[Sammelthread] Was ist Liebe?

tree, das ganze Chaos zeiht sich seit immer durch mein Leben! Das ist jetzt nicht schelcht, oder gut, sondern ich bin damit einfach groß geworden. Ich bin laut meinem Doc ein enorm ausgeprägter Zappelphillip. Und er hat mir schon sehr oft gesagt, dass bei dieser Stärke, es eine Hölle wird, wenn nicht gar unmöglich, ein so geordnetes Leben wie normale Leute zu führen. Meistens ist es so, dass ich wirklich nichts auf die Reihe bringe, und wenn doch , dann darf ich meine Schule bei Jugend forscht! vertreten...
Würde ich es mir einfach machen wollen, würde ich mich täglich mit seltsamen Chemie-Präparaten vollstopfen. Doch irgendwie bin ich dann nicht mehr ich. Auf einmal ist da oben das ganze Chaos weg. Ich fühl mich dann wie ne Maschine in einer Welt voller Farblosigkeit. Leider musste ich die in der Schule nehmen, weil ich ansonsten nichts (oder sehr selten alles) auf die Reihe bekommen hätte. Leider, leider. Wie froh ich imemr war, wenn ich die absetzen dürfte! Da hab ich, sehr zur Belustigung meiner Mitschüler, dann immer das ganze Unterrichtskonzept der Lehrer über den Haufen geworfen :D Meine Eltern haben das auch immer vollends unterstützt, dass ich so wenig von diesen Dingern nehmen soll, wie möglich. Gott sei Dank! Ich soll ja kein Medikamenten-Mensch werden, sonder immer Ich bleiben. Dafür werde ich denen immer dankbar sein.
Nachdem die Schule rum war, haben auch meine Eltern genug von dem zeug gehabt. Wie, als ob alle Fesseln abfallen war das! Auch wenn ich weiß, dass ich die wieder nehmen muss, wenn ich wirklich zuhören muss. Sonst rasselt alles durch einen viel zu großen Sieb :D
Und so langsam kommt da mehr Ordnung, irgendwie setzt sich das alles immer mehr... Auch wenn ich weiß, dass das noch ein sehr harter Weg werden wird :D Und Rückfälle gibt's immer :D
Tree, du hast dem Stein den letzten Schubs gegeben! :) Dafür bin ich dir sehr sehr dankbar!
 
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@Karax, danke Dir für die ehrlichen Sätze :) Ich kann das gut nachvollziehen, da es bei mir ja so ist, dass ich eigentlich Antidepressiva nehmen sollte aber auch da einen großen Bogen drum mache.
Es ist schon absolut stark wie Du dich da durchbeißt. Innerhalb deiner Grenzen kämpfst Du doch ziemlich.
Was hältst du denn von den angesprochenen Methoden zur Ordnung deines Geistes?

:)
 
Würde ich es mir einfach machen wollen, würde ich mich täglich mit seltsamen Chemie-Präparaten vollstopfen. Doch irgendwie bin ich dann nicht mehr ich. Auf einmal ist da oben das ganze Chaos weg. Ich fühl mich dann wie ne Maschine in einer Welt voller Farblosigkeit. Leider musste ich die in der Schule nehmen, weil ich ansonsten nichts (oder sehr selten alles) auf die Reihe bekommen hätte. Leider, leider. Wie froh ich imemr war, wenn ich die absetzen dürfte! Da hab ich, sehr zur Belustigung meiner Mitschüler, dann immer das ganze Unterrichtskonzept der Lehrer über den Haufen geworfen :D

Ich hatte die selbe Symptomatik und danke dem Herrn für die Psychopharmaka. Ich nerve immer noch mein näheres Umfeld aber ich bin erträglich geworden, ich nerve die Leute nicht mehr bis zum äußersten. Ich kann mich zurückhalten auch einfach mal nur zuhören und still sein... Ich könnte ohne glaube ich kaum mehr fürchte ich.
 
@Karax Du PNler Dein Postfach ist schon wieder voll :fresse:

serviert mit dem Tablett im Gasthaus zum Luchs
 
@Karax Du PNler Dein Postfach ist schon wieder voll :fresse:

serviert mit dem Tablett im Gasthaus zum Luchs

Lektion Nummer1: Lerne dich von der Vergangenheit zu trennen - Erinnerungen behältst du sowieso :banana:
 
ADHS? Man ist ja nicht einfach nur ein ausgeprägter Zappelphilip, wenn man schon Medikamente nehmen sollte :fresse:
Ja, und das das in starker Version.

@Karax, danke Dir für die ehrlichen Sätze :) Ich kann das gut nachvollziehen, da es bei mir ja so ist, dass ich eigentlich Antidepressiva nehmen sollte aber auch da einen großen Bogen drum mache.
Es ist schon absolut stark wie Du dich da durchbeißt. Innerhalb deiner Grenzen kämpfst Du doch ziemlich.
Was hältst du denn von den angesprochenen Methoden zur Ordnung deines Geistes?

:)
Nein, ich hasse Ruhe! Ich habe mal Karate gemacht, hab es dann aber verworfen - viieeel zu langsam. Zum Auspowern hab ich mein MTB (fahre auch Rennen), und wenn alles durcheinander wirbelt, geh ich ans Klavier :D

Ich hatte die selbe Symptomatik und danke dem Herrn für die Psychopharmaka. Ich nerve immer noch mein näheres Umfeld aber ich bin erträglich geworden, ich nerve die Leute nicht mehr bis zum äußersten. Ich kann mich zurückhalten auch einfach mal nur zuhören und still sein... Ich könnte ohne glaube ich kaum mehr fürchte ich.
Mein Arzt war ja auch etwas erstaunt, und hat gesagt, dass ich mir ohne Dinger schwer tun werde. Sowohl, was das "Konzept" angeht, als auch zwischenmenschliche Beziehungen. Aber das alles bringt doch nix, wenn man dann eingeht? Gott sei Dank kam noch hinzu, dass ich zum Schluss immer Herzrasen bekommen habe, wenn ich das genommen hab. ...Ich denke einfach, dass das ne psyschiche Abwehrreaktion gegen die Dinge war :D
Alleine ohne Freunde hab ich's auch schwer bei fremden Leuten - aber wenn man einen Kumpel (oder gleich 3! :D) hat, der einen so akzeptiert, wie man ist, und schon präventiv eingreifen kann, klappt das auch ganz gut ohne. Das schweißt dann über die Jahre einen wie Pech und Schwefel zusammen! :) Ich weiß nicht, wo ich ohne meinen guten Freundeskreis, der schon seit Jahren mein allerwichtigstes Gut ist, wäre... Und gleichfalls ist das natürlich auch ne unheimliche Krücke, weil man sich sehr abhängig macht. Da will ich mich langsam versuchen zu lösen.
Geht's dir auch so, dass du mit dem Zeug irgendwie total mundtot wirst? Deine ganze Spontanität verloren geht? Und irgendwie nicht mehr so gut die Leute lesen kannst? Wäre mal interessant zu hören von einem anderen Medikamenten-Nutzer. Ich kenn eine, die hat sie abgesetzt und ist auf der total schiefen Bahn gelandet...
 
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@Karax, Du hasst Ruhe?
Puh, das ist ein mehr als dickes Problem.
Hast Du denn nicht wenigstens den Wunsch mehr zur Ruhe zu kommen?
Du kannst doch nicht ewig rennen :fresse:

serviert mit dem Tablett im Gasthaus zum Luchs
 
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Es gibt zwei Ruhephasen: "Aktive Ruhe", so wie von dir beschrieben, und dann eine "aktive Passiv-Ruhe". Das bedeutet für mich dann, einfach mal auf der Couch zu liegen, um zu entspannen, und nichts zu machen. Doch dann läuft da oben alles Amok, sodass ich dann danach noch aufgedrehter als davor bin (...und nein, ich bin jetzt nicht von morgens bis abends immer auf 180 :D). Nur wenn ich Musik höre, kann ich richtig "abschalten". Dann schlaf ich aber auch wieder direkt ein, was auch nicht immer gut ist :D Der Doc hat gesagt, dass diese "Krankheit" früher perfekt für die Jäger gepasst hätte -immer alles fixiert, und niemals eine "Ablenkung" komplett auf dem Radar, müssen stets auf Achse sein und machen das im Endeffekt nur für das Wohle der anderen. Vllt. hilft diese Abstraktion ja etwas :)
Ich wünsche mir manchmal, dass ich einfach ganz normal da sitzen kann, und einem Gedanken nachgehen kann. Und nicht, dass dann auf einmal schlagartig zig Gedanken über einen herfallen :D
Ich hasse nichts mehr als absolute Ruhe, auch wenn ich mir manchmal nichts mehr als das wünschen würde! Und ich habe noch keine Möglichkeit ausserhalb der Tabletten-Welt dafür gefunden...
Ich bin tief drinnen immer auf der Suche nach dem Fels in der Brandung, einen Ruhepol. Vllt. würde das was ändern..ich weiß es nicht!
 
Mein Versuch es zu schaffen ist leider gescheitert, trotz der guten Tipps von tree.
Liegt aber wohl einfach an ihrer Person, dass es nicht geklappt hat.

Es ist bedauerlich, aber nicht traurig. Es ist etwas was passieren kann und passiert ist
damit muss man Leben.

Wer von Anfang an genau weiß, wohin sein Weg führt, wird es nie weit bringen.
-Napoleon

Also wohl auf und weiter. Aufgeben ist was für Feiglinge.
 
Gibts nicht 'ne andere Art von Medikamente, die dich veilleicht nicht so einsperren, aber runterbringen?
Man liest ja schon heraus, wie aufgedreht du bist, redest viel und vor allem kommst du nicht auf einen Punkt.
Und wenn das so in deinem Kopf abläuft, dann kann das auch nicht die Erfüllung sein.
Kann mir eine Partnersuche da nur extrem schwer vorstellen, weil man nicht wie bei Depressionen sich zurückziehen kann
und "gut" wiederkommen kann, sondern dauerhaft "geschädigt" ist.
 
@Karax, Du bräuchtest einen Großmeister der Dich lehrt (keinen Guru und kein Dogma oder Sekte und dergleichen)
Den wirst Du aber nicht in den Tabletten finden und auch nicht in dem Du einfach es aktzeptierst und weiter rennst.
Ich spüre das da einiges an Potential bei Dir vorhanden ist.
Du hast sowieso Fähigkeiten welche wieder Andere die deine Krankheit nicht haben nie haben werden.
Das Wie wird noch sehr wichtig werden auf deinem Wege.
Das Du dir Ruhe wünschst ist schon mal sehr gut finde ich.
Das ist das Erste. Dann Musik, Klavier usw... :)
Du hast aus Dir selbst heraus schon sehr viel erreicht - Hut ab :)

Dein Geist braucht schon Beschäftigung, sollte trainiert werden jedoch auf eins.
Wenn Du versuchst nichts zu machen auf der Couch ist ja klar das das Gift ist für dein Hirn.
Du sollst was machen, ganz viel sogar aber eben eins.
Und dazu brauchst Du entsprechende Techniken.
Diese erlernt man über Jahre und schüttelt man nicht eben mal aus dem Ärmel.



@Sparanus, ich finde Dich powervoll :)
Das wird Dir noch ziemlich nutzen :banana:

serviert mit dem Tablett im Gasthaus zum Luch
 
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Gibts nicht 'ne andere Art von Medikamente, die dich veilleicht nicht so einsperren, aber runterbringen?
Man liest ja schon heraus, wie aufgedreht du bist, redest viel und vor allem kommst du nicht auf einen Punkt.
Und wenn das so in deinem Kopf abläuft, dann kann das auch nicht die Erfüllung sein.
Kann mir eine Partnersuche da nur extrem schwer vorstellen, weil man nicht wie bei Depressionen sich zurückziehen kann
und "gut" wiederkommen kann, sondern dauerhaft "geschädigt" ist.
Bei mir ist's so weit gekommen, dass ich selbst auf Placebos irgendwie angeschlagen hab. Ich hasse die Dinger einfach! :D Beziehungstechnisch ist's so, dass ich nur auf Frauen aus bin, die am besten genauso ticken wie ich. Da gibt's Gott sei Dank schon einige, aber leider kommt da dann noch die Charakterfrage ins Spiel :D
@Karax, Du bräuchtest einen Großmeister der Dich lehrt (keinen Guru und kein Dogma oder Sekte und dergleichen)
Den wirst Du aber nicht in den Tabletten finden und auch nicht in dem Du einfach es aktzeptierst und weiter rennst.
Ich spüre das da einiges an Potential bei Dir vorhanden ist.
Du hast sowieso Fähigkeiten welche wieder Andere die deine Krankheit nicht haben nie haben werden.
Das Wie wird noch sehr wichtig werden auf deinem Wege.
Das Du dir Ruhe wünschst ist schon mal sehr gut finde ich.
Das ist das Erste. Dann Musik, Klavier usw... :)
Du hast aus Dir selbst heraus schon sehr viel erreicht - Hut ab :)
Ja, so einen Großmeister bräuchte ich schon, stimmt.

Aber irgendwie fühl ich mich gerade äußerst unwohl, mich so herauszuheben gerade...Als ob ich irgendwie die einzigste Person im Universum mit der Diagnose wäre :D
Machen wir da dann hier im Thread einfach einen Schlussstrich drunter. Hat ja nix mehr mit "Was-ist-Liebe" zu tun...
 
. Geht's dir auch so, dass du mit dem Zeug irgendwie total mundtot wirst? Deine ganze Spontanität verloren geht? Und irgendwie nicht mehr so gut die Leute lesen kannst? Wäre mal interessant zu hören von einem anderen Medikamenten-Nutzer. Ich kenn eine, die hat sie abgesetzt und ist auf der total schiefen Bahn gelandet...

Nein, Ich kann es nur besser kontrollieren wann ich rede und wann nicht.

Die Kunst ist bei MPH halt die richtige Dosis und das richtige Präparat zu finden (ich bekomme Concerta und komme damit am besten klar).

Es dauert, aber für mich ist es das definitiv wert!
 
Nein, Ich kann es nur besser kontrollieren wann ich rede und wann nicht.
Die Kunst ist bei MPH halt die richtige Dosis und das richtige Präparat zu finden (ich bekomme Concerta und komme damit am besten klar).
Es dauert, aber für mich ist es das definitiv wert!

Teufelszeug, damit wirst du an deiner "Entwicklung" gehindert.
Du/deine Persönlichkeit bleibt so wie Sie ist, bzw kann sogar sich unter diesem Zeug zum Negativen verändern.
Man muss sich halt nicht mehr "anstrengen", um sein Verhalten unter Kontrolle zu haben bzw gar besser zu werden.
Habs eine kurze Zeit genommen, aber bin relativ zügig davon wieder weggekommen.
Dann habe ich begonnen an mir zu Arbeiten, was nun ca 2-3 Jahre her ist.
Was dazu geführt hat, dass ich schon deutlich selbstsicherer bin.
Meine Beobachtung ist auch, dass die meisten mit solchen Medis an einem schwachen Selbstbild leiden.

Gruss
Nobody
 
hab ich mir auch gerade gedacht, gibts hier auch normale leute, die keine pillen futtern mussen? :fresse:
 
sorry, aber nach 2 Seiten Diskussion darüber war das mein erster Gedanke :) Nicht in den falschen Hals bekommen.
 
"Normal" genug, um bisher ohne Psychopharmaka auszukommen, also denke ich schon.
 
Dann solltest du dich glücklich schätzen.
Schön ist das nicht, wenn man Tabletten gegen was auch immer nehmen muss ;)
 
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