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TOSHIBA MQ04UBD200 - 3TB - Kein Zugriff mehr auf die Daten

Yvo

Neuling
Thread Starter
Mitglied seit
20.07.2026
Beiträge
6
Guten Morgen zusammen, seit mehreren Wochen kämpfe ich mich durch mit meiner Festplatte. Auf einmal konnte ich nicht mehr auf die Daten zugreifen. Unabhängig davon, in welcher Reihenfolge ich sie starte/anschließe, zeigt erstmal Windows-Explorer den Buchstabe der Festplatte (I:), die Festplatte dreht (leichtes Vibrieren/Brummen), Die Diode leuchtet kurz blau (2-3 Sek.), blinkt dann blau (ca. 15-20 Sek.), leuchtet wieder einigen Sekunden blau, blinkt wieder, usw., Das Ganze dauert eine Weile, bis dann diese Meldung
Bild 1.jpg
kommt.
CrystalDiskInfo gibt diese Daten raus:
Bild 2.jpg

Kann mir jemand dieses Mysterium entziffern und mir eine mögliche Lösung verraten? Es wäre sehr toll, denn auf der Festplatte sind ca. 1TB besetzt mit 1000de Fotos, etliche Video8-Filme (digitalisiert) und noch viele persönliche Daten. Der Verlust wäre schmerzhaft!
Die Festplatte hat keinen Knall erlitten (Fall, Stoß o.ä.). Es trat ein zwischen zwei Schaltvorgängen meines Laptop, an den die Platte immer angeschlossen war.

Danke sehr für eure Rückmeldungen/Hilfestellungen. Gruß Yves
 
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Die Platte hat 312 schwebende Sektoren, da dürfte eine dabei sei, dass wichtige Metadaten enthält, vermutlich welche des Filesystems, da ja noch erkannt wurde, dass es nur eine Partition gibt. Gibt es ein Backup?

Wenn nicht, dann mache nichts mehr mit der Platte, die scheint am Sterben zu sein. Besorge Dir zwei weitere Platten mit mindestens 2TB, besser mehr, boote ein Live Linux und kopiere sie dann mit ddrescue auf die neue Platte. Dann kannst Du auf dem Klone eine Datenrettung mit Testdisk oder einem kommerziellen Tool probieren und dabei die Daten auf die dritte Platte retten. Wenn Du Dir den Schritt des Klonens mit ddrecue sparst und Testdisk direkt auf die Platte loslässt, gehst Du das Risiko ein, dass sie dabei ganz über den Jorden geht und nichts mehr zu retten ist. Das Klonen ist ein sequentielles Lesen und beansprucht die Platte weit weniger als die Datenrettung, die mit vielen Kopfbewegungen verbunden ist.
 
Und wenn du die Daten gerettet hast:
Kaufe eine weitere Platte und mache regelmäßig ein Backup deiner Daten!
 
Danke, Holt, für diese Erklärung. Um sicher zu sein, dass ich richtig verstanden habe:

- Auf eine der neuen Festplatten spiele ich die Linux (soll ich die Ubuntu-Version nehmen?) und das Pgm ddrescue auf.
- Dann boote ich meinen Laptop über Linux, also über die 1. neue FP und klone die defekte FP auf diese (mit ddrescue).
- Dann kann ich die geklonten Daten mit Testdisk auf die 2. neue FP retten. Soll ich Testdisk auch auf die Klone-FP aufspielen und unter Linux ausführen oder auf dem Laptop und unter Windows laufen lassen?

@passat3233: Wenn ich geschafft habe, meine Daten zurückzuholen kannst du ja glauben, dass ich ein Backup machen werde. Das Theater möchte ich nicht nochmal erleben!😟 Danke auch für den Hinweis.
 
- Auf eine der neuen Festplatten spiele ich die Linux (soll ich die Ubuntu-Version nehmen?) und das Pgm ddrescue auf.
ddrescue ist Teil von Linux und man braucht es nicht auf eine der beiden Platten aufzuspielen, es gibt Live Linux Systeme. Manche dich vorher damit vertraut wie Linux Laufwerke bezeichnet um bei ddrescue die richtige Platten als Quell- und Ziellaufwerke auszuwählen! Da könnte man z.B. smartctl -a nehmen, um zu sehen welche Platte bei Linux welche Bezeichnung hat.
- Dann boote ich meinen Laptop über Linux, also über die 1. neue FP und klone die defekte FP auf diese (mit ddrescue).
Was keine gut Idee wäre, da Du dann ja Dein Systemlaufwerk überschreiben würdest. Deshalb ja auch der Hinweis auf ein Live Linux, welches man einfach auf einen USB Stick ziehen kann.
- Dann kann ich die geklonten Daten mit Testdisk auf die 2. neue FP retten. Soll ich Testdisk auch auf die Klone-FP aufspielen und unter Linux ausführen oder auf dem Laptop und unter Windows laufen lassen?
Richtig. Testdisk kannst Du auch unter Windows nutzen. Nur ddrescue muss unter Linux laufen, es gibt wohl auch eine Windows Portierung, aber Windows würde im Hintergrund womöglich Zugriffe machen und versuchen was zu reparieren, daher sollte man dies unter Linux machen. Google halt man dazu wie man ein Live Linux macht und dann benutzt und nach einer Anleitung für Testdisk.
 
Hallo zusammen,
vor ein paar Tagen hatte ich eine Zwischenmeldung geschrieben, die nicht mehr sichtbar ist. Vermutlich hat hardwareLUXX erstmal gewartet, bis ich mein Passwort geändert habe.
Nochmal dieses Zwischenergebnis: ich habe soweit das ausgeführt, was du mir geschrieben hast, Holt. Doch hackt die Aktion jetzt an einem Zugriffsfehler auf die defekte Festplatte (siehe Bilder).
Wo liegt das Problem, dass Linux die Festplatte nicht auslesen kann?
Danke für weitere Hilfestellung :unsure:
 

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Deshalb sollst Du ja auch ddrescue und nicht nur dd nehmen, da ddrescue eben diese Fehler ignoriert und kopiert was lesbar ist, statt bei jedem Fehler abzubrechen. Außerdem solltest Du nicht die Partitionen kopieren, also /dev/sdb1 auf /dev/sdd1 sondern das ganze Laufwerk, also /dev/sdb auf /dev/sdd

Wobei ich hoffe das /dev/sdb wirklich die alte, HDD mit dem Defekt ist, denn beide sind vom gleichen Typ und haben eine NTFS Partition. Das Ziellaufwerk braucht man aber nicht zu partitionieren und auch keine Partition zu formatieren, da es ja beim Klonen sowieso komplett mit den entsprechenden Information des Quelllaufwerkes überschrieben wird. Mit smartctl -a /dev/sdb und smartctl -a /dev/sdd könnte man z.B. anhand der Betriebsstunden prüfen welche die neue und welches die alte ist und die Ausgabe von smartctl für die alte wäre auch sehr interessant, post die bitte wenn es geht.
 
Irgendwie schafft Linux weder auf die alte noch auf die neue FP zuzugreifen! Jedenfalls habe ich gestern die richtige Reihenfolge (Quelle/Ziel) genommen. Die defekte FP heißt "MULTIMEDIA". Kann ich nicht vertauschen!
Ich verstehe nur nicht, warum der Zugriff verweigert ist...
 

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Wenn Du nicht als root arbeitest, dann muss Du da noch sudo vor die Befehle schreiben, also sudo smartctl und ich würde es auch vor ddrescue schreiben. Solche Dinge macht man am Besten als direkt root. Dazu kann man z.B. 'sudo su' verwenden, damit man nicht vor jedem Befehle sudo eingeben muss um root Rechte zu bekommen.
 
Danke nochmal für deine Tipps / Hilfe.
Jetzt hat es mit smartctl funktioniert. Aber ddrescue geht noch nicht: siehe Ergebnis!
 

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Die betroffene Platte ist die wo Attribut 197 "Current_Pending_Sector" den Raw_Value 312 hat. Die Daten die auf diesen Sektoren standen, sind verloren, weil diese nicht mehr zur ECC passen, die hinter jedem Sektor stehen und auch nicht mehr mit deren Hilf korrigiert werden können. Aber welche Fehlermeldung gibt ddrescue aus? Wenn Du die Ausgaben auf so viele Images verteilst, kann ich nicht nachvollziehen was genau gemacht wurde und welche Ausgabe zu welcher Platte gehört.

Beachte: Zuweisungen wie /dev/sdb sind nicht in Stein gemeißelt, nach einem Reboot können diese sich ändern! Bei ddrescue möchtest Du vielleicht den Parameter bs nutzen. Google was er bewirkt und welche Werte Sinn machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass die Festplattenzuweisungen nicht bleiben und bei jedem Anmelden sind verändern können habe ich schon gelernt, Deshalb schaue ich vor jedem Start in die App "Disks" und sehe da welche Festplatte die defekte ist ("MULTIMEDIA") und welche die "Klon"-Platte und die jeweilige Bezeichnung. Da achte ich schon stark darauf und starte keine Aktion, bevor ich sicher bin.

Der Fehler, der ddrescue ausgibt, ist: ddrescue: if=/dev/sdb: Can't open input file: No such file or directory. Das steht im letzten Bild "neuer Klonversuch.png"

Ich schau mal nach den Varianten von ddrescue.

Andere Frage: Wenn ich Bilder im Anhang sende, kann ein anderer Betrachter sehen, wie ich diese Bilder (screenshots) genannt habe? Ich vergebe bewusst beschreibende Namen, dass man weiß, zu welchem Vorgang welches Bild gehört!
 
ddrescue: if=/dev/sdb: Can't open input file: No such file or directory.
Dann würde ich noch einmal mit sudo smartctl -A /dev/sdb prüfen, ob die Platte nicht unter dem Device erkannt wird.

Außerdem solltest Du den Parameter bs verwenden, damit es nicht ewig dauert. 32k oder 64k am Stück zu kopieren, geht schneller und meines Wissens nach, werden die übrigen Daten auch dann noch kopiert, wenn da einer der unlesbaren Sektoren darunter ist.
Andere Frage: Wenn ich Bilder im Anhang sende, kann ein anderer Betrachter sehen, wie ich diese Bilder (screenshots) genannt habe?
Was meinst Du damit genug? Mit welchem Tool Du sie erstellt hast oder was?
 
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