OpenAI plant gewaltiges Rechenzentrum: NVIDIA soll die Finanzierung stützen

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OpenAI arbeitet derzeit an einem Rechenzentrumsprojekt in bislang ungekanntem Umfang. Im US-Bundesstaat Ohio soll ein Campus mit einer geplanten Gesamtleistung von 10 Gigawatt entstehen, dessen Kosten einschließlich der benötigten KI-Hardware auf mehr als 500 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Nach Berichten des Wall Street Journal verhandelt NVIDIA derzeit darüber, einen wesentlichen Teil der Finanzierung mit Garantien abzusichern.
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Es ist aktuell eine große Unsicherheit im Markt und die Anleger reagieren bereits auf die Situation um Speicher und KI.


Es riecht sehr stark nach abkühlung, wenn nicht sogar ein Plattfuss an der Blase entstehen wird. Von platzen reden wir noch nicht aber es tut sich was.
 
KI ist in den aktuellen Ausmaßen umwelttechnisch nicht mehr zu verantworten.
 
Ich werde den Gedanken auch nicht los, dass beim Thema Rechenzentren/KI die nächste große Blase entsteht.
Was, wenn ein Überangebot entsteht und die Rentabilität in den Keller rauscht? Was wenn es Technologiesprünge bei Hard- und Software gibt?
 
Es riecht sehr stark nach abkühlung, wenn nicht sogar ein Plattfuss an der Blase entstehen wird. Von platzen reden wir noch nicht aber es tut sich was.
Die meisten Blasen platzen nicht so sensationell wie damals die Tulpenzwiebelblase in Holland, sondern die Luft entweicht langsam. Die Kursentwicklung von SpaceX, dessen Bewertung ja vor allem durch XAI gerechtfertigt wurde, zeigt wie es um den Enthusiasmus für KI am Markt bestellt ist. Das Raketengeschäft macht nur einen Umsatz in der Höhe von dem Umsatz von OnlyFans, was niemals gereicht hätte um die Bewertung beim Börsengang zu rechtfertigen.

Hintergrund ist, dass OpenAI trotz seiner hohen Bewertung
Die Bewertungen vor dem Börsengang sind doch sowieso Müll, da einigen sich Investoren und das Unternehmen auf den Wert, also wie viele Anteil es für welche Investition gibt, bei der Übernahmen von XAI durch SpaceX hat da Elon mit sich selbst verhandelt. Aber auch sonst sind hohe Bewertungen in späteren Finanzierungsrunden von den vorherigen Investoren gerne gesehen, die dann gerne später noch mal etwas zu extremen Bewertungen investieren um einen gewaltigen Buchgewinn auf ihre alten Anteile zu erzielen, Erst wenn Unternehmen an der Börse sind, müssen sie Zahlen veröffentlichen und es beteiligen sich täglich Tausende bis Millionen Anleger an der Preisfindung.
bislang keine Gewinne erwirtschaftet hat und deshalb nicht über eine Bonität verfügt, die den Zugang zu besonders günstigen Finanzierungsmodellen ermöglichen würde.
Gewinn zu machen reicht alleine nicht, der Gewinn muss auch im Verhältnis zur geplanten Investition stehen. Oracle hat z.B. 2025 57,4 Milliarden USD Umsatz und nach GAAP 12,4 Milliarden USD Gewinn gemacht, aber sein langfristiges Rating ist gerade von BBB auf BBB- gesenkt worden, weil Oracle nun plant 2027 90 bis 95 Milliarden USD statt der vorher geplanten 60 Milliarden USD zu investieren, vor allem in neue KI Rechenzentren die dann primär an OpenAI vermietet werden sollen. 2028 sollen es noch mehr werden und schon diese Jahr hat Oracle ja einiges in KI Rechenzentren investiert, da häuft sich der Schuldenberg schon ganz schön hoch an.

Dazu kommen die Bedenken bzgl. der Einnahmen durch die Vermietung dieser ganzen Rechenzentren und diese News dürfte diese Zweifel nur noch steigern. Derzeit wird halt so massiv in neuen KI Rechenzentren investiert, dass da Kapazitäten geplant oder im Bau sind, die am Ende keine Abnehmer finden könnten. XAI vermietet ja schon einiges seiner Rechenleistung, weil sie diese nicht selbst benötigen, sonst würde sie die ja auch nicht vermieten können. Meta soll ebenfalls darüber nachdenken Rechenkapazitäten zu vermieten, die sie nicht selbst benötigen, so groß wie gedacht, scheint deren Bedarf also auch nicht zu sein. Schon bisher können Unternehmen die Anthropic und OpenAI ja Modelle verwenden, so gewaltig kann deren Mangel an Rechenleistung also auch nicht sein.

Die nächste Frage ist dann, wie sich die Nachfrage entwickeln wird und da könnte es mit der Fortführung des bisherigen Wachstums schlecht aussehen. Bisher waren die Modelle gratis oder es wurden lächerlich geringe Pauschalen verlangt, während die Anbieter Milliarden zugesetzt haben, teils pro Monat. Die Umstellung auf tokenbasierte Abrechnungen, hat zu einer gewaltigen Kostensteigerung bei den Nutzern, normalerweise Unternehmen, geführt. UBER hat in 4 Monaten sein KI Budget für das ganze Jahr verbraucht. ein Mitarbeiter hatte in zwei Stunden 1200USD an Token verbraucht und nun dürfen es maximal 1500USD pro Monat sein. Andern Unternehmen wird es ähnlich gehen, die müssen bei der tokenbasierten Abrechnung auch genauer hinschauen, ob der Produktivitätssteigerung die Kosten wert ist und werden nicht mehr Mitarbeiter auffordern möglichst viel KI einzusetzen.

Es ist also fraglich, ob die Nutzung von KI steigt, wenn die Kunden die bereit sind dafür zu bezahlen, dann auch wirklich genug bezahlen müssen, dass dies die Kosten deckt. Die kostenlose Benutzung kann man sicher noch steigern, aber dies steigert nur die Kosten und nicht den Umsatz. Wo soll das Geld dafür herkommen, außer von Werbung? Aber was bei Google und Meta funktioniert, lässt sich nicht beliebig reproduzieren, die Werbebudgets der Unternehmen sind auch endlich.

Für OpenAI hätte das Projekt strategische Bedeutung. Das Unternehmen würde erstmals ein eigenes Rechenzentrum langfristig anmieten und sich damit stärker von Cloud-Anbietern wie Microsoft, Amazon und Oracle lösen
Davon werden Microsoft, Amazon und vor allem Oracle richtig begeistert sein. Wer wird dann deren Rechenzentren / Rechenleistung anmieten?

Gleichzeitig hat OpenAI seine erwarteten Ausgaben für Rechenkapazitäten bis 2030 auf rund 750 Milliarden US-Dollar erhöht.
Die Kosten solcher Rechenzentren sind etwa 30% für die Gebäude, Infrastruktur, Energieerzeugung, etc, Dinge die meist über 30 Jahre abgeschrieben werden, aber 70% sind die Computer, GPUs, etc., also die IT Hardware die meist über 5 Jahre abgeschrieben wird und gerade GPUs verlieren gewaltig an Wert, wenn die nächste Generation erscheint, die noch leistungsstärker und vor allen effizienter ist. Das wären also 525 Milliarden für Hardware, die alle 5 Jahre ersetzt werden muss, also 105 Milliarden im Jahr alleine an Kosten dafür. Das ist gigantisch für ein Unternehmen welches im letzten Jahr gerade die 20 Milliardenmarke beim Umsatz überschritten hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
So langsam scheint auch NVidia kalte Füße zu bekommen. Man sollte nicht vergessen, dass OpenAI 2025 erstmals die 20 Milliarden beim Umsatz überschritten hat und für dieses Jahr gehen die Schätzungen von 25 Milliarden Umsatz aus, wobei der nicht reicht um Gewinne zu machen. Da stehen 500 Milliarden Investitionen in keinem Verhältnis zu den Zahlen von OpenAI, zumal sie ja auch gegenüber anderen Anbietern von Rechenleistung gewaltige Verpflichtungen eingegangen sind, bei denen Rechenleistung anzumieten. Wer da noch keine Überhitzung des KI-Marktes erkennen kann, dem ist nicht mehr zu helfen.
 
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