[User-Review] Hator Skyfall 65 Pro Wireless

FirstAid

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Die Firma Hator hat vor einigen Monaten die Skyfall Pro Wireless Serie veröffentlicht. Die Tastatur gibt es in den Formfaktoren 65 %, 80 % und 100 %. Wer bisher noch nie von der Firma Hator gehört hat.
Es handelt sich um ein ukrainisches Unternehmen, das seit vielen Jahren auf dem Markt aktiv ist. Das Ziel der Firma ist es, Premiumqualität zum günstigen Preis anzubieten. Im Moment expandiert Hator.
In diesem Zusammenhang wurde ein Lesertest mit Hardwareluxx organisiert, der uns Lesern die Möglichkeit bot, das Modell Skyfall 65 Pro Wireless zu testen. Die Ziffer 65 im Namen steht dabei für den Formfaktor.
Die besagte Tastatur möchte ich im Folgenden vorstellen.

Bevor der Lesertest startet, werden wie immer erst einmal kurz die technischen Spezifikationen vorgestellt:

Herstellerangaben:
Verbindungstyp:2.4 GHz, BT 5.3, USB-Kabel
Polling-Rate (Abfragerate): 1000 Hz
Akkulaufzeit:Mit Hintergrundbeleuchtung: bis zu 20 Stunden
Ohne Hintergrundbeleuchtung: bis zu 666 Stunden
Ladezeit:bis zu 8 Stunden
Hintergrundbeleuchtung:RGB mit Einzeltastenbeleuchtung
Schaltertyp:HATOR® Aurum Vanila Silent linear
Lebensdauer der Schalter:50 Mio. Klicks
Betätigungskraft:50 ±10%
Aktivierungsweg:2,0 ± 0,4 mm
Gesamtweg:4,0 ± 0,4 mm
Keycap-Material (Tastenkappen):Double-Shot PBT
Hot-Swap-fähige Schalter (Schalter austauschbar ohne Löten)Ja
TFT-Bildschirm:0,85 Zoll


Lieferumfang:

Im Lieferumfang befindet sich neben der obligatorischen Tastatur ein USB-Verbindungskabel, eine Kurzanleitung, mehrere Sticker mit diversen Monstermotiven, ein Schlüsselanhänger und ein proprietärer USB-Dongle.
Darüber hinaus sind zahlreiche zusätzliche PBT-Keycaps enthalten, um die Tastatur individuell nach den eigenen Vorlieben zu gestalten.

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Technik:

Die Tastatur verfügt über drei Verbindungsmodi: Der erste ist die klassische Verbindung über das mitgelieferte USB-Kabel, der zweite läuft über Bluetooth 5.3 und der dritte über den proprietären USB-Dongle.
Über einen Schalter auf der Rückseite lässt sich der gewünschte Modus einstellen. Darüber hinaus besitzt die Skyfall 65 Pro Wireless auf der rechten Seite ein sehr kleines Display,
auf dem man zum Beispiel die aktuelle Uhrzeit ablesen kann. Darüber befindet sich ein praktischer Lautstärkeregler, der zudem als Schalter dient, mit dem sich benutzerdefinierte Funktionen zuweisen lassen.

Bei den Tastern handelt es sich um die hauseigenen „HATOR® Aurum Vanilla Silent Linear“-Schalter, die ab Werk bereits für flüssige Eingaben geschmiert sind. Wie bereits erwähnt, bestehen die Keycaps aus langlebigem Double-Shot-PBT.
Eine Hot-Swap-Unterstützung ist ebenfalls vorhanden, und auch die RGB-Beleuchtung lässt sich über die Software individuell konfigurieren. Über die N-Key-Rollover-Funktionalität muss man kein Wort verlieren,
da diese mittlerweile Industriestandard ist.

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Ersteindruck:

Die Hator Skyfall 65 Pro Wireless ist wertig verarbeitet. Obwohl die Tastatur komplett aus Kunststoff besteht, wirkt sie nicht billig. Der proprietäre USB-Dongle war sehr gut unter dem rechten Tastaturfuß versteckt. Das ist einerseits praktisch, da man ihn so immer bei der Tastatur hat und er dort sicher verstaut ist. Andererseits war der Dongle fast schon ein wenig zu gut versteckt!
Die RGB-Beleuchtung ist ausreichend hell. Selbst am helllichten Tag ist die Ausleuchtung homogen, und auch das kleine Display ist gut zu erkennen. Man kann die aktuelle Uhrzeit inklusive Sekunden hervorragend ablesen. Das ist besonders praktisch, da Windows 11 standardmäßig über keine Sekundenanzeige verfügt.

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Lautstärke:

Bei der Beurteilung der Lautstärke ist es wichtig, die reine Lautstärke vom Klangcharakter zu unterscheiden. Nur weil der Schalldruckpegel niedrig ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass der Klang auch angenehm ist.
Die „HATOR® Aurum Vanilla Silent Linear“-Schalter sind mit gemessenen 45,4 dB (bei einer Raumlautstärke von 35,3 dB) sehr leise. Der Klang der einzelnen Tasten ist jedoch sehr dumpf.
Aus subjektiver Sicht wird der Ton dadurch als weniger hochwertig wahrgenommen. Dies ist aber auch eine Frage der Gewöhnung, da ich an den Klang von Cherry-Schaltern gewöhnt bin. Man merkt auf jeden Fall,
dass die Dämpfung der einzelnen Taster sehr gut arbeitet. Die Lautstärke entspricht der einer leisen Rubberdome-Tastatur.


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Beurteilung der LEDs:

Die LED-Beleuchtung ist selbst am helllichten Tag erstaunlich gut abgestimmt, hier gibt es nichts zu bemängeln. Bei den LED-Anzeigen neben dem Display findet sich jedoch ein kleiner Designfehler.
Sobald die Feststelltaste (Caps Lock) aktiviert wird, wird dies visuell durch ein Lämpchen neben dem Display signalisiert. Bis dahin ist alles in Ordnung, da dies auch bei Standardtastaturen so üblich ist.
Da die Enter-Taste gleich nebenan angeordnet ist, ist die LED-Anzeige jedoch etwas zu unauffällig platziert. Bei einer Tastatur im kompakten 65-Prozent-Formfaktor wäre eine bessere Sichtbarkeit empfehlenswerter.
Wenn man im Zehnfingersystem schreibt, kann es durchaus passieren, dass man das Lämpchen übersieht, weil der kleine Finger die Signalbeleuchtung kurzzeitig verdeckt.
Das 0,85 Zoll große Display ist wiederum erstaunlich gut zu erkennen und je nach Bedarf sehr nützlich.

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Software:

Die Tastatur lässt sich entweder direkt im Browser über den Web-SyncHUB oder alternativ über eine downloadbare Software konfigurieren. Welche Variante man bevorzugt, bleibt einem selbst überlassen.
Zu den Optionen zählen die Beleuchtung, Makros, Profile und mehr. Unter dem Punkt „Beleuchtung“ lassen sich die einzelnen Lichteffekte sowie deren Helligkeit und Geschwindigkeit einstellen. Was ich hier jedoch vermisst habe:
Die Tastaturbeleuchtung lässt sich nicht unabhängig vom Display ausschalten. Deaktiviert man die RGB-Beleuchtung der Tasten, schaltet sich auch das Display ab.
Eine getrennte Konfiguration der beiden Elemente ist leider nicht möglich.
Wo wir schon beim Display sind: Über die Software lässt sich auch ein eigenes, kleines Bild auf den 0,85-Zoll-Bildschirm übertragen, eine nette kleine Spielerei.

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Praxis:

In der Praxis benötigt man eine gewisse Eingewöhnungszeit, wenn man zuvor eine Tastatur im 100-Prozent-Formfaktor genutzt hat; der Umstieg gestaltet sich nicht ganz so trivial.
Da allein schon die Signalbeleuchtung für die Feststelltaste woanders platziert ist, schaut man des Öfteren genauer hin. Wie bei jedem Wechsel auf ein anderes Layout benötigt jeder Mensch unterschiedlich viel Zeit.
Auch der Aktivierungsweg und die benötigte Betätigungskraft der Schalter unterscheiden sich spürbar von meiner vorherigen Tastatur.
Wegen der geringen Lautstärke eignet sich die Tastatur hervorragend für die Textverarbeitung, sofern man die Entfernen-Taste und den Ziffernblock auf der rechten Seite nicht zwingend benötigt.
Das liegt nicht nur an der extremen Laufruhe, sondern auch am angenehmen Tippgefühl. Der Druckweg und der Auslösewiderstand der einzelnen Tasten sind sehr gut abgestimmt.
Auch beim Gaming hatte ich nach der Eingewöhnungsphase keinerlei nennenswerte Probleme.


Akkuleistung:

Die Akkukapazität beträgt 4.000 mAh und soll laut Hersteller mit aktiver Hintergrundbeleuchtung eine Laufzeit von zirka 20 Stunden ermöglichen. Dies ist natürlich stark von der gewählten Helligkeitsstufe abhängig.
Wer komplett auf die Hintergrundbeleuchtung verzichten kann, wird mit einer Akkuladung ohne Probleme einen Monat lang ohne Nachladen auskommen. Da jedoch jeder Nutzer seine Tastatur unterschiedlich intensiv benutzt, lässt sich dies nicht pauschalisieren. Wer die Tastatur ohnehin nur über die Kabelverbindung nutzt, ist von dieser Thematik gar nicht erst betroffen.


Sicherheit:


Wie bereits erwähnt, lässt sich die Tastatur über die klassische Kabelverbindung, über Bluetooth 5.3 oder alternativ mit dem proprietären USB-Dongle an den PC anschließen. Die sicherste Methode stellt dabei die Kabelverbindung dar. Aber auch Bluetooth in der Version 5.3 gilt als sehr sicher. Mit bekannten Problemen älterer Bluetooth-Versionen, wie etwa Störsignalen im 2,4-GHz-Frequenzband, die beispielsweise durch das eigene WLAN-Netzwerk verursacht werden, kommt die neuere Version deutlich besser klar. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass viele Sicherheitsfeatures in Bluetooth 5.3 optional sind.
Inwieweit Hator diese implementiert hat, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Auch zum proprietären Dongle ließen sich diesbezüglich keine näheren Informationen herausfinden.



Fazit:

Ich kann die Hator Skyfall 65 Pro Wireless allen Silent-Liebhabern empfehlen. Von der Lautstärke her verrichtet sie ihren Dienst so leise wie eine Rubberdome-Tastatur.
Auch wenn das Klangbild meinem Empfinden nach etwas dumpf ausfällt, liegt das sicherlich an meiner Prägung durch die vorherigen Tastaturen.

Der Preis von zirka 75,- € ist für die gebotene Qualität absolut akzeptabel. Obwohl das gesamte Gehäuse aus Kunststoff besteht, wirkt es keinesfalls billig, alles ist sehr gut verarbeitet. Das optische Design ist gelungen und auch die Farbaufteilung weiß zu gefallen: Die vielen weißen Keycaps in der Mitte, umschlossen von schwarzen Tastenkappen am Rand, sorgen für ein stimmiges Gesamtbild.

Ein wirklicher Kritikpunkt ist jedoch die fehlende Möglichkeit, die Beleuchtung unabhängig vom Display auszuschalten. Möchte man das Display nutzen, funktioniert dies nur in Kombination mit der aktiven Tastaturbeleuchtung.

Was die Ergonomie betrifft, bietet die Tastatur außer den gummierten Aufstellfüßen keine weiteren Features. Die Option, eine Handballenauflage anzuschließen, wäre ein zusätzliches Plus gewesen, ist aber kein echter Nachteil.

Während des gesamten Tests habe ich keine vermisst; dennoch wäre die Option schön gewesen, da manche Nutzer eine solche bevorzugen.

Ich kannte die Marke Hator vorher überhaupt nicht, bin nun aber von der souveränen Qualität angenehm überrascht. Viel Licht, wenig Schatten, die Tastatur ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Pro: extrem leise im Betrieb, hochwertige lineare Schalter
Pro: vielseitige Konnektivität
Pro: sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra: Display und Tasterbeleuchtung nicht unabhängig konfigurierbar!
 

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