Das zugrunde liegende Modell ähnelt der Projekt- und Asset-Finanzierung etwa bei Energieanlagen, Telekommunikationsnetzen oder Flugzeugen.
Nur mit einem entscheidenden Unterschied: Die Nutzungsdauer! Bei der dotcom Blase wurden auch haufenweise Glasfaserkabel verlegt, mehr als man damals benötigt hat, aber diese sind bis heute in Gebrauch. Aber bei einem KI Rechenzentrum ist die Rechnung brutal: 70& sind die Hardware, also Rechner, Grakas, Storage etc. und 30% die Infrastruktur, Gebäude, Stromversorgungen etc., also Dinge die auf 30 Jahre abgeschrieben werden. Die Hardware ist im Grunde veraltet, wenn die nächste Generation erscheint, die noch effizienter ist und spätestens nach 4, 5 oder bestenfalls 6 Jahren wertloser Elektroschrott.
Institutionelle Investoren finanzieren den Aufbau der KI-Rechenzentren und bewerten dabei eigenständig die erwartete Nachfrage, Auslastung, laufenden Einnahmen und den Restwert der Systeme.
Und deshalb sind Google Anleihen nur noch einen Schritt über Junk bewertet. Die Halter der ganzen Kredite für die viele geplanten oder im Bau befindlichen neuen KI Rechenzentren bekommen nämlich so langsam kalte Füße und versuchen die Kredite wie heiße Kartoffeln weiterzureichen. Man schau sich nur an was mit den Anleihen passiert ist, die SpaceX kurz nach dem Börsengang aufgenommen hat. Man kann es aber auch so formulieren:
So werd[en die hohen Anfangsinvestitionen von den Nutzern der Rechenleistung entkoppelt und auf langfristig orientierte Kapitalgeber verlagert.
Langfristig ist in dem Geschäft leider nur die Infrastruktur, nicht die Hardware die da drin steht.
In einzelnen Fällen will NVIDIA zudem eine Restwertabsicherung von bis zu 25 % eines Projekts übernehmen.
Sehr beruhigend, aber über welchen Zeitraum und auf was bezogen? Zumal alleine die ganze Infrastruktur eben 30% der Kosten ausmacht, eben das was für 30 Jahre Nutzung ausgelegt ist. Wobei es auch da Zweifel geben dürfte, ob so viel gebraucht wird, wie derzeit geplant oder schon gebaut wird. Aber es sind ja nur "einzelnen Fälle".
Das soll das Risiko der Investoren reduzieren
Klar, aber wenn man 75% verloren hat, dann ist dies ein kleiner Trost, sofern man eben in einen dieser "einzelnen Fälle" investiert ist.
Das Modell kann den Ausbau beschleunigen, verlagert aber einen wachsenden Teil des KI-Booms in langfristige Kredit- und Infrastrukturfinanzierungen.
Wenn werden denn die ersten Fonds kommen, die diese Risiko an die unbedarften Kleinanleger auslagern? Die sind doch am Ende immer diejenigen, die die Verluste tragen sollen, wenn die Großen merken, dass sie mal wieder auf Sand gebaut haben. Von meinem Geld werden sie nichts sehen.
Aber es gibt halt genug Leute die an den Mist glauben der ihnen erzählt wird, wie z.B. das SpaceX 2030 1000 Milliarden USD Umsatz machen wird. Woher denn? Alle Internet Service Provider wie z.B. die deutsche Telekom machen weltweit zusammen geschätzt dieses Jahr so viel Umsatz, aber nicht mit den Internetzugängen, sondern auch Mobilfunk, Festnetz und Kabel TV. Von meinem Internetanbieter haben ich auch diese drei anderen Dienste und die machen den Löwenanteil der Rechnung aus. Dazu würde ich nie auf Starlink wechseln, wer würde dies, wenn er schon Glasfaser oder einen vergleichbar gute Internetanschluss hat? Gerade in großen Städten ist nicht nur der Löwenanteil der Kunden und damit guter Internetanschluss verbreitet, da sind Anbieter über Satelliten auch massiv im Nachteil, weil es viel zu viele Kunden auf kleinem Räum und damit auf wenige Satelliten verteilt gibt, so dass dann jeder nur eine geringe Bandbreite bekommen kann. Dazu die Probleme mit mit Anbringen von Antennen in Mehrfamilienhäusern.
Oder soll Grok es richten? Dessen Marktanteil ist im Vergleich zu Anthropic und OpenAI winzig. Aber der Umsatz von Anthropic wird auch 47 bis 74 Milliarden USD für 2026 geschätzt und der von OpenAI auf 25 Milliarden USD, nach 20 in 2025 bei OpenAI und nur 4,5 bis 6 bei Anthropic in 2025. Auch die Weltraum KI Rechenzentren werde es nicht richten, denn die sind noch blödsinniger, da diese mit normalen NVidia GPUs bestückt werden sollen, die nicht für die Strahlung im Weltraum ausgelegt sind und ich würde wetten, dass sie auch nur normale Solarzellen verwenden werden, statt der spezielle für den Weltraum die viel, viel teurer sind, aber eben auch lange halten. Reparaturen kann man wohl auch vergessen, die wären viel zu aufwendig, zumal die geplanten 100kW eher ein Rack als ein Rechenzentrum sind.