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  1. #1
    Kapitänleutnant Avatar von m0rf
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    Standard Selbstbau TimeMachine Server

    Es geht in diesem Guide um den Selbstbau eines kleinen TimeMachine Servers für runde 20€.

    Ein Dank geht hier an stronzo, der in diesem Thread mein Interesse an dem kleinen Server geweckt hat.

    Was wir brauchen:
    • Seagate FreeAgent DockStar
    • (leere) Externe USB HDD mit ausreichend Speicherplatz


    Die Seagate FreeAgent Dockstar gibt es bereits ab 19,47 €(Preisvergleich) bzw. 23,46 inkl. Versand.

    Bevor wir starten ein paar kleine Hinweise. Wenn ihr den DockStar erhaltet, sollte dieser auf keinen Fall direkt ans Netz gehangen werden, da er sonst nach Hause telefoniert und das ssh Passwort ändert. Das kann am besten dadurch vermieden werden indem der Router vom ISP getrennt wird. Also entweder das Internetkabel entfernen, oder in der Routerkonfiguration die Einwahl unterbinden.

    Da es sich hier um einen Selbstbau handelt, verliert ihr die Garantie wenn ihr dieses HowTo weiter befolgt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ihr den DockStar bei der Installation komplett zerschrotet und dieser nur durch ein serielles Kabel wieder zum Leben erweckt werden kann. Ich übernehme dafür keine Garantien.


    1. nmap/vi Referenz laden
    Zunächst laden wir uns hier unter Mac OS X Binaries den nmap universal installer herunter und installieren diesen. Er wird uns später helfen unseren DockStar im Netz zu finden.

    Die vi Befehlsreferenz hier herunterladen.

    Sobald nmap und die Referenz heruntergeladen sind, die Internetverbindung trennen und den DockStar mit angeschlossener Festplatte ans Netz hängen.

    2. IP herausfinden

    Wir müssen nun die IP des kleinen herausfinden, daher hängen die weiteren Schritte nun von eurer Netzkonfiguration ab.

    Mit DHCP Router/Server:
    Spoiler: Anzeigen


    Ohne DHCP Router/Server:
    Spoiler: Anzeigen


    3. System Installieren
    Auch hier ein kleiner Hinweis: Das Skript für die Installation stammt von Jeff. Das Original ist hier zu finden.

    Sobald ihr die IP Adresse herausgefunden habt, könnt ihr auf euren DockStar connecten. Dazu wieder einen Terminal öffnen:
    Wir müssen nun den kleinen daran hindern nach Hause zu telefonieren
    killall hbwd
    mount -o remount,rw /
    chmod go+w /dev/null
    Okay. Für alle, die noch nie mit einem Editor auf der Kommandozeile gearbeitet haben, sollten sich auf etwas Schmerz gefasst machen und die vorhin heruntergeladene Referenz zu Hilfe ziehen.
    vi /etc/init.d/rcS
    Unser Ziel ist es /etc/init.d/hbmgr.sh start durch die vorangestellte Raute auszukommentieren. und mit ":wq" zu speichern.

    #/etc/init.d/hbmgr.sh start
    Mount wieder readonly machen.
    mount -o remount,ro /
    Ihr könnt euren Router jetzt wieder mit dem Internet verbinden und beispielweise Twittern, warum ihr gerade offline gewesen seid .

    Die Festplatte muss partitioniert werden. Die ersten zwei Partitionen werden nun Systempartitionen. Die dritte wird unsere Partition für Backups.
    /sbin/fdisk /dev/sda
    Eine gute Übersicht zu fdisk ist hier zu finden. Versichert euch, dass eure Festplatte keine Partitionen hat. Eine Übersicht gibt es mit "p". Einzelne Partitionen lassen sich mit "d" gefolgt von der Partitionsnummer löschen.


    In kurz sieht die Abfolge für die Bedienung des Programms dann so aus: (Wenn die Festplatte komplett ohne Partitionstabelle ist)

    Systempartition:
    • n - Neue Partition erstellen
    • p - Primäre Partition
    • 1 - Nummer der Partition
    • ENTER - Anfang der Platte
    • +4096M - 4GB Partitionsgröße
    Swap Partition
    • n - Neue Partition erstellen
    • p - Primäre Partition
    • 2 - Nummer der Partition
    • ENTER - nach Partition 1
    • +1024M - 1GB Partitionsgröße
    Daten Partition
    • n - Neue Partition erstellen
    • p - Primäre Partition
    • 3 - Nummer der Partition
    • ENTER - nach Partition 2
    • ENTER - restlicher verfügbarer Platz
    Swap Partition richtiges FileSystem zuweisen
    • t - FileSystem ändern
    • 2 - Nummer der Partition
    • 82 - SWAP
    Ein druck auf "p" sollte euch nun eure Partitionstabelle anzeigen, die ungefähr so aussehen sollte
    Device Boot Start End Blocks Id System
    /dev/sda1 1 1532 3908866+ 83 Linux
    /dev/sda2 1533 2298 1954449 82 Linux swap / Solaris
    /dev/sda3 2299 574226 1459274292 83 Linux
    Nun muss die neue Partitionstabelle noch geschrieben werden:
    w - Partitionstabelle schreiben
    Okay. Beginnen wir nun mit der Installation unseres Ausweichsystems. Zeit für einen Kaffee, oder zwei. Bis auf ein paar kurze Eingaben haben wir hier nichts zu tun.
    Code:
    cd /tmp
    wget http://jeff.doozan.com/debian/dockstar.debian-squeeze.sh
    chmod +x dockstar.debian-squeeze.sh
    export PATH=$PATH:/usr/sbin:/sbin
    ./dockstar.debian-squeeze.sh
    Am Ende des Installationsvorgangs werden wir nach einem Reboot gefragt, den wir dankend annehmen.



    4. System einrichten
    Unser kleiner Server ist jetzt richtig erwachsen geworden und will nicht mehr nach Hause telefonieren. Allerdings kann es nun sein, dass er per DHCP eine neue IP zugewiesen bekommen hat. Hier sollten ein Blick auf 2. helfen um die neue IP herauszufinden. (Kurz: nmap -e enX -sP xxx.xxx.xxx.0/24)



    Verbinden wir uns nun mit unserem neuen System:
    Damit niemand auf schlimme Gedanken kommt, sollten wir das Passwort ändern:
    passwd
    Um später auf unseren Server zugreifen zu können, legen wir noch einen neuen Nutzer an:
    adduser nutzername
    Unsere Daten Partition bekommt nun noch ein neues FileSystem verpasst: (Zeit für nen Kaffee)
    mke2fs -t ext4 /dev/sda3
    Nun erstellen wir den Pfad auf dem unseren Daten liegen.
    mkdir /backup
    Wir müssen jetzt noch unsere Partition mounten, dazu müssen wir die fstab mit vi verändern:
    vi /etc/fstab
    und diese Zeile einfügen und mit ":wq" speichern.
    /dev/sda3 /backup ext4 defaults 0 0


    Unsere Backup Partition mounten:
    mount -a
    Jetzt bekommt unser eben erstellter Nutzer die Rechte an dem Pfad: (wenn unser Nutzer beispielsweise hans lautete: chown hans.hans ...)
    mkdir /backup/TimeMachine
    chown nutzername.nutzername /backup/
    chown nutzername.nutzername /backup/TimeMachine

    Damit unser mac mit dem Server sprechen kann, installieren wir netatalk:
    apt-get install netatalk
    Nun müssen wir unsere Pfade angeben, die später über das Netzwerk verfügbar sein sollen:
    vi /etc/netatalk/AppleVolumes.default
    Hier müssen wir folgende Zeile einfügen und wieder mit ":wq" speichern.

    Code:
    /backup/TimeMachine TimeMachine cnidscheme:dbd options:usedots,upriv,tm
    Zeit den Server neu zu starten:
    /etc/init.d/netatalk restart
    Wir stellen mit AVAHI sicher, dass unser mac den Server zuverlässig findet:
    apt-get install avahi-daemon libnss-mdns
    Wir müssen in unserer nnswitch.conf allerdings noch eine kleine Änderung vornehmen:
    vi /etc/nsswitch.conf
    Die Zeile hosts: sollte nach unserer Änderung so aussehen:

    hosts: files mdns4_minimal [NOTFOUND=return] dns mdns4 mdns
    Damit unser AVHI etwas Werbung im Netzwerk macht, braucht er noch die richtigen Einstellungen, diese Verpassen wir ihm mit etwas xml.
    vi /etc/avahi/services/afpd.service
    Die Datei ist komplett leer, sollte nach unserem Bearbeiten aber so aussehen: (Achtung: COPY PASTE ist hier nicht sinnvoll, da sonst einige Sonderzeichen verhunzt werden) Bitte vergleicht eure Eingabe mit dem Screenshot.

    Code:
    <?xml version="1.0" standalone='no'?><!--*-nxml-*-->
    <!DOCTYPE service-group SYSTEM “avahi-service.dtd”>
    <service-group>
    <name replace-wildcards=”yes”>%h</name>
    <service>
    <type>_afpovertcp._tcp</type>
    <port>548</port>
    </service>
    <service>
    <type>_device-info._tcp</type>
    <port>0</port>
    <txt-record>model=Xserve</txt-record>
    </service>
    </service-group>
    Als letztes ändern wir noch den Hostname unseres Servers.
    vi /etc/hostname
    Hier können wir eintragen, was wir wollen. Ich habe meinen TMServer genannt.

    Damit unser System auch bescheid weiß, dass es nun anders heißt:
    /etc/init.d/hostname.sh
    Nun noch ein reboot:
    reboot
    Es wird nun wieder das alte System gebootet. (Es kann sein, dass sich dies mit dem neuen uBoot geändert hat. Sollte dies so sein, das folgende einfach ignorieren.) Die IP Adresse kann hier auch wieder anders sein. nmap -e enX -sP xxx.xxx.xxx.0/24 hilft hier wieder bei der Suche. Sollte noch das alte System gebootet werden, können wir uns gewohnt mit dem passwort stxadmin anmelden und mit "reboot" wieder neu booten.

    Das ist unser Server:


    Sobald unser Server weider neu hochfährt sind wir wieder auf unserem Debian. Das neue SSH Passwort haben wir ja zu Anfang des Kapitels festgelegt.



    5. Einrichten unter OS X
    Finder - Connect to Server (Apfel + k)

    afp://xxx.xxx.xxx.xxx

    Verbinden.
    Der Username und das Passwort haben wir zu Beginn von 4. festgelegt. (unser adduser mit dem zugehörigem Passwort).



    TimeMachine Volume auswählen.


    Wer die Finder Standardansicht gewählt hat, sieht nun auf der linken Seite bereits das kleine XServe Symbol mit dem Namen unseres Servers.


    Unter Systemeinstellungen - TimeMachine können wir nun unsere Backups auf den Server legen.


    Viel Spaß damit!

  2. Die folgenden 22 User sagten Danke an m0rf für diesen nützlichen Post:

    *TheBomber64* (22.08.10), BamXP (02.09.10), bundymania (22.08.10), darkside40 (01.10.10), Don (22.08.10), fast forward (01.09.10), FischOderAal (26.08.10), Flanellhemd (22.08.10), gdfan (24.04.11), GraKa (30.08.10), Jeremaias (22.08.10), jign (22.08.10), N0ctis (01.09.10), patrock84 (22.08.10), philipp1991 (22.08.10), pierre13 (22.08.10), Seth85 (22.08.10), sharkbyte (06.10.10), skate (22.08.10), smilling_bandit (22.08.10), Steffen. (02.09.10), tetraquark (22.08.10)

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  4. #2
    Korvettenkapitän Avatar von philipp1991
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    Standard

    perfekt so eine Anleitung hab ich schon gesucht !!!

  5. #3
    Das Bastelorakel ! Avatar von bundymania
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    schöner Guide !

  6. #4
    Flottillenadmiral Avatar von smilling_bandit
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    Standard

    Genial das es auch ohne apple Gebühr geht.

    MfG
    [QUOTE=Howii] Meiner ist 100% dicht, nur Göthe war Dichter [QUOTE]
    Zitat Zitat von Performer Beitrag anzeigen
    4790K ? Veraltet ! Z97 ? Nostalgie ! DDR3 ? Antik ! GTX9XX ? Museum ! Du ? Out !

  7. #5
    Hauptgefreiter
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    An die, die es bereits ausprobiert haben, hätte ich noch einige Fragen:


    1) Funktioniert dieser TimeMachine Server wie eine TimeCapsule? Kenne bis jetzt nur TimeCapsule als Backup-Server und würde gerne wissen ob hier die gleiche automatische Backup- und Recovery-Funktion vorhanden ist, die jede Veränderung meines OS automatisch sichert.
    2) Wie lange ist denn ungefähr der zeitliche Aufwand für den Umbau?
    3) Werden spezielle Kenntnisse benötigt oder ist der Guide exakt genug für einen normalen OS X Benutzer?

    Vielen Dank für die Antworten und vorweg schonmal ein großes Lob an den Threadersteller, auch wenn ich den Guide noch nicht getestet habe, folgt aber sicher bestimmt...
    Geändert von projectkaos (23.08.10 um 11:28 Uhr)
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  8. #6
    Bootsmann Avatar von Dieb
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    Hallo.

    Kann man eigentlich mit diesem Guide einen Fileserver schaffen, also nicht nur für backups, sondern einfach Festplatte mit Daten, die ich dann übers Netz (Lan/WLAN) abrufen kann?

    Danke

  9. #7
    Oberbootsmann Avatar von DanyGTV
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    Zitat Zitat von Dieb Beitrag anzeigen
    Hallo.

    Kann man eigentlich mit diesem Guide einen Fileserver schaffen, also nicht nur für backups, sondern einfach Festplatte mit Daten, die ich dann übers Netz (Lan/WLAN) abrufen kann?

    Danke
    Genau! Gute Frage! Interessiert mich auch! Müsste allerding gehen wenn ich mich nicht irre, schliesslich kann man ja auch ganz normal auf die Timecapsule zugreifen. Und man kann ja auch mehrere Festplatten anklemmen, oder? Könnte ich mit diesem Modul von Seagate auch alle meine Festplatten daran anschliessen und die irgendwo in nem Schrank verstauen?

    Gruß
    Dany
    Suzuki GSX-R 1000 K9
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  10. #8
    Kapitänleutnant Avatar von m0rf
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    Zitat Zitat von Dieb Beitrag anzeigen
    Hallo.

    Kann man eigentlich mit diesem Guide einen Fileserver schaffen, also nicht nur für backups, sondern einfach Festplatte mit Daten, die ich dann übers Netz (Lan/WLAN) abrufen kann?

    Danke
    Ja, denn im Grunde ist der Server nichts anderes als ein FileServer auf dem, in diesem Fall, TimeMachine Backups lagern.

    Man könnte z.B ebenso einen Ordner "Filme" erstellen und diesen dann in der "/etc/netatalk/AppleVolumes.default"

    mit..

    PHP-Code:
    /pfad/ordnername Filme cnidscheme:dbd options:usedots,upriv 
    .. einbinden.

    Es ist auch möglich verschiedenen Usern unterschiedliche Ordner zuzuweisen.

    Den Betrieb von mehreren Festplatten würde ich zur Zeit noch nicht empfehlen. Das Problem ist derzeit noch, dass das System beim hochfahren versucht von der Platte zu booten die sich als erstes meldet. Das kann bei jedem Bootvorgang eine andere Platte sein auf der evtl. garkein System installiert ist und nur Daten liegen. Der Bootvorgang würde in diesem Fall dann fehlschlagen. Und ein andauernder Reboot auf gut Glück ist wenig praktikabel.

    Den Guide kann man allerdings auch für einen ganz "normalen Rechner" mit Debian nutzen. Dazu läd man sich einfach ein debian image auf www.debian.de herunter und installiert das System. Wenn man damit durch ist, kann man dann ab Punkt 4. einsteigen und den Server einrichten. Man müsste hier nur gegebenenfalls die /etc/fstab ändern, je nachdem was für zusätzliche Platten man einbaut.
    Geändert von m0rf (31.08.10 um 19:51 Uhr)

  11. #9
    Commander of the Grey Avatar von DelSol
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    warum telefoniert das teil nach hause und ändert das ssh passwort? gibts da einen tieferen sinn dahinter?

    was ist, wenn das teil das passwort bereits geändert hat weil man verschwitzt hat seinen router vom netz zu nehmen?
    Dehydriere. Zerbrich. Teile. Sammle. Schmiede. Falten. Falten. Falten. Falten. Falten. Schmelze den Eisenkern. Forme die Klinge. Gebe dem Schwert seine Gestalt. Forme den Rohling. Füge Ton hinzu. Eisensand. Verhärten. Schärfen. Poliere die Bestandteile: Binsui poliert. Kaisei poliert. Chu-nagura poliert. Koma-nagura poliert. Uchigumori-ji-to poliert. Letzte Polituren. Jizuya poliert. Nugui poliert. Hazuya poliert. Entferne Rückstände. Verpasse den letzten Schliff. Narume poliert. Verbindung zum Schwertgriff herstellen.

  12. #10
    Kapitän zur See
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    Zitat Zitat von DelSol Beitrag anzeigen
    warum telefoniert das teil nach hause und ändert das ssh passwort? gibts da einen tieferen sinn dahinter?

    was ist, wenn das teil das passwort bereits geändert hat weil man verschwitzt hat seinen router vom netz zu nehmen?
    -> sucht nach Updates im Web und spielt die gleich ein, und diese Firmware hat halt ein anderes Passwort.

    https://www.hardwareluxx.de/community...er-735098.html
    Zitat Zitat von stronzo Beitrag anzeigen
    !Wichtig!
    Bevor man den Dockstar ans Internet hängt muss man zuerst das "nach Hause telefonieren" unterbinden. Tut man das nicht, wird per Autoupdate die neue Firmware eingespielt mit einem noch unbekannten SSH Passwort. Dann bleibt nur noch der Weg, dass Gerät über die Homepage zu registrieren. Dort kann man dann auch ein neues SSH Passwort setzen.
    Geändert von sabermaul (31.08.10 um 20:44 Uhr)

  13. #11
    Vizeadmiral Avatar von N0ctis
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    Sehr schöner Guide. Hab ihn mal in die Sticky-Übersicht mit aufgenommen.

  14. #12
    Kapitän zur See Avatar von fast forward
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    Kleiner Tipp zu deinen Screenshots, wenn du mit Shift + CMD + 4 für Bildschirmfotos nutzt, einfach einmal die Leertaste drücken. Also Shift+CMD+4 Leertaste -> es erscheint ein kleiner Fotoapparat, der dann das jeweilige Fenster sauber als Bildschirmfoto erzeugt.

  15. #13
    HWLuxx SC2-Cup2 Silber#1 Avatar von paulianer
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    Eine kleine Frage: Was für eine HDD hast du genommen? Es passen doch nur 2,5" HDDs rein, wie kommst du auf 1,4 Tb?
    Gesellschaftskritisch und subversiv? Da bin ich lieber betrunken.
    StarCraft 2: Cup 1 ::: Cup 2 ::: Cup-Laberthread ::: SC2-Sammelthread

    paulianer verkauft: nix

  16. #14
    Oberleutnant zur See
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    Man muss nicht den Mini-USB im Dock nutzen, sind ja noch drei andere USB-Anschlüsse dran. Da ist es dann egal, welches Gehäuse man benutzt und es lassen sich entsprechend auch 3,5" Platten nutzen.

  17. #15
    Oberbootsmann Avatar von BamXP
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    Wenn du noch den Befehl posten könntest, mit dem man die HDD schlafen legt bei nicht Benutzung, dann währe das Ganze Perfekt. Die muss ja nicht 24/7 rattern. Kann ich mit einer zusätzlichen Partition das Ganze als "Datencrap" in den Finder einbinden? So wäre der Restliche Speicher nicht nur für TM verplämpert.

    //EDIT
    Letzteres wohl dann über Samba?
    Geändert von BamXP (02.09.10 um 16:21 Uhr)
    Kekse

  18. #16
    Kapitänleutnant Avatar von m0rf
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    Du kannst eine zusätzliche Partition mit fdisk anlegen.
    Mit
    PHP-Code:
    mkdir /dein/pfad 
    einen neuen Ordner anlegen.

    Diesen dann in der fstab mounten.
    PHP-Code:
    vi /etc/fstab 
    und
    PHP-Code:
    /dev/sda4 /dein/pfad ext3 defaults 0 0 
    in eine neue Zeile schreiben. (sofern du deine zusätzliche Partition mit ext3 formatiert hast).

    Dann noch
    PHP-Code:
    chown nutzername.nutzername /dein/pfad 
    mit deinem Nutzernamen anlegen, mit dem du auf den Server zugreifst.

    AppleVolumes.default öffnen:
    PHP-Code:
    vi /etc/netatalk/AppleVolumes.default 
    Zu guter letzt noch folgende Zeile unter deiner AppleVolumes.default unter die Zeile mit "/backup/TimeMachine" hinzufügen.
    PHP-Code:
    /dein/pfad Datencrap cnidscheme:dbd options:usedots,upriv 
    Jetzt am besten den Server einmal rebooten. Ansonsten kannst du die einzelnen Dienste auch neustarten. Und mit
    PHP-Code:
    mount -
    deine neue Partition mounten.

    Edit: Zum schlafenlegen der Platten kannst du sdparm nutzen. Leider funktioniert das mit meinem Gehäuse nicht, daher kann ich dir dazu keine weiteren Tipps geben. Ein bisschen google sollte allerdings helfen.

    Die Basisbefehle zum starten/stoppen sind:
    PHP-Code:
    sdparm --command=stop /dev/sdX 
    PHP-Code:
    sdparm --command=start /dev/sdX 
    Geändert von m0rf (02.09.10 um 17:52 Uhr)

  19. #17
    Stabsgefreiter Avatar von poky
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    probier mal hdparm statt sdparm

    und zu chown: chown username:gruppe


    naja und wenn Systemplatte = Datenplatte sein sollte, dann ist das käse...
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  20. #18
    Oberbootsmann Avatar von BamXP
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    @ m0rf
    Spitzenmäßig, Vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Geändert von BamXP (02.09.10 um 19:01 Uhr)
    Kekse

  21. #19
    Leutnant zur See Avatar von ITnetX
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    Zum Thema HDD Spindown:

    Ich habe mich mit dem Thema auch auseinander gesetzt und irgendwie hat bei mir das hdparm oder sdparm nicht so richtig funktioniert. Ich habe dann in einem anderen Forum über das Programme hd-idle gelesen. Ein Programm in C geschrieben das sehr zuverlässig USB-Festplatten in den Sleep-Mode versetzt.

    Also habe ich mich aufgemacht es zu installieren.

    Als erstes habe ich über

    Code:
    wget http://downloads.sourceforge.net/project/hd-idle/hd-idle-1.01.tgz?r=http%3A%2F%2Fsourceforge.net%2Fprojects%2Fhd-idle%2F&ts=1283548876&use_mirror=netcologne
    den Sourcecode von hd-util geladen. Danach mit

    Code:
    tar -xvf hd-idle-1.01.tgz
    enpackt.

    nun brauchen wir noch ein paar Pakete zum kompilieren des Sourcecodes.

    Code:
    apt-get install make
    apt-get install gcc
    apt-get install glibc6-dev
    Mit einem
    Code:
    make
    wird das Programm kompiliert. Ein Anschliessendes
    Code:
    make install-debian
    richtet das Programm inkl. init.d-file richtig ein.

    Nun editieren wir noch das Configfile
    Code:
    nano(vi) /etc/default/hd-idle
    Folgende Einstellungen sind wichtig...
    Code:
    # start hd-idle automatically?
    START_HD_IDLE=true
    
    
    
    #  -h                      Print usage information.
    HD_IDLE_OPTS="-i 120 -l /var/log/hd-idle.log"
    Hiermit wird die Platte nach 120 Sekunden inaktivität schlafen gelegt. Das START_HD_IDLE=true bedeutet das direkt bei Systemstart das Programm gestartet wird.


    Jetzt starten wir noch die Dockstar neu und schon sollte unsere Platte sauber runter fahren.

    Referenz: Hard Disk Idle Spin-Down Utility
    Geändert von ITnetX (04.09.10 um 06:40 Uhr)
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  22. #20
    Kapitänleutnant Avatar von m0rf
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    Danke für die Auflistung. Funktioniert das auch, wenn die Platte die schlafen gelegt werden soll die Systemplatte ist?

  23. #21
    Leutnant zur See Avatar von ITnetX
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    Ich hab bei mir nur eine Platte dran, das ist die Systemplatte und es funktioniert. Du kannst aber auch per Paramenter mitgeben welche Platte er explizit schlafen legen soll.

    HD_IDLE_OPTS"-i 120 -a sda -l /var/log/hd-idle.log"
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  24. #22
    Bootsmann Avatar von schneiderinho
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    Hey, ich hänge bei einem der letzten Schritte, dem wo ich den XML Code eintragen soll. Folgende Datei "/etc/avahi/services/afpd.service" lässt sich nicht speichern nachdem ich den Code eingetragen habe. Ständig erhalte ich den Fehler "E212: Can't open file for writing". Habe sowohl root, als auch meinen nutzernamen zur anmeldung genutzt, bei beiden ist der Fehler gleich.

    Weiß jemand woran es liegen kann?

  25. #23
    Bootsmann Avatar von schneiderinho
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    So, jetzt hab ich den Fehler gefunden. Nur das Beheben gestaltet sich etwas schwieriger.
    Bei dem Befehl "apt-get install avahi-daemon libnss-mdns" bei dem der AVAHI Server installiert werden soll tritt folgender Fehler auf:
    "Err Index of /debian squeeze/main libxml2 armel 2.7.7.dfsg-4 404 Not Found"

    Weil die gesuchte Datei auf 2.7.8 upgedated wurde. Also ähnlicher Dateiname, nur eine Nummer anders.
    Nach einiger Google Recherche hoffte ich den Fehler durch ändern der source.list auf das debian-archive ändern zu können, wo noch die alte Datei liegt, aber da findet er garnix und bricht die Installation sofort ab.

    Hat irgend jemand ne Idee?

    Edit: Wo wird eigentlich die Version der libxml festgelegt? Hab mir grad mal das SH-File angeschaut, dass anfangs installiert wird. Dort wird zwar der Server, aber nicht die Version festgelegt, so das ich auch nix zum Ändern finde...

    Edit2: Also allem Anschein nach werden die Paktadressen nicht statisch, sondern dynamisch erzeugt. Desweiteren wurde die Version erst vor 2 Wochen erneuert. Muss ich vielleicht einfach nur auf eine Aktualisierung warten?

    Edit3: GELÖST! Wer das gleiche Problem hat sollte einfach mal vorher "apt-get update" machen.
    Geändert von schneiderinho (23.11.10 um 10:29 Uhr)

  26. #24
    Kapitänleutnant Avatar von Hades2k
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    Mal nen paar Folgefragen weil ich auch gerade dabei bin mit eine DockiTM zu bauen
    1. Hast du auch andere Dateissteme probiert? Ich denke da an XFS da TM das Backup ja als ein großes Bundle organisiert und XFS für große Datein prädestiniert ist - oder doch eher nen standard ext3 oder ext4 weil trotzdem viele kleine Operationen auf dem Bundle laufen?
    2. Funktioniert das mit dem vorkompilieren Netatalk ohne Probleme? Soweit ich gelesen habe wird von OSX für das Backuppen eine Verschlüsselung erfordert was in dem Standardpaket nicht aktiviert ist und nur durch selber kompilieren hinzugefügt werden kann...
    3. Gibt es mit Netatalk ne Möglichkeit den Host "direkt als Freigabe" zu nutzen ohne das ich extra noch mal ein Share darin erstellen muss sondern nur ne dedicated TimeMaschine habe?

  27. #25
    Bootsmann Avatar von schneiderinho
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    Was mache ich denn, wenn ich die angeklemmte Festplatte verändern möchte?

    Habe momentan eine 1TB Festplatte am Server hängen und möchte aber gerne auf 3TB erweitern. Kann ich die 1TB Platte einfach klonen und austauschen oder muss ich danach noch irgendwelche Schritte wiederholen beziehungsweise Konfigurationen verändern?

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  1. 10.02.11, 22:20

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