[Sammelthread] Der 100Gbit Netzwerk Thread, ein bisschen 40gbit und „beyond“ ;)

Ja, dass es kein OS2 ist, ist maximal ärgerlich. 100G ist bisher auch Neuland für mich, in den Sphären war ich bisher noch nicht unterwegs. Irgendwo muss man ja aber anfangen, sich zu informieren…

Ich hab jetzt erstmal was, was ich mir anschauen kann. Danke.
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Ich bin gerade dabei mir ein Konzept für eine günstige 25-100G Workgroup Lösung zu überlegen

Anwendungsfall: 2-8 Concurrent User AV Bearbeitung
(low latency, low cpu load, daher rdma)
Ziel: LAN Performance wie "lokale NVMe"
Performance: 25G (3GB/s) sollte reichen, direct connect (ohne teuren Switch)
SMB Server: Windows Server 2019 Essentials oder neuerer mit SMB Direkt/RDMA und Windows 11 Pro Clients

Vorüberlegung:

Für SMB Direct und RDMA gibt es zwei Optionen
1.) RoCE v2, die Highend Variante mit lossless udp, kompliziert im Setup
2.) iWARP, die Einfach Variante mit tcp, vereinfacht Setup und eventuelle Switch Anforderungen.
Theoretisch minimal langsamer als RoCe v2, sollte aber unerheblich sein.

25G Nics mit RoCE v2 Treibern gibts vor allem von Mellanox und Intel
25G Nics mit iWARP Treibern gibts von Chelsio und Intel (Intel 810 kann RoCEv2 und iWARP)
für 100G brächte man eine 6x QSFP Intel E810 (2x im Server)

Ich konzentriere mich mal auf die Intel E810 in der SFP 28 Ausführung (2/4 port 25G)

Kosten: (günstigst, used, Key, SoHo)
Älteres Microsoft Server 2019 Essentials, mit halbwegs sicherem Legal State (MS cerified store): ca 30,-- bis 300,--
Intel E810 SFP28, 2/4 Port: ab ca 160,--/220,-- (used, China)

Verkabelung je Client
1 x Dac Kabel SFP28 bis 5m: ab 50,-- oder besser gleich
2 x Tranceiver 25G SFP28: je ab 50,-- +2x LW Patchkabel (SM bzw MM) je nach Länge 3m-100m

Für Kommunikation und Internet: vorhandenes 1-10G LAN

Für Software, Nics undVerkabelung bei 4 Clients brauche ich also neben Windows Server
1x Intel E810 4 Port und 4x Intel E810 2 Port, dazu 8 Tranceiver und Patchkabel

LAN Kosten für Server + 4 Clients zusammen ab ca 1200,--
RoCEv2 mit günstigen used Mellanox dürfte ähnlich liegen

Habe ich was übersehen ?
Hat jemand SMB Direkt mit iWARP im Einsatz ?
 
Nachdem der kleine Mikrotik ja nun doch RDMA kann, würde ich den für alles mit bis zu 4 Hochgeschwindigkeitsteilnehmern eher im Betracht ziehen als eine X mal Dualport-Lösung. Mit 600 Euro echt erschwinglich.

Oder halt was Gebrauchtes Lautes. :d

Willst Du meinen Plexxi für einen schmalen Taler haben? ;)
 
Hatte meinen Mellanox SN2010 auch für <1000 € bekommen, der hätte noch 18x SFP28 zu den 4 QSFP28. Cumulus problemlos möglich, oder halt das Painfree Onyx, das aber EOL ist.
 
Danke. Im Moment bin ich erst am Konzept prüfen für ein SMB Direkt HowTo für Dummies mit Focus auf geringe Kosten, Einfachheit und "Bürotauglichkeit" sprich geringe Lautstärke. Ein Switch statt DAC/AOC Verkabelung macht die Konfiguration etwas einfacher zumal mit iWARP und ip statt RoCE v2 mit lossless udp jeder Switch geht ohne dass man da besondere Features oder spezielle Settings braucht.

Ein MikroTik CRS504-4XQ-IN Switch beispielsweise (ab ca 600,-- ) mit Begrenzung auf 4 x 25/100 Ports wäre nicht so tragisch, man würde bei mehr als 4 Arbeitsplätze diese sowieso eher auf 2 Räume aufteilen, jeweils mit einem Raum-Switch. Die Option auf 100G oder alternativ RoCEv2 ist auch nice. Jedem nic Port manuell eine ip zuzuweisen ist zwar nicht aufwendig aber da der MikroTik einen DHCP Server haben dürfte, könnte man das etwas vereinfachen.

Bleibt die Basisfrage iWARP mit ip und Intel/Chelsio vs Mellanox mit RoCEv2
Ich tendiere im Moment eher zu iWARP habe aber bisher null Erfahrung damit.
 
Frage:
Der MikroTik CRS504-4XQ-IN hat 4 x QSFP 100G Anschlüsse und kein RJ45.

Da sollte man doch je Port mittels eines QSFP28 auf 4x SFP28 (Passive DAC) Breakout Kabel 4 x Intel E810 SFP28 -25G anschließen können, sprich ein MikroTik CRS504-4XQ-IN könnte bis zu 16 Clients mit 25G versorgen.

Kann man einen der QSFP Ports mittels QSFP28 to SFP28 Adapter und da einem SFP+ auf RJ45-Modul mit einem normalen 1/10G Switch verbinden. Damit hätte man 3 x 100G (12x 25G) und ein normalen RJ45 für "sonstiges".
 
Doch, der hat 1x RJ45.
 
lt KI hat der 2x "RJ45" Ports

1. Der ETH/BOOT Port (Management-Port)
Dies ist ein dedizierter Fast-Ethernet-Port (10/100 Mbit/s). Er ist technisch vom Haupt-Switch-Chip (Marvell Prestera) getrennt.

Zweck: Er dient ausschließlich dem Out-of-Band-Management. Das bedeutet, du kannst auf die Konfiguration des Switches zugreifen, selbst wenn du deine 100G/25G-Datenports durch eine Fehlkonfiguration "ausgesperrt" hast.

2. Der CONSOLE Port (Serieller Port)
Obwohl er wie ein Netzwerkanschluss aussieht, ist dies ein serieller RS232-Anschluss im RJ45-Format (Cisco-Standard Pinbelegung).

Zweck: Er bietet direkten Zugriff auf die Kommandozeile (CLI) über ein serielles Kabel (Roll-over-Kabel oder RJ45

Also nein, kein nutzbarer RJ45 für lan traffic
 
Kann man einen der QSFP Ports mittels QSFP28 to SFP28 Adapter und da einem SFP+ auf RJ45-Modul mit einem normalen 1/10G Switch verbinden. Damit hätte man 3 x 100G (12x 25G) und ein normalen RJ45 für "sonstiges".
Ist leider nur Halbwissen, aber vielleicht sinnvoll für dich zur weiteren Recherche: Technisch geht das zunächst mal, ich bin mir aber relativ sicher, dass das langsamste Glied in einem solchen "Breakout-Aufbau" die Geschwindigkeit aller Verbindungen bestimmt.
Sprich: 100G zu 4x 25G machen ist kein Problem, aber aus 3x 25G + 3x 10G + 1x 1G wird nix, sondern halt 7x 1G.
 
Die 4x QSFP Switch Ports sollten unabhängig voneinander arbeiten.
Es sollte also möglich sein, 3 der QSFP Ports mit breakout Kabel auf je 4x25G zu splitten (12 Ports).

Der 4. QSFP wird nicht gesplittet sondern erhält einen Adapter auf SFP28 (SFP+), nutzt also nur einen der 4x 25G Links.
Daran kommt dann das SFP+ auf RJ 45 Modul um daran 1/10G zu fahren. Damit kann da nichts bremsen.

Die 4 QSFP liefern dann 12x SFP28-25G und einmal RJ45 (oder SFP28/SFP+)
 
Ah, dann hatte ich dich missverstanden - alles klar, dann passt das :)
 
Wenn dein Hauptanliegen aber eh bei 25G liegt, kannst du auch den CRS510-8XS-2XQ-IN nehmen, der ist praktisch identisch, aber teilt die 100G-Ports eben bereits auf zwei Mal 4x 25G.
Im STH-Review gehen sie auch genau auf diese Gemeinsamkeit der Modelle ein:
 
Danke für den Hinweis.
Ist praktisch die gleiche Technik mit 2x Breakout Kabel "nach innen" verlegt. Das macht die Verkabelung übersichtlicher. Der Switch ist dafür etwas teurer.

Ein Aufbau für ein "lowcost" 25G RDMA SMB Direct LAN für AV Schnitt könnte damit so aussehen

Windows Server
(2019+ Essentials, 30-300,--)
Nic 100G Intel E810-CQDA1 (A2 mit 2 Ports ca 300,-- bis 400,--)
alternativ 25G Intel E810-XXVDA1 (A2 mit 2Ports, ca 130,-- bis 200,--)

Switch CRS510-8XS-2XQ-IN mit 25/100G, 2 x 100G, 8 x 25G ( ca 900,--)
alternativ CRS504-4XQ-IN mit 4 x 100G, breakout Kabel nötig für 25G (ab ca 600,--)

Für 1/10G RJ45
Adapter QSFP+ auf SFP28/SFP+ (ab 40,--)
Tranceiver SFP+ auf RJ45 (ab 20,--)

je Client 25G mit Win 11 Pro
1x 25G Intel E810-XXVDA1 (A2 mit 2Ports, ab ca 130,-- bis 200,--)
2x Tranceiver SFP28 (ab je 40,--)
2x LC Patchkabel je nach Länge (ab je 10,--)

alles im bezahlbaren Bereich und relativ günstig zu haben, teils used
Die Lösung kann bei 25G je Server/Client max 12 Clients, bei 100G zum Server max 8 Clients

Sonstiges:

RDMA Protokoll: iWARP
Leistungsaufnahme je Nic: 15-25W (auf ausreichende Kühlung achten)

Anmerkungen ?
 
Ist erstmal nur die Vorüberlegung wie man aktuell eine mittelgroße Arbeitsgruppe möglichst einfach und günstig vernetzen kann, bei der jeder Arbeitsplatz über SMB und Netz so schnell sein soll wie beim Zugriff auf eine lokale NVMe.
 
Ich habe die Erkenntnisse mal in einem pdf zusammengefasst

1.0 High performance SMB workgroup
1.1 Performance considerations
1.2 SMB server considerations
1.3 SMB client considerations
1.4 Nic and driver considerations
1.5 RDMA configuration
2.0 Storageserver configuration
2.1 Desktop Client configuration
2.2 Storage configuration
2.3 Storage Spaces
2.4 OpenZFS
3.0 Switch options
4.0 Configuration options
5.0 Management with napp-it cs web-gui
 
@gea: gen5 NVME Speed wird trotzdem knifflig. ;)

Man verliert halt auch mit RDMA einiges an Performance. Auf der anderen Seite ist ZFS auch einfach keine Rakete, also alles irgendwie dann auch fast schon egal. :d
 
NVMe Speed ist ja keine feste Größe, zudem können die günstigen NVMe bei längerem Schreiben stark einbrechen. Wichtiger ist eh so schnell wie derzeit technisch möglich und dazu die geringe Latenz und CPU Last von SMB Direkt. ZFS ist klar mehr auf Sicherheit als Performance ausgelegt. Auch ist ZFS unter Windows vermutlich noch nicht ganz so optimiert und schnell wie unter Linux/Unix. 3 GB/s sollten aber auch mit ZFS unter Windows möglich werden, alternativ SMB Shares für besonders kritische Daten auf einen Storage Spaces NVMe Mirror legen.
 
Ich brauche mal wieder Eure Hilfe: Was wäre denn eine taugliche MPO-MTP Lösung für Gira Standard 55 Unterputzdosen?

Ja, ich brauche diese, weil es schon ein Riesenkrampf war, das entsprechende Kabel (zusammen mit 2x OS2) vom Keller ins 2. OG zu bekommen und das bleibt jetzt so. ;)

Bisher habe ich das stumpf direkt verbunden auf der einen Seite im Switch, auf der anderen in der NIC. Habe aber Sorge, dass das Kabel evtl. irgendwann mal durch das Herumhantieren auf beiden Seiten Schaden nimmt und will das nun auf beiden Seiten sauber terminieren, so dass das Kabel in der Wand nicht mehr bewegt werden muss/kann und wenn dann halt das Patch-Kabel zwischen Unterputzdose und NIC übern Jordan geht…

Nun habe ich das also ein female/female MTP-12 OM4 Typ-B Kabel in der Wand. Wenn ich das richtig verstehe, brauche ich jetzt zwei "Kupplungen" - 1x für die Unterputzdose und 1x für ein Patchpanel o.ä. - und zwei MTP/MPO Kabel male auf female.

Zu den Details bin ich aber schon wieder verwirrt:
Die Kupplungen gibt es mit den Nasen "aligned" und "opposed" (wenn opposed dann bei FS auch gleich mit so Befestigungs"nasen" rechts/links). Was richtig wäre, hängt doch vermutlich von den weiteren verwendeten Kabeln ab? Ich hätte also am Ende 3 Kabel mit 2 Kupplungen, eins davon ist nun gesetzt als "Type B". Wenn ich es mir leicht machen wollte, müsste ich doch jetzt mit 2 Kupplungen "Aligned" und 2x Type A Kabeln hinkommen, oder?

Dann gibt's auch schon fertige "keystone snap-in" Varianten, wie zum Beispiel diese:
Ob OM3 oder OM4 sollte doch an der Stelle egal sein, oder?
Da dies nun aber "opposed" wäre, müsste ich dahinter jeweils wieder ein Type B Kabel nehmen, um die Ausrichtung wieder richtig rum "umzudrehen", korrekt?

Oder ist das eh alles egal, weil am Ende die NICs / Switches / Transceiver das erkennen und sich anpassen, egal ob "pin 1 an pin 1" usw. oder "pin 1 an pin12" usw. ankommt?

Dann wird's nochmal blöd, denn natürlich hätte ich nun einen für mein Gira-System passenden Unterputz-Tragring. Davon gibt's aber mal entspannt 10 unterschiedliche Varianten für unterschiedliche Einsätze...mit im Ergebnis trauriger Ausbeute: für LWL ist überhaupt nur was von Metz spezifiziert, und natürlich nichts für das MTP/MPO Kuriositätenkabinett...

Was würdet Ihr nehmen / wird zueinander passen?
 
Hehe :) Willkommen bei den mehradrigen Spaßigkeiten.
Ja, letztlich wird in der Kette ein Typ B benötigt. Wenn das in der Wand liegt, sollten im Übrigen Typ A verwendet werden. Die Kupplungen sollten also auch alle neutral agieren, also up-up oder down-down.
Ich hatte wegen der Dosenproblematik auch für MPO eine Platte entworfen, in die eine MPO-Kupplung reinkommt. Du hast die ja, richtig?
Ich verwende aktuell leider kein MPO, kommt erst mit Dachausbau wieder in use. OM3 und OM4 kann man mischen, ja. Letztlich sind die Reichweiten auch durch die Anzahl der Kupplungen beeinflusst.

Wichtig ist bei MPO-Kupplungen, dass du Male und Female verwendest, weil Male die Stabilisierungspins hat. Wenn Female-B in der Wand liegt (ich hätte Male-A genommen ;)), dann sind Patchkabel Wandddose->PC/Switch also male-female-A,
Wanddose zur Kupplung Patchfeld/Schrank aber ggf lieber male-male-A.
Patchfeld-Kupplung->Switch dann wieder ein Standard female-female-A.

Oder bei PC->Wand->Switch auch 3x Typ B. uc2004 ist zwar kein Freund von doppelter Negierung, aber dreifach müsste wieder gehen ;)
Dann aber so oder so: Transceiver wollen female, immer schön abwechselnd:
Transceiver female zur Wand female-male Typ A
In der Wand female-female Typ B
Wand zum PC bzw Switch wieder male-female Typ A


Klingt fürchterlich :)

Edit: letzter Absatz verbessert
 
Zuletzt bearbeitet:
Klingt fürchterlich :)
Gelinde gesagt :fresse: Ich glaub ohne Tabellen-Funktion wird das nichts ;)
Das ist mal ein Preis für 30m LWL mit Steckern :asthanos: (besterino)

Anyway...
War das dieser Thread (ich finds nicht) wo man mich auslachte als ich fragte, wieviel Kapazität die Glasfaser hat? :hust: Weil das gar nicht absehbar wäre.
Gestern sah ich, daß sie sich mit 200G/Lane 7 Monate verspäten, werden diesjahr den 4 Jahre Zyklus aber grad noch so einhalten) und mit 400G PAM (IMDD) bereits am Ende ist und nicht mehr taugt. Ergo, coherent lite. Was man sich auch bis 800G/Lane voraussagen traut. Ergo bis 6.4T (8x) ist noch bisschen Luft. Danach gibts wohl aber erst viel Kopfkratzen (pro Lane halt)

Nach 800G/Lane steht die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit aber grad in den Sternen. Wobei wahrscheinlich außer HPC/AI eh so langsam egal. Der komplette DE-CIX hatte diesjahr mal einen Peak von 19.6 Tbit/s. ~ 2500 GB/s.
Wäre dann mit 3 MPO x8 erledigt :d Schon irre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann nicht mehr :d

400Gb DESKTOP_switch :bigok:

edit:
STH hat GB300 Nodes (??) :hmm:
 
War das dieser Thread (ich finds nicht) wo man mich auslachte als ich fragte, wieviel Kapazität die Glasfaser hat? :hust: Weil das gar nicht absehbar wäre.
Gestern sah ich, daß sie sich mit 200G/Lane 7 Monate verspäten, werden diesjahr den 4 Jahre Zyklus aber grad noch so einhalten) und mit 400G PAM (IMDD) bereits am Ende ist und nicht mehr taugt. Ergo, coherent lite. Was man sich auch bis 800G/Lane voraussagen traut. Ergo bis 6.4T (8x) ist noch bisschen Luft. Danach gibts wohl aber erst viel Kopfkratzen (pro Lane halt)

Nach 800G/Lane steht die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit aber grad in den Sternen. Wobei wahrscheinlich außer HPC/AI eh so langsam egal. Der komplette DE-CIX hatte diesjahr mal einen Peak von 19.6 Tbit/s. ~ 2500 GB/s.
Wäre dann mit 3 MPO x8 erledigt :d Schon irre.
Die Kapazitäten pro Lane sind da erstmal unerheblich. Die Frage lautet, wie viel Speed krieg ich bei möglichst kleinem Kanalabstand im C- und L-Band über eine Duplex-Singlemodefaser. Und da gab es bereits vor 10 Jahren schon Multi-Terabit/s DWDM Systeme (Adva/Adtran FSP3000 zB).
 
Spannend ist die Fähigkeit zu Split-Verbindungen aus dem qsfp56-dd: Breakup-Kabel bzw. Splitboxen möglich. Das finde ich tatsächlich ganz nice, da "ich" ohnehin mit optischen Patchfeldern plane.
Wegen PAM4 sind dann aber ("klassische") 10/25/100G-NIC ( z.B. CX4) nicht kompatibel im Zuge passiven Splits? Pärchen-SR würde mit 50Gbit auf PAM4 takten, richtig? Könnten also "nur" 4x8x50Gbit-SFP56 laufen? Oder kann der Switch auf NRZ umstellen? Da es kein vernünftiges Handbuch gibt - auf der Homepage habe ich dazu nichts gefunden.

Ich bin tatsächlich der Meinung, @besterino sollte das dringend mal ausprobieren ;) Für das demnächst auszubauende Dachgeschoss werde ich die passive optische Verkabelung... darauf... ausrichten... :)
Dann schön 4 Zimmer á 3 Dosen á 4 duplex SM..192. also... hmm... evtl. reichen auch 2er Duplex ;)

Dann sind 100W auch irgendwo ok für mich.
 
Ich bin grds. noch im Stromsparwahn und bin von dezentralem Speicher zurück zu mehr Datenträgern lokal. Seit der PV Anlage auf dem Dach macht mir möglichst hohe Autarkie mehr Spaß als maximale Netzwerkspeed. :d Und beides zusammen geht mit meiner PV leider nicht. ;)

Hatte zwischenzeitlich 60TB SSD-Speicher (überwiegend NVME) im Main Storage - damit lassen sich doch auch genug Rechner ausreichend lokal bestücken (mit Luft nach oben) - performanter und mit weniger Gehampel. Allein der Mangel an PCIe-Lanes bei Consumer-Plattformen ist schon großer Mist - neben einer Graka haste max. 4 Lanes, wo du selbst mit Gen4 keine 100Gbit ausfahren kannst… mit Gen3 sogar nur gerade mal so 10Gbit. Und ne Gen5 NIC hole ich mir definitiv nicht (nachdem ich mal Preise bei Ebay für ne Connectx-7 geschaut hab… ;)).

Immerhin hab ich SSDs zu Zeiten gekauft, als die sehr günstig waren (zumindest im Vergleich zu jetzt) und selbst wenn davon die ein oder andere die Grätsche machen sollte, hab ich noch einiges in Reserve. Glaub allein 8TB Gen5 NVME liegen zurzeit ungenutzt im Schrank… neben 2 Dual Connectx-5… ;)

Wie dem auch sei, 100Gbit ist zwar einfach spaßig, aber in meinem Alltag 24/7 wenig Mehrwert. Den 100GB Switch werfe ich eigentlich nur noch an, wenn ich mal wieder meine, es wäre Zeit für ein Backup vom Mainserver, oder wenn ne größere Migration zwischen unterschiedlichem Blech ansteht. Werde zum Beispiel demnächst beim Mainserver von AM4/5950X wohl auf TR/3960X wechseln, RAM wird knapp… da muss ich dann wohl den höheren Stromverbrauch hinnehmen (wobei das geschätzt auch nur 20-40W sein werden). Leistungsmässig reichen beide locker für alles was ich so anstelle.

Mit meinem Main-Desktop, auf dem ich zu 99,99% nur spiele, bin ich Anfang des Jahres auf Linux umgestiegen. Funktioniert erstaunlich problemlos. Hab glaub im Januar das letzte Mal darauf Windows gebootet… ich finde also durchaus immer noch neue lustige IT-Projekte, auch im Bereich Netzwerk (ich erinnere z.B. an pfsense, AP, POE, VLANs usw. ;)).

Lange Rede, kurzer Sinn: Meine 100G (oder auch gerne drüber) Faszination ist zwar ungebrochen, meine Motivation, das persönlich einzusetzen, aber derzeit sehr gering. Stromverbrauch, Switch-Lautstärke, PCIe-/Storage-Flaschenhälse - wenn mans wirklich ausfahren will - müssen in Kauf genommen oder gelöst werden, bei unterm Strich geringerem Aufwand, geringeren Kosten und zugleich höherer Performance, wenn man einfach bei lokalem Speicher bleibt.
 
Meine dual-Standort-IT im Haus verbraucht aktuell 370W 24/7, was mir auch viel zu viel ist: TPLink 3008, Cisco 2960, FritzB 7270v2 (SIP->ISDN&A), Ubi ES 16XG, HP 1800-24, 5x IPMI (5-10W je, da 3xExperimentier-Server), Ubi 6Pro, Ubi 7Pro, Voip-Türklingel+InnenStation, Raspi5+Max S8 DVBS2, und der dicke Epyc-Server, in dem 6x14TB-Platten alleine knapp 60W ziehen. Ich überlege gerade, das alles doch wieder in den Heizraum zu ziehen, den Cisco durch einen 8port Zyxel PoE mit dem HP zu ersetzen (vermutlich -40W), die HDDs in einen eigenen Server auszulagern, der per RTC-Wakeup oder WoL nur abends läuft und den Epyc auf 10G zu stutzen - zumindest im Winterbetrieb. Die CX4 nimmt ja auch 15W 24/7. Ich erinnere mich noch, dass der Epyc mit 64GB RAM ohne sonstiges bei etwa 60W lag - gegenüber 25W beim Atom3758 und 35W beim Epyc3101 - das sind mir die PCIe-Lanes und die Leistung wert.
Wir haben auch PV auf dem Dach, so dass etwa April-September Überschuss da ist - die PV-Batterie sorgt für Spaß und wird im Sommer nachts auch nicht leer. Also "Sommer 100+G, Winter 10G-only". Da auch aktuell die 100G-Karte mangels Switch im Server über PFsense getrennt geroutet wird, ist ein zusätzlicher Parallelbetrieb im Sommer easy ohne am 10G was ändern zu müssen. Tatsächlich bleibe ich aber großer Fan der Glasfaser-NIC, da sie einfach einfach laufen - Beim Kupfer hatte ich einfach Pech mit miesen RJ45-Keystones und bin immer wieder am Nacharbeiten...
Für 100G im Haus fehlt es halt tatsächlich an der Energieeffizienz, die CX4-Karten nicht vorweisen: Die Tehuti 10G-SR-Karte nimmt keine 2W mit Transceiver, die 100G-CX4 15W, ein geeigneter Switch.... nunja. Als Zusatzverbrauch im Sommer alles gut, im Winter für den richtigerweise von dir genannten fehlenden Mehrwert... teuer.
Ich hatte vor zwei Wochen einen Schreckmoment: Da schaut man abends auf die Energieübersicht und sieht ca. 1000W Hausverbrauch - ohne Waschmaschinene etc... Der anwesende Freund mit Bierflasche in der Hand zuckte dann nur die Schultern und verwies auf den "hohen Elektrifizierungsgrad" im Haus: Eiswürfelmaschine läuft, Wasserspender mit Kühlung läuft, ... ;) Daher bei mir tatsächlich etwas "Hektik", den Hausverbauch in den Griff zu bekommen, bevor die Tage zu kurz sind.

Edit: Naja, und an den 15W im Server wirds am Ende nicht scheitern - über die anderen Maßnahmen lassen sich vermutlich 100W sparen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab ne „Idle-Last“ vom Haus von ca. 350-500W, davon Netzwerkschrank ca. 60-65W (Fritte, 1 Switch, Brume-VPN, Homematic-LANgateway, Daikin-Gateway, AC 6 Pro, USV) und Server (auch inkl. USV) etwa 115W. Der Server ist eigentlich auch schon Schmalspur: 3 SATA-SSD, 1 ConnectX, CPU, RAM. Der Rest kommt vor allem von 3 weiteren APs, 2 Kühlschränken, Tiefkühltruhe, Etagen-Switche, Geräte im Standby (nicht zuletzt >200 Smarthome-Gedöns, die halt alle auch zumindest ein bisserl was ziehen). Ist dafür m.E. Ok.

Einsparpotenzial wäre jetzt nur noch weg von 24/7 beim Server - aber da laufen halt auch so ein paar Dinge drauf, die von anderen mitgenutzt werden (nicht zuletzt Firewall und HomeAssistant) und selbst wenn ich die Kiste 8h am Tag aus hätte, wären das halt grob 1KW ~30 Cent pro Tag bzw. 100 Euro im Jahr... nicht nichts, aber dafür den ganzen Aufwand/Nervfaktor… meh.

Ich hab aber auch schon (ohne E-Auto) 8KW Last gesehen… :d Und wenn in den Sommerferien alle Daddeln und parallel die Klimaanlagen laufen, wird die Batterie im Keller kaum geladen bzw. ist um 22h abends leer. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Kapazitäten pro Lane sind da erstmal unerheblich.
Für die Infrastruktur über sich solche Threads wie hier drehen, schon. Daß japanische Forscher 400Tbit über 50km schicken (mit normal kaufbaren Strippen) oder die MAREA Strippe 200Tbit schiebt, ist bekannt.
Letztendlich fügte ich aber eh "Wirtschaftlichkeit" hinzu. Also das Prob was auch besterino grad hat :hust:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh