und noch 2 Steckplätze auf Deinem Board frei sind: Kauf die 2 x 16 jetzt noch und zwar gebraucht für 300 bis 350 EUR.
Dann wird er aber mit den 2 DIMM pro Channel nicht den RAM Takt erreichen, den sein 7200er RAM jetzt ermöglicht.
Von
Micron weiß man beispielsweise das es bis 2030 keine günstigeren RAM-Preise als jetzt mehr geben wird, also eher höhere.
Das hat ja nicht Micron zu entscheiden. Die DRAM Hersteller gehen davon aus, dass es so ist und deshalb investieren sie gerade gewaltig in neue Fertigungskapazitäten. Aber die gewaltige Nachfrage kommt von den KI Firmen, vor allem OpenAI und den gewaltigen, geplanten Investitionen in neue KI Rechenzentren. Geplant, denn gebaut wird noch längst nicht alles, was groß angekündigt wurde und man wird sehen, was am Ende wirklich fertiggestellt werden wird und in welcher Größe. Gerade die Unternehmen die wegen der KI Blase zuletzt extreme Kursanstiege erlebt haben, sind ja zuletzt an den Börsen unter die Räder gekommen, auch SpaceX, welches ja den Großteil seiner Bewertung mit XAI rechtzufertigen versucht.
Damit gibt es nun Zweifel ob OpenAI und Anthropic ihre Börsengänge wie geplant durchziehen werden bzw. zu den gewünschten Bewertungen können. Dabei brauchen sie Milliarden um überhaupt bis zum nächsten Jahr zu überleben, vor allem OpenAI, die gewaltige Verpflichtungen bzgl. der Investitionen in neue Rechenzentren eingegangen sind. Diese Rechenzentren werden ja meist von anderen Unternehmen gebaut und dann vermietet. Zugleich wird auch die Nachfrage der Kunden die bereit sind dafür zu zahlen, also vor allem von Unternehmen, eher nicht steigen, sondern fallen. UBER hat in 4 Monaten sein Token Budget für das ganze Jahr verbraten und nun harte Limits eingeführt, z.B. 1500USD im Monat für KI Coding Tools.
UBER ist kein Einzelfall, die Unternehmen spüren auch die schlechtere wirtschaftliche Lage, müssen mehr auf das Geld schauen und werden zunehmend den Einsatz von KI genauer hinterfragen. Als sie nur lächerlich geringe Pauschalen gezahlt haben und das Management den übertriebenen Versprechen blind geglaubt hat, wurden oft Mitarbeiter belohnt die besonders viele Token verbraucht haben, aber nun wird nach den Tokenverbrauch abgerechnet, was schnell sehr teuer werden kann und damit genauer hingeschaut, ob der Produktionsgewinn die Kosten rechtfertigt. Auch haben die Unternehmen inzwischen gemerkt, das KI Menschen in den meisten Fällen nicht ersetzen kann, da die Ausgaben nicht zuverlässig sind und manuell geprüft werden müssen, denn KI halluziniert eben immer wieder mal.
KI ist hier und wird auch bleiben, für bestimmte Anwendungen macht sie Sinn, aber die Fähigkeiten der LLMs ist immer noch total überhypt und gerade für diese braucht man die gewaltigen Rechenzentren für Training und Inferenz. Das Training ist dabei eine Daueraufgabe, sonst bleibt der Kenntnisstand der LLMs stehen und sie würde heute noch antworten, dass Biden der US Präsident ist, wenn man sie 2 Jahre lang nicht neu trainiert hätte, was manche unterschätzen und die Anbieter gerne vertuschen.
Wer kann heute also mit Sicherheit sagen, dass Anthropic und vor allem OpenAI überhaupt bis 2030 überleben? Das ist als wollte man vorhersagen, wo die Börsen in 4 Jahren stehen. Firmen die massiv vom aktuellen KI Boom profitieren, sind voll auf den KI Zug aufgesprungen, darunter auch Micron. Derzeit verdienen sie sich ja auch eine goldene Nase, sie müssen also so tun als würde es erstmal noch lange so weitergehen und die CEO bekommen ihre Boni ja auch meist abhängig vom Aktienkurs. Deshalb sehen wir auch die ganzen Kreislauffinanzierungen bei de KI Unternehmen, wo z.B. NVidia in OpenAI investiert und OpenAI dafür NVidia GPUs kauft.
Daher wäre ich mit den ganzen Prognosen sehr vorsichtig, vor allem wenn sie von Leuten kommen, die ein Interesse daran haben, dass die KI Blase an den Börsen nicht platzt. Tatsache ist aber, dass die wirtschaftlichen Aussichten weltweit derzeit düster sind, vor allem weil eben die Straße von Hormuz wieder mal geschlossen ist und es wenig Grund zur Hoffnung gibt, dass sich dies kurzfristig ändert, während zugleich die Ölreserven weltweit fallen, die bisher oft die schlimmsten Folgen davon verhindert haben. Hohe Ölpreise wirken sich aber auf praktisch alle Preise aus und trieben daher die Inflation, worauf die Zentralbanken meist mit Zinserhöhungen antworten und darunter leidet die Wirtschaft dann doppelt und wenn es gar zu einem Mangel an Ölprodukten kommt, wird die Lage nur noch viel schneller viel schlechter. Je schlechter die Wirtschaft läuft, umso schwerer wird es für Unternehmen Investoren zu finden.