Bis zu 44 TB: Seagate lieferte Mozaic-4+-HDDs mit HAMR-Technik aus

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Seagate hat mit Mozaic 4+ die nächste Generation seiner HAMR-basierten Speicherplattform vorgestellt. Unternehmensangaben zufolge haben bereits zwei führende Hyperscale-Cloud-Anbieter die Plattform qualifiziert, zudem läuft die Serienproduktion. Unterstützt werden mit Mozaic 4+ Festplattenkapazitäten von bis zu 44 Terabyte pro Laufwerk.
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Was lange währt, wird endlich gut. HAMR hat sich ja sehr lange verzögert, erlaubt nun aber einen gewaltigen Sprung bei der Datendichte den wir so lange nicht mehr gesehen haben.
 
Die ersten Ankündigungen müssen so grob um die Jahrtausendwende gewesen sein. Da ist inzwischen fast eine ganze Generation aufgewachsen. Mit etwas Glück erleben die Jungen auch noch Preissenkungen. Die Kosten pro GB dürften seit einer gewissen Flut in Taiwan gut 15 Jahre unverändert sein.
 
Frage mich, wie lange es mit SATA Schnittstelle dauert so eine 44TB Platte voll zu schreiben... oder einen RAID Rebuild zu machen ☠️
 
Die ersten Ankündigungen müssen so grob um die Jahrtausendwende gewesen sein. Da ist inzwischen fast eine ganze Generation aufgewachsen. Mit etwas Glück erleben die Jungen auch noch Preissenkungen. Die Kosten pro GB dürften seit einer gewissen Flut in Taiwan gut 15 Jahre unverändert sein.

War es nicht eine Flut in Thailand?

Vor der Flut habe ich noch Massenweise 2TB Samsung HDDs für 60€ gekauft in einem Ladengeschäft in Aachen, die sterben jetzt natürlich alle Stück für Stück.

Bin mal gespannt wo die preislich landen wenn die AI Nachfrage mal sinkt. Dann könnte ich mein komplettes NAS mit einer HDD ersetzen.
 
Frage mich, wie lange es mit SATA Schnittstelle dauert so eine 44TB Platte voll zu schreiben... oder einen RAID Rebuild zu machen ☠️
Wo steht, das die eine SATA-Schnittstelle haben?
Bei Enterprise-Platten ist SAS üblich, oft sogar Dual-SAS (Portbündelung).
Bei SATA ist ja bei 6 GBit/s Ende, bei SAS gibts seit 2017 SAS-4, das hat 22,5 GBit/s, ist also 3,75 mal schneller als SATA.
Und mit Dual-SAS erreicht man 45 GBit/s (5,625 MB/s), also das 7,5-fache von SATA.
Da limitiert also bei HDDs nicht mehr die Schnittstelle, sondern die Hardware der HDD.
Wobei HDDs derzeit nicht einmal SATA (500 MB/s) ausreizen können.
 
Heruntergebrochen auf die aktuellen TB Preise von 25€ würde das heißen, dass man für die Platte hier 1100€ hinlegen muss.

Und damit bleibt sie ein feuchter Traum der Luxxer.
 
Wo steht, das die eine SATA-Schnittstelle haben?
Bei Enterprise-Platten ist SAS üblich, oft sogar Dual-SAS (Portbündelung).
Bei SATA ist ja bei 6 GBit/s Ende, bei SAS gibts seit 2017 SAS-4, das hat 22,5 GBit/s, ist also 3,75 mal schneller als SATA.
Und mit Dual-SAS erreicht man 45 GBit/s (5,625 MB/s), also das 7,5-fache von SATA.
Da limitiert also bei HDDs nicht mehr die Schnittstelle, sondern die Hardware der HDD.
Wobei HDDs derzeit nicht einmal SATA (500 MB/s) ausreizen können.
Ich glaube das die mit SAS und SATA auf den Markt kommen werden.
 
Ok. Nice. Denke ich. Halten die auch länger? Oder eher kürzer?
Allgemein sind HDDs auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren ausgelegt, die meisten halten länger aber auch nicht ewig, denn es sollen ja möglichst alle diese 5 Jahre überstehen, schon weil bei Enterprise HDDs auch 5 Jahre Garantie üblich sind. Wenn Seagate diese HDDs auf den Markt bringt, werden sie auch davon ausgehen, dass die allermeisten von ihnen ihre 5 Jahre überstehen und die Garantiekosten daher im Rahmen bleiben.

Frage mich, wie lange es mit SATA Schnittstelle dauert so eine 44TB Platte voll zu schreiben... oder einen RAID Rebuild zu machen ☠️
Die HDDs lasten doch die SATA Schnittstelle noch gar nicht aus. Die schnellsten kommen auf knapp 300MB/s und dies auch nur auf den äußeren Spuren. Dazu kommt, dass die Geschwindigkeit ja nicht linear mit der Datendichte steigt, weil eine höhere Datendichte ja nicht nur mehr Sektoren pro Spur (was die Geschwindigkeit erhöht), sondern auch mehr Spuren ermöglicht. Es braucht also eine Vervierfachung der Datendichte um eine Verdoppelung der Geschwindigkeit zu erzielen oder eben andere Techniken wie die Dual Aktkuatoren, die Seagate aber wohl wieder eingestellt hat, denn die Exos 2X18 / Mach.2 haben ja nie Nachfolger erhalten.

Bei SATA ist ja bei 6 GBit/s Ende, bei SAS gibts seit 2017 SAS-4, das hat 22,5 GBit/s, ist also 3,75 mal schneller als SATA.
Das braucht man aber nicht für einzelne HDDs, sondern für die SAS Expanders die bei SAS weit verbreitet sind, im Gegensatz zu SATA Port Multipliern. Durch die Bündelung der Daten mehrere Platten braucht deren Uplink natürlich mehr Bandbreite um keinen Flaschenhals zu erzeugen.

Da limitiert also bei HDDs nicht mehr die Schnittstelle, sondern die Hardware der HDD.
Wobei HDDs derzeit nicht einmal SATA (500 MB/s) ausreizen können.
Eben, deswegen werden die SATA Versionen nicht langsamer als die SAS Versionen sein und etwas mehr als 500MB/s sind schon noch drin und bis die erreicht werden, wird es noch lange dauern, dazu müssten die Datendichte noch etwa dreimal so hoch werden. Und selbst dann betrifft es nur die äußersten Spuren, auf den innersten ist der Umfang geringer und damit passen da weniger Sektoren auf eine Spur, nur knapp halb so viele wie auf den äußersten Spuren.

Ich glaube das die mit SAS und SATA auf den Markt kommen werden.
Davon ist auszugehen. SATA reicht nämlich für HDDs aus und die EYPC 9000er CPUs bieten schon immer bis zu 32 SATA Ports, auch die aktuelle 9005er Generation:
 
HDDs könnten schon schneller sein.Die aktuellen HDDs haben ja nur 7.200 UPM.
Früher gabs auch HDDs mit 10.000 UPM und 15.000 UPM.
Die können die Daten natürlich schneller lesen und schreiben.
Allerdings sind damit keine so großen Kapazitäten möglich, weil die Platten aus technischen Gründen kleiner sind.
Bei 15.000 UPM-Platten steckten 2,5"-Platten im 3,5" Gehäuse
2,5" HDDs haben allerdings nur 20% der Oberfläche von 3,5" HDDs, weshalb es da derzeit nur max. 6 TB gibt.
Mit HAMR wären dann ca. 9TB möglich, aber dieser Größenbereich wird von den viel schnelleren SSDs diminiert.
HDDs mit großen Kapazitäten können nur über den Preis punkten.
Kapazitätsmäßig können die auch nicht mit SSDs mithalten.
SSDs gibts inzwischen schon mit mehr als 122 TB.
Da kann keine HDD mithalten.
 
HDDs könnten schon schneller sein.Die aktuellen HDDs haben ja nur 7.200 UPM.
Früher gabs auch HDDs mit 10.000 UPM und 15.000 UPM.
Wie Du ja schon selbst schreibst:
Allerdings sind damit keine so großen Kapazitäten möglich, weil die Platten aus technischen Gründen kleiner sind.
Bei 15.000 UPM-Platten steckten 2,5"-Platten im 3,5" Gehäuse
Wobei zuerst die Platter in den 3.5" Gehäusen kleiner wurden und dann diese Platten auch wirklich 2.5" Gehäuse bekommen haben.
SSDs gibts inzwischen schon mit mehr als 122 TB.
Da kann keine HDD mithalten.
Ja, aber die kosten dann auch entsprechend und der Vorteil von HDDs ist eben der günstigere Preis pro TB, auch wenn die Preise derzeit generell wegen des KI Booms verrückt spielen. Der Vorteil der HDDs ist eben, dass man die Kosten pro TB senken kann, wenn man die Datendichte steigert, denn auch wenn die neuen Techniken die dafür nötig sind zuerst teurer sind, so fallen diese Kosten mit der Zeit und steigenden Fertigungsvolumen. Eine HDD mit 4TB pro Platter zu fertigen kostet dann also bei weitem nicht das doppelte wie eine mit 2TB pro Platter.

Bei SSDs mit hohen Kapazitäten macht das NAND den Löwenanteil der Kosten aus und die NANDs werden nicht billiger, wenn man mehr davon in eine SSD verbaut, statt es auf mehrere mit geringeren Kapazitäten zu verteilen. Die Kosten der NANDs pro GB sind schon gewaltig gefallen, auch wenn sie zuletzt wegen des KI Booms wieder gewaltig angestiegen sind, aber sie weiter zu senken wird immer schwerer. Man hat die einfachen Sachen alle schon gemacht, von einem auf zwei, drei und nun 4 Bits pro Zelle, die Strukturen immer mehr geschrumpft, wo man bei so 15nm am Limit angekommen ist und die Zellen so klein wurden, dass es kaum noch 20 Elektronen enthalten haben. Dann ging es in die dritte Dimension und man schafft da auch immer mehr native Layer und stapelt mehr Dies übereinander (stacking), aber jeder zusätzliche Layer erfordert zusätzliche Bearbeitungsschritte und erhöht damit neben dem Aufwand (also den Kosten) auch das Risiko den Wafer durch Fehler zu verlieren. Das Stacking bedeutet am Ende auch nur, dass man zwei oder mehr Dies fertigen muss um am Ende ein fertiges Die zu bekommen, da spart man sich nur die Logik, weil man diese nur einmal braucht und inzwischen geht der Trend dahin, die Logik getrennt zu fertigen und die Dies mit dem Array drauf zu setzen.

Da kann man nicht etwas optimieren und ebenso die Größen und Abstände der Zellen weiter optimieren, was aber die Anzahl der Bits pro Zelle limitiert, aber von PLC hört man schon länger nichts mehr, außer von wilden Ideen mit halbe Zellen. Man wird sehen was daraus wird, aber es würde die Komplexität steigern und die Einfachheit des Aufbaus der Zellen macht NAND so günstig und man wird sehen was daraus wird. Man sollte aber keine Kostensenkungen wie in der Vergangenheit erwarten. HDDs dürften also pro TB noch sehr lange günstiger bleiben, wenn nicht für immer. Denn auch wenn immer wieder überall an Alternativen geforscht wird, was hat da nicht alles Schlagzeilen gemacht, so ist davon bisher nichts auf den Markt gekommen, außer dem 3D XPoint, von dem Intel sich mal versprochen hat, es wäre besser skalierbar als NAND. Entweder war dem doch nicht so, oder Intel haben die vielen Milliarden gefehlt um dies dann irgendwann zu erreichen, denn auch wenn die Optane sehr, sehr teuer (gerade auch pro GB) waren, konnte Intel damit kein Geld verdienen. Alternativen zu NAND und HDDs sind also nicht in Sicht.
 
Mich lassen diese Meldungen kalt, weil die Technik ja sicher noch sehr lange nicht weiter runtergereicht wird. HAMR macht von den Kosten wahrscheinlich nur Sinn, wenn die Kapazität deutlich über Platten mit normalem CMR hinausgeht.

Und da würde es mir erstmal reichen, wenn man kleine Platten mit "aktuellen" (auch schon drei Jahre alten) 2.4TB-Plattern sicher bekommen könnte.

Bei Seagate werden aber leider die Skyhawk Ai mit 12TB und 16TB noch mit vielen möglichen Platterzahlen angegeben, die Ironwolf zwar eindeutig (12TB) oder nur mit zwei Möglichkeiten (16TB), aber dann wieder mit den gleichen Modellnummern wie ältere Generationen. Als Skyhawk Ai gibt es angeblich auch eine 16TB-HDD mit HAMR, aber keine Angabe zur Anzahl der Platter.
 
Die Flut in Thailand gab es auch. Die Ausrede damals waren Motoren. 2TB vor dem "Unglück" unter 50€.
Genau so eine Verarschung wie die Sache mit RAM und SSD (auch schon der erste SSD Sprung Ende 2023, der ja deshalb war, weil die SSDs vorher verschenkt wurden lt. Holt, lol).

Dass man so Bullshit erzählt um sich die Taschen voll zu machen ist ja noch verständlich... aber dass man so Bullshit glaubt und dann noch verteidigt... mamamia.
 
Die ersten Ankündigungen müssen so grob um die Jahrtausendwende gewesen sein. Da ist inzwischen fast eine ganze Generation aufgewachsen. Mit etwas Glück erleben die Jungen auch noch Preissenkungen. Die Kosten pro GB dürften seit einer gewissen Flut in Taiwan gut 15 Jahre unverändert sein.
Wie lange es wohl dauert die Jahrzehnte an Entwicklungskosten wieder reinzuholen... von Preissenkungen dürften wir, AI Blase hin oder her, ziemlich weit entfernt sein.
 
Neben den Entwicklungskosten kommen noch die Herstellungskosten dazu, die natürlich auch von den Volumen abhängen. Die Volumen sind anfangs natürlich nicht sehr groß, zumal Seagate alles selbst baut und daher, anderes als bei einem Zulieferer, keinen der beiden anderen HDD Hersteller beliefern dürfte. Die Kosten werden auch danach höher bleiben, man braucht ja hier einen Laser und mit Sicherheit noch mehr Präzision als sowieso schon, aber bei ausreichend hohen Stückzahlen wird der Mehrpreis dann geringer als die Steigerung der Datendichte die damit erreicht wird, so dass die Kosten pro TB dann fallen und ab da dürfte die Technik dann auch in den kleineren Modellen Einzug halten. Zumindest wenn Seagate dann auch genug Komponenten herstellen kann, sonst kann es auch sein, dass sie da weiterhin zugekaufte Komponenten verwenden die eben kein HAMR können.

Dazu kommt aktuell wegen der KI Blase und der daraus resultierenden Nachfrage wohl noch der Aspekt, dass man auch so genug an den alten Modellen verdienen kann, also keinen Druck hat deren Herstellungskosten zu senken, sondern im Gegenteil lieber die Herstellung nicht unterbrechen möchte um sie auf ein aktualisiertes Modell umzustellen. Es sollte mich also nicht wundern, wenn wir neben den jeweils neusten Modellen mit der höchsten Kapazität dann bei den anderen HDDs allenfalls die Einstellung von Modellen mit geringeren Kapazitäten sehen werden. So gibt es die Exos X24 ja schon nur noch in 10TB, 12TB, 16TB, 20TB und 24TB, die Zwischengrößen von 14TB, 18TB und 22TB hat man schon aufgegeben und wenn man nun schon bei 4TB pro Platter ist, werden sicher noch mehr werden. 3TB und 5TB HDDs gibt es ja auch schon nicht mehr.
 
Kann sowas haltbar sein und damit für das einstehen, was SSDs zum Nachteil gereicht wird?
 
Wie schon im Post Post #14 geschrieben, wird Seagate die Haltbarkeit schon getestet haben, bevor sie die auf den Markt bringen. Nicht zuletzt deshalb bekommen ja einige der Großkunden sie vorab:
Die aktuellen 44-TB-Modelle der Mozaic-4+-Generation werden bereits in hohen Stückzahlen an zwei große Cloud-Anbieter ausgeliefert.
Da die Verträge wohl so aussehen, dass diese dafür auch mehr vom Risiko mittragen, weil sie wissen das sie Versuchskaninchen sind und sie dürften nicht die normale Garantie bekommen. Für alle auf den Markt kommen, werden sie dann, wenn Seagate sich ausreichend sicher ist, dass sie nicht zu viele Garantiefälle verursachen werden. 100%ig sicher können sie sich natürlich nie sein, sonst müsste man Millionen Laufwerke über 5 Jahre in vielen unterschiedlichen Umgebungen testen, was der Konkurrenz zu viel Zeit geben würde bzgl. der Kapazität aufzuholen.

Keine Ahnung wieso die Haltbarkeit SSDs als Nachteil angekreidet wird, meinst Du die TBW? Oder besser die DWPD; wie sie bei Enterprise SSDs angegeben wird? Die P/E Zyklen von NANDs sind limitiert und damit die Schreibvolumen der SSDs, aber da sowieso nichts ewig hält, muss man hier eben die Anforderungen kennen und dann die SSDs entsprechend der DWPD so wählen.

Jetzt kommt bestimmt gleich SlapAHo und lässt seine Art von Danke da, wie es der Clown bei jedem meiner Beiträge macht.
 
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