Infrastruktur == Hardware.
Egal wieviele die Software nutzen, die unabdingbar für die Funktion nötige Hardware für Bitchat läuft schon millionenweise in den Strassen rum. Dein Meshtastic/Lorawan aber nicht.
1. Läuft auch Millionenfach deaktiviert rum
2. Wieso "mein" Meshtastic/LoRaWAN?
Kann mein Handy Meshtastic? Nein? Leider verloren.
Hat dein Handy die App? Nein? Leider verloren.
Hab ich doch jetzt schon 15mal geschrieben!
Ich sehe nicht "die" Gefahr, sondern ich sehe EINE Gefahr im Schlüsselaustausch, weil es eben dauern kann, bis die Schlüssel ankommen. Und entsprechend auch nicht per Se beim Schlüsselaustausch, sondern eben auch nur, darin, das man warten muss bis die Schlüssel ausgetauscht sind.
Und wie ebenso schon 50 Mio mal geschrieben: Klar, sobald die Schlüssel einmal ausgetauscht sind, kann das zuverlässig E2E-Verschlüsselt laufen. Die einzige Frage die ich diesbezübglich aufgeworfen habe war: Wie werden die Schlüssel ausgetauscht und bestenfalls noch woher weiß ich, das die Schlüssel ausgetauscht wurden und das die Kommunikation jetzt somit wirklich E2E-Verschlüsselt ist/sein kann?
Du hattest oben mir gegenüber die Angst geäußert Antennen könnten geortet / trianguliert werden....Das hast du genau 1mal geschrieben

Die Verschlüsselung ist ein anderes Thema.
Hab ich ebenfalls schon geschrieben: Die App muss man entweder vorher schon gehabt haben, oder die App ist z.B. als APK auch ohne Appstore weitergebbar. Man muss dann nur jemanden finden, der die APK eben schon hat und/oder sie weitergeben kann.
(Ich werte das mal als absolutes Armutszeugnis für die Menschheit, das man sich heutzutage anscheinend schon wundert, wie man eine Äpp überhaupt noch verbreiten kann, wenn kein Internetzugang verfügbar ist)
Du zeichnest ein Szenario in denen der Staat der Feind ist und möchtest dann eine App aus unbekannter Quelle, welche dir eine fremde Person zur Verfügung stellt, installieren? Dir ist schon bewusst welche Mittel z.b. der Iran bisher in der Verfolgung eingesetzt hat?
Zu deinem Armutszeugnis Satz: 99% der Menschen haben noch nie eine App abseits der offiziellen Quellen installiert. Das ist einfach Fakt. Was technisch möglich ist steht auf einem anderen Blatt, wenn der Enduser (von denen du tausende benötigst) das nicht kapiert hast du ein Problem.
Ganz zu schweigen davon, dass es im Krisenfall keine gangbare Möglichkeit gibt die Herkunft der APK zu verifizieren....
Da schließe ich mich deinem Wunsch aus deinem obigen Post an: Es wäre ein nettes Feature Apps einfach so, ohne Installation, im Vorfeld herunterladen zu können und dann bei Bedarf den offline Installer auszuführen. Der Bedarf dürfte aber überschaubar sein.
Und ich habe gesagt: Ja, aber dafür muss man erst eine Infrastruktur mit eben diesem aufbauen. Was genau ist daran so schwer zu verstehen?
Für Bitchat muss man keine Infrastruktur aufbauen, denn sie ist schon vorhanden. EGal wie gut oder schlecht sie letztendlich im jeweiligen Anwendungsfall funktioniert, sie ist einfach schon da, weil jeder Depp sowieso mit einem Smartphone in der Tasche rumläuft. Da ist lediglich die Frage wieviele davon mitmachen. Und DAS und NUR DAS ist dann die Softwarefrage. Aber das System ansich benötigt NULL zusätzliche Hardware.
Richtig, du brauchst keine zusätzliche Hardware. Du brauchst nur Software an die im Krisenfall so gut wie niemand mehr heran kommt. Macht es nicht besser.
Keine Ahnung ob du nicht lesen kannst, oder nur nicht verstehst, was ich schon geschrieben habe?
Das gebe ich gerne zurück.
Die Reichweite des Systems (bzw vorallem auch die Latenz) bezweifle ich grundsätzlich, eben genau deswegen. Was genau willst du mir also sagen? Das man via BT 500 Zwischenstellen braucht um eine Nachricht über 100km zu übermitteln? Das hatte ich bereits als Nachteil angemerkt.
Was braucht man damit das via LoRaWan? Richtig, 20 Zwischenstationen, die entsprechend platziert sein müssen. Sind die schon da, oder willst du die erst aufbauen, wenn der Staat das Internet abschaltet?
Also 20 Zwischenstationen sind doch etwas viel, zweitens muss ich die nicht "in einer Linie" platzieren und ich will da auch nichts aufbauen. Wie du auch an "deiner" App siehst: Sobald das Kind in den Brunnen gefallen ist wird es schwierig. Krisenvorsorge betreibt man VOR der Krise.
Schön für dich. Inwiefern ist das universell anwendbar? Wie stampft man das schnell aus dem Boden, wenn das Internet mal weg ist?
Ganz einfach: Entweder läuft dein Gerät so oder so durch (braucht wenig Strom oder läuft sogar mit Solar) oder du gehst an deine Notfallausrüstung und schaltest das Gerät ein.
Wie gedenkst du im Krisenfall tausende von Menschen mit einer App zu versorgen? Blackout in Berlin? Da wirst du sicherlich den einen oder anderen Nutzer finden welcher die Apk von dir nimmt und installiert. Volksaufstand mit Angst vor Geheimdienst, Schlägertruppen etc? Ich bezweifle, dass jemand in solch einem Szenario eine unbekannte Anwendung installiert.
Und selbst dann hast du nur eine konkrete Verbindung, die jetzt genau wie hilft, wenn der Empfänger nicht genau zufällig in dieser Richtung sitzt?
Also bei 2-5km Reichweite in einer Stadt habe ich doch deutlich bessere Chancen als mit maximal 15 Metern Reichweite via Bluetooth.....Abseits einer Demo funktioniert "deine" App einfach nicht. Muss sie ja auch nicht, anderer Anwendungsfall.
Wir reden hier nicht von einer 1-zu-1 Verbindung sondern von einem Netz über das 100e, 1.000e, 10.000e Nachrichten austauschen wollen.
Ist toll, das du es geschafft hast eine Nachricht von A nach B über 30km (via Funk) zu schicken. Wie siehts aber aus, wenn da tausende Nachrichten verschickt werden sollen? Und das nicht nur in diese eine Richtung?
Beschäftige dich doch bitte etwas mit dem Thema bevor du solche Sätze bringst...
Du hast etwas experimentell umgesetzt und damit eine Nachricht über 30km geschickt. Super. Was waren die Hardwareaufwendungen dafür? Wie war die örtliche Gegebenheit? Hast du das in Norddeutschland umgesetzt, wo man die Postkutsche wegen Flachland schon 3 Tage bevor sie ankommt sehen kann? Wie siehts aus, wenn die Verbindung nicht nur von 5 Teilnehmern genutzt wird?
Hardware kostet dich um die 30 Euro, deutlich günstier als dein Smartphone

Die von mir verlinkte Karte zeigt häufig auch die genutzte Hardware. Du kannst also selbst nachschauen wie viel Reichweite man mit geringem Invest erreichen kann.
Umgesetzt in Süddeutschland, in einer 125k Einwohner Stadt, der Kollege saß 32km entfernt in einer 300k Stadt. Keine riesige Antenne auf dem Dach, einfach vom Schreitisch aus.
Die 30km Distanz wurde von einem Long Range Node überbrückt. Dazwischen der Schwarzwald. Der Node wird vermutlich eine entsprechend erhöhte Antenne besitzen, da ich das Ding aber noch nie gesehen habe kann ich dazu nichts sagen. Ich weiß auch nicht was du dir so vorstellst....willst du im Krisenfall per Facetime kommunizieren? Oder im Sekundentakt chatten? Das ist nunmal nicht Sinn einer solchen Lösung. Auch normaler Funk dient doch nicht der Alltagskommunikation.
Experimentell ist daran auch nichts.
Wobei wir jetzt sogar statt bei "funktioniert nichtmehr, wenn die Teilnehmer zu sehr verstreut sind" sogar eher bei "wenn zuviele auf einem Haufen sind, bricht das Netzwerk aus Bandbreitenmangel zusammen" wären...
Erneut: Beschäftige dich doch mit dem Thema....Sollten nun plötzlich tausende User die eine Long Range Verbindung nutzen wollen hat man natürlich ein Problem. Normalerweise wird manch ein neuer User auch einen neuen Long Range Node aufbauen. Ansonsten hat man eben eine Warteschlange. Das ist auch kein Drama, immerhin geht es um Notfallkommunikation und nicht um einen Instant Messenger.
Wie sieht es denn bei "deiner" Bluetooth App aus wenn tausende User via einer Verbindung kommunizieren wollen?
Also mal ganz konkret, wenn sowas hier "bei uns" passieren würde:
Dann stellst du deinen LoRaWAN-Beacon auf, weil du die Hardware dafür "zufällig" sowieso schon hast? Dann hast du theoretisch eine Funkzelle in einem 5kmUmkreis. Wer genau hat dann irgendwas davon? Wer kann sich da überhaupt einklinken? Und abgesehen davon ob man da überhaupt mangels Empfangs/Sendegerät teilnehmen kann, wie siehts aus, wenn der Empfänger nicht im Empfangsbereich deiner Funkzelle sitzt? Das wird dann über die andere Funkzelle übermittelt die wer genau aufgestellt hat und betreibt, die aber sich aber mit deinem Sendebereich überlappen muss?
Wie heisst es so schön: Theorie ist wenn man meint zu wissen wie es funktionieren sollte aber es nicht funktioniert. Praxis ist, wenn etwas funktioniert aber keiner versteht warum eigentlich.
Und bei Bluetooth sieht es wie genau aus? Da könntest du sogar stille Post spielen ^^.
Zu deiner konkreten Frage: Es gibt zwei Arten von Geräten: Portabel Akku betrieben und "feste" Installationen. Die portablen Geräte nutzt manch einer sogar beim wandern. Die fixen Installationen verbleiben an Ort und Stelle und werden im Regelfall dauerhaft betrieben, häufig mit entsprechend leistungsstarken Antennen in erhöhter Position. Die meisten Long Range Nodes fallen in letztere Kategorie. Die Grundinfrastruktur ist also jederzeit vorhanden.
Gegenfrage: Was passiert wenn du eine Straße weiter gehst? Keine Bluetooth Verbindung mehr? Die Überlappung benötigt die App nicht? Du kritisierst hier etwas das "deine" Lösung ebenfalls als "Problem" besitzt.
Grundlegend benötige ich immer eine Verbindung, sonst kann man ja keine Daten austauschen.
In der Praxis funkt das App-Netzwerk nur lokal begrenzt. Für eine Demo/ einem lokal sehr begrenzten Ereignis mag das ausreichend sein, für andere Katastrophen ergibt sich jedoch kaum ein Mehrwert. In einer ländlichen Region wird es erst recht schwierig. Aber das ist ja auch nicht der Anwendungsfall für die App!
Wie ich eingangs bereits erwähnte, sehe ich LoRaWAN (und im übrigen auch echten Amateurfunk) mit Blick auf die meisten Katastrophen als die deutlich bessere Lösung an. Natürlich benötigt man extra Hardware, dafür hat man aber etwas Reichweite. Funk ermöglicht eben die Kommunikation über große Distanzen hinweg.
Na man lädt sie halt mal, wenn man Internet hat. Wenn das Internet mal weg ist, sollte man sie natürlich schon installiert haben.
Vorbereitung ist eben Gold wert

Auf Krisenszenarien kann und sollte man sich vorbereiten.
Die App ist, wie ich ja bereits schrieb, super.
Das sehe ich nicht wirklich als Alternative zu einem System wie Bitchat.
Ich habe es doch auch nicht als Alternative dargestellt. Mein ursprünglicher Satz lautete ja "für alles andere....". Sieh es doch als Ergänzung, nicht als Ersatz.