Dutzende Gaskraftwerke: Gigantische Rechenzentren werden ohne Netzanschluss geplant

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Das stimmt wohl, deshalb wäre es doch völliger Unsinn zusätzliche Gaskraftwerke zu bauen für solch einen Kapazitätsmarkt.
Ein Ausbau der Höchstspannungsleitungen zur Vernetzung der einzelnen EU-Länder wäre die Lösung, aber ob das politisch gewollt ist?
Tja, die Frage ist, was ist realistischer oder lässt sich schneller umsetzen, die europäischen Höchstspannungsleitungen oder die Gaskraftwerke?

Irgendeine Lösung brauchen wir, bis dahin stehen die Kohlekraftwerke als Reserve in der Landschaft!
 
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Nun, wie sage ich es durch die Blume.
Über 30% am deutschen Stromnetz gehören EON und genau diese Verteilnetzbetreiber die zu EON gehören verursachen über 70% der Redespatch-Eingriffe. Denn merke ->
Jede KWh erneuerbarer Energie die abgeschaltet wird und nicht gespeichert wird, bedeutet jeweils dann in den Abendstunden/Nachts eine KWh die aus fossilen Kraftwerken (hauptsächlich Gas und aktuell noch Kohle) verkauft wird.
Ohne E.ON in Schutz nehmen zu wollen. Die haben sich mit ihrer Badbank Uniper von Gas und Kohle verabschiedet. Diejenigen die mit Redispatch als Kraftwerksleistung Geld verdienen sind andere.
 
Klar hat EON ein Interesse, seine eigene Energie zu verkaufen. Aber bei den bestehenden Überkapazitäten von EEs (163 GW allein aus Sonne und Wind) ist es kein Wunder, daß da im Sommer ständig abgeregelt werden muß. Der Strom kann ja nirgendwo hin!

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Schon garnicht in andere europäischen Länder, in welche Deutschland bspw. im Sommer 2025 ~12 TWh exportiert hat.

Und an Batteriespeicherkapazität sind eben aktuell nur 24 GWh verfügbar! Also können 24GW für eine Stunde ausgespeichert werden. Bei realistisch (Wert von gestern) rund 50GW Last in der Nacht reicht das für eine halbe Stunde Strom....Es braucht also Stromerzeuger, die am besten die vollen 50GW die ganze Nacht über liefern können. Wenn viel Wind wehr, geht da schon was. Aber ohne konventionelle Kraftwerke geht nix.
Und wieder die alte Leier von der Batteriekapazität die das komplette Stromnetz stützen muss - was kein mir bekanntes realistisches Szenario - IEA, Fraunhofer oder anderweitig - verlangt. Mal ganz abgesehen davon dass du hier den Zubau von Speicherkapazitäten komplett ignorierst.

Klar, wenn man unrealistische Annahmen zu Grunde legt, sich Über- und Unterkapazitäten ausdenkt und dann noch postfaktisch behauptet dass Stromspeicher zu teuer sind oder nicht verfügbar wären, dann kann man natürlich behaupten dass der Ausbau von EE unrealistisch ist. Hat dann halt nichts mehr mit der Realität zu tun, aber an dem Punkt ist das dann vermutlich das geringere Problem.
 
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Woran macht man das in China fest?
Chinas Propaganda!

Zahlen nach anderen Quellen zeigen, dass weniger Kohlekraftwerke ANS NETZ gegangen sind:
Komisch ich lese bei den Links von Dir:
"China hat im ersten Halbjahr 2025 so viel Kohlekraft neu ans Netz genommen wie seit neun Jahren nicht mehr."
und
"China nimmt wieder mehr Kohlekraftwerke ans Netz
In China ist seit Jahresbeginn Kohlekraft mit einer Kapazität von 21 Gigawatt ans Netz gegangen, ein Höchstwert seit 2016."
Nach weniger klingt das nicht. Aber dafür fertigen sie dann mit der ganzen Energie die Batterien für eAutos mit denen sie unseren Markt überschwemmen und unseren Autoindustrie samt ihrer Arbeitsplätze zerstören, die aber wohl kaum die gleiche Haltbarkeit haben werden. Aber hier dürfen die Greta Fanboys sich dafür feiern, dass sie den lokalen CO2 Ausstoß verringert haben.
 
Komisch ich lese bei den Links von Dir:
"China hat im ersten Halbjahr 2025 so viel Kohlekraft neu ans Netz genommen wie seit neun Jahren nicht mehr."
und
"China nimmt wieder mehr Kohlekraftwerke ans Netz
In China ist seit Jahresbeginn Kohlekraft mit einer Kapazität von 21 Gigawatt ans Netz gegangen, ein Höchstwert seit 2016."
Nach weniger klingt das nicht. Aber dafür fertigen sie dann mit der ganzen Energie die Batterien für eAutos mit denen sie unseren Markt überschwemmen und unseren Autoindustrie samt ihrer Arbeitsplätze zerstören, die aber wohl kaum die gleiche Haltbarkeit haben werden. Aber hier dürfen die Greta Fanboys sich dafür feiern, dass sie den lokalen CO2 Ausstoß verringert haben.
Der Poster auf welchen sich bezogen wurde sprach von ~350 GW, ich gehe davon aus dass die Aussage hier war das real weniger als 350 GW zugeschaltet wurden.
 
Tja, die Frage ist, was ist realistischer oder lässt sich schneller umsetzen, die europäischen Höchstspannungsleitungen oder die Gaskraftwerke?

Beides gleich, geschätzt 10 Jahre. Beim einen klagen die Umweltverbände, beim anderen die betroffenen Kommunen/Bürger. Einer klagt immer.


Und an Batteriespeicherkapazität sind eben aktuell nur 24 GWh verfügbar!

An was liegt das wohl? Die Netzbetreiber haben in ihrem Netzgebiet das Monopol.
Das läuft dann so ab-> Entwickler fragt beim (einzigen) Netzbetreiber: Kann ich dort 100MW BESS anschließen? Nein. Und da? Auch nicht. Und dort? Erst recht nicht. Kann ich überhaupt wo anschließen? Das musst Du schon erfragen, dauert halt jedesmal 6 bis 12 Monate bis Antwort kommt.


Die haben sich mit ihrer Badbank Uniper von Gas und Kohle verabschiedet

Das scheint vordergründig korrekt. Aber über den Umweg der Aktionärsstruktur sind sie halt doch wieder beteiligt an Kraftwerken.
Und ich glaube soweit sind wir uns doch einig, das Aktionäre einen großen Einfluss haben auf die laufenden Geschäfte.


In China ist seit Jahresbeginn Kohlekraft mit einer Kapazität von 21 Gigawatt ans Netz gegangen, ein Höchstwert seit 2016."

Leider ja. Chinas Energiebedarf explodiert förmlich und da ist der Bedarf an Energie für KI noch nicht mal eingerechnet.
2024 lagen sie noch bei etwas über 10.000TWh und wenn die KI richtig reinhaut dürften wir bis 2030 die 20.000TWh sehen.

Aber fairerweise muss man sagen daß China die Erneuerbaren so stark pusht, das trotz dem starken Verbrauchsanstieg anteilig die konventionelle Erzeugung nicht so stark gestiegen ist.
Nur die exorbitante Steigerung ist halt nicht komplett aus Erneuerbaren zu stemmen.

Mir wird schon ganz anders wenn ich daran denke wenn Indien auch noch mit einsteigt in den KI-Wahnsinn.
 
An was liegt das wohl? Die Netzbetreiber haben in ihrem Netzgebiet das Monopol.
Das läuft dann so ab-> Entwickler fragt beim (einzigen) Netzbetreiber: Kann ich dort 100MW BESS anschließen? Nein. Und da? Auch nicht. Und dort? Erst recht nicht. Kann ich überhaupt wo anschließen? Das musst Du schon erfragen, dauert halt jedesmal 6 bis 12 Monate bis Antwort kommt.
Das kann im Einzelfall zutreffen. Und auch ich nehme die Monopolisten nicht in Schutz. Meines Erachtens war die ganze Privatisierung der Stromversorgung ein Riesenfehler.

Andererseits... wieviele Interessenten gibt es denn, die Batteriespeicher anschließen wollen und abgeblockt werden? Das Zeug kostet ein Heidengeld!


Die Kosten Batteriespeicher 1 mWh schwanken je nach Anbieter, Qualität und Einsatzbereich. Aktuell muss man für einen schlüsselfertigen Lithium-Ionen-Akku etwa 400.000 bis 700.000 Euro kalkulieren.
Eine Gigawattstunde zusätzliche Speicherkapazität liegt also schon im Bereich von über einer halben Milliarde Euro! Und da ist die Infrastruktur drumherum noch gar nicht mit bei!
Das muß sich ja auch irgendwie rentieren.

Sinnvoll ist das nur etwa in Verbindung mit einer Solaranlage. 1MW Solar kostet etwa 1 Mio. Mal antizyklisch gedacht, speichern wir das alles in eine Batterie, um es nachts zu verkaufen, wenn all die anderen PV-Anlagen auf Null gehen. Theoretisch 12 Stunden Licht 12 Stunden Dunkelheit sind wir da schon bei 12 MWh Speicherkapazität, die wir brauchen, also großzügig gerechnet 7 Mio für den Speicher. Die Sonne liefert auch nicht die ganze Zeit 1MW (Tageszeit, Sonnenstand, Bewölkung), also können wir auch die Kapazität der Anlage auch verdrei/vierfachen... Sind wir schnell bei 10-12 Mio für 1MW Leistung.

Läppert sich!

Angenommen, wir speichern nachts 12 Stunden lang 1MW aus, sind das 12MWh mal 300 Euro..... 3600 Euro. Macht 3.333 Tage, ehe wenigstens die Kosten rein sind. Und das auch nur im theoretischen Idealfall. Der Normalfall sind Tage mit viel zuviel Energie und solche ohne Sonne, dazu Preisschwankungen an der Strombörse...

Also ich würde das nicht riskieren! ;)
 
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Ach, wie haben sich denn die Kosten der achso teuren Speicher über die letzten zehn Jahre entwickelt? Nur um deine Aussage mal einordnen zu können.

Andere Anbieter sprechen hier von deutlch niedrigeren Preisen:

Die Gesamtkosten für einen 1 MWh Batteriespeicher variieren je nach Projektanforderung, Standort und Leistung. 2025 liegen sie typischerweise bei etwa: 250.000 € – 350.000 € (schlüsselfertig)

Da sind wird dann plötzlich bei detlich unter einer halben Milliarde pro GWh. Wie wärs mal mit Zahlen zu tatsächlichen Projektkosten und der Finanzierung? Wenn die Kosten tatsächlich so ein Hinderungsfaktor wären sollte dir doch die anvisierte Zahl und Kapazität der weltweiten Projekte zu denken geben.
 
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Jungs, ich hatte noch nicht mal einen Kaffee, was zur Hölle macht ihr hier?
 
Nichts was eine Schließung rechtfertigen würde. Bin nicht an der Diskussion beteiligt aber lese die ganze Zeit mit, und ja der Ton ist vielleicht manchmal etwas rauer. Aber das Thema EE wird hier mal wie selten von beiden Seiten beleuchtet, mit allen möglichen für und wieder Argumenten die es so gibt, etlichen Quellen und auch dem was populär so rumfliegt. Finde ich mal super spannend und habe das bisher nirgendwo sonst so gesehen. Genau so sollte es doch immer sein, wenn man sich ein Bild machen will.

Hoffe der Thread bleibt offen und Ihr lasst die Jungs weiter diskutieren auch wenn's mal n bisschen kracht. Diskussionen dieser Art gibt es heutzutage leider viel zu selten.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Jungs, ich hatte noch nicht mal einen Kaffee, was zur Hölle macht ihr hier?
 
eigenen Gaskraftwerken, ergänzt um Solarstrom.
Da dort drüben ja eh jegliche Vernunft über Bord geworfen wurde, und immernoch wird, klingt das ja erstmal gut dass dafür nicht das Reguläre Netz angezapft wird. Was mir sich aber nicht so ganz erschließen will und ich auch nichts im Artikel finden konnte ist, woher kommt das gas, wie hoch sind die vorkommen vor Ort und was ist wenn eins oder mehrere kraftwerke ausfällt oder im worst case abfackelt? Woher wird dann der Strom für die Rechenzentren kommen? Kann das dann alles so abgefangen werden mit Solar oder muss man dann doch das reguläre netz anzapfen?

Texas liegt ja jetzt relativ gen Mexiko bzw Südamerika, da macht Solar wirklich noch am meisten sinn denke ich. Klar, je nach dem wie das Wetter sich ändert.
 
Das Thema ist halt auch so ne Sache. Da muss man dran bleiben. Habe auch paar Artikel quer gelesen und hatte nen relativ falschen Standpunkt. Mitunter dachte ich die EEs in China wären nicht nur reine Propaganda. Halbwissen hierbei ist aber fürn Schlitz und ich muss mich eigentlich noch über ganz andere Dinge aufregen.
Ich lese lieber nur mit.
 
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Das muß sich ja auch irgendwie rentieren.

Bei reinem Handel des Stroms an der Börse liegt die Rendite nach Abzug aller Kosten aktuell bei durchschnittlich 20%. D.h. nach 5 bis 6 Jahren sind die Speicher abbezahlt und hyperlukrativ.
Nicht umsonst wollen alle weltweit dort investieren weil es eben kaum eine andere Asset Klasse gibt die aktuell lukrativer ist.

Bei verschieden anderen Arten des Betriebs von Großbatteriesystemen - Stichwort: Netzdienlichkeit, Blindleistung, usw - sinkt die Rendite auf etwa 10%, ist aber dann konservativer abgesichert.
Bei Banken und Fonds zur Zeit der Liebling.



speichern nachts 12 Stunden lang 1MW aus

Es gibt aktuell 1:2 und 1:4 Speicher, d.h. die speichern ihre Leistung in 2 oder eben 4 Std. aus. Aktuell kommen noch 6 und 8 Std Speicher auf den Markt, aber die sind noch recht teuer.
Zum Verständnis: 1 MW Anschlußleistung = 2 MWh Speicherkapazität, eben 1:2, usw.

Je größer der Faktor desto unrentabler wird der Handel an der Börse weil dort flexibel (schnell) auf Preissignale reagiert werden muss. Bei anderen Einsatzzwecken kann es dann sinnvoller sein auf hohe Faktoren zu gehen.



woher kommt das gas

In Ronald Mc Donald Land aus Fracking, eine der umweltschädlichsten Arten Gas zu gewinnen. In Kanada aus Ölsanden - fast genau so schädlich. In Erdölländern aus dem nahen Osten als Nebengewinn der Erdölförderung oder gleich aus großen reinen Gasfeldern wie in Norwegen.



Beim Schiefergas-Fracking können mehr als 1100 Chemikalien zum Einsatz kommen. Die verwendeten Stoffe werden teilweise als krebserregend eingestuft, einige können das Erbgut verändern oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigen – wenn etwa das Grund- oder Trinkwasser mit diesen Chemikalien verunreinigt würde.

Das schöne ist, es dauert aufgrund der Fördertiefe sehr lange bis das ganze an die Oberfläche kommt und wirksam wird. Aber dann lässt es sich nicht mehr aufhalten, durch kein Verfahren auf der Welt.
Ich freue mich schon wenn die USA uns um sauberes Trinkwasser anhauen.



Kann das dann alles so abgefangen werden mit Solar oder muss man dann doch das reguläre netz anzapfen?

Weder mit Solar noch mit Gas. Deshalb träumen die ja von den kompakten Kernreaktoren, den SMRs, die sie neben die Rechenzentren stellen. Auch Frau Reiche phantasiert ja schon davon.
Einzig China hat es verstanden, das diese gigantischen Stromverbräuche nur durch einen Mix aus EE, konventioneller und atomarer Produktion funktioniert, wobei China von Jahr zu Jahr immer stärker auf EE setzt.


Jungs, ich hatte noch nicht mal einen Kaffee, was zur Hölle macht ihr hier?

Jetzt brauch ich auch einen. :coffee3:
 
Kleiner Nachtrag dazu:
Nun, wie sage ich es durch die Blume.
Über 30% am deutschen Stromnetz gehören EON und genau diese Verteilnetzbetreiber die zu EON gehören verursachen über 70% der Redespatch-Eingriffe.

Hab mir heute mal eine Karte besorgt, auf der die Gebiete der Netzbetreiber markiert sind<.


Das Gebiet von EON erstreckt sich vom höchsten Norden bis zum tiefsten Süden. Einmal längs durch Deutschland. Dabei sind auch alle Offshore-Windparks in der Nordsee und das Land Niedersachsen, das die meisten Windparks hat. Plus Schleswig-Holstein.


Und "rechts und links" davon liegen die Gebiete der anderen Netzbetreiber, die alle mit EON verbunden sind.


Das erklärt vielleicht auch wieso ausgerechnet EON, wie du sagst, mit 70% die meisten Redispatch-Eingriffe hat.
 
Mitunder dachte ich die EEs in China wären nicht nur reine Propaganda. Halbwissen hierbei ist aber fürn Schlitz und ich muss mich eigentlich noch über ganz andere Dinge aufregen.
Bei den Kapzitäten die China da zubaut - mehr als an allen anderen Energieträgern - denke ich es wäre ein Trugschluss das als "Propaganda" abzutun. China hat einen massiven Energiebedarf und ist - trotz der Stellung als sechstgrößter Ölförderer - auf Importe angewiesen. Erneuerbare - insbesondere Photovoltaik - lassen sich vergleichweise simpel inländisch herstellen, genauso wie Batterien - seien es Lithium, Natrium oder anderweitig. Mit dem Umstieg auf BEVs - und dem Export selbiger als auch anderer EE-Technologien - schafft man an der Stelle nicht nur einen globalen Markt für selbige (weil es zu den Preisen einfach keinen Sinn macht sie nicht auszubauen, siehe Swanson's law), man baut gleichzeitig auch die eigneen Produktionskapazitäten aus und schafft sich eine Alternative zu fossilen Energieträgern welche im Gegensatz zur Kernkraft spottbillig, extrem skalierbar und vor allem simpel in der Herstellung und Installation ist.

Während sich die USA gerade nachhaltig Marktanteile verbaut, da man Elektroautos plötzlich nicht mehr so cool findet hat China an der Stelle keine Probleme ein entsprechendes Wirtschaftsumfeld zu schaffen. Von den deutschen Autobauern mal ganz zu schweigen, da versteht man unter Innovation Dinge wie Abonnements für ab Werk verbaute Features und proprietäre Schrauben.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hab mir heute mal eine Karte besorgt, auf der die Gebiete der Netzbetreiber markiert sind<.


Warum nicht die aktuelleren Karten von enet?


Da stimmen dann auch die Netzbetreiber ;)

Karte-der-Stromnetzbetreiber-Niederspannung-2025.jpg
 
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Es gibt aktuell 1:2 und 1:4 Speicher, d.h. die speichern ihre Leistung in 2 oder eben 4 Std. aus. Aktuell kommen noch 6 und 8 Std Speicher auf den Markt, aber die sind noch recht teuer.
Zum Verständnis: 1 MW Anschlußleistung = 2 MWh Speicherkapazität, eben 1:2, usw.

Sicher. Mir ging es in meinen Gedankenspiel eher darum, Strom vom Tag in die Nacht zu retten, was ja auch Sinn ergäbe, aber eben verdammt teuer ist. Diese Kurzfrist-speicherung wäre eher, um stündliche Schwankungen abzufedern. Klar, kann man den Strom auch bis in die Nacht aufheben.

In Ronald Mc Donald Land aus Fracking, eine der umweltschädlichsten Arten Gas zu gewinnen. In Kanada aus Ölsanden - fast genau so schädlich. In Erdölländern aus dem nahen Osten als Nebengewinn der Erdölförderung oder gleich aus großen reinen Gasfeldern wie in Norwegen.
Es gäbe da ja eine Alternative, die aber keiner mehr sagen darf. Bis 2021 sind wir damit auch sehr gut gefahren. In Deutschland und in Europa. Und ja, Fracking ist die mit Abstand schmutzigste Form der Erdgasgewinnung. Nicht nur wegen des massenhaft unkontrolliert austretenden Methans in der Fläche des Abbaugebietes. Da kommt ja auch Öl mit nach oben.


Übrigens stehen wir kurz vom Gas-Blackout. Teilweise sind Speicher schon leer, insgesamt sind wir bei 20%, normal wären zur Zeit wenigstens 30%. Wir müssen jetzt beten, daß der März nicht auch noch kälter wird als zuletzt, damit es noch bis Anfang-Mitte April geraade so reicht. Das spielt ja auch bei der Stromversorgung eine Rolle. Und, ohne daß das in den Nachrichten groß gemeldet wurde, haben EU-Staaten noch fix die gesamte LNG-Menge, die aus dem russischen Jamal-Feld lieferbar ist, aufgekauft. Im nächsten Jahr ist das "verboten". In den USA knallen die Sektkorken!


Das schöne ist, es dauert aufgrund der Fördertiefe sehr lange bis das ganze an die Oberfläche kommt und wirksam wird. Aber dann lässt es sich nicht mehr aufhalten, durch kein Verfahren auf der Welt.
Ich freue mich schon wenn die USA uns um sauberes Trinkwasser anhauen.
Jupp!

Jetzt brauch ich auch einen. :coffee3:
Genieß ihn!
 
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Und, ohne daß das in den Nachrichten groß gemeldet wurde, haben EU-Staaten noch fix die gesamte LNG-Menge, die aus dem russischen Jamal-Feld lieferbar ist, aufgekauft
Suche keine "große Nachrichten-Meldung", aber ein Link wäre bei der Behauptung das Mindeste.
 
Suche keine "große Nachrichten-Meldung", aber ein Link wäre bei der Behauptung das Mindeste.
Das ist eine Tatsache. Und die Quellen, aus denen ich das habe, sind hier nicht zitierfähig.

Es gibt aber reine geifernde Meldung des Merkur, die das bestätigt. "Seriös" genug?


Abgehalten im Ton von "Wie können die nur?????" - Ja was sollen sie tun, wenn Gas fehlt? Es fehlt ja nicht nur in Deutschland, es fehlt in ganz Europa! Was glaubt du, warum der Kanzler gerade in Katar und Saudi-Arabien Klinkenputzen war?
Und das Problem wächst sich ja noch aus, wenn die USA immer mehr Erdgas für ihre KU-Fabriken selbst brauchen! Da ist dem Amis ihre KI sicher mehr wert als die warmen Buden in Old Europe.
Und ohne Gas gehts nicht!
 
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Es gäbe da ja eine Alternative, die aber keiner mehr sagen darf. Bis 2021 sind wir damit auch sehr gut gefahren.
Ich hab mich ja echt gefragt wo die Reise bei dir hingeht und wurde nicht enttäuscht. Haben wir halt seit den 80er nicht mehr gebaut, weil sie schlichtweg nicht konkurrenzfähig sind und - wie in jedem Land das Kernkraftwerke betreibt - nur dank Subventionen entstanden sind und betrieben werden konnten, siehe Studie der TU-berlin/BASE - da hatte auch golem drüber berichtet:


Von anderen deutschen Eigenheiten - die Unmöglichkeit sich überhaupt auf einen Endlagerstandpunkt zu einigen, die Versuchsbergwerke nicht Milliardengräbern zu machen (siehe Asse) und den Skandalen (siehe bspw. Wackersdorf) mal ganz zu schweigen.

Nein, wir sind mit der Kernkraft nachweislich nicht gut gefahren und die Aufarbeitung wird uns noch zig weitere Milliarden kosten.

Und auch die noch durchgedrückte Laufzeitverlängerung der letzten Meiler hatte keinen nennenswerten Vorteile:


Nicht das ein Weiterbetrieb der stillgelegten Kraftwerke vor dem Hitnergrund der fehlenden Infrastruktur, mangelder Gesetzgrundlage und fehlender Nachrüstungsmöglichkeit auf neue Sicherheitsstandards überhaupt möglich gewesen wäre.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das ist eine Tatsache. Und die Quellen, aus denen ich das habe, sind hier nicht zitierfähig.

Es gibt aber reine geifernde Meldung des Merkur, die das bestätigt. "Seriös" genug?
Wenn man der folgt kommt auch auf die Meldung der FR, die da weiter ins Detail geht:


Gerade bei Ungarn bin ich mal gespannt wie gut das mit der Umsetzung der Sanktionen klappt.

Russland ist da übrigens nicht nur beim Gas weiter angebunden, auch bei der Kernenergie sind die immer noch fleißig dabei (woher bekommen die Kraftwerke in Osteuropa wohl ihre Brennelemente?) - in einem Joint-Venture mit Frankreich und Deutschland:

 
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Ob der in Washington sitzt oder jemand anders, spielt keine Rolle, Die USA handeln immer nach dem Grundsatz "America first". Auch unter Biden war das so. Trump ist da nur "ehrlicher" in der Rhetorik, und versteckt das nicht hinter blumigen Worten. ;)
Und ja, wir sollten diese Abhängigkeit auf jeden Fall beenden. Nur, die einzige echte Alternative für Europa verbieten wir uns ja. Das mag man politisch begründen, wie man will, meist wird ja nur moralisch argumentiert, aber rein sachlich gibt es nicht viel, was alternativ in Frage käme.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da bin ich hinsichtlich der orangenen Abrissbirne ohne Hirn und Verstand völlig anderer Meinung als Du. Der ist schon ein einmaliger Aussetzer der Evolution. Aber das würde dann nur noch politischer, als es hier eh schon wieder eskaliert ist.
 
Und ja, wir sollten diese Abhängigkeit auf jeden Fall beenden. Nur, die einzige echte Alternative für Europa verbieten wir uns ja. Das mag man politisch begründen, wie man will, meist wird ja nur moralisch argumentiert, aber rein sachlich gibt es nicht viel, was alternativ in Frage käme.

Ja genau. "Moralisch". Einfach mal von vornherein absprechen dass die Entscheidung auf irgendeine Art und Weise rational sein könnte, dann braucht man sich auch garnicht nicht mit den Argumenten der Gegenseite auseinanderzusetzen.

Und nein, das hat selbstverständlich garnichts damit zu tun dass der Sektor nach über einem halben Jahrhundert und trotz Subventionen welche sowohl fossile und erneuerbare Träger in den Schatten stellen einfach nicht konkurrenzfähig ist:






Endlagerproblematik, Skandale etc. hatte ich ja oben schon angesprochen.

Das ist eine Tatsache. Und die Quellen, aus denen ich das habe, sind hier nicht zitierfähig.

Mich graust es ja an der Stelle ja ob der Quellen welche du uns hier vorenthältsts weil sie selbst dir zu angenehm sind. Sind das auch deine Hauptinformationsquellen zu anderen Themen?
 
Rein von der Technologie her, ja. Chemisch ist Erdgas ein Kohlenwasserstoff, weswegen bei der Verbrennung nicht nur deutlich weniger Co2 entsteht (das ist ja vielen sehr wichtig), es entsteht auch keine Asche und kein Staub. Die Gasgewinnung über Fracking in den USA muß aber in die Rechnung einbezogen werden, und da sieht es ganz übel aus.
 
Ich muss zugeben dass ich mich mit der Energiebranche echt nicht auskenne und gar nicht weiß wie die effizienzwerte der einzelnen Energiegewinnungen sind (Gas kohle atom etc), ich kann mir aber mit meinem durchaus Laienhaften verständniss nicht vorstellen dass dieser KI wahn mit irgendwas anderem als Atom dauerhaft stabil am laufen gehalten werden kann so energiefressend scheint das ganze zu sein.

Wenn also Amerika versucht das ganze mit Gas und Solar zum laufen zu bringen und am laufen zu halten.. könnte dort die Blase erste risse bekommen? Als indiz wann die Blase platzen könnte?
 
Endlagerproblematik, Skandale etc. hatte ich ja oben schon angesprochen.

Immer wieder bemerkenswert, wie manche, wie aus der Pistole geschossen für jedes Argument eine Linksammlung sofort griffbereit haben....

Ich hab auch einen:


Wenn man die Forschung dazu einstellt und verbietet, fährt der Zug halt in anderen Ländern weiter... Mittlerweile sehen wir davon nicht mal mehr die Rücklichter...

Die Fragen die Windparks etc. aufwerfen, werden dann, natürlich von entsprechend subventionierten Portalen, klein geredet...

Zerstörung der Grundwasserstruktur durch zig Meter tiefe Betonfundamente. Rückbau unmöglich und nicht vorgesehn (nur die ersten Meter werden Rückgebaut). Folge: Absinkender Grundwasserspiegel! Ist natürlich dann der Beweis für den Klimawandel...

Energieerhaltungssatz? Welche Auswirkung auf das Makroklima hat ein Windpark? Wird es da etwa wärmer, weil dem Makroklima die Windströmung genommen wird? Man misst die Temperatur, die ist auf einmal 0,5....1° gestiegen -> Klimawandel

Sol.arparks? Auswirkung auf das Bodenleben? Temperaturanstieg... siehe oben...

Das sind nur paar Themen die Diskutiert werden... Aber davon will natürlich niemand was wissen.... Es wird halt zu viel Geld mit EE gemacht.... Die Idioten im Land zahlen es ja...
 
Immer wieder bemerkenswert, wie manche, wie aus der Pistole geschossen für jedes Argument eine Linksammlung sofort griffbereit haben....
Und andere, die mit dem argumentieren, was sie im Kopf behalten haben, wird zum Vorwurf gemacht, daß sie keine Links bringen...


Ich hab auch einen:


Wenn man die Forschung dazu einstellt und verbietet, fährt der Zug halt in anderen Ländern weiter... Mittlerweile sehen wir davon nicht mal mehr die Rücklichter...
Und da gib es durchaus interessante Entwicklungen. Ob der "saubere" Fusionsreaktor je kommen wird, ist derzeit noch nicht abschätzbar. Aber spannend ist die Entwicklung in Russland, wo seit Jahren an einem neuen Reaktortyp geforscht wird, der nicht nur die Brennstoffe nahezu vollständig verwerten kann (herkömmliche Reaktoren tun das ja nur zu einem Bruchteil), sondern sogar vorhandenen Atommüll mit verbrauchen kann. Die Halbwertzeit des dann noch verbleibenden Mülls soll nur bei rund 300 Jahren liegen, statt teilweise zehntausenden wie bisher.



Ps: Durch Geothermiebohrungen kommt es auch schon zu Schäden:


War echt ne "gute" Idee, durch Gipskeuper zu bohren, der sich mit Wasser wie ein Hefeteig verhält.
 
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