Bin seit fast 30 Jahren im Arbeitsleben und diese Mentalität habe ich schon min. genau so lange
Geht mir ganz genauso - beim Eintritt in die "ernsthafte" Arbeitswelt (bei den Studijobs war ich noch relativ motiviert 😅) hatte ich Null Bock darauf und war sehr lange professioneller Arbeitsvermeider, der nur das Nötigste gemacht hat. Nie zu viel, aber auch nicht zu wenig.
Als ich dann nach vielen Irrungen und Wirrungen (zig Jobs und Wechsel - ähnlich wie
@VorauseilenderGehorsam neulich aufgelistet hatte) eher zufällig in die Selbstständigkeit geraten bin, hatte ich ein paar hochmotivierte Jahre mit 12-14h Tagen, bis das Business richtig lief. Das war aber auch schon so ziemlich die einzige Phase in meinem Leben, als Arbeit irgendwie Spaß gemacht hatte und wirklich spannend war 🙃
Danach hat sich meine ausgeprägte Faulheit & Lebensfreude wieder durchgesetzt und ich habe nur noch darauf hin gesteuert, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu verdienen. Hat supi geklappt, hab seit Jahren nur noch ne 20h Woche und ein Nettoeinkommen (gehöre zu den 2% der Top-Steuerzahler 🤑), um das mich die allermeisten beneiden würden. Hab ich letztlich alles nur meiner Faulheit und Arbeitsvermeidungsmentalität zu verdanken - Management-Schwafelbacken würden es wahrscheinlich "performanceoptimierte Effizienz" nennen. Ich kann die aktuell junge Generation als inzwischen "alter Sack" sehr gut verstehen 🤣
Ich ziehe meinen Lebenssinn auf jeden Fall nicht aus Arbeit - das ist nur ein notwendiges Übel, um mir das Leben so leisten zu können, wie ich es schön finde. Daher werde ich auch deutlich vor 60 mit dem Käse aufhören und das Business verkaufen. Stehen schon mehrere übernahmewillige Nachfolger im Freundeskreis in den Startlöchern ...
So, die Empörungswelle "begeisterter Arbeitstiere" kann reinschwappen
