@buyman
Ein grundsätzliches Jain.
Nur weil du z.B. mal Elektromonteur gelernt hast, heißt das nicht, dass du ne EFK bist.
Eine EFK ist man dann, wenn man
1. eine entsprechende Ausbildung hat
2. berufliche Erfahrung hat (damit ist nicht gemeint mal vor 20 Jahren 5 Jahre im Job gearbeitet)
3. die Normen und Regelungen kennt
4. basierend auf den Punkten 1-3 entsprechend dazu mehr oder minder offiziell ernannt wurde (Chef oder VEFK)
Sprich also, nur weil du mal vor 30 Jahren ne Ausbildung genossen hast, dann aber nur noch Bus gefahren bist, heißt das nicht, dass du (noch) ne EFK bist.
Du magst ggf. etwas (Rest)Wissen haben und du weißt noch, dass man den gn/ge nicht als Abstandshalter gebraucht, nur bist du dann eben schon lange aus den Regelungen raus und weiß nicht, was sich geändert hat.
Ggf. ist es ja heute so, dass man den gn/ge grundsätzlich abschneidet, weil der zu gefährlich geworden ist und sonst auch nur nervig ist.
Woher willst du jetzt wissen, dass eine vorhandene Installation nicht OK ist, oder aber wie man das denn jetzt korrekt aufbaut.
Ne EFK (oder die VEFK) hat die Aufgabe, ständig im Informationsfluss zu sein. Dass heißt nicht, dass man die VDE jedes Jahr neu studiert. Sehr wohl heißt es aber, dass man eben über die Änderungen in seinem Bereich auf Stand ist. Dafür gibt es dann regelmäßig Weiterbildungen (ja, auch die VEFK), die man eben besuchen muss.
Den Kollegen hier im Schaltschrankbau interessiert nicht, was sich gerade in den PV VDE Normen ändert.
Oder besser, du kommst aus dem Anlagenbau und fängst in einer PV-Bude an. Wenn mans hart auslegt, bist du dann nen Laie, eben weil mehr oder minder alles anders ist, angefangen beim Zählerschrank. Ja, rot ist blau und + ist -, das wars dann aber an Gemeinsamkeiten.
Am Ende ist das mit der EFK nicht so einfach, wie man meint.
EFK heißt nicht, dass man weiß wie der Strom funktioniert, das ist, leider, schon etwas mehr,
Auf den Fall hier im Schaltschrankbau, das kommt auf konkreten Fall an.
Es kann gehen, kann aber auch nicht. Das ist ne Frage, was genau das eigene Betätigungsfeld ist.
Ne Führungskraft kann auch nen Laie sein und dennoch da arbeiten. Der sollte dann aber keine Schränke abnehmen, zumindest nicht mech. oder el.
Sehr wohl kann man aber in so einer Position Projekte managen, Teile besorgen, Arbeitsorganisation usw. betreiben.
Wenn es aber deutlich in die E-Technik geht, würde ich als VEFK an einer solchen Stelle eine (richtige) Ausbildung sehen. Es bräuchte so viele Weiterbildungen, dass das am Ende eh ne Ausbildung ist.
Ohne jetzt die Details des Jobs zu kennen, würde ich das weder verneinen, noch bejahen, weil es eben auf die Umstände ankommt.
Ich würde daher vorschlagen, sich das Jobprofil nochmal anzuschauen oder hier zu kommunizieren und ggf. darauf aufbauend mit der dortigen VEFK zu sprechen.
Sollte E-Technik jetzt nicht zum zwingenden Arbeitsinhalt gehören, so würde ich dennoch bei der Verwendung Führungskraft empfehlen/könnte man sich überlegen sich den ein oder anderen Lehrgang zu gönnen, um Theoriewissen (z.B. Betriebsmittel kennenlernen und was die machen usw.) abzugreifen und auch mal als Praktikant nen Monat mitzumachen, unter Aufsicht versteht sich. Dann bekommt man nen Gefühl von dem, wo man da gelandet ist.
Dann weiß man nämlich im Detail wo der Frosch die Locken hat.