Du vergisst aber, dass man zum Hausbau sein ganzes Eigenkapital ausgibt. Jetzt noch einfach irgendwo zehntausende in der Rückhand zu haben, wer von den "normalen" Arbeitern kann das schon?
Wieso? Der normale Arbeiter hat es ja schon, nennt sich in deinem Satz ja EK. Bei einem Haus im mehrfach 6-stelligen Bereich sollte ja einiges an EK da sein

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Einfach mal folgendes Beispiel betrachten:
Haus kostet 250.000€ und es sind 100.000€ EK vorhanden (unter 40-50% EK wäre mir eine Finanzierung zu unsicher). Jetzt hat man zwei Möglichkeiten, entweder wird ein Teil des EK nicht ins Haus gesteckt, sondern als Sicherheit vorgehalten, oder man wählt die Rate so, dass man mtl. noch gut sparen kann und sich relativ schnell wieder eine 5-stellige Reserve anspart.
Und daher meine Frage, welcher Fall wäre dir lieber wenn du z.B. arbeitslos wirst?
Fall 1:
Schulden 150.000€ und 5.000€ Reserven.
Fall 2:
Schulden 200.000€ und 55.000€ auf dem Konto.
In Fall 2 kannst du allein von der Reserve locker über 1 Jahr ohne Einkünfte so leben wie bisher. Was natürlich nicht heißt, dass man das tun sollte, es geht dabei viel mehr darum, dass du keinen sofortigen Zeitdruck hast. Die Schuldenhöhe spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob 10.000€, 100.000€ oder 1.000.000€, sobald die Raten an die Bank nicht bezahlt werden und diese einen Grundschuldbucheintrag hat, kann sie versteigern. Hohe Schulden bedeuten allerdings natürlich auch mehr Zins, den man bezahlen muss, daher liegt der ideale Weg irgendwo dazwischen. Z.B. wäre es gut, wenn man Reserve vorhält und parallel zur Finanzierung noch spart. Die Ersparnisse fließen dann als Sondertilgung jährlich in die Finanzierung. Oder man legt das Geld an und erzielt absolut mehr Gewinn im Finanzierungszeitraum (nicht nur % beachten, denn die Kreditsumme ist hoch, da machen schon kleine Zinsen große Summen aus).
Vermutlich wirst du nun damit kontern, dass man als junger Mensch wegen der Lebenskosten nicht sparen kann. Dem widerspreche ich aber, da Sparen prinzipiell nichts anderes ist als die positive Differenz von Einnahmen und Ausgaben. Und das geht immer, ob als Schüler, Student oder Angestellter. Sparen ist schlicht und ergreifend Geldmanagement. Und wenn man dann bei einer Immobilienfinanzierung kaum oder gar kein EK hat, dann hat das Geldmanagement zuvor nicht funktioniert. Wieso aber sollte es dann mit der Finanzierung auf einmal funktionieren?
Einfach mal auf die Finanzierungsdauer im Bekanntenkreis achten, das ist oft ein gutes Indiz dafür, wer ein gutes Geldmanagement hat und wer nicht. Und den mit der geringsten Finanzierungsdauer würde ich dann um Rat fragen. Hoher Verdienst spielt dabei wie gesagt keine Rolle. Mein Onkel verdient am meisten in der ganzen Familie und zahlt immer noch sein Haus ab, während alle anderen längst schuldenfrei sind (Hausbau und Größe relativ nah beinander)

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