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Corsair stellte die ursprüngliche Nautilus 360 RS im Oktober 2024 vor, sie war vor allem für Benutzer gedacht, die das Corsair iCUE Ökosystem nicht nutzen können oder wollen. Sowohl die Pumpe als auch die Lüfter wurden über ein PWM Kabel an das Mainboard angeschlossen und konnten dann über Bios oder die entsprechende Software des Mainboardherstellers gesteuert werden. Durch die fehlende iCUE Unterstützung war die AIO recht günstig im Vergleich zu anderen Wasserkühlungen von Corsair und bot trotzdem eine gute Performance. Im August 2025 erschien dann jetzt die neue Variante mit LCD Bildschirm, die Nautilus 360 RS LCD, die laut Corsair das beste aus beiden Welten (PWM und iCUE) miteinander vereinen soll. Ob das gelingt, möchte ich im vorliegenden Lesertest etwas beleuchten.
Ich habe die Nautilus 360 RS LCD im Rahmen des Lesertests von hardwareluxx und Corsair zur Verfügung gestellt bekommen, danke noch mal für diese Möglichkeit. Da ich die AIO ursprünglich in dem weißen PC meiner Frau verbauen und testen wollte, habe ich mich ebenso für das Exemplar in weiß entschieden. Da meine Frau aber noch auf Sockel 1151 unterwegs ist, erfolgte der Einbau dann doch in meinem System.
In dem schlichten Karton befand sich durch Packpapier geschützt die eigentliche AIO in einem in Corsair-typischen schwarz-gelb gehaltenen Karton. Auf einer der Seiten wird die AIO großflächig abgelichtet, sowie die Kompatibilität zu Sockel 1700/1851 als auch AM4/AM5 sowie natürlich dem iCUE Ökosystem erwähnt. Auf der Rückseite sind mit ein paar Icons noch die wichtigsten Herausstellungsmerkmale aufgedruckt und in verschiedenen Sprachen erklärt. Etwas mehr technische Details sind auf einer der schmalen langen Seiten aufgedruckt, ebenso wie eine Übersicht über den Lieferumfang. Auf einer der Seitenklappen ist ein QR-Code aufgedruckt, über den man zum Handbuch kommt, die Seiten sind durch die normalen Schutzfolien gegen Aufklappen gesichert. Nach dem Lösen kann man den innenliegenden Kartoneinschub mit allen Teilen problemlos aus der Verpackung herausziehen.
(Zum Vergrößern der Bilder diese einfach anklicken, dann kann man sie in Originalauflösung anschauen)
Neben der Nautilus 360 RS LCD, die sicher in zwei Plastikbeuteln verpackt ist, wird der Radiator zusätzlich von einer Kartonage geschützt. Ansonsten verzichten Corsair inzwischen nach Möglichkeit auf den Einsatz von Plastik, im Karton befindet sich noch das folgende Zubehör, welches in mehreren kleinen Tüten verpackt ist:
Die Bodenplatte der Pumpe aus Kupfer ist wohl ganz leicht konvex gewölbt, das soll sich positiv auf die Kontaktfläche mit dem IHS der CPU auswirken. Durch das Anziehen der Befestigungen soll so ein insgesamt besserer Anpressdruck erzielt werden. Der Einbau auf AM5 läuft recht problemlos, als erstes erfolgt die Montage der entsprechenden Standoffs auf den vier Befestigungspunkten. Die Tütchen sind eindeutig gekennzeichnet, so dass eine Verwechslung ausgeschlossen werden kann. Die Bodenplatte der Pumpe wird mit bereits aufgebrachter Wärmeleitpaste im Corsair-Logo Stil ausgeliefert, die durch eine Plastikabdeckung geschützt ist. Das Bracket für LGA 1700/1851 ist bereits montiert. Zum Wechsel auf das Bracket für AM5 kann man den Rahmen einfach mit etwas Kraft zur Seite abziehen und das neue Bracket aufziehen, leider muss man dafür die schützende Abdeckung abnehmen. Das birgt natürlich die Gefahr, dass man die Wärmeleitpaste verwischt oder beschädigt, wenn man nicht aufpasst.
Die drei RS120 Lüfter müssen dann noch mit den mitgelieferten Schrauben auf dem Radiator montiert werden. Dies läuft problemlos, man sollte nur bei diesem Schritt bereits überlegen, in welcher Ausrichtung man den Radiator nachher einbauen möchte, damit die Kabel der Lüfter möglichst an der Rückseite entlang laufen (wie man auf den Fotos sieht, musste ich natürlich noch mal umschrauben...). Diese werden einfach per daisy-chain Stecker in Reihe aneinander geschlossen, so dass man nur ein Kabel zum Mainboard führen muss. Die Richtung des Luftstroms ist wie bei fast allen Lüftern durch entsprechende Pfeile auf der Seite der Lüfter gekennzeichnet. Ich habe mich für eine Push-Konfiguration entschieden, da ich den Radiator oben im Gehäuse einbauen wollte.
Danach ging es ans Einbringen der Pumpe und des Radiators. Theoretisch kann man die Pumpe in zwei verschiedenen Ausrichtungen montieren, entweder mit den Schläuchen nach links oder nach rechts. Leider verläuft das USB Kabel für das LCD Panel auf der anderen Seite der Pumpe, hier hätte ich mir von Corsair gewünscht, dass alle Kabel auf der selben Seite anbracht wären. Den Aufsatz mit dem LCD Bildschirm gibt es ja auch zum Nachrüsten für die normale Nautilus RS, aber dieser ist leider so gestaltet, dass er sich nur in genau dieser Ausrichtung aufsetzen lässt. Diese Design Entscheidung kann ich leider nicht ganz nachvollziehen, da der Bildschirm ja unabhängig von der Pumpe funktioniert, wäre eine frei wählbare Ausrichtung sicherlich sinnvoll gewesen.
Durch die Schlauchlänge von 450 mm sollte man in fast keinem Gehäuse irgendwelche Probleme bekommen, mir persönlich sind sie sogar ein wenig zu lang für eine sinnvolle Schlauchführung. Ich habe alle möglichen Positionierungen ausprobiert, wahrscheinlich wäre die senkrechte Montage des Radiators in meinem Light Base 600 LX noch die optisch am wenigsten störende gewesen (Position Bild 4). Ich hatte aber keine Lust, die bereits dort montierten Lüfter samt Verkabelung herauszunehmen, deswegen bin ich dann doch bei der Standardausrichtung oben mit den Schläuchen rechts geblieben (Position 1. Bild). Dort liefen zwar die Schläuche jetzt nicht ganz so schön, das hätte man aber eventuell mit Schlauchklemmen noch etwas anpassen können. Wenn ich die Pumpe umgedreht hätte, so dass die Schläuche links von der Pumpe starten (Position Bild 2), würden diese den LCD Bildschirm verdecken. Und wenn ich den Radiator umgedreht hätte, so dass die Schläuche im Bogen unter der Pumpe nach links laufen (Position Bild 3), dann hätten diese an dem rückwärtigen Lüfter Kontakt mit den Lüfterblättern, was natürlich auch nicht geht. Theoretisch hätte man in dieser Position noch die Pumpe umdrehen können, was den Kontakt der Schläuche aber noch deutlich verschlimmert hätte.
Die Montage der Pumpe gestaltet sich recht unkompliziert, mit dem AMD Bracket kann man den Pumpenkopf einfach auf den eingeschraubten Standoffs platzieren und dann die gefederten Rändelmuttern aufschrauben. Zu allen Seiten ist genug Platz dafür und man kann diese reihum mit Gefühl festziehen. Danach geht es darum, die Kabel sinnvoll an die entsprechenden Anschlüsse zu verlegen. Da die drei Lüfter am Radiator per daisy-chain Anschlüssen miteinander verbunden sind und kein RGB Anschluss besitzen, habe ich das eine PWM Kabel problemlos mit dem CPU_OPT Header oben auf meinem Mainboard verbinden können. Die Pumpeneinheit wird ebenso über ein schwarzes PWM Kabel angeschlossen und auf den CPU_FAN Header gesteckt. Hier hätte ich mir (insbesondere auf einem weißen Mainboard) doch tatsächlich auch eher ein weißes Kabel gewünscht. Auf der anderen Seite der Pumpeneinheit ragt dann das weiße USB Kabel für den LCD Bildschirm heraus, welches man irgendwie sinnvoll zu einem entsprechenden Anschluß auf dem Mainboard führen muss. Es ist mit einer Länge von 60 cm eigentlich ausreichend bemessen, um es ordentlich zu verlegen. Trotzdem musste ich auf Grund des Layouts meines Mainboards ein wenig herumprobieren, bis ich eine optisch halbwegs sinnvolle Kabelführung gefunden hatte.
Auch wenn die Optik bei einem Bildschirm natürlich eine wichtige Rolle einnimmt, so ist doch die Leistung der AIO das entscheidende Kriterium. Ich habe daher den typischen prime95 Small-FFT sowie Cinebench R23 als Belastungstests ausgewählt und dabei die Leistung der Corsair Nautilus gegenüber meiner regulär installierten DeepCool Mystique verglichen. Die Temperaturen waren durchaus sehr gut, ich habe diese in der folgenden Tabelle gegenüber gestellt. Ich habe im Gehäuse zwei Temperatursensoren verbaut, die einmal am unteren Rand und ganz oben im Gehäuse platziert waren, ohne direkt im Luftstrom der Lüfter zu sitzen. Außerdem sind noch zwei zusätzliche Sensoren von meinem Mainboard verbaut, die ich für den Vergleich aber mal ignoriere, damit die Werte konsistent sind. Ich führe in der Tabelle jeweils die Werte wie in HWInfo angezeigt wie auch in Klammern dahinter um das Temperaturdelta der Umgebungstemperatur (am unteren Gehäusesensor gemessen) bereinigten Werte auf, um einen echten Vergleich darstellen zu können. Dabei habe ich auch noch mal die Lüfterdrehzahl auf 1000rpm begrenzt, um einen Vergleich bei einer aktustisch angenehmen Drehzahl zu bekommen. Die Pumpe lief im prime95 dagegen jeweils auf 100%, welches bei der Nautilus wohl einer Drehzahl um die 3150 U/min entspricht, bei der DeepCool Mystique dagegen bis zu 3350 U/min.
Wie man sehen kann, waren die Umgebungstemperaturen beim Test mit der DeepCool Mystique deutlich höher, da das Wetter mies war und die Heizung lief.
Insgesamt unterscheiden sich beide nicht allzu viel voneinander, auf jeden Fall sind die Temperaturen selbst im Stresstest noch weit von jeglicher Grenze entfernt. Allerdings zeigt sich, dass insbesondere die RS120 Lüfter bei maximaler Drehzahl doch nicht mehr zu ignorieren sind. Auch die Pumpe kann man ab ca. 70% durch ein Sirren dezent hören, wenn die Lüfter sie nicht gerade übertönen. Bei maximaler Drehzahl ist das Geräusch schon störender, dafür kann man die Pumpe aber problemlos regeln (z.B. mit Fan Control etc.) und somit das Geräusch deutlich reduzieren. Ich habe die Lautstärke mit einer Schallmesser App auf dem Handy aus ca. 40 cm Entfernung bei geschlossenem Gehäuse gemessen, wobei ich diese vorher in einem abgeschlossenen Raum ohne Störgeräusche "genullt" habe. Hier zeigt sich, dass die versprochenen 36 dB von Corsair doch eingehalten werden, dies ist meinem Empfinden nach allerdings schon recht störend. Ich habe die ursprünglichen auf der Mystique installierten DeepCool FD12 Lüfter bereits aus akustischen Gründen gegen Light Wings LX von be quiet! ausgetauscht, da diese auch generell in meinem Light Base 600 LX Verwendung finden.
An dem Vergleichsbild kann man recht deutlich den Unterschied zwischen den Lüftern erkennen, obwohl beide den gleichen Drehzahlbereich bedienen. Selbst bei maximaler Drehzahl sind die Light Wings LX ein ganzes Stück leiser und auch vom Empfinden her deutlich angenehmer als die RS120 von Corsair. Diese entwickeln bereits ab ca. 1300 U/Min ein eher niederfrequentes Brummen und Rauschen, welches in höheren Drehzahlen noch durch ein Sirren verstärkt wird. Dies war mir bereits bei dem Test zum Corsair Frame 4000D ARGB störend aufgefallen, auch wenn ich dies im jetzigen Test subjektiv nicht ganz so schlimm fand. Vielleicht lag es ja an der Nicht-ARGB Variante...
Die Lautstärke der Lüfter und der Pumpe ist okay, es gibt sicherlich schlimmeres, allerdings auch viel bessere Alternativen. Dafür lassen sich beide in einem recht großen Drehzahlbereich einstellen, so dass ein eher leises System zumindest ohne Vollauslastung problemlos möglich ist. Unter Last dagegen ist die AIO nicht wirklich zu überhören, silent-build Enthusiasten werden hier sicherlich nicht begeistert sein. Zusätzlich bewirbt Corsair die AIO ja mit "dem besten aus beiden Welten von iCUE und PWM Ansteuerung", ich würde das allerdings eher als "nichts Halbes und nichts Ganzes" sehen. Gerade wenn man bereits das iCUE Ökosystem benutzt, hätte man sicherlich gerne die Möglichkeit, Pumpe und Lüfter in eben dieser Software anzusteuern. Dies ist nur über Umwege wie einen zusätzlichen Commander Core XT oder ähnliche Controller möglich. Andererseits kann man auch nicht auf iCUE verzichten, da nur darüber der LCD Bildschirm betrieben werden kann. Bei einem Preis von ca. 135 € muss wohl jeder für sich selber entscheiden, ob einem das Display und die damit verbundene Nutzung von iCUE den Aufpreis zu mindestens ähnlich guten AIOs wert ist. Ich persönlich bin wieder auf meine ursprüngliche AIO zurück gewechselt, insbesondere im Hinblick auf die Leistung bei deutlich geringerer Lautstärker.
Ich hoffe mein Test konnte euch einen kleinen Einblick in die Nautilus RS LCD gewähren und die Vor- und Nachteile ein wenig beleuchten, für Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge habe ich immer ein offenes Ohr.
Für weitere Eindrücke verlinke ich euch hier noch die Lesertests von
Rego123
Hattori1000
DamnedFreak
paffi
Ich habe die Nautilus 360 RS LCD im Rahmen des Lesertests von hardwareluxx und Corsair zur Verfügung gestellt bekommen, danke noch mal für diese Möglichkeit. Da ich die AIO ursprünglich in dem weißen PC meiner Frau verbauen und testen wollte, habe ich mich ebenso für das Exemplar in weiß entschieden. Da meine Frau aber noch auf Sockel 1151 unterwegs ist, erfolgte der Einbau dann doch in meinem System.
Die Verpackung und der Lieferumfang
Der Versand der Nautilus lies dieses Mal nach der Verkündigung der Teilnehmer am Lesertest leider einige Wochen auf sich warten, Corsair hatte wahrscheinlich mit der Weihnachtszeit und der direkt im Anschluss stattfindenden CES 2026 in Las Vegas alle Hände voll zu tun. Anfang Februar war es aber dann soweit, die AIO wurde wie eigentlich alle Pakete von Corsair durch UPS ausgeliefert und ich erhielt per Email eine entsprechende Benachrichtigung mit Trackingnummer und der Mitteilung, dass für die Zustellung eine Unterschrift erforderlich ist. Die Auslieferung klappte zum Glück problemlos und ich konnte das Paket in Empfang nehmen. Am Wochenende darauf machte ich mich dann ans Auspacken und den Einbau.In dem schlichten Karton befand sich durch Packpapier geschützt die eigentliche AIO in einem in Corsair-typischen schwarz-gelb gehaltenen Karton. Auf einer der Seiten wird die AIO großflächig abgelichtet, sowie die Kompatibilität zu Sockel 1700/1851 als auch AM4/AM5 sowie natürlich dem iCUE Ökosystem erwähnt. Auf der Rückseite sind mit ein paar Icons noch die wichtigsten Herausstellungsmerkmale aufgedruckt und in verschiedenen Sprachen erklärt. Etwas mehr technische Details sind auf einer der schmalen langen Seiten aufgedruckt, ebenso wie eine Übersicht über den Lieferumfang. Auf einer der Seitenklappen ist ein QR-Code aufgedruckt, über den man zum Handbuch kommt, die Seiten sind durch die normalen Schutzfolien gegen Aufklappen gesichert. Nach dem Lösen kann man den innenliegenden Kartoneinschub mit allen Teilen problemlos aus der Verpackung herausziehen.
(Zum Vergrößern der Bilder diese einfach anklicken, dann kann man sie in Originalauflösung anschauen)
Neben der Nautilus 360 RS LCD, die sicher in zwei Plastikbeuteln verpackt ist, wird der Radiator zusätzlich von einer Kartonage geschützt. Ansonsten verzichten Corsair inzwischen nach Möglichkeit auf den Einsatz von Plastik, im Karton befindet sich noch das folgende Zubehör, welches in mehreren kleinen Tüten verpackt ist:
- 3x RS120 Lüfter
- Bracket für AM4/AM5 + Standoffs
- Backplate für LGA1700/1851 + Standoffs
- Befestigungsschrauben für Lüfter und Radiator mit Unterlegscheiben
- gefederte Rändelmuttern zur Befestigung der Pumpeneinheit
- Lüfter PWM Verlängerungskabel
- Garantie & Sicherheitsdatenblatt
Technische Daten und Einbau auf AM5
Zuerst die technischen Daten im ÜberblickBeschreibung | Wert |
|---|---|
| Bezeichnung | Nautilus 360 RS LCD |
| Abmessung (Radiator) | 396 x 120 x 27 mm |
| Abmessung (RS120) | 120 x 120 x 25 mm |
| Schlauchlänge | 450 mm |
| Gewicht | 2,389 kg |
| Betriebsspannung / Nennstrom (Pumpe) | 12 V DC / 0,3 A max |
| Betriebsspannung / Nennstrom (LCD Panel) | 5 V DC / 0,3 A max |
| Betriebsspannung / Nennstrom (Lüfter) | 12 V DC / 0,4 A max |
| Pumpendrehzahl | 1550 – 3150 U/Min |
| Lüfterdrehzahl | 420 – 2100 U/Min (±10%) |
| Luftdurchsatz | 13,3 - 72,8 CFM (± 10 %) |
| Luftdruck | 0,2 – 4,15 mm/H2O (max.) |
| Schallpegel (Lüfter) | 10 - 36 dBA dB(A) max |
| Lüfterlager | Magnetschwebelager |
| Anschluss | 4-Pin PWM (Pumpe / Lüfter daisy-chained), 9-Pin USB 2.0 (LCD) |
| Material Radiator | Aluminium |
| Material Pumpen-Bodenplatte | Kupfer |
| Sockel | Intel 1851, Intel 1700, AMD AM5, AMD AM4 |
| Garantie | 5 Jahre |
Die Bodenplatte der Pumpe aus Kupfer ist wohl ganz leicht konvex gewölbt, das soll sich positiv auf die Kontaktfläche mit dem IHS der CPU auswirken. Durch das Anziehen der Befestigungen soll so ein insgesamt besserer Anpressdruck erzielt werden. Der Einbau auf AM5 läuft recht problemlos, als erstes erfolgt die Montage der entsprechenden Standoffs auf den vier Befestigungspunkten. Die Tütchen sind eindeutig gekennzeichnet, so dass eine Verwechslung ausgeschlossen werden kann. Die Bodenplatte der Pumpe wird mit bereits aufgebrachter Wärmeleitpaste im Corsair-Logo Stil ausgeliefert, die durch eine Plastikabdeckung geschützt ist. Das Bracket für LGA 1700/1851 ist bereits montiert. Zum Wechsel auf das Bracket für AM5 kann man den Rahmen einfach mit etwas Kraft zur Seite abziehen und das neue Bracket aufziehen, leider muss man dafür die schützende Abdeckung abnehmen. Das birgt natürlich die Gefahr, dass man die Wärmeleitpaste verwischt oder beschädigt, wenn man nicht aufpasst.
Die drei RS120 Lüfter müssen dann noch mit den mitgelieferten Schrauben auf dem Radiator montiert werden. Dies läuft problemlos, man sollte nur bei diesem Schritt bereits überlegen, in welcher Ausrichtung man den Radiator nachher einbauen möchte, damit die Kabel der Lüfter möglichst an der Rückseite entlang laufen (wie man auf den Fotos sieht, musste ich natürlich noch mal umschrauben...). Diese werden einfach per daisy-chain Stecker in Reihe aneinander geschlossen, so dass man nur ein Kabel zum Mainboard führen muss. Die Richtung des Luftstroms ist wie bei fast allen Lüftern durch entsprechende Pfeile auf der Seite der Lüfter gekennzeichnet. Ich habe mich für eine Push-Konfiguration entschieden, da ich den Radiator oben im Gehäuse einbauen wollte.
Danach ging es ans Einbringen der Pumpe und des Radiators. Theoretisch kann man die Pumpe in zwei verschiedenen Ausrichtungen montieren, entweder mit den Schläuchen nach links oder nach rechts. Leider verläuft das USB Kabel für das LCD Panel auf der anderen Seite der Pumpe, hier hätte ich mir von Corsair gewünscht, dass alle Kabel auf der selben Seite anbracht wären. Den Aufsatz mit dem LCD Bildschirm gibt es ja auch zum Nachrüsten für die normale Nautilus RS, aber dieser ist leider so gestaltet, dass er sich nur in genau dieser Ausrichtung aufsetzen lässt. Diese Design Entscheidung kann ich leider nicht ganz nachvollziehen, da der Bildschirm ja unabhängig von der Pumpe funktioniert, wäre eine frei wählbare Ausrichtung sicherlich sinnvoll gewesen.
Durch die Schlauchlänge von 450 mm sollte man in fast keinem Gehäuse irgendwelche Probleme bekommen, mir persönlich sind sie sogar ein wenig zu lang für eine sinnvolle Schlauchführung. Ich habe alle möglichen Positionierungen ausprobiert, wahrscheinlich wäre die senkrechte Montage des Radiators in meinem Light Base 600 LX noch die optisch am wenigsten störende gewesen (Position Bild 4). Ich hatte aber keine Lust, die bereits dort montierten Lüfter samt Verkabelung herauszunehmen, deswegen bin ich dann doch bei der Standardausrichtung oben mit den Schläuchen rechts geblieben (Position 1. Bild). Dort liefen zwar die Schläuche jetzt nicht ganz so schön, das hätte man aber eventuell mit Schlauchklemmen noch etwas anpassen können. Wenn ich die Pumpe umgedreht hätte, so dass die Schläuche links von der Pumpe starten (Position Bild 2), würden diese den LCD Bildschirm verdecken. Und wenn ich den Radiator umgedreht hätte, so dass die Schläuche im Bogen unter der Pumpe nach links laufen (Position Bild 3), dann hätten diese an dem rückwärtigen Lüfter Kontakt mit den Lüfterblättern, was natürlich auch nicht geht. Theoretisch hätte man in dieser Position noch die Pumpe umdrehen können, was den Kontakt der Schläuche aber noch deutlich verschlimmert hätte.
Die Montage der Pumpe gestaltet sich recht unkompliziert, mit dem AMD Bracket kann man den Pumpenkopf einfach auf den eingeschraubten Standoffs platzieren und dann die gefederten Rändelmuttern aufschrauben. Zu allen Seiten ist genug Platz dafür und man kann diese reihum mit Gefühl festziehen. Danach geht es darum, die Kabel sinnvoll an die entsprechenden Anschlüsse zu verlegen. Da die drei Lüfter am Radiator per daisy-chain Anschlüssen miteinander verbunden sind und kein RGB Anschluss besitzen, habe ich das eine PWM Kabel problemlos mit dem CPU_OPT Header oben auf meinem Mainboard verbinden können. Die Pumpeneinheit wird ebenso über ein schwarzes PWM Kabel angeschlossen und auf den CPU_FAN Header gesteckt. Hier hätte ich mir (insbesondere auf einem weißen Mainboard) doch tatsächlich auch eher ein weißes Kabel gewünscht. Auf der anderen Seite der Pumpeneinheit ragt dann das weiße USB Kabel für den LCD Bildschirm heraus, welches man irgendwie sinnvoll zu einem entsprechenden Anschluß auf dem Mainboard führen muss. Es ist mit einer Länge von 60 cm eigentlich ausreichend bemessen, um es ordentlich zu verlegen. Trotzdem musste ich auf Grund des Layouts meines Mainboards ein wenig herumprobieren, bis ich eine optisch halbwegs sinnvolle Kabelführung gefunden hatte.
Software Anbindung, Performance im Alltag und im Stresstest
Nachdem die Verkabelung erfolgreich erledigt war, konnte ich die AIO in Betrieb nehmen. iCUE war bei mir bereits wegen RAM und einem Commander Core XT für die Lüftersteuerung vorinstalliert, ansonsten müsste man sich die Software erst herunterladen. Bei dem Bildschirm handelt es sich um ein IPS-Display mit einer Auflösung von 480x480 Pixeln und einer Frame-Rate mit bis zu 30 FPS, die Helligkeit beträgt 600 cd/m² und lässt sich nicht verändern. Der LCD Bildschirm wurde problemlos erkannt und das entsprechende Modul installiert, danach erfolgte direkt ein Firmware Update. Im Anschluß war der Bildschirm in iCUE verfügbar, hier stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Im ursprünglichen Zustand zeigt der Bildschirm ohne iCUE eine durchlaufende Animation mit dem Corsair Logo, wenn iCUE gestartet ist, wird dort die CPU Temperatur angezeigt. Dies kann man natürlich recht vielfältig anpassen, man kann aus verschiedenen mitgelieferten gifs auswählen bzw. eigene hochladen. Außerdem ist eine Integration mit dem giphy Dienst vorhanden, wodurch man zu einem Stichwort passende gifs angezeigt bekommt. Weiterhin können natürlich andere Meßwerte angezeigt werden sowie Uhrzeit oder andere Effekte dargestellt werden. Jegliche Einstellungen sind natürlich nur auf den Bildschirm bezogen, die Pumpe selber oder auch die RS120 Lüfter werden in iCUE gar nicht erkannt und stehen somit nicht für eventuelle Lüfterkurven zur Verfügung.
Auch wenn die Optik bei einem Bildschirm natürlich eine wichtige Rolle einnimmt, so ist doch die Leistung der AIO das entscheidende Kriterium. Ich habe daher den typischen prime95 Small-FFT sowie Cinebench R23 als Belastungstests ausgewählt und dabei die Leistung der Corsair Nautilus gegenüber meiner regulär installierten DeepCool Mystique verglichen. Die Temperaturen waren durchaus sehr gut, ich habe diese in der folgenden Tabelle gegenüber gestellt. Ich habe im Gehäuse zwei Temperatursensoren verbaut, die einmal am unteren Rand und ganz oben im Gehäuse platziert waren, ohne direkt im Luftstrom der Lüfter zu sitzen. Außerdem sind noch zwei zusätzliche Sensoren von meinem Mainboard verbaut, die ich für den Vergleich aber mal ignoriere, damit die Werte konsistent sind. Ich führe in der Tabelle jeweils die Werte wie in HWInfo angezeigt wie auch in Klammern dahinter um das Temperaturdelta der Umgebungstemperatur (am unteren Gehäusesensor gemessen) bereinigten Werte auf, um einen echten Vergleich darstellen zu können. Dabei habe ich auch noch mal die Lüfterdrehzahl auf 1000rpm begrenzt, um einen Vergleich bei einer aktustisch angenehmen Drehzahl zu bekommen. Die Pumpe lief im prime95 dagegen jeweils auf 100%, welches bei der Nautilus wohl einer Drehzahl um die 3150 U/min entspricht, bei der DeepCool Mystique dagegen bis zu 3350 U/min.
Nautilus | Mystique | Temperaturdelta Nautilus-> Mystique (negativ ist besser) | |
|---|---|---|---|
| Temperatur Idle CPU (Tctl/Tdie) | 38,5 °C | 40.6 (39,2 °C) | - 0,7 |
| Temperatur Idle CPU (bei maximaler Drehzahl) | 37,0 °C | 39,0 °C (37,0 °C) | 0,0 |
| Temperatur Small-FFT 60 Minuten | 71,1 °C | 74,8 °C (71,5 °C) | - 0,4 |
| Temperatur Small-FFT bei 1000 U/min | 83,0 °C | 84,2 °C (81,2 °C) | + 1,8 |
| Temperatur Cinebench R23 | 59,1 °C | 60,0 °C (58,8 °C) | +0,3 |
| Temperatur Gaming | 58.2 | 60.1 (58.8) | - 0,6 |
Wie man sehen kann, waren die Umgebungstemperaturen beim Test mit der DeepCool Mystique deutlich höher, da das Wetter mies war und die Heizung lief.

Insgesamt unterscheiden sich beide nicht allzu viel voneinander, auf jeden Fall sind die Temperaturen selbst im Stresstest noch weit von jeglicher Grenze entfernt. Allerdings zeigt sich, dass insbesondere die RS120 Lüfter bei maximaler Drehzahl doch nicht mehr zu ignorieren sind. Auch die Pumpe kann man ab ca. 70% durch ein Sirren dezent hören, wenn die Lüfter sie nicht gerade übertönen. Bei maximaler Drehzahl ist das Geräusch schon störender, dafür kann man die Pumpe aber problemlos regeln (z.B. mit Fan Control etc.) und somit das Geräusch deutlich reduzieren. Ich habe die Lautstärke mit einer Schallmesser App auf dem Handy aus ca. 40 cm Entfernung bei geschlossenem Gehäuse gemessen, wobei ich diese vorher in einem abgeschlossenen Raum ohne Störgeräusche "genullt" habe. Hier zeigt sich, dass die versprochenen 36 dB von Corsair doch eingehalten werden, dies ist meinem Empfinden nach allerdings schon recht störend. Ich habe die ursprünglichen auf der Mystique installierten DeepCool FD12 Lüfter bereits aus akustischen Gründen gegen Light Wings LX von be quiet! ausgetauscht, da diese auch generell in meinem Light Base 600 LX Verwendung finden.
An dem Vergleichsbild kann man recht deutlich den Unterschied zwischen den Lüftern erkennen, obwohl beide den gleichen Drehzahlbereich bedienen. Selbst bei maximaler Drehzahl sind die Light Wings LX ein ganzes Stück leiser und auch vom Empfinden her deutlich angenehmer als die RS120 von Corsair. Diese entwickeln bereits ab ca. 1300 U/Min ein eher niederfrequentes Brummen und Rauschen, welches in höheren Drehzahlen noch durch ein Sirren verstärkt wird. Dies war mir bereits bei dem Test zum Corsair Frame 4000D ARGB störend aufgefallen, auch wenn ich dies im jetzigen Test subjektiv nicht ganz so schlimm fand. Vielleicht lag es ja an der Nicht-ARGB Variante...
Fazit
Die Nautilus ist gut verarbeitet und kann durch eine solide Kühlleistung durchaus überzeugen. Alles nötige Zubehör wird mitgeliefert, die Verpackung besteht hauptsächlich aus Karton und Papier, auch wenn nicht komplett auf Plastik verzichtet wird. Der Zusammenbau und Einbau in das bestehende System gestaltete sich problemlos und unkompliziert, lediglich die Kabelführung des Displays und die etwas zu langen Schläuche zum Radiator fielen eher negativ auf. Hier hätte ich mir insbesondere beim Display gewünscht, dass man die Ausrichtung auch drehen könnte und das USB Kabel somit auf die Seite der Schlauchausgänge legen könnte. Zusätzlich hätte ich mir für das PWM Kabel der Pumpeneinheit auch eine weiße Farbe wie bei den Lüftern gewünscht, damit dies farblich einheitlich ist.Die Lautstärke der Lüfter und der Pumpe ist okay, es gibt sicherlich schlimmeres, allerdings auch viel bessere Alternativen. Dafür lassen sich beide in einem recht großen Drehzahlbereich einstellen, so dass ein eher leises System zumindest ohne Vollauslastung problemlos möglich ist. Unter Last dagegen ist die AIO nicht wirklich zu überhören, silent-build Enthusiasten werden hier sicherlich nicht begeistert sein. Zusätzlich bewirbt Corsair die AIO ja mit "dem besten aus beiden Welten von iCUE und PWM Ansteuerung", ich würde das allerdings eher als "nichts Halbes und nichts Ganzes" sehen. Gerade wenn man bereits das iCUE Ökosystem benutzt, hätte man sicherlich gerne die Möglichkeit, Pumpe und Lüfter in eben dieser Software anzusteuern. Dies ist nur über Umwege wie einen zusätzlichen Commander Core XT oder ähnliche Controller möglich. Andererseits kann man auch nicht auf iCUE verzichten, da nur darüber der LCD Bildschirm betrieben werden kann. Bei einem Preis von ca. 135 € muss wohl jeder für sich selber entscheiden, ob einem das Display und die damit verbundene Nutzung von iCUE den Aufpreis zu mindestens ähnlich guten AIOs wert ist. Ich persönlich bin wieder auf meine ursprüngliche AIO zurück gewechselt, insbesondere im Hinblick auf die Leistung bei deutlich geringerer Lautstärker.
| Pro | Contra |
|---|---|
|
|
Ich hoffe mein Test konnte euch einen kleinen Einblick in die Nautilus RS LCD gewähren und die Vor- und Nachteile ein wenig beleuchten, für Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge habe ich immer ein offenes Ohr.
Für weitere Eindrücke verlinke ich euch hier noch die Lesertests von
Rego123
Hattori1000
DamnedFreak
paffi
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