Kein Eingriff in die Vertragsfreiheit: EU kann Ende physischer Spielediscs nicht verhindern

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Die Europäische Union sieht derzeit keine Möglichkeit, Spielehersteller dazu zu verpflichten, weiterhin physische Datenträger anzubieten. Das erklärte EU-Kommissar Michael McGrath im Europäischen Parlament in Straßburg. Hintergrund ist die zunehmende Abkehr großer Publisher von klassischen Spiel-Discs und der damit verbundenen Debatte um Eigentumsrechte und den Erhalt von Videospielen.
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Es muss ja keine Disc sein, könnte auch einfach ne Datei sei wozu man die Industrie am Ende verpflichtet was sie anzubieten hat. Ob man ne Disc in den Händen hält oder was anderes ist egal. Es geht ja lediglich um die Freiheit die man damit hatte. Ich kann heute meine Command und Conquer CD aus dem Schrank holen und das Spiel installieren, auch wenn ich mir ne alte Kiste von ebay Kleinanzeigen hole und Win95 oder son Kram mir irgendwoher besorge. Aber dieses "wir enteignen dich mal einfach aber du bekommst auch kein Schadenersatz" ist ja das eigentliche Problem.

Dass Server abgeschaltet werden, keine Patches mehr rauskommen usw kann ich ja alles noch nachvollziehen... Nur wollen dass der Kunde den Preis für ne Vollversion bezahlt ohne Limitierung. Und dann auf einmal daher kommen "sorry nun nehmen wir dir dein Produkt wieder weg" geht nicht. Dann sollen sie halt damit nicht mehr werben dürfen und es gibt nur noch Abos...
 
Wundert mich nicht das die EU da nichts machen kann. Zahnloser-Tiger oder einfach lobbyhörig.

Egal ob Disk oder nicht, die sollen was dafür tun das ich als Kunde nicht der Willkür und Gier der großen Hersteller ausgeliefert bin.
 
Die EU sollte erstmal dafür sorgen Lizenzen für gekaufte Software an andere User übertragen zu können aber auch da sind sie Zahnlos. Ja nicht mal das mit der Abschaffung der Zeitumstellung haben die auf die Reihe bekommen.
 
Die EU-Kommission erklärte jedoch, dass sie auf Grundlage des geltenden Urheber- und Geistigen-Eigentumsrechts keine Vorschriften erlassen könne, die Publisher zum dauerhaften Betrieb ihrer Server verpflichten.
Naja, wahrscheinlich habe ich mehr Ahnung von Kernphysik, als die EU-Kommission von diesem komischen digitalem Neuland-Zeug hat.

Die Betreiber müssen nicht ihre Server "dauerhaft" betreiben, das verlangt auch niemand. Sie müssten nur die Serversoftware zum "Betriebsende" veröffentlichen.
 
Naja, wahrscheinlich habe ich mehr Ahnung von Kernphysik, als die EU-Kommission von diesem komischen digitalem Neuland-Zeug hat.
Es hat mit Ahnung nichts zu tun. Die Lobbyisten schreiben halt die Gesetze, mehr oder weniger. Zumindest haben sie mehr Einfluss auf konkrete Entscheidungen am Ende als der Wähler der Partei A oder Partei B wählt. Ich mein was wird passieren? Paar Nerds regen sich kurz auf und dann ist es eh schon wieder längst vergessen..Den Endkunden bleibt am Ende nur übrig halt mit den Füßen abzustimmen.

Die Entscheidungen die dort getroffen wurden gehen häufiger so aus dass das umgesetzt wird was die Industrie und Wirtschaft will und weniger der Bürger. Der Politiker wird sich hinstellen und dir entweder ne Parteipolitische oder Juristische Erklärung liefern wieso dies und jenes nicht geht und leider würde er auch ganz anders aber kann nicht;)
Die meisten Fragen am Ende sind keine juristischen sondern politische. WILL man etwas oder will man es nicht.

Daher interessieren mich die ganzen Erklärungen auch nicht mehr warum und wieso etwas nicht geht. Das meiste davon halte ich für vorgeschoben... Ist ja kein Naturgesetz. Man KÖNNTE durchaus der Industrie hier die Pistole auf die Brust setzen.

"Kein Eingriff in die Vertragsfreiheit". Wenn ich das schon lese... Absolut sicher dass die EU sich in anderen Bereichen auch in unzähligen Dingen in die Vertragsfreiheit einmischt und Vorgaben macht was selbst wenn 2 Parteien etwas wollen würden und beide einverstanden sind die EU nen Riegel vorschiebt und sagt "nene ihr dürft trotzdem nicht weil wir sagen nein"

Ich kann beispielsweise auch keine Person unter Mindestlohn einstellen, selbst wenn wir beide das wollen und beide damit einverstanden wären...Da sagt auch jemand "nee geht net wir haben hier Gesetze!"

Auf der einen Seite argumentiert man mit Prinzipien "wir haben Vertragsfreiheit!", aber wenn man dann etwas nicht haben will was gewisse Leute, Parteien, Konzerne usw tun dann sagt man "könnt ihr nicht weil schau mal hier dieses Gesetz sagt nein".

Kurzum: Man WILL nicht. Nicht man KANN nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die EU sollte erstmal dafür sorgen Lizenzen für gekaufte Software an andere User übertragen zu können aber auch da sind sie Zahnlos.

Äh, das ist doch längst der Fall. Der EuGH hat schon 2012 klar gestellt, dass der Erschöpfungsgrundsatz auch für digitale Medien gilt (solange es keine Vervielfältigung darstellt). Nur leider beruft sich kein einziger Gamer auf sein Recht und geht mal gegen Valve und Konsorten juristisch vor. Am Ende ist es eben nämlich einfach bequemer, eine neue Lizenz zu kaufen, statt sich in Prozessen für sein Recht (und das aller anderen) einzusetzen. Übrigens nehme ich mich da nicht raus: Was kümmern mich die paar Kröten, die diese albernen Spiele kosten? Zudem wäre ein digitaler Gebrauchtmarkt instant inflationär und man würde so gut wie nix für seine Lizenzen bekommen. Ganz davon zu Schweigen, dass die ganze Branche kollabieren würde, wenn die Spiele schon nach kurzer Zeit für wenige Euro durchs Netz zirkulieren.
 
@King Loui

Deiner Auffassung nach hätten Verkäufe auf Disc, egal ob Software, Musik oder Filme nie erfolgreich sein können was nachweisbar falsch ist. Dazu ist es nicht für die User leichter neue Lizenzen zu kaufen, eher ist es für die Industrie einfacher neue Lizenzen zu verkaufen. Der Gebrauchtmarkt ist riesig. Kollabiert ist da bisher gar nichts. Nichtmal, als Kassetten noch ganz einfach 1:1 kopiert werden konnten.
 
Tja es geht alles Bergab, Konsolen schaffen ihre Daseinsberechtigung auch teilweise ab, weil sie keine Disks mehr wollen.... .
 

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Nur leider beruft sich kein einziger Gamer auf sein Recht und geht mal gegen Valve und Konsorten juristisch vor. Am Ende ist es eben nämlich einfach bequemer, eine neue Lizenz zu kaufen, statt sich in Prozessen für sein Recht (und das aller anderen) einzusetzen.
Ja warum tut das bloß keiner. Warum hat einfach noch kein Gamer einfach irgendein Konzern verklagt. Wir alle tappen total im Dunkeln wieso das ist. Man weiß es einfach nicht;) Keiner hier der eine Erklärung dafür hätte?
Muss wohl einfach diese "Bequemlichkeit" sein die in jedem von uns steckt wieso er nicht einfach schnell dabei ist und irgendwelche Firmen und Konzerne verklagt
Als Konzern würde ich es genauso machen "verklagt mich doch höhöhö"

Kenn übrigens auch eine andere Software da können sie den privaten Weiterverkauf von Lizenzen zwar nicht einfach so einschränken und dagegen nix machen, also haben sie kurzerhand das ganze so gestaltet dass es ohnehin unattraktiv ist und mit vielen Nachteilen verbunden wenn man ne Lizenz hat die nicht auf den eigenen Namen läuft. Aber hey man kann hingehen und ganz offiziell seine Lizenz übertragen lassen man muss nur die Verwaltungsgebühr zahlen. Und rein zufälligerweise ist diese Verwaltungsgebühr auch so hoch dass das ganze am Ende eh gar kein Sinn mehr ergibt. Und rein zufällig ist die Verwaltungsgebühr bei der "Pro" Variante auch rein zufällig um etwa den Einkaufswert der neuen Lizenz teurer... Muss auch hier wohl der höhere Aufwand beim Übertragen einer Lizenz sein wenn es die "Pro" Variante statt der Normalen ist.. ;) Da gehen einfach mehr Stunden drauf für den Sachbearbeiter.. Steckt ganz sicher keine Absicht dahinter. Würde doch keiner machen!
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Musik oder Filme nie erfolgreich sein können was nachweisbar falsch ist. Dazu ist es nicht für die User leichter neue Lizenzen zu kaufen, eher ist es für die Industrie einfacher neue Lizenzen zu verkaufen. Der Gebrauchtmarkt ist riesig. Kollabiert ist da bisher gar nichts. Nichtmal, als Kassetten noch ganz einfach 1:1 kopiert werden konnten.
Grade bei der Musik und Filmindustrie ist das eigentliche Problem eher der Unwille das vorhandene Geld gerechter zu verteilen....
 
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Deiner Auffassung nach hätten Verkäufe auf Disc, egal ob Software, Musik oder Filme nie erfolgreich sein können was nachweisbar falsch ist.

Kapier deine Aussage nicht. Das was du forderst steht in § 69c III UrhG. Du kannst deine Softwarelizenz ganz legal weiter verkaufen (Erschöpfungsgrundsatz). Der Haken: Der französische Kassationshof hat 2024 festgehalten, dass Spiele keine reine Software sind. Vlave hat in dem Prozess übrigens genau mit meinen Argumenten Recht bekommen: Digitale Kopien nutzen sich nicht ab, ein digitaler Gebrauchtmarkt würde den Erstverkauf von Spielen unmöglich machen und der Branche massiven wirtschaftlichen Schaden zufügen.
Das sehen aber nur die Franzosen so. Ich bin mir nicht sicher, ob der BGH der Auffassung auch folgen würde. Nur versuchen tut es hier eben keiner.

Als Konzern würde ich es genauso machen "verklagt mich doch höhöhö"

Genau so sehe ich das auch.
 
Selbst mit einem physischen Speichermedium ist der Besitzer nichtt im Besitz von den gesamten Spieledaten, weil diese bloß die grundlegenden Setup-Dateien beinhalten. Ohn das Internet sind auch solche Speichermedien nicht zu gebrauchen.
Wer ein Spiel wirklich gesichert haben wiill, derjrenige muss das installierte Komplettpaket, das sich mitsamt den Konfigurattionsdatteien über viele Pfade vertteilen kann, manuell sichern.
Ja, klar: Man kann sich Battlefield 6 auch auf einer Scheibe erwerben: Diese beinhaltet ausschließlich das Hauptspiel — ohne die Texturpakette. Diese sttehen ohne das Internet nicht zur Verfügung, von den Multiplayer-Dateien ganz geschweige.
Tendenziell konstatiere ich daraus: Das physische Speichermedium hat seine Existenzberechtigung verloren.
 
na ja die einzige Konsole im Haus die noch vorhanden ist bzw Konsolen sind von Nintendo dort wird nur felwuft was auf karte ist.

beim PC bin ich eher bei GoG selten mal was bei Steam ansonsten noch Guild Wars SWTOR und STO das wars dann.

der PC hat den Vorteil das man sich zur not wenn man denn möchte noch eine "Sicherheits Kopie" besorgen kann ist zwar nicht legal aber wenn die es so wollen 🤷🏻‍♂️
 

Kein Eingriff in die Vertragsfreiheit: EU kann will Ende physischer Spielediscs nicht verhindern

SCNR.

Die EU kann ganz andere Sachen, wenn sie will, wie wir gerade erst gesehen haben.
 
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