Aufgrund der angegebenen 8 PB, welche die Haltbarkeit des NAND beim Schreiben darstellen
Nein, die TBW ist nur eine zusätzliche Einschränkung der Garantie, keine garantierte Haltbarkeit der NANDs, da die Garantie eben abläuft wenn die Zeit um ist oder die TBW erreicht sind, je nachdem was zuerst eintritt. 8PB wird kaum jemand innerhalb der 5 Jahre Garantiedauer erreichen, von daher wird der Wert auch gerne mal vom Marketing gemacht, statt den Technikern. Als es wegen Chia damals mal die realistische Gefahr gab, dass viele User ihre TBW auch ausreizen würde, hat zumindest PNY die vorher überdurchschnittlich hohe TBW Angaben über Nacht massiv gesenkt.
Die verwendeten 3D-TLC-NAND sind beschriftet mit FS02T08UCT1-81 und stammen, wenig verwunderlich, von Kingston selbst.
Nein, da Kingston keine NAND (oder DRAMs) herstellt, können sie allenfalls von Kingston gebinnt worden sein. Die haben als ganze Wafer oder vielleicht Restwafer (also solche wo der Hersteller die besserten Die schon entnommen hat) gekauft und machen das Packaging und Binnung selbst bzw. lassen es bei einem Dirttanbieter machen. Damit weiß dann auch nur Kingston nach welchen Qualitätskriterien gebinnt wurde.
Trotz der doppelten Speichermodulmenge spezifiziert Kingston nur eine 0,4 W höhere elektrische Leistungsaufnahme für die Variante mit 8.192 GB.
Dies dürfte bei Mobilmark sein, also einem Benchmark für die Akkulaufzeit von Notebooks, wo die SSD praktisch fast nur Idle ist. Maximal kann sie eben laut der Tabelle darüber 9,5W ziehen und bei echter Last dürfte die tatsächliche Leistungsaufnahme näher an den 9.5W als den 0,4W liegen.
Im Gegensatz zur kleineren Variante muss der Controller die doppelte Anzahl an NAND-Dies verwalten. Dies führt zu einer extrem hohen Parallelität für den Controller und kann zu einer früheren Segmentierung des Pseudo-SLC-Cache führen. Um dem entgegenzuwirken, könnte der Controller bereits noch während der Aktivierung mit teilweisem Entleeren des Cache beginnen, was die immer wiederkehrenden kleinen Einbrüche ebenfalls schlüssig erklären würde.
Keine Ahnung wie das funktionieren sollte, da der Pseudo-SLC Schreibcache ja nur bedeutet, dass eben nur ein Bit in den TLC NANDs beschrieben wird, was schneller und mit weniger Leistungsaufnahme geht. Letzteres sieht man gut daran, dass die Temperatur nach dem Abfall der Schreibrate steigt. Ich vermute eher, dass die Einbrüche daran liegen, dass bei der 8TB eben mehr NAND Dies an einem Channel hängen und sich daher das Umschalten zwischen den Dies eben bemerkbar macht. Erschwerend könnte hinzukommen, dass sie eben nur 4GB DRAM Cache hat und daher ggf. immer wieder mal einen Teil der Verwaltungsdaten in diesen Cache nachladen muss um zu wissen, wo es freie NAND Zellen gibt. An einem Channel kann aber nur entweder gelesen oder schrieben werden, weshalb besonders bei Consumer SSDs die Tranferraten beim gleichzeitigen Lesen und Schreiben ja auch deutlich einbrechen, während Enterprise SSDs Controller mehr Channels haben und dies daher weniger stark ausfällt.
Die Bezeichnung Terabyte-Written gibt an, wieviele abnutzende Schreibzyklen der NAND-Speicher gemäß Spezifikation bieten soll.
Nein, tut es nicht, s.o. und außerdem steht TBW für Total Byte Written.
Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Es werden komplett inkompressible Daten verwendet
Leider nicht, denn aufgrund eines Bugs sind zumindest die Tastdaten für die 4K Tests eben nicht komplett unkomprimierbar, sondern nur so zu 70%. Dies kann man selbst testen indem man den Prozess während der 4K Lesend im Task Manager beendet, dann geht man im Ordner AS-SSD-TEST42 die Testdateien und kann diese z.B. bei NTFS einfach mal komprimieren und die Größe mit der Größe auf dem Datenträger vergleichen.
Dies hat die Auswirkung, dass bei SSDs mit Datenkompression, also typischerweise bei denen mit Phison Controllern, die 4K Lesend bei AS-SSD höher als die 4K Q1T1 Lesend bei CrystalDiskMark ausfallen, was normalerweise umgekehrt ist, schon weil AS-SSD die Mittelwerte der Wiederholungen anzeigt und CrystalDiskMark die Bestwerte.
Aufgrund der doppelseitigen Bestückung ist die Kühlung noch viel wichtiger geworden, als sie es bei einer Gen-5-SSD sowieso schon ist.
Das galt ja vor allem für die erste Generation mit dem Phison E26 Controller, während eine WD SN8100 keine höhere Leistungsaufnahme als eine SN850X hat und daher auch nicht schwerer zu kühlen ist. Der E26 war mit seiner 12nm Fertigung einfach nur ein auf PCIe 5.0 aufgebohrter E18 und ein 12nm Prozess ist für PCIe 5.0 Consumer SSD Controller zu ineffizient, es muss schon 7nm oder besser sein und die zweite Generation PCIe 5.0 Consumer SSD Controller sind auch alle in entsprechenden Prozessen gefertigt und keine Hitzköpfe mehr.
Die Preise der 8TB-Varianten skalierten ja schon immer eher schlecht im Vergleich zu den 4ern (die ja meistens selbst schon nicht wirklich günstiger waren als die kleineren Modelle, wenn man sie aufs Terabyte umgerechnet hat).
Ja und davor galt dies für die 4TB SSDs, also diese noch die größte Kapazität waren, die man üblicherweise bei Consumer SSDs bekommen konnte (von der 870 QVO 8TB abgesehen) und davor für die 2TB, etc. Die Modelle mit der höchsten Kapazität waren pro TB immer erst deutlich teurer und dann etwas teurer und wenn dann mal 16TB Consumer SSDs kommen, wird es für diese auch gelten und 8TB werden dann irgendwann die Kapazität werden, die pro TB am günstigsten sein werden. Wann dies passieren wird, lässt sich aber gerade in Zeiten der Speicherkrise nicht sagen.