Glasfaser: Hilfe bei Router und Repeater

Chrizzer

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Hallo zusammen,
auch wenn diese Frage hier wohl schon ein paar mal gestellt wurde bitte ich um Nachsicht, dass ich bisher noch nicht die passende Lösung für mich rauslesen konnte.

Bei mir geht's nun auch endlich los und Glasfaser wird verlegt (von der Deutschen Glasfaser).
Der Anschluss liegt im Keller, wo auch der "Hauptrouter" stehen wird. Ich habe leider keine Möglichkeit, für neue Leitungen Löcher durch's Haus zu bohren. Die alten Telefonleitung liegen leider nicht in einem Leerrohr, sondern per Kabel einbetoniert in der Wand.

Ich bin "Hauptverbraucher" und wohne im 1. Stock, meine Mutter im Erdgeschoss - sie nutzt das Internet hauptsächlich zum TV schauen und Telefonieren (Telefon an der Fritzbox angemeldet).
Ich selbst nutze eine 7590 und habe eine 7490 als Repeater bei meiner Mutter stehen.

Wie bekomme ich nun das Signal vom Keller am besten "durch das Haus" (und hauptsächlich zu mir)? Reicht hier die 7590 als Router oder sollte ich mir eine AX zulegen?
Erster Gedanke war, im Treppenhaus oder in den Stockwerken WLAN-Repeater zu platzieren, die das Signal bis zu mir leiten und dort verteilen.
Mir ist bewusst, dass durch Repeater auch etwas Leistung flöten geht. Denke aber, dass dann noch genug ankommt, damit Homeoffice und Streaming sauber läuft.
Welcher Repeater ist hier geeignet bzw. worauf sollte ich achten?

Danke schon mal für Eure Tipps.
 
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Ich habe leider keine Möglichkeit, für neue Leitungen Löcher durch's Haus zu bohren.
Weil es ein Miethaus ist? Wenn das Haus euch gehört, dann ist es sicherlich möglich, Löcher zu bohren und am besten gleich Leerrohre zu verlegen. Mit WLAN-Repeatern kann man arbeiten, aber das Ergebnis fällt meines Erachtens oftmals nicht sehr zufriedenstellend aus und würde es auch nicht empfehlen. Es gibt einfach nichts besseres als LAN-Kabel, um ein stabiles und sauberes Signal zu erhalten und gleichzeitig kann der Glasfaser-Anschluss bzw. dessen Bandbreite in vollen Zügen genossen werden.
 
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Weil es ein Miethaus ist? Wenn das Haus euch gehört, dann ist es sicherlich möglich, Löcher zu bohren und am besten gleich Leerrohre zu verlegen.
Es ist mein Haus und Baujahr 74. Ob und wie es möglich ist, vom Keller bis zum 1. Stock durch die Mauern zu bohren und Leerrohre zu verlegen, enzieht sich leider meiner fachmännischen Kenntnis. Ich weiß, dass es "nix besseres als LAN-Kabel" gibt, aber ich weiß auch, dass ich sicher nicht das ganze Haus durchbohren werde... :)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Was gibt es an unbenutzten "alten" Leitungen (TV-Coax, Telefon) im Haus ? Mit G.hn Technik kann man diese auch für Netzwerk benutzen. Anbieter sind z.B https://www.gigacopper.net/ oder Devolo
Eine Telefonleitung liegt ja (aus dem guten alten "Postkasten". Ist das aber sinnig, da es sich ja dabei um die Kupferkabel handelt, die dann aus der TAE-Dose kommen?
 
Wenn die "alte Telefonleitung" aus vier Adern besteht und vom Keller in den 1.OG führt, kannst du die vier Telefonadern auf RJ45 Stecker crimpen und hast damit 100Mbit/s Fullduplex. Das reizt zwar nicht die komplette Glasfaserleitung aus, ist aber weit besser, als alle Alternativen und kostet dich 20€ fürs Crimpwerkzeug und 10€ für die RJ45 Stecker.
 
Danke für den Tipp. Ich muss mal schauen ob ich das hinbekomme. Müsste ja dann auch die Telefonleitung im Keller "kappen" und an die Glasfaser bzw. den Router anschließen, sobald die aufgeschaltet ist.
Ich kann ja mal ein Foto der TAE-Dose bzw. deren Innenleben schicken, damit man erkennen kann, ob der Vorschlag von Stunrise umzusetzen ist.
Trotz allem nochmal die Frage nach der Alternative mit Router und Repeater-Kombi.
Keller: Router Fritz 7590 oder 7590 AX?
Erdgeschoss: Repeater - welches Modell empfehlenswert? Oder evtl. Router (falls ich einen AX brauche und die 7590 als Repeater verwende)?
1. Stock: same as Erdgeschoss?

Ich find's ja echt lieb, dass ihr mir empfehlt, soweit wie es geht auf die Kabelgebundene Lösung zu gehen - aber es ist halt nicht immer möglich/ praktisch whatever...
 
Ich würde den alten Klingeldraht mal mittels G.hn befeuern.
Da sollte ein ganz brauchbarer Durchsatz bei rumkommen.

Alternativ kannst du es mit g.fast probieren. Passende Master/Slave Bridges gibts auch zu kaufen.
Und bei <100 Metern ist die Wahrscheinlichkeit auf einige 100Mbit/s auch gegeben.

Wenn das nicht geht, probier die WLAN Lösung. Aber da kommt man in den Latenzlimbo, besonders wenn man Nachbarn hat.
 
Die FritzBox 7590AX ist längst veraltet - direkter Nachfolger ist die Fritzbox 7690 für normales DSL. Mit dieser brauchst du halt das Modem vom Provider vor der Fritzbox geschaltet. Wenn du sowieso neu kaufst, würde ich dann lieber direkt eine Glasfaser Fritzbox 5690 Pro nehmen. Die normale 5690 ohne Pro funktioniert zwar auch, ist aber wesentlich(!) schlechter ausgestattet und kostet fast das gleiche. Als weitere Alternative gibt es die Fritzbox 4690 ganz ohne integriertes Modem, dafür mit stärkerer LAN-Ausstattung (10g + 3x2,5G) und minimal günstiger. Ich persönlich würde die 5690 Pro nehmen, weil diese sehr viel besser ausgestattet ist (CPU, Modem, WLAN), als alle anderen Fritzboxen derzeit, und kaum mehr kostet. Sie ist auch einfach flexibler, weil sie DSL+Glasfaser beherrscht.

Die Lösung von @Zyxx mit Medienkonverter sind ebenfalls möglich - da hast du aber dann zwei aktive Geräte und demnach 24/7 Stromverbrauch. Würde mich nicht wundern, wenn du da zusammen 10w Verbrauch hast. Bei deutschen Strompreisen kostet 1w bei 24/7 im Jahr rund 3€. Kein Weltuntergang, aber auch nicht "gratis".
 
Im Vertrag mit der Deutschen Glasfaser ist m.W. ein Modem mit dabei. Es wurde ja alles neu in der Straße verlegt.
Ich schau mir mal die Fritte an. Dann hätte ich zumindest die gute Basis im Keller.
Angenommen, ich bekomme die Kabellösung nicht hin; was sollte ich dann als Repeater/ Verstärker bzgl. WLAN nehmen?
Wie gesagt: Das Haus ist aus den 70ern, jede Menge massiver Beton und Stahlteile verbaut. Da sind WLAN-Störungen anderer Netze nicht so groß, habe ich im Moment auch nicht (versuchte mal einen smarten Garagentoröffner einzubauen...die Verbindung ist zu schwach ;) ).

Bei der Lösung von @Zyxx kommt leider der Noob in mir durch: was bedeutet G.hn und g.fast?
Die 3€ im Jahr wären ja zu verkraften.
 
Der Medienkonverter baut eine aktive Punkt-zu-Punkt Verbindung über den Klingeldraht auf und ist dabei hochgradig effizient. Da kommst du durchaus auf Gigabit Halbduplex raus.

Du schließt also im Keller den aktiven Teil an den Klingeldraht an und im 1.OG den passiven Teil. Das wäre die Premium-Alternative. Der Verbrauch ist laut Hersteller bei 3w, also rund 9€ im Jahr. Insgesamt eine wirklich gute Alternative, nur nicht ganz billig (y)
 
Bei der Lösung von @Zyxx kommt leider der Noob in mir durch: was bedeutet G.hn und g.fast?
Die 3€ im Jahr wären ja zu verkraften.

Entschuldigung, ich habe so oft mit den Themen zu tun, da wird man betriebsblind^^.

G.Hn ist die Technik welche auch bei Powerlan genutzt wird, sprich Übertragung über Stromleitungen.
Just komplett losgelöst vom Stromkabel und kann auf alles was "nach Draht aussieht" genutzt werden.
Die genutzten Frequenzen hier liegen normalerweise bei 5 bis knapp über 200MHz, die Reichweite über gute Leitungen liegt bei einigen 100 Metern, die Datenrate ist nicht ganz so hoch wie beim nächsten Kandidaten.

g.fast
Hier gibts einmal den "alten" g.fast 106 MHz Standard und den neuen g.fast 212 MHz Standard.
Entwickelt um über Doppeladern möglichst viel Daten zu bekommen. Das wird oft genutzt wenn Glas im Keller liegt und der Vermieter keinen Innenausbau will.
Dann wird im Endeffekt die Doppelader vom Keller bis in die Wohnung genutzt, nachdem diese von der Postdose getrennt wurde.
Hier sind auf den ersten 100Metern durchaus Geschwindigkeiten bis zu einem Gigabit symmetrisch drin.
 
Ich schau mir mal die Fritte an. Dann hätte ich zumindest die gute Basis im Keller.
Soviel bringt die aber nicht wenn man dann für den Rest nur WLAN Anbindung nutzt. Für den Keller reicht sowas wie eine 7530AX.

Entweder dLAN probieren, wobei das je nach Elektrik auch oft Probleme machen kann. Manchmal hilft ein Phasenkoppler.

Oder wenigstens ein LAN Kabel vom Keller ins EG ziehen. Irgendwann später geht es sowieso in diese Richtung weil alles andere nur kompromissbehaftete Behelfslösungen sind.
 
Kannst ja erstmal einen reinen WLAN Testbetrieb aufbauen und schauen, ob er deinen / euren Anforderungen genügen würde.
Wenn das so gar nicht läuft und absolut instabil ist, muss zwangsweise nochmal über Kabel-Lösungen gesprochen werden. Egal ob nun doch mit Loch bohren, DLAN, Klingeldraht nutzen etc.

Ich habe mittlerweile Grandstream im Einsatz und bin damit ebenfalls zufrieden, zumal die auch preislich deutlich besser aufgestellt sind, als die FritzBoxen. GWN7062E oder GWN7062ET mit Telefon.
Was macht ihr eigentlich mit dem Telefon? Werden die Festnetznummern überhaupt noch genutzt? Sonst bräuchte man gar keinen Router mehr mit DECT Funktion oder TAE Anschlüssen für Telefone. Wenn ihr das Telefon nutzen wollt, kommen schon wieder andere Fragen auf, ob man das alte Telefonkabel überhaupt nutzen kann oder die DECT Reichweite überhaupt reichen würde.

Unabhängig davon:
Mit dem Hardware-Kauf würde ich noch warten, bis die die Deutsche Glasfaser die Zugangsdaten zugeschickt und einen Schaltungstermin genannt hat.
Warum? Bei mir lag auch der Anschluss komplett fertig im Haus, aber der Anbieter kam und kam nicht aus dem Arsch, diesen endlich freizuschalten. Erst nach dem Urteil des BGH und erneuter Androhung der Kündigung wurde der Anschluss freigeschaltet - das war über ein Jahr nachdem der Anschluss technisch in meinem Haus fertig gestellt war. Und in diesem Zeitraum würde die Hardware nur ungenutzt herumliegen, es kommt bessere Hardware, bessere Angebote für Hardware und nicht zuletzt läuft die Garantiezeit nach und nach ab, obwohl die Sachen nur herumliegen...
 
Eine Lösung mit minimalem Aufwand könnte bei dir so aussehen:
Du bekommst in Keller die Glasfaser + ONT ("Glasfasermodem "). Du trennst im Keller die alte Telefonleitung nach oben am Übergabepunkt der Telekom ab und schließt an diese Leitung einen G.hn oder g.fast Adapter an und verbindest diesen auch mit dem ONT. Oben trennst du deine Fritzbox vom Telefonanschluss, schließt an diesem Anschluß den zweiten G.hn/fast Adapter an, verbindest diesen Adapter mit Port1 der Fritzbox und konfiguriertst die Fritzbox um, das sie Internet nicht mehr über das interne DSL Modem bezieht sondern über Port 1. Und Telefon über SIP statt über die physikalische Telefonleitung.
Die Fritzboxen kannst du unabhängig davon nach Wunsch und Bedarf modernisieren. Wobei du nicht mehr unbedingt eine FB mit internem DSL Modem brauchst.
 
Eine Telefonleitung liegt ja (aus dem guten alten "Postkasten". Ist das aber sinnig, da es sich ja dabei um die Kupferkabel handelt, die dann aus der TAE-Dose kommen?
Weil es nicht geschrieben wurde (oder ich es überlesen habe): Kannst du die ggf. ziehen und ersetzen? Geht manchmal leichter als man denkt und würde deine Probleme ja praktisch komplett erledigen, wenn ich das richtig verstehe.
 
Bei einem Einfamilienhaus würde ich dann aber vor den ganzen genannten LAN-2Draht-Umsetzer-Gedankenspielen die Mühen anraten die bestehende Verkabelung zu prüfen. es besteht eine gewisse Chance, dass die aktuellen Verbindungen vom Postkaten zum EG gehen und dort hinter einer Telefondose (oder sonstwo) auf abenteuerliche Weise durchverbunden wurden um dann in deine Telefondose im 1.OG zu kommen.
Ergänzend müsste doch nicht unbedingt das ganze Haus durchbohrt werden, wenn es um 2-4 Löcher geht. Hat die DG nicht auch eine Verkabelung bis zu einem Wunschort im gewissen Rahmen im Anschlusspreis enthalten?
 
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