den Drucker Zerlegen bis man da ran kommt.
Und Obendrein besteht Gefahr sich die Finger mit Resttinte Schmutzig zu machen (Ausnahme man verwendet Schutzhandschuhe).
Da ist Epson keine Ausnahme.

Im Falle einer Verurteilung drohen den Verantwortlichen empfindliche Konsequenzen. Das französische Gesetz sieht Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren sowie Geldstrafen von mindestens 300.000 Euro oder bis zu fünf Prozent des Jahresumsatzes vor. Das Urteil könnte über den konkreten Fall hinaus Signalwirkung entfalten und künftig Einfluss auf die Entwicklung und Regulierung von Druckerhardware haben.

Sollte das Urteil zugunsten der Nutzer Entschieden werden, würde ich das sehr Begrüßen.
Das Würde auch den Druckermarkt wieder Öffnen und die Hersteller müssten Umdenken.
Ebenso würde es die Möglichkeit zur Freien Reparatur der Geräte öffnen ,anstelle sie bei Defekt praktisch auf dem Recycling Hof zu Schmeißen.
 
Wenn ich mich noch recht entsinne, hat damals ein russischer Programmierer den Stein ins Rollen gebracht, als er ein kleines Programm anbot, das den internen Seitenzähler eines Epson-Druckers, der mit einem "unbekannten Fehler" den Dienst verweigerte, also "defekt" schien, zurücksetzte - und dann druckte er wieder.
 
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