[Sammelthread] Geldanlagen (Der -390% Stammtisch)

Wurde hier eigentlich schon die neue Vermögensbesteuerung besprochen, die in den Niederlanden kommen soll?
Ab 2028 sollen dort auch Kursgewinne besteuert werden: https://www.blocktrainer.de/blog/ab...lande-planen-steuer-auf-unrealisierte-gewinne
Also auch, wenn man nichts verkauft, und am Jahresende der Kurs im Plus ist, soll man darauf steuern zahlen. Und wenn man dann verkauft, und im Minus ist, hat man halt Pech gehabt.
Freibetrag soll gerade einmal bei 60k liegen. Also Vermögen, nicht Gewinn.

Falls bei uns auch so ein System kommen würde, würde sich entweder mein Lebensstandard drastisch ändern, dass kaum noch was gespart wird, oder man muss sich wirklich ein Konstrukt mit einer GmbH überlegen, um dem ganzen zu entkommen. Oder halt Umzug.
 
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Sicher, dass das wie beschrieben ist? Also wirklich fiktive Gewinne besteuert werden und tatsächliche Verluste unberücksichtigt bleiben? Kann ich mir schwerlich vorstellen. Würde in DE meines Erachtens auch gesetzlich nicht möglich sein.
Habe aber nur davon gehört, mich nicht damit beschäftigt, da es mich nich tangiert.
 
Gruselig.
 
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Aus dem Artikel:

Ein Beispiel​

Nehmen wir eine einfache Logik (ohne Sonderregeln und ohne Gewähr für die finalen Parameter, weil sich Details bis 2028 noch ändern können):

Angenommen, eine Person besitzt 1 Bitcoin.
Am Bewertungsstichtag (z. B. 1. Januar) liegt der Kurs bei 70.000 Euro.
Zum nächsten Stichtag ein Jahr später notiert Bitcoin bei 100.000 Euro.
Der unrealisierte Wertzuwachs beträgt damit 30.000 Euro.

Wird dieser Betrag als steuerpflichtige Rendite angesetzt, ergibt sich – bei rund 36 % Steuersatz – eine Steuerlast von etwa 10.800 Euro. Und das obwohl kein Verkauf stattgefunden hat.

Zitat zusende.

Kann ich mir nicht vorstellen, das hört sich so krumm an. Ist das Gesetz schon beschossen in NL oder in Planung?
 
Wurde hier eigentlich schon die neue Vermögensbesteuerung besprochen, die in den Niederlanden kommen soll?
Ab 2028 sollen dort auch Kursgewinne besteuert werden: https://www.blocktrainer.de/blog/ab...lande-planen-steuer-auf-unrealisierte-gewinne
Also auch, wenn man nichts verkauft, und am Jahresende der Kurs im Plus ist, soll man darauf steuern zahlen. Und wenn man dann verkauft, und im Minus ist, hat man halt Pech gehabt.
Freibetrag soll gerade einmal bei 60k liegen. Also Vermögen, nicht Gewinn.

Falls bei uns auch so ein System kommen würde, würde sich entweder mein Lebensstandard drastisch ändern, dass kaum noch was gespart wird, oder man muss sich wirklich ein Konstrukt mit einer GmbH überlegen, um dem ganzen zu entkommen. Oder halt Umzug.
Das dürfte meines Erachtens in Deutschland mit ziemlichen Hürden verbunden sein, weil es gegen das Leistungsfähigkeitsprinzip (Art. 3 Abs. 1 GG) verstößt. Denn es wäre eine Besteuerung von fiktiven Gewinnen die nicht realisiert wurden. Jetzt kann man natürlich sagen dass die Vorabpauschale sowas ähnliches ist, allerdings muss man hier sagen, dass der Gesetzgeber da primär im Fokus hatte die Steuerstundungseffekte mit ausschüttenden ETF gleichzuziehen, damit Produkte nicht steuerlich differenziert laufen.

Für Änderungen im Grundgesetz bedarf es einer 2/3 Mehrheit. Ich traue der CDU nicht mehr viel zu, aber ich glaube kaum dass sie sich darauf einlässt. Und eine AfD auch nicht. Die Mehrheit müsste also von Linke/SPD/Grüne kommen und das bezweifle ich.
 
ehrlich gesagt wäre mir eine Mehrwertsteuererhöhung um Einiges lieber als eine Besteuerung auf fiktive Kapitalgewinne. Denn eine Mehrwertsteuer ist am Konsum gekoppelt und die absoluten Werte steigen kaum wenn der Konsum gleich bleibt. Aber jemand der Vermögen aufbauen will durch Investment am Kapitalmarkt wird auch ohne Änderung seines Lebensstandards immer mehr zur Kasse gebeten.

Wenn man mal konservativ annimmt, dass sich das Depot alle 10 Jahre durch Zinseszins + Gewinn verdoppt, und man mit 40 Jahren 200.000€ im Depot hat, mit 50 400.000€ und mit 60 800.000€ dann sind die zu versteuernden Erträge schon wirklich massiv. und ich finde es mal unabhängig von Deutschland oder Niederlande völlig unverständlich und im höchsten Maße bedenklich dass so etwas überhaupt diskutiert wird oder so weit kommt. Ich kenne die Rentenlücke in den Niederlanden nicht, vermutlich ist sie nicht so drastisch wie in Deutschland, aber auch dort wird sicherlich ein Gap zwischen dem was der Staat einem später gibt und dem was man vorher verdient hat nicht klein sein. Und so etwas ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die privat Vorsorge betreiben.

Dann erwarte ich aber auch (ich spreche mal für die NLer) dass man auch ein VorsorgeDepot hat in denen gar keine Steuern erhoben werden und das wiederrum z.B. erst ab 60 auszahlen darf. Dann hätte man eine klare Trennung zwischen Altersvorsorge und "Spekulationsdepot"
 
NL hat die höchsten Renten der Welt.

Hier mal ne ki Hochrechnung Deutschland gegen NL jeweils 40 Jahre Durchschnittseinkommen verglichen.


Ps: der letzte Part ist relevant. Zur Erklärung noch. In NL ist der Arbeitgeber verpflichtet eine betriebliche Rente für den AN zusätzlich aufzubauen.
 
ehrlich gesagt wäre mir eine Mehrwertsteuererhöhung um Einiges lieber als eine Besteuerung auf fiktive Kapitalgewinne.
Die kneift halt die, die durch die Inflation eh schon gekniffen sind: Menschen ohne Vermögen, die den Hauptteil ihres Einkommens für alltäglichen Konsum ausgeben. Ob das so sinnvoll ist...
 
Angenommen, eine Person besitzt 1 Bitcoin.
Am Bewertungsstichtag (z. B. 1. Januar) liegt der Kurs bei 70.000 Euro.
Zum nächsten Stichtag ein Jahr später notiert Bitcoin bei 100.000 Euro.
Der unrealisierte Wertzuwachs beträgt damit 30.000 Euro.

Wird dieser Betrag als steuerpflichtige Rendite angesetzt, ergibt sich – bei rund 36 % Steuersatz – eine Steuerlast von etwa 10.800 Euro. Und das obwohl kein Verkauf stattgefunden hat.
Wie sähe denn dann im zweiten, dritten, vierten.... Jahr die Besteuerung aus? Und die Performance die das Invest bringen müsste, um überhaupt noch was in die Kasse zu bringen?


Zur Mehrwertsteuererhöhung: man könnte auch einfach mal vernünftig mit dem zur Verfügung stehenden Geld umgehen. Aber den Elefanten im Raum will keiner ansprechen.
 
Blöde Idee: Mehr sinnvolle/notwendige Artikel in die reduzierte Steuer und eine noch höhere/dritte für Spaßkonsumartikel (Alkohol, Zigaretten, Unterhaltungselektronik etc.)
Die sollen ihr Ausgabeproblem lösen und nicht das Volk mehr und mehr melken. Egal ob nun mit Mehrwertsteuererhöhung oder immer wieder neu erfundene Abgabesteuern, in welcher Form auch immer. Wobei ich dir voll zustimme, dass Alkohol viel zu wenig besteuert ist und das niemanden weh tut (außer den Alkis), wenn da die Steuer mal eben verdoppelt wird.
Der Staat hat aber so viele Einnahmen wie nie und Deutschland ist bei den Einnahmen auf Platz 3 der Welt.
 
Der Elefant im Raum bei den Staatsausgabeb sind die steuerlichen Zuschüsse zur rente. Kann man ansprechen, das problem wird man nur nicht mehr lösen können. Der zug ist abgefahren. Da hätte man vor 15-20 jahren spätestens anfangen müssen.

Ps: das argument, der staat hat mehr den je, ist ein ganz dummes. Denn wenn das BIP steigt, die steuer gleich bleiben, dann ist es etwas völlig logisches das der Staat jedes Jahr mehr steuern hat als je zuvor. Allerdings steigen eben auch ausgaben koninuierlich jedes jahr. Die aussage, dass der staat absolut jedes jahr mehr hat, ist komplett nichtssagend. Relevant wäre die relation zueinander.
 
Der Bundeszuschuss (aus Steuermitteln) deckt vor allem nicht beitragsgedeckte Leistungen der GRV ab.

Anders bei Pensionen, die schön in dezentralen Titelgruppen und Einzelplänen untergebracht sind und somit nirgends auftauchen.

Wo ich zustimme ist, dass der Drops gelutscht ist
 
NL hat die höchsten Renten der Welt.

Hier mal ne ki Hochrechnung Deutschland gegen NL jeweils 40 Jahre Durchschnittseinkommen verglichen.


Ps: der letzte Part ist relevant. Zur Erklärung noch. In NL ist der Arbeitgeber verpflichtet eine betriebliche Rente für den AN zusätzlich aufzubauen.
yo gute zahlen... in vielen länder ist die betriebsrente pflicht, in D machen es halt nur die großen wie daimler automatisch...

aber so grün ist das gras in NL dann doch nicht, nach oberflächlicher recherche. (achtung, KI geschwurbel):

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.....
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aber so grün ist das gras in NL dann doch nicht, nach oberflächlicher recherche. (achtung, KI geschwurbel):

Ging auch nicht darum ob man dort und saus und braus lebt sondern wie das Rentensystem dort ist mit Bezug auf die neue Steuer.

Auszug nochmal bei 40 Jahre Durchschnittseinkommen verdient (single)

Deutschland
Netto-Rente aufs Konto: Ca. 1.403 €/Monat (ca. 16.836 €/Jahr).

Niederlande
Netto-Rente aufs Konto: Ca. 2.467 €/Monat (ca. 29.604 €/Jahr).

Und das durchschnittliche Einkommen in NL ist niedriger.

Bei den Holländern ist der sprung nach unten vom Wechsel in die Rente überschaubar. Wenn die Familie vorher klar gekommen ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie es danach auch können. Mit zusätzlicher Vorsorge sogar besser als vorher.

In Deutschland musst du erstmal das massive Defizit ausgleichen. Um da ins Plus zu kommen muss deutlich mehr angespart werden, als in NL
 
In Deutschland musst du erstmal das massive Defizit ausgleichen. Um da ins Plus zu kommen muss deutlich mehr angespart werden, als in NL
ehm nein? bzw nur dann, wenn du die nackten zahlen sinnfrei vergleichst. der durchschnittliche DE rentner lebt wie ein könig im vgl zum durchschnittlichen NL rentner, wenn man den gesamten kontext aus den genannten quellen betrachtet (deine und meine)

lt. deiner aussage verdient der NL arbeitnehmer weniger als der DE arbeitnehmer, hat aber laut meinen schwurbelquellen 500-700€ (im schnitt 600€) mehr ausgaben pro monat.
würde also ein DE arbeitnehmer auf NL struggle runtergehen und würde die freigewordenen 600€ mehrkosten + z.b. 100€ mehrverdienst (in DE) monatlich aufs tagesgeld mit 2% legen, würde nach 45 beitragsjahren ne endsummme von 600k rauskommen, und er könnte sich dann bis zur DE lebenserwartung von 80jahren, monatlich vor steuer 3800€ auszahlen. in nen msci world core angelegt, wäre der DE rentner bei 9% p.a. multimillionär mit 4,5 mio €, beim amumbo mit 26%, sogar milliardär :fresse:

das massive defizit sehe ich also ganz klar beim NL rentner. :shot:
 
Markus Koch Wall Street Tech-Stratege Dan Niles: Warum Google führt, Hardware liefert und Software nicht mehr König ist.

KI-Zusammenfassung

Hauptpunkte:
  • Google wird als klarer Gewinner im KI-Verbraucherbereich gesehen – dank vollständiger Kontrolle über Hardware, Software, Suchmaschine, Android und starkem Cashflow.
  • Viele hohe Capex-Investitionen (vor allem bei Hyperscalern) werden zunehmend als Risiko betrachtet.
  • OpenAI steckt in einer schwierigen Sandwich-Position zwischen Google und Anthropic und hat Monetarisierungsprobleme.
  • Software-Aktien erleben einen langen Abwärtstrend (ähnlich 2001–2002), da die Margen unter Druck geraten.
  • Hardware-Firmen (z. B. Nvidia, Broadcom & Co.) gelten derzeit als deutlich attraktiver.

Niles meidet Werte, die stark von OpenAI abhängig sind, und fokussiert sich stattdessen auf die Infrastruktur- und Hardware-Seite der KI-Welle.


Wer mag, schaut mal rein, Grüße Kazuja.
 
Aus dem Artikel:

Ein Beispiel​

Nehmen wir eine einfache Logik (ohne Sonderregeln und ohne Gewähr für die finalen Parameter, weil sich Details bis 2028 noch ändern können):

Angenommen, eine Person besitzt 1 Bitcoin.
Am Bewertungsstichtag (z. B. 1. Januar) liegt der Kurs bei 70.000 Euro.
Zum nächsten Stichtag ein Jahr später notiert Bitcoin bei 100.000 Euro.
Der unrealisierte Wertzuwachs beträgt damit 30.000 Euro.

Wird dieser Betrag als steuerpflichtige Rendite angesetzt, ergibt sich – bei rund 36 % Steuersatz – eine Steuerlast von etwa 10.800 Euro. Und das obwohl kein Verkauf stattgefunden hat.

Zitat zusende.

Kann ich mir nicht vorstellen, das hört sich so krumm an. Ist das Gesetz schon beschossen in NL oder in Planung?
Zumal, wovon willst du die Steuerlast bezahlen? Ohne realisierten Gewinn keine Steuer!
 
ehm nein? bzw nur dann, wenn du die nackten zahlen sinnfrei vergleichst. der durchschnittliche DE rentner lebt wie ein könig im vgl zum durchschnittlichen NL rentner, wenn man den gesamten kontext aus den genannten quellen betrachtet (deine und meine)

lt. deiner aussage verdient der NL arbeitnehmer weniger als der DE arbeitnehmer, hat aber laut meinen schwurbelquellen 500-700€ (im schnitt 600€) mehr ausgaben pro monat.
würde also ein DE arbeitnehmer auf NL struggle runtergehen und würde die freigewordenen 600€ mehrkosten + z.b. 100€ mehrverdienst (in DE) monatlich aufs tagesgeld mit 2% legen, würde nach 45 beitragsjahren ne endsummme von 600k rauskommen, und er könnte sich dann bis zur DE lebenserwartung von 80jahren, monatlich vor steuer 3800€ auszahlen. in nen msci world core angelegt, wäre der DE rentner bei 9% p.a. multimillionär mit 4,5 mio €, beim amumbo mit 26%, sogar milliardär :fresse:

das massive defizit sehe ich also ganz klar beim NL rentner. :shot:
Wenn das Leben so teuer wie in deinen schwurbel-Texten in NL sein sollte, müssten die ach so reichen Deutschen ja deutlich mehr Vermögen haben, als die armen Niederländer.


Oh wait...

  • Deutschland
    Mittelwert: ca. 256.000–265.000 USD
    Median: ca. 60.000–71.000 USD
  • Niederlande
    Mittelwert: ca. 360.000–362.000 USD
    Median: ca. 117.000–140.000 USD
Keine Lust mehr die Diskussion fortzusetzen.
 
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