Eigentlich schon immer sind Spurverbreiterungen beliebt. Diese haben natürlich Einfluss auf das Lenkverhalten. Je größer die Spurverbreiterung, desto weniger negativer Lenkrollradius. Wird dieser übertroffen, so entsteht sogar positiver. Evtl. wird dadurch die Lenkung stößiger. Ein noch wichtigerer Aspekt ist allerdings, dass sich dann alle Vorsorgen gegen unterschiedliche Reibung rechts und links in ihr Gegenteil verkehren.
Der normale Autofahrer wird also die negativen Aspekte bis auf eine empfindlichere Lenkung in der Regel nicht bemerken. Nur im Falle besonderer Fahrbahnverhältnisse, Ausfall eines Diagonalkreises oder, wenn ein Reifen plötzlich seine Luft verliert, taucht das Problem vehement auf. Das wird das Lenkrad statt in die richtige, genau in die falsche Richtung gezogen. Angeblich erlaubt der TÜV eine bis zu 2 Prozent breitere Spur, was aber bei Fahrzeugen unter 2 Meter Spurweite (also alle Pkw!) weniger als 20 mm an jeder Seite entspricht.