Kein Eingriff in die Vertragsfreiheit: EU kann Ende physischer Spielediscs nicht verhindern

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Die Europäische Union sieht derzeit keine Möglichkeit, Spielehersteller dazu zu verpflichten, weiterhin physische Datenträger anzubieten. Das erklärte EU-Kommissar Michael McGrath im Europäischen Parlament in Straßburg. Hintergrund ist die zunehmende Abkehr großer Publisher von klassischen Spiel-Discs und der damit verbundenen Debatte um Eigentumsrechte und den Erhalt von Videospielen.
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Wundert mich nicht das die EU da nichts machen kann. Zahnloser-Tiger oder einfach lobbyhörig.

Egal ob Disk oder nicht, die sollen was dafür tun das ich als Kunde nicht der Willkür und Gier der großen Hersteller ausgeliefert bin.
 
Die EU sollte erstmal dafür sorgen Lizenzen für gekaufte Software an andere User übertragen zu können aber auch da sind sie Zahnlos. Ja nicht mal das mit der Abschaffung der Zeitumstellung haben die auf die Reihe bekommen.
 
Die EU-Kommission erklärte jedoch, dass sie auf Grundlage des geltenden Urheber- und Geistigen-Eigentumsrechts keine Vorschriften erlassen könne, die Publisher zum dauerhaften Betrieb ihrer Server verpflichten.
Naja, wahrscheinlich habe ich mehr Ahnung von Kernphysik, als die EU-Kommission von diesem komischen digitalem Neuland-Zeug hat.

Die Betreiber müssen nicht ihre Server "dauerhaft" betreiben, das verlangt auch niemand. Sie müssten nur die Serversoftware zum "Betriebsende" veröffentlichen.
 
Die EU sollte erstmal dafür sorgen Lizenzen für gekaufte Software an andere User übertragen zu können aber auch da sind sie Zahnlos.

Äh, das ist doch längst der Fall. Der EuGH hat schon 2012 klar gestellt, dass der Erschöpfungsgrundsatz auch für digitale Medien gilt (solange es keine Vervielfältigung darstellt). Nur leider beruft sich kein einziger Gamer auf sein Recht und geht mal gegen Valve und Konsorten juristisch vor. Am Ende ist es eben nämlich einfach bequemer, eine neue Lizenz zu kaufen, statt sich in Prozessen für sein Recht (und das aller anderen) einzusetzen. Übrigens nehme ich mich da nicht raus: Was kümmern mich die paar Kröten, die diese albernen Spiele kosten? Zudem wäre ein digitaler Gebrauchtmarkt instant inflationär und man würde so gut wie nix für seine Lizenzen bekommen. Ganz davon zu Schweigen, dass die ganze Branche kollabieren würde, wenn die Spiele schon nach kurzer Zeit für wenige Euro durchs Netz zirkulieren.
 
@King Loui

Deiner Auffassung nach hätten Verkäufe auf Disc, egal ob Software, Musik oder Filme nie erfolgreich sein können was nachweisbar falsch ist. Dazu ist es nicht für die User leichter neue Lizenzen zu kaufen, eher ist es für die Industrie einfacher neue Lizenzen zu verkaufen. Der Gebrauchtmarkt ist riesig. Kollabiert ist da bisher gar nichts. Nichtmal, als Kassetten noch ganz einfach 1:1 kopiert werden konnten.
 
Tja es geht alles Bergab, Konsolen schaffen ihre Daseinsberechtigung auch teilweise ab, weil sie keine Disks mehr wollen.... .
 

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Deiner Auffassung nach hätten Verkäufe auf Disc, egal ob Software, Musik oder Filme nie erfolgreich sein können was nachweisbar falsch ist.

Kapier deine Aussage nicht. Das was du forderst steht in § 69c III UrhG. Du kannst deine Softwarelizenz ganz legal weiter verkaufen (Erschöpfungsgrundsatz). Der Haken: Der französische Kassationshof hat 2024 festgehalten, dass Spiele keine reine Software sind. Vlave hat in dem Prozess übrigens genau mit meinen Argumenten Recht bekommen: Digitale Kopien nutzen sich nicht ab, ein digitaler Gebrauchtmarkt würde den Erstverkauf von Spielen unmöglich machen und der Branche massiven wirtschaftlichen Schaden zufügen.
Das sehen aber nur die Franzosen so. Ich bin mir nicht sicher, ob der BGH der Auffassung auch folgen würde. Nur versuchen tut es hier eben keiner.

Als Konzern würde ich es genauso machen "verklagt mich doch höhöhö"

Genau so sehe ich das auch.
 
Selbst mit einem physischen Speichermedium ist der Besitzer nichtt im Besitz von den gesamten Spieledaten, weil diese bloß die grundlegenden Setup-Dateien beinhalten. Ohn das Internet sind auch solche Speichermedien nicht zu gebrauchen.
Wer ein Spiel wirklich gesichert haben wiill, derjrenige muss das installierte Komplettpaket, das sich mitsamt den Konfigurattionsdatteien über viele Pfade vertteilen kann, manuell sichern.
Ja, klar: Man kann sich Battlefield 6 auch auf einer Scheibe erwerben: Diese beinhaltet ausschließlich das Hauptspiel — ohne die Texturpakette. Diese sttehen ohne das Internet nicht zur Verfügung, von den Multiplayer-Dateien ganz geschweige.
Tendenziell konstatiere ich daraus: Das physische Speichermedium hat seine Existenzberechtigung verloren.
 
na ja die einzige Konsole im Haus die noch vorhanden ist bzw Konsolen sind von Nintendo dort wird nur felwuft was auf karte ist.

beim PC bin ich eher bei GoG selten mal was bei Steam ansonsten noch Guild Wars SWTOR und STO das wars dann.

der PC hat den Vorteil das man sich zur not wenn man denn möchte noch eine "Sicherheits Kopie" besorgen kann ist zwar nicht legal aber wenn die es so wollen 🤷🏻‍♂️
 
Selbst mit einem physischen Speichermedium ist der Besitzer nichtt im Besitz von den gesamten Spieledaten, weil diese bloß die grundlegenden Setup-Dateien beinhalten. Ohn das Internet sind auch solche Speichermedien nicht zu gebrauchen.
Wer ein Spiel wirklich gesichert haben wiill, derjrenige muss das installierte Komplettpaket, das sich mitsamt den Konfigurattionsdatteien über viele Pfade vertteilen kann, manuell sichern.
Ja, klar: Man kann sich Battlefield 6 auch auf einer Scheibe erwerben: Diese beinhaltet ausschließlich das Hauptspiel — ohne die Texturpakette. Diese sttehen ohne das Internet nicht zur Verfügung, von den Multiplayer-Dateien ganz geschweige.
Tendenziell konstatiere ich daraus: Das physische Speichermedium hat seine Existenzberechtigung verloren.

Naaj, Berechtigung vllt nicht gleich ganz, aber es kommt doch auch klar an Grenzen. Schon auch der Punkt was man dann alleine mit seinem COD BF& etc anstellen will... die leben doch nur noch vom Online Gaming.
Bei nem schicken Single Player ok, da kann man ja dann noch, aber für den MultiOnline KRam... da muss man sich ja dann auch noch ne passende Infrasttruktur (Aka Server etc) aufstellen.

Andererseits isses halt auch Quark heute nen Haufen Kohle für nen Game zu verballern, das morgen nimmer da ist... Aber hey... die HArdware wird ja auch immer teurer, ich warte drauf, das wir dann alle nur noch mitm "Chrombook" im Streaming spielen, da alles in der KI Cloud läuft...
 
Wundert mich nicht das die EU da nichts machen kann. Zahnloser-Tiger oder einfach lobbyhörig.
Lobbyhörigkeit kannst du der EU vielleicht noch vorwerfen, wenn es um die Automobilindustrie geht. Was allerdings ausländische Elektronik- und Software-Riesen angeht ... denen macht man regelmäßig das Leben schwerer. Beispiele gibt es genug, von unzähligen Strafzahlungen, zu denen Google, Microsoft und co. über die Jahre verurteilt wurden, bis hin zur Erzwingung der Nutzung industrieweiter Standards (USB-C), verpflichtender Reparierbarbeit bestimmter Artikel mitsamt verpflichtendem Angebot von Ersatzteilen (durch Google vorauseilend umgesetzt in der Pixel Watch 4) und so weiter und so fort. Umsatzsteigernd ist das alles nicht gerade.
 
Das viel schlimmere Problem ist, wenn ein Anbieter seine Dienste einstellt kann ich das Spiel nicht mal mehr Spielen/kaufen wenn ich es möchte.

Also nicht mal 10 Jahre Später gibt es ne Option gegen Geld etwas zu kaufen.
GoG versucht so einen Ansatz, aber nicht alle machen mit.

Heißt es geht ggf. Kultur verloren.
 
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