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    Fregattenkapitän
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    • Systeminfo
      • Motherboard:
      • MSI Z87-G45
      • CPU:
      • i5-4690k
      • Kühlung:
      • Ständig wechselnd
      • Gehäuse:
      • Aerocool P7-C1
      • RAM:
      • Corsair Vengence LP
      • Grafik:
      • XFX R9 270
      • Storage:
      • Samsung 830 128GB,Samsung 1TB, WD 1TB Black extern
      • Monitor:
      • LG W2268L
      • Netzteil:
      • Xilence A+ 430W
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      • Win 10 Pro 64
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      • Sony Alpha 350
      • Handy:
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    Standard ITX-Kühler Roundup - Verschiedene Ansätze, eine Gemeinsamkeit: Die Flache Bauweise

    Inhaltsverzeichnis

    1. Einleitung

    2. Die Teilnehmer und Vergleich ihrer Eigenschaften

    3. Das Testsetting

    4. Die Probanden im Detail


    5. Leistungsvergleich der Probanden

    6. Lautstärkevergleich

    7. Fazit



    1. Einleitung

    Moin! Wie man meiner Signatur entnehmen kann, habe ich in den vergangenen Monaten einige Luftkühler genauer unter die Lupe genommen. Da ich meine Erfahrungen gerne Teile und immer versuche zu helfen, wenn jemand im Forum auf der Suche nach einem passenden Kühler ist, habe ich meinen Pool an Kühlern etwas erweitert. Da mir aufgefallen ist, dass in letzter Zeit aber immer mehr User kleine PCs ihr Eigen nennen und somit andere Kühlertypen gefragter wurden, habe ich mich diesmal für ITX-Kühler entschieden. Falls ein weiterer wichtiger Kühler im Roundup vermisst wird, kann ich versuchen diesen später zu ergänzen.

    Bitte beachtet, dass ich die Tests in meinem Wohnzimmer unter normalen Umständen durchführe und nicht auf Profi-Equipment zurückgreifen kann. Die Einordnung der Leistungswerte ist daher auch eher als Richtwert untereinander zu betrachten und nicht als absolut.


    2. Die Teilnehmer und Vergleich ihrer Eigenschaften

    Arctic Freezer 11 LP Cooler Master GeminII M5 LED Cryorig C7 Noctua NH-L9i Noctua NH-L9x65 Reeven Brontes Scythe Big Shuriken 2 Rev. B
    Größe B x T
    [mm]
    115 x 106 131 x 123 97 x 97 95 x 95 95 x 95 105 x 114 135 x 125
    Höhe
    [mm]
    53 62,7 47 37 65 59 58
    Gewicht inkl. Lüfter
    [g]
    255 357 420 413 325 410
    Heatpipes Anzahl / Durchmesser
    [mm]
    2 / 6 5 / 6 4 / 6 2 / 6 4 / 6 4 / 6 5 / 6
    Lüfterformat B x H
    [mm]
    92 x ? 120 x 15 92 x 15 92 x 14 92 x 14 100 x 12 120 x 12
    Dreahzahl
    [1/min]
    900 - 2000 500 - 1600 600 - 2500 600 - 2500 600 - 2500 650 - 2200 500 - 2000
    maximaler Geräuschpegel
    [dBA]
    34 31 30 23,6 23,6 31,7 33,7
    Kompatibilität 115X / 775 1366 / 115X / 775 / AM3+ / AM3(+) /
    AM2(+) / FM2(+) / FM1
    115X / AM4* / AM3(+) /
    AM2(+) / FM2(+) / FM1
    115X / AM4* LGA2066 / LGA2011(-3) / 115X /
    AM4* / AM3(+) / AM2(+) / FM2(+) / FM1
    1366 / 115X / 775 / AM3(+) / AM2(+) /
    AM1 / FM2(+) / FM1
    LGA2011(-3) / 1366 / 115X / 775 /
    AM3(+) / AM2(+) / FM2(+) / FM1
    TDP Freigabe
    [W]
    95 - 100 95
    (Sockel 1150)
    140
    (Sockel LGA2011)
    - -
    Preis
    [€]
    13 30 (UVP) 30 33 45 23 30


    3. Das Testsetting

    Als Testsystem kommt mein Alltags-Rechner zum Einsatz. Für diese Tests habe ich im Gehäuse jedoch die neune NOISEBLOCKER eLoop B12-PS BlackEdition montiert. Drei Exemplare befördern die erwärmte Luft im Deckel und im Heck nun mit geringer Drehzahl (~500UPM) nach Außen. Die Steuerung der Lüfter übernimmt ein Aquaero 5 LT.

    Das exakte Setup sieht folgend aus:
    Prozessor Intel i5 4690K
    Mainboard MSI Z87-G45 Gaming
    Speicher Corsair Vengeance LP 8GB
    Grafikkarte XFX R9 270 DD
    Gehäuse Aerocool P7-C1
    Netzteil Xilence Performance A+ 430W
    SSD Samsung 830
    HDD Samsung HN-M101MBB

    Die Last auf der CPU wurde mit Prime 95 v26.6 erzeugt. Ich habe mich für diese Variante entschieden, da sie keine AVX Befehle nutzt und somit die Last einer realen Belastung eher entspricht. Nach dem Start (In-Place Large FFTs) wird die CPU 15min belastet und am Ende die Temperatur des heißesten Kerns mit CoreTemp ausgelesen und notiert. Zudem wird die Umgebungstemperatur bei jedem Run mit einem Zimmerthermometer ermittelt. Aus beiden Werten wird dann der Temperaturunterschied zwischen Luft und heißestem Kern berechnet, welcher später immer angegeben wird.

    Um verschiedene Einbaupositionen bei Intel Systemen zu verdeutlichen, habe ich ein externes System genutzt. Dies ist immer am grünen Hintergrund zu erkennen. Konkret handelt es sich dabei um folgende Hardware:

    Mainboard MSI H87I
    Speicher G.Skill Eco 2x 2GB 1600 CL7
    Prozessor Intel i3 4130T


    4. Die Probanden

    Da ich auf dem Sockel 1150 meine Tests durchführe, werde ich natürlich auch nur zu diesem Sockel kompatible Kühler testen können.

    Wie man sehen wird, habe ich mich nicht auf eine Lüftergröße festgelegt. Dies hat den Nachteil, dass man keinen Referenzlüfter einsetzen kann. Aber da ich eine breite Palette an Kühlertypen anbieten wollte, habe ich mir bzgl. der Lüftergröße keine Einschränkung auferlegt. Zudem gibt es in dieser Kategorie von Kühler auch oft Eigenkonstruktionen, welche einen Lüftertausch gar nicht vorsehen würden. Auch bei der Höhe wollte ich mich zunächst nicht wirklich einschränken. Denn eine Eingrenzung würde schon viele Modelle am Markt wegfallen lassen.

    Anmerken möchte ich noch, dass die Kühler zunächst immer Out-Of-The-Box getestet werden. Das heißt, es kommt auch immer die beiliegende Wärmeleitpaste zum Einsatz. Zusätzlich werden die Durchläufe aber auch noch mit einer Referenzwärmeleitpaste durchgeführt. Man bekommt somit noch einmal einen weiteren Eindruck ohne den Einfluss der Wärmeleitpaste. Meine Wahl ist hier auf die Cooler Master Mastergel Maker gefallen, welche nicht nur mit guten Wärmeleitwerten überzeugen konnte, sondern sich auch gut verarbeiten lässt.



    4.1. Arctic Freezer 11 LP

    Beim Arctic Freezer 11 LP handelt es sich um den günstigsten Kühler im Testfeld. Der günstige Preis des kleinen Kühlers wird dadurch erreicht, dass die Konstruktion der Montage lediglich die Sockel 115X und 775 vorsieht. Zudem verzichtet der Kühler auf dekorative Elemente, sondern konzentriert sich nur auf das nötigste. Trotz dessen er nur unwesentlich größer als der Boxed-Kühler ausfällt, bewirbt Arctic den Freezer 11 LP mit deutlich besserer Leistung. Ähnlich große Geschwister hat der Freezer 11 LP auch, jedoch verzichten diese auf den Einsatz einer Heatpipe.

    Gerade die Preispositionierung macht den Arctic zu einem sehr interessanten Produkt, auf dessen Ergebnisse ich sehr gespannt war. Ob der Freezer 11 LP sein Versprechen, den Boxed Kühler zu schlagen, halten kann und ob nicht vielleicht sogar noch mehr Reserven vorhanden sind, kann folgend eingesehen werden.

    Auf der folgenden Seite gibt es dazu die Informationen des Herstellers: Arctic Freezer 11 LP

    4.1.1. Unboxing & Details

    Der Arctic Freezer 11 LP ist der günstigste Kühler im Tetsfeld, was sich auch schon bei der Verpackung zeigt. Statt in einem Karton, wird der kleine Top-Blower in einer Verpackung aus dünnem Kunststoff verkauft, welche wie angegossen sitzt. Sie besteht aus zwei Teilen, welche einfach nur ineinander gesteckt sind. Auf der Rückseite sowie dem Rand der Bodenschale, sind einige Informationen und Spezifikationen abgedruckt. Arctic lässt es sich aber auch nicht nehmen, den beschränkten Platz für Werbung in Form von Awards und Vergleichen mit dem Intel Boxed Kühler zu nutzen.


    Der Lieferumfang des Kühlers befindet sich auf und unter einem Kunststoff-Inlay. Er fällt sehr sparsam aus, was auch mit der Kompatibilität des Kühlers zusammenhängt. Enthalten sind konkret zwei schwarze Kunststoffschienen, vier Paar Push-Pins (schwarz + beige), vier Schrauben sowie der Montageanleitung. Die Materialien wirken zunächst sehr einfach. Verbaut sind sie dann aber stabil. Wie die Montage funktioniert werde ich im Kapitel Montage erklären, da es für mich nicht selbst erklärend war. Man findet keine Wärmeleitpaste, da diese bereits auf dem Boden des Kühlers aufgetragen ist.


    Der Kühler kann direkt dem Hersteller Arctic zugeordnet werden. Markant ist der weiße Lüfter sowie die Blaue Schrift. Auch bei der Befestigung des Lüfters geht ARctic bei anderen Kühlern eigene Wege, wie in diesem Fall auch. Der Lüfter sitzt in an einem schwarzen Kunststoffrahmen, wobei der Motor nicht auf dem Kühlkörper montiert ist, sondern an der Außenseite des Rahmens. Aus diesem Grund verlaufen die Kabel auch Außen entlang, werden aber unter die Abdeckung geführt. Insgesamt erinnert diese Lüfteraufhängung etwas an den Boxed-Kühler.


    Der Rahmen ist auf den Kühlkörper aufgeklipst und kann somit auch entfernt werden. Ohne diesen Rahmen kann der Kühler zwar nicht montiert werden, aber wenn man die Lamellen vom Staub befreien möchte, ist dies sicherlich nützlich. Auf diesen Bildern erkennt man auch schon den Aufbau des Kühlkörpers. Von der Bodenplatte laufen zwei Heatpipes in C-Form nach Oben. Die Röhren, als auch der Boden sind aus Kupfer und haben keine Beschichtung erhalten.



    Hat man den Lüfter entfernt, kann man der Verlauf der beiden Heatpipes noch besser sehen. Man erkennt, dass sie auch im unteren Bereich schon mit den 50 Aluminium-Finnen in Kontakt stehen, wobei sie dort nur aufzuliegen scheinen. Im oberen Bereich verlaufen die Röhren dann aber komplett durch die Finnen und geben dort die Wärme vermutlich besser ab.


    Bevor ich meine Tests und die Aufnahmen durchgeführt hatte, machte ich noch ein Bild der aufgetragenen Wärmeleitpaste. Dabei handelt es sich um die ARctic MX-4, welche zwar bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, aber immer noch nicht in die Jahre gekommen ist. Der Auftrag ist dünn und sehr gleichmäßig. Für die "Macke" oben rechts bin ich verantwortlich gewesen, da ich fühlen wollte, wie weich die Paste an der Luft geblieben ist. Wie man sieht, sehr weich. Ohne Paste kann man dann den Boden genauer betrachten. Die Bodenplatte wurde nach der Herstellung nicht weiter veredelt. Sie ist trotz dessen aber sehr eben. Die leichten Spuren sind beim Reinigen entstanden, sollten aber auch sonst keinen Einfluss auf die Wärmeübertragung haben.


    Auch bei dieser Ansicht habe ich wieder für etwas Dreck gesorgt. Denn beim Entfernen der alten WLP habe ich diese versehentlich auf die Finnen geschmiert. Ein Beseitigen mit Papier hat das ganze noch etwas unansehnlicher gemacht. Man sieht hier aber auch wieder sehr gut, dass der Boden relativ blank ist, aber auch, dass er nicht sehr dick ist. Die beiden Heatpipes sind zumindest an dieser Kontaktfläche verlötet.


    Wie beschrieben, handelt es sich beim 92mm Lüfter um eine Eigenkonstruktion, welche gleichzeitig die Befestigung beinhaltet. Man könnte den Lüfter also nicht ersetzen. Die elf Lüfterblätter sind stark eingedreht und der Bauform erinnert etwas an ein Turbinen-Design. Durch die geringen Abstände der Lüfterblätter könnte der Lüfter auf einen hohen Druck ausgelegt sein. Allerdings fehlen seitens Arctic Informationen dazu. Angeschlossen bzw. gesteuert wird der Lüfter mittels 4-Pin PWM. Die bunten Kabel und der weiße Stecker sind eher nicht auf eine schlichte Optik, sondern auf Kostenersparnis ausgelegt - so zumindest mein Eindruck. Ihren Zweck erfüllen sie natürlich trotzdem.



    4.1.2. Eigenschaften


    Kühler
    Maße inkl. Lüfter) 115 x 106 x 53 mm
    Gewicht inkl. Lüfter 255 g
    Heatpipes 2 x 6mm

    Lüfter
    Maße 92 x 92x ~25mm
    Lautstärke 0,3 Sone
    Anschluss 4-Pins
    Spannung 12 V
    Strom 0.13 A

    Kompatibilität
    Intel 1156 / 1155 / 1151 / 1150 / 775


    4.1.3. Montage

    Für die Montage musste ich mir die Anleitung anschauen, da ich rein durch die Bauteile nicht direkt erkennen konnte, wie diese erfolgen soll. Dabei ist die Montage sehr simpel und, was ich als sehr großen Vorteil für einen ITX-Kühler betrachte, wird nur von Vorne ausgeführt. Das Prinzip ähnelt den bekannten Push-Pins. Arctic nennt die kleinen Kunststoffteile ebenfalls so. Man befestigt die beiden schwarzen Schienen also mit den kleinen Push-Pins auf dem Mainboard, legt dann den Kühler auf und führt die langen Schrauben durch die Löcher im Lüfterrahmen. Nach dem Festziehen ist man dann schon fertig.

    Wie man auf meinem ITX-Mainboard erkennt, nimmt der Kühler kaum mehr Raum ein, als zwischen den Montagelöchern vorhanden ist. Dennoch wird es bei dieser Kombination auf Seite der Rams sehr eng. Die Abdeckung bzw. der Lüfterrahmen leigt auf dem Speicher bzw. dessen Heatspreeders auf. Zieht man den Küler fest, wird der Speicher etwas zur Seite gedrückt. Arctic weist zwar darauf hin, dass nicht mit allen Sockel 1155 ITX-Mainboards kompatibel ist, aber auch hier erscheint mir der Kühler als nicht unbedingt geeignet. Auf meinem ATX Mainboard war es zwar auch eng, aber nicht so wie hier.




    4.1.4. Leistung



    Die Leistung des Arctic Freezer 11 LP ist, wie man sieht, vollkommen ausreichend. Nur bei minimaler Drehzahl gerät er etwas ins Schwitzen. Für CPUs mit weniger als 88W TDP sollte er allerdings auch hier besser abschneiden können.



    4.2. Cooler Master GeminII M5 LED

    Beschränkt man sich auf die CPU-Kühlungssparte, so sind in Deutschland aktuell 14 verschiedene Luftkühler im Portfolio von Cooler Master gelistet. International hat man sogar die Wahl aus 34 Luftkühlern den richtigen zu finden. Der Cooler Master GeminII M5 LED ist dabei nicht der einzige Top-Blower. Im Vergleich zum vermeintlichen Vorgänger, dem GeminII M4, legt der M5 etwas an Höhe zu (3,7mm), bekommt aber auch eine Heatpipe zusätzlich spendiert. Da der Kühler aktuell in Deutschland noch nicht erhältlich ist, war ich besonders auf dessen Leistung gespannt.

    Falls dies auf euch auch zutrifft, könnte ihr eurer Neugier im Folgenden befriedigen.

    Der folgend präsentierte Kühler ist auf der deutschen Website noch nicht gelistet, daher hier der Link zur englischsprachigen Seite: Cooler Master GeminII M5 LED

    4.2.1. Unboxing & Details

    Nicht nur der Kühler ist sehr klein, auch die Verpackung fällt winzig aus. Sie ist weiß schwarz gestaltet und hält neben einfachen Produktbildern auch einige Produktdetails parat. Auf der Rückseite werden zudem Beschreibungen geliefert, welche mehrere Aspekte des Kühlers bewirben. Durch die C-Form der Heatpipes resultierte eine Flache Bauweise, sodass er besonders für Systeme mit wenig Raum geeignet sein soll. Die enthaltene Backplate soll dabei eine stabile Montage ermöglichen. Die fünf Heatpipes mit Direktkontakt-Technologie (HDT) soll dabei für eine gute Performance sorgen. Das Lüfterdesign soll weniger Luftreibung ermöglichen und durch die rote LED-Beleuchtung ist auch für einen Design Akzent gesorgt. Ob diese Aussage zutreffen, gilt es also auch zu prüfen.


    Aber kommen wir zunächst zum weiteren Lieferumfang, welcher sich in der Verpackung unterhalb des Kühlers in einem Fach verbirgt. Man erkennt die beworbene Rückplatte, welche für alle aufgezählten Sockel (siehe Eigenschaften) genutzt wird, allerdings mit verschiedener Drehung und natürlich Bohrungen. Die oberen Metallschienen kommen bei Intel Systemen zum Einsatz. Hier sind die Bolzen beweglich und können somit an die verschiedenen Lochabstände der Sockel 1366, 115X und 775 angepasst werden. Damit die Bolzen nicht wegfallen und fest an Ort und Stelle bleiben, sind sie mit einer Feder versehen. Die rechten, für AMD Systeme benötigten, Streben besitzen dementsprechend keinen variablen Bolzen, da die Lochabstände nicht allzu antiker AMD-Sockel immer gleich sind. Nur AM4 bildet hier eine Ausnahme. Ob Intel oder AMD, die Streben werden immer mittels kleiner Schrauben am Kühlerboden befestigt. Trotz der kleinen Schrauben sitzen sie dort durch die Bohrungen sehr fest. Der Kühler wird dann nicht von Vorne, sondern von der Rückseite des Mainboards verschraubt. Dazu dienen die Muttern. Um der Eventualität eines Fehlens des passendes Werkzeugs entgegenzuwirken, hat Cooler Master eine passende 6-Kant Nuss beigelegt, welche wiederum mit einem Kreut-Schlitz-Schraubendreher betätigt werden kann. Auch Wärmeleitpaste darf beim GeminII M5 LED nicht fehlen. Bei der beiligenden Paste handelt es sich um die Cooler Master MasterGel Pro, welche in einer Spritze kommt. Damit kann der Kühler auch mehr als einmal montiert werden. Die Paste ist relativ weich. Auf meiner vorgewärmten CPU lief sie sogar fast vom Header, so flüssig ist sie bei entsprechender Temperatur.


    Als nächstes soll der Kühler im Mittelpunkt stehen. Ein Blick von der Seite offenbart, wie der GeminII M5 LED trotz seiner geringen Höhe nicht mit Sockel-Umliegenden Bauteilen kollidiert. Die Heatpipes bilden von der Bodenplatte aus eine C-Form. Die Finnen sind, von der Seite aus betrachtet, ab der Stelle in ihrer Höhe beschnitten, in der sie den Sockelraum verlassen. Und zwar so, dass sie unterhalb genügend Platz für Bauteile oder den Speicher lassen. Auf der Oberseite bilden sie eine ebene Fläche. Weiterhin erkennt man auf dem Bild schon den Rahmen, an dem der Lüfter verschraubt ist. Blickt man von Vorne auf den Kühler, so sind die fünf 6mm Kupfer-Heatpipes zu erkennen. Cooler Master verzichtet auf eine Beschichtung der selbigen. Neben der C-Form verlaufen die äußeren Rohre schräg zur Seite. Die Finnen haben aus dieser Perspektive eine V-Form und verhindern somit, dass irgendwelche Bauteile neben dem Sockel berührt werden. Man erkennt auch, dass die Heatpipes alle auf einer Höhe verlaufen und relativ nah am oberen Rand der Finnen sitzen.


    Kommen wir zur Oberseite. Der 120mm Lüfter kommt vormontiert. Befestigt wird er mit geschwärzten Schrauben an einem verchromten Rahmen. Da der Lüfter sehr flach ist und der Rotor zudem transparent ist, kann man auch hier noch die Heatpipes sehen. Entfernt man den Lüfter, so sieht man dass auf den Montagerahmen kleine Hülsen befestigt sind, welche den Lüfter arretieren, aber auch das Montieren des selbigen vereinfachen, da man die Gewinde besser trifft. In der Mitte ist die Stützstrebe zu erkennen. Der Rahmen besteht aus zwei Teilen, welche einfach über den Kühler geschoben werden. Sie laufen zwar ineinander, verhaken sich aber nicht. Die Stabilität des Rahmens kommt erst dann richtig zustande, wenn der Lüfter verschraubt wird. Dieser zeiht den Rahmen von Unten an den Kühler. Dort sind eine Art Schaumstoffstreifen befestigt, sodass leichte Vibrationen geschluckt werden und ein Verrutschen verhindert wird. Grundsätzlich ist es möglich, einen anderen, dickeren 120mm Lüfter zu montieren. Die verwendeten Schrauben sind hierfür allerdings zu kurz. Was mir auch noch positiv aufgefallen ist, ist, dass die Lüfterschrauben nun schwarz sind, und nicht wie auf den Produktbildern ursprünglich verchromt.


    Von Unten betrachtet, erkennt man, dass die Heatpipes so montiert wurden, dass die "schönen" Enden am oberen Ende vorzufinden sind. Die gequetschten Enden befinden sich demnach unten an der Bodenplatte, wo man sie beim montierten Zustand nicht zu Gesicht bekommt. Die beiden Schrauben, welche an der Bodenplatte zu sehen sind, fixieren einen Stabilisator des Kühlers. Dort ist eine etwas dickere Strebe befestigt, die von der Bodenplatte durch die Finnen zu den Heatpipes verläuft. Somit wird ein verbiegen des Kühlers bei Druck auf die Oberseite verhindert. Auch erkennt man, dass der Kühler aus dieser Perspektive symmetrisch aufgebaut ist.


    Im Boden sind die Heatpipes so eingelassen, dass sie direkt in Kontakt mit dem Header der CPU bekommen. Dass der Boden mit einem Schutzsticker versehen ist, ist eigentlich nicht notwendig, da der Boden wie auch die Pipes erkennbare Schleifspuren aufweisen. Es gibt also nichts zu verkratzen und einen Schutz vor Stößen sollte der Sticker nicht bieten. An den Seiten erkennt man die Löcher zur Befestigung der jeweiligen Montage-Schienen.


    Der 120mm Lüfter baut flacher als die üblichen Vertreter. Er trägt zu 10mm Höhenersparnis bei. Der Rahmen des Lüfters ist aus schwarzem Kunststoff, jedoch nicht wie sonst oft matt, sondern leicht glänzend. Der Rotor ist transparent und leicht getönt. Auffällig sind die geschwungenen Rotorblätter. Die Nabe wird von einem Cooler Master Logo geziert. Der Sticker wirkt nur auf diesem Bild so golden. In echt ist er auch eher dunkel grau. Ungewöhnlich ist auch das Design der Streben zur Fixierung des Motors. Oft kommen nur vier Streben zum Einsatz. Hier sind es sechs, welche zusätzlich durch einen Ring miteinander verbunden sind. Ich schätze, dass beides der Stabilität dient. Das Kabel fällt als Flachbandkabel aus und ist glücklicherweise mit schwarzen Kabeln umgesetzt worden. Auch der Stecker ist schwarz. Beides gefällt mir sehr gut und gehört meiner Meinung nach zum Standard eines Kühlers/Lüfters, welcher auch optisch ansprechen soll. Apropos Optik - die LEDs die der GeminII M5 LED sogar im Namen trägt befinden sich nicht im Rahmen, sondern innerhalb der Nabe. Dort sind vier rote LEDs angebracht. Im Zusammenspiel mit dem rauchig-transparenten Kunststoffrotors bewirken sie eine dezente Beleuchtung des Lüfters.
    Was mir am Lüfter allerdings gar nicht gefällt sind zwei angebrachte Sticker. Der sehr große gelbe weißt darauf hin, den Lüfter nicht in den Müll zu werfen und kann somit entfernt werden. Der etwas kleinere weiße Sticker trägt aber die Aufschrift "Warranty void if removed" und muss demnach dran bleiben. Was der Sticker gerade am Lüfterkabel zu suchen hat, geht mir nicht in den Kopf. Ich finde ihn, auch wenn man ihn verstecken kann, für die Optik störend. Zudem habe ich solch einen Vermerk noch auf keinem anderen Kühler gefunden.



    4.2.2. Eigenschaften

    Kühler
    Maße (ohne Lüfter) 132 x 123 x 612,7 (45,5) mm
    Gewicht (ohne Lüfter) 397 (307) g
    Heatpipes 5 x 6mm

    Lüfter
    Maße 120 x 120 x 15mm
    Drehzahl 500-1,600 RPM ± 10%
    Volumenstrom 50.43 CFM ± 10%
    Luftdruck 1.3 mmH2O ± 10%
    MTTF 40,000 Stunden
    Lautstärke 31 dBA (Max)
    Anschluss 4-Pins
    Spannung 12 VDC
    Strom 0.18 A
    Leistungsaufnahme 2,16W

    Kompatibilität
    Intel 1366 / 1156 / 1155 / 1151 / 1150 / 775
    AMD AM3+ / AM3 / AM2+ / FM2+ / FM2 / FM1


    4.2.3. Montage
    Die Montage habe ich ja bereits beim Lieferumfang beschrieben. Sehr gut finde ich, dass der Kühler von hinten verschraubt wird, da ein Zugang auf der Vorderseite sicherlich schwer fallen würde. Dies habe ich bereits beim Scythe Kabuto 3 feststellen müssen, bei dem es sehr hohe Fingerfertigkeiten brauchte, um die Push-Pins festzudrücken.
    An sich ist das ganze eine einfache Sache und auch für Laien zu bewerkstelligen. Die Anleitung hilft dabei gut, obwohl kein Text enthalten ist. Der Einbau wird komplett piktografisch umgesetzt. Dabei wird das benötigte Material nummeriert und im benötigten Schritt aufgezählt. Ein "Fehler" ist mir allerdings in der Anleitung aufgefallen. Beim Übergang von der Anleitung für Intel zu AMD Systemen wird die Schrittzahl fortgesetzt. Eventuell soll es sich dabei aber auch um die Seitenzahl handeln. Man hätte den Beginn der anderen Anleitung aber auch deutlicher kenntlich machen können.

    Ausrichtung 1 "normal"


    Auch wenn Cooler Master keine Ausrichtung vorhschreibt oder vorschlägt, so denke ich, dass es sich bei dieser Variante im die normale handelt. Der Kühler stzt dabei knapp über dem Ram. Höhere Heatspreader wären schon nicht mehr möglich. Dafür könnte man den Kühler so auf MBs mit extrem ausladenden Spawa-Kühlern verwenden.

    Ausrichtung 2 "maximale Grafikkarte"


    Hier wird der Speicher auch begrenzt, allerdings ist wesentlich mehr Platz zum ersten PCIe-Slot. Grafikkarten mit Backplatte sollten somit keinesfalls kollidieren, was bei Variante 1 schon fraglich ist.

    Ausrichtung 3 "maximaler Speicher"


    Diese Variante könnte dann zum Zuge kommen, wenn man ausladenden Speicher verbauen möchte. Hier wird die Ram-Höhe nämlich nicht limitiert. Ich denke, dass auch große Spawa-Kühler kein Problem darstellen würden. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass diese Position für kleine System die beste ist, da die Spannungswandler im Luftrstrom des CPU-Lüfters liegen.
    Hinweisen möchte ich noch darauf, dass die Konstruktion der Befestigung für AMD Systeme nur die erste und dritte Variante zulassen würde.

    In meinen Tests habe ich die erste Variante genutzt. Hier mal ein Bild bei offenem Gehäuse, um einen Eindruck der Beleuchtung zu erhalten. Da der Lüfter über PWM gesteuert wird, liegt an den LEDs immer die gleiche Spannung an, d.h. sie leuchten immer mit der selben Intensität. Dies sieht natürlich anders aus, wenn man den Lüfter per Spannung regelt.



    4.2.4. Leistung



    Die Leistung des Cooler Master GeminII M5 LED schneidet, wie erwartet, sehr gut ab. Selbst mit sehr geringer Drehzahl ist ein Betrieb möglich. Mit voller Drehzahl ist sogar etwas Spielraum für OC. Insgesamt bietet sich der Kühler auf Grund der guten Leistung auch für einen Silent-Betrieb an. Hat man noch etwas mehr Spielraum in der Höhe, könnte ein "vollwertiger" 120mm Lüfter sogar noch etwas mehr Leistung herausholen.



    4.3. Cryorig C7

    Beim Cryorig C7 handelt es sich um den dritten Kühler vom Hersteller, den ich genauer untersucht habe. Diesmal soll es der kleinste des Portfolios sein. Wie auch bei den anderen Kühlern, legt Cryorig nicht nur Wert auf die Leistung, sondern auch auf die Optik des Kühlers. Das Design zeichnet sich durch die typische Farbgestaltung in weiß und schwarz aus. Bei den bisherigen Kühlern war die Leistung, Optik und Verarbeitung immer gut, weshalb ich gespannt war, ob dies auch auf den C7 zutreffen wird. Zudem handelt es sich beim C7 um den zweitkleinsten Kühler, weshalb vor allem auch das Leistungsvermögen interessant war. Speziell, weil trotz der kleinen Grundfläche und Höhe sogar vier Heatpipes zum Einsatz kommen.

    Wie Cryorig dies beim C7 im Detail umgesetzt hat und wie er sich im Test geschlagen hat, kann folgend in Erfahrung gebracht werden.

    Auf der folgenden Seite gibt es dazu die Informationen des Herstellers: Cryorig C7

    4.3.1. Unboxing & Details

    Der kleine Karton des Cryorig C7 ist typisch im Cryorig Design gestaltet. Grundsätzlich dominieren die Farben Weiß und Schwarz. Stellenweise findet man aber auch bunte Akzente. Falls man mehrere Cryorig Produkte im Regal stehen hat und es nicht zu Verwechslungen beim Zugreifen kommt, ist auch wieder Produktname "C7" sehr groß aufgebracht. Ansonsten erhält man, wie üblich, wieder allerlei Informationen bzgl. des Kühlers und des Lüfters.


    Im kleinen Karton befindet sich ein Inlay aus Pappe, in welche alles weitere verstaut ist. Im oberen teil sitzt der Kühler selber, welcher mittels Backplate die Anleitung sowie Garantiebestimmung einklemmt. Darunter befinden sich die weiteren benötigten Materialien. Auch hier fällt der Umfang nicht sehr groß aus. Dies liegt daran, dass ein Großteil des Montagematerials bereits vormontiert ist. Übrig bleiben also nur die hier zu sehenden Muttern, die Backplate, Wärmeleitpaste Cryorig CP7 und das passende Werkzeug zum Festziehen. In der Tüte im Hintergrund befinden sich Unterlegscheiben, sodass man auch auf die Backplate verzichten könnte. Die hier gezeigte Backplate gehört schon bereits zum AM4 Umrüst-Kit, welches ich auch erhalten und verbaut habe. Anmerken kann man hier, dass zwar das Werkzeug für die Muttern beiliegt, man aber auch einen Kreutz-Schlitz-Schraubendreher benötigt, wenn man den Kühler nicht auf Sockel 115X befestigen möchte.


    Das Farb- und Designkonzept des Kühlers bzw. des Lüfters ist wieder typisch Cryorig. Wie den anderen Kühler des Herstellers, wird der Kunststoff nicht nur als Mittel zum Zweck eingesetzt, sondern auch als Designelement angepasst. So ist beim Cryorig C7 der schwarze Kunststoffrahmen des Lüfters an dem Außenkanten nicht einfach rund, sondern Stellenweise ausgearbeitet. Der Lüfter steht mit seiner weißen Farbe im Kontrast zum Rahmen, wobei der Nabenaufkleber wieder einen minimalen Farbakzent ins Spiel bringt. Von den Außenmaßen gehört der Cryorig C7 zu den kleinsten Kühlern, da er kaum größer als ein 92mm Lüfter ausfällt.


    Betrachtet man den Kühler von der Seite, so kann man seine Konstruktion bereits erahnen. Von der Bodenplatte verlaufen gegenüberstehend je zwei Heatpipes in C-Form etwas nach Oben zu den restlichen Finnen. Wie man unschwer erkennen kann, hat Cryorig auch hier auf die Optik wert gelegt und versieht die Heatpipes sowie den Boden mit Nickel. Wie man auch hier schon erkennen kann, fällt die Bodenplatte insgesamt sehr groß aus, denn sie verläuft über die gesamte Kühlerbreite.


    Ohne Lüfter kann man den Verlauf der vier 6mm Heatpipes auch etwas nachverfolgen. Abwechselnd verlaufen die C-Form-Heatpipes nach links oder rechts. Man sieht auch, dass die Kontaktfläche vom Lüfter zum Kühlblock bzw. Finnenoberfläche eben gestaltet ist. In der Mitte des Kühlers sind die Finnen ineinander verhakt.


    In dieser Ansicht wird die Größe der Bodenplatte noch einmal deutlicher. Sie dient dabei nicht nur als Kontaktfläche zwischen IHS und Heatpipes, sondern ist auch mit mehreren Gewindebohrungen versehen, sodass hier die Halter für die Montage verschraubt werden. Zu sehen ist auch hier bereits der AM4 Umrüstsatz, welcher aber ebenso mit allen anderen, vorherigen Sockeln kompatibel ist. Um die AMD Kompatibilität zu erreichen, muss lediglich die jeweilig innere Schraube entfernt, der Halter gedreht und die Schraube in das äußere Gewinde gedreht werden. Das Prinzip finde ich super, da man somit weniger Gefahr läuft, dass etwas vom Material verloren geht.
    Die Kontaktfläche selber erhebt sich etwas vom Rest. Sie ist nicht so grob geschliffen wie der Rest der Platte, weist aber auch noch sichtbare Rillen vom Ausdrehen auf. Spürbar sind diese nicht. Sie ist auch vernickelt, wirkt aber etwas matt.


    Wie man hier noch besser erkennen kann, handelt es sich beim 92mm Lüfter um eine Sonderkonstruktion. Die Aufnahme kann also auch nicht für einen anderen Lüfter benutzt werden, da sie Teil des Lüfters ist. Cryorig hat beim Lüfter aber dennoch auf ein Konstrukt der anderen Lüfter zurückgegriffen. Wenn man genau hinschaut, erkennt man in den Ecken die "Acoustic Vibration Absorber" wie sie auch beim XF140 und XT140 genutzt werden. Wie man auch sieht, sind die Kabel ähnlich bunt wie im Logo, werden aber ab Ausgang des Gehäuses in ein schwarzes Sleeve gehüllt. Auch der Stecker ist schwarz ausgeführt.



    4.3.2. Eigenschaften

    Kühler
    Maße inkl. Lüfter 97 x 97 x 47 mm
    Gewicht (ohne Lüfter) 357 (295) g
    Heatpipes 4 x 6mm

    Lüfter
    Maße 92 x 92 x 15mm
    Drehzahl 600-2,500 RPM ± 10%
    Volumenstrom 40,5 CFM
    Luftdruck 2,8 mmH2O
    Lautstärke 30 dBA (Max)
    Anschluss 4-Pins
    Spannung 12 V
    Strom 0.2 A

    Kompatibilität
    Intel 1156 / 1155 / 1151 / 1150
    AMD AM4* / AM3+ / AM3 / AM2+ / FM2+ / FM2 / FM1

    *Mit Umrüst-Kit


    4.3.3. Montage

    Die Montage fällt wirklich sehr einfach aus. Einen Blick in die Anleitung muss man eigentlich nur werfen, wenn man nicht auf den Sockel 115X setzt oder wenn man wissen möchte, wie rum man die Muttern verwenden soll. Denn eigentlich wird der Kühler außerhalb des PCs vorbereitet. Anschließend muss man ihn nur noch auf die CPU legen wobei die Bolzen durchs Mainboard geführt werden, die Backplate von hinten auflegen und die Muttern festziehen.
    Wie man sieht, benötigt der Kühler ausschließlich den Platz zwischen den Bohrungen und kommt nirgendwo in Kontakt mit anderen Bauteilen. Man hat also bzgl. Speicher und Grafikkarte in jedem Fall freie Wahl. Beim zweiten Bild wird auch deutlich, wie flach der Kühler inklusiv Lüfter ist. die Speicher im Low-Profile Format überragt er nur um wenige Millimeter.



    4.3.4. Leistung



    Der Cryorig C7 schneidet insgesamt nicht schlecht ab, wenn man bedenkt, dass er auch nur lediglich 47mm hoch ist. Mit etwa 1200UPM sollte eigentlich mit jeder CPU zurechtkommen können. Darunter ist vor allem Sommer schnell die Temperaturgrenze erreicht.



    4.4. Noctua NH-L9i

    Der Noctua NH-L9i ist der flachste Kühler im Test und des Herstellers. Insgesamt gibt es am Markt generell nur wenige, so kleine Kühler. Wie klein er wirklich ist, wird einem erst bewusst, wenn man ihn in der Hand hält. Trotz der geringen Ausmaße, schafft es Noctua auch hier Heatpipes zu verbauen und gibt ihn auch für TDPs von bis 95W zu. Wie es Noctua gelingt dem Zwerg solch eine Leistung zu verpassen und ob der Lüfter des L9i den Ruf der größeren Noctua-Lüfter gerecht werden kann, versuche ich im Folgenden aufzulösen.

    Auf der folgenden Seite gibt es dazu die Informationen des Herstellers: Noctua NH-L9i

    4.4.1. Unboxing & Details

    Der Noctua NH-L9i kommt in einem schlichten Hochglanz Karton. Es dominieren die Farben Braun und Weiß. Braun ist natürlich bzgl. des Markennamens und -logos, der Eule, passend gewählt. Wie wahrscheinlich vielen bekannt ist, ist dies auch die Farbe des Noctua Erkennungszeichens - des braunen Lüfters. Die Verpackung hält wieder einige Informationen bereit. Noctua ist aber bislang der einzig mir bekannte Hersteller, der nicht einfach nur die Spezifikationen auflistet, sondern eine Beschreibung in Textform und das auch noch in acht Sprachen bereithält. Interessant ist, dass Noctua den Kühler selber als Premium-Produkt bewirbt.


    Öffnet man die Verpackung, so sieht man, dass sich Noctua große Mühe gibt, den Premium Ansprüchen gerecht zu werden. Besser aufgeräumt könnte man den Inhalt nicht präsentieren. Auch wenn es etwas Platzverschwendend ist, so gefällt mir der Stil sehr gut. Da der Kühler nur für den Sockel 115X verwendbar ist, ist auch schon fast der gesamte Lieferumfang direkt ersichtlich. Einzig die längeren Schrauben, welche man benötigt um "normale" 25mm dicke Lüfter zu verbauen, sind im inneren der Verpackung versteckt. Weiterhin sind also vier Schrauben zur Montage des Kühlers, ein Logo-Emblem, ein Low-Noise-Adaptor (NA-RC7), die Lüfterschrauben und eine Spritze mit der hauseigenen Wärmeleitpaste Noctua NT-H1 im Karton vorzufinden.


    Der Kühler ist nicht nur der flachste im Testfeld, sondern auch bzgl. der Außenmaße mit dem höheren Bruder NH-L9x65 der kleinste. Er überragt den Rahmen des 92mm Lüfters an den Seiten nur um weniger Millimeter. Somit kann es beim Verbauen zu keinerlei Kollisionen mit anderen Bauteilen kommen, da sich der Kühler nur innerhalb des Sockelraums befindet. Wie angesprochen, ziert auch den NH-L9i der Markentypische braune Lüfter den Kühlkörper. Bei der Betrachtung von Oben kann man den Kühlkörper nur durch zwischen den Rotorblättern erahnen. Ansonsten ist zunächst nichts zu sehen.


    Von der Seite wird dann die Bauhöhe erst richtig bewusst. Der Lüfter fällt mit 14mm schmaler als üblich aus. Der Kühlblock kommt auf eine ähnliche Höhe, sodass das insgesamt nur 37mm an Bauhöhe vorhanden sind. Die Seiten des Kühlers sind mit Abschlussplatten versehen, welche Schriftzug und Logo beherbergen. Da der Lüfter im verbauten Zustand zwischen allen üblichen Komponenten verschwindet, kann man davon aber nichts mehr sehen. Die Platten verfügen auch über die Gewinde, welche zur Aufnahme des Lüfters benötigt werden. Die erwärmte Luft kann, wie man sieht, den Kühlkörper nur an den Seite durch die Lamellen verlassen, wobei diese an diesen Seiten auch noch miteinander verbunden sind, sodass der Ausgang noch etwas kleiner ausfällt.


    Ein Blick auf den Kühlkörper lässt den Verlauf der beiden 6mm Heatpipes erkennen. Sie verlaufen von der Bodenlpatte in C-Form nach Außen. Wie man auf den Bildern ohne Seitenplatten erkennt, ist der Höhenversatz nur gering, was der geringen Bauhöhe geschuldet ist. Hinter den Platten kann man auch einen Blick auf die Form der Bodenplatte werfen. Diese ist als Prisma mit Dreiecksgrundfläche konstruiert. Dabei bildet die Basis des Dreiecks die Bodenplatte und die Schenkel nehmen die Heatpipes auf. Was man auch erkenn kann, ist, dass die Kupferheatpipes sowie die Kupferbodenplatte vernickelt worden sind. Weiterhin erkennt man auf dem ersten Bild auf der oberen Heatpipe kurz nach dem Bogen eine Art Klecks. Dabei handelt es sich um etwas Lot. Denn die Finnen sind mit den Heatpipes als auch dem Boden verlötet.



    Die Unterseite des Kühlers wird von der großen Bodenplatte dominiert. Sie verläuft, über die gesamte Breite. An den Seiten nimmt sie die Halterung zur Montage auf. In der Mitte befindet sich die Kontaktfläche zur CPU. Diese ist gedreht, wobei die Fläche leicht konvex ist. Natürlich ist auch die Bodenplatte vernickelt, aber bis auf das ausdrehen nicht weiter behandelt. Sie ist somit zwar ziemlich eben und glatt, aber nicht poliert oder dergleichen.


    Die Lüfter von Noctua bestechen nicht nur durch ihre spezielle Farbgebung, sondern gelten auch durch ihren ruhigen Lauf. Ob der A9x14 nicht nur die Farbe, sondern auch zweiteres mit den größeren Geschwistern teilt, wird sich später zeigen. Der Rotor des Lüfters ist braun, ebenso wie die Vibrationsdämpfer in den Ecken. Die neun Blätter sind Richtung Rahmen etwas eingedreht und haben auf der Saugseite am Ende eine Art Zackenmuster auf der Oberfläche. Der Rahmen ist cremefarben und saugseitig mit Rillen versehen. Die Streben zum Motor fallen etwas breiter aus, was sicherlich der Stabilität dienen soll. Die vier Kabel des PWM-Lüfters sind zwar bunt, jedoch ab Rahmen-Ausgang in einem Sleeve versteckt. Noctua setzt hier nicht auf das übliche Geflecht. Das Sleeve fühlt sich wie in Silikon getaucht an und ist 100% Blickdicht. Durch diese Gummi-Artige Struktur ist das Sleeve bzw. das Anschlusskabel jedoch etwas steif. Gerade in ITX Systemen ist das etwas hinderlich, wenn man das Kabel verlegen möchte. Nutzt man dann noch zusätzlich den Low Noise Adaptor, welcher identisch beschaffen ist, wird das Verlegen noch umständlicher.



    4.4.2. Eigenschaften

    Kühler
    Maße (ohne Lüfter) 95 x 95 x 37 (23) mm
    Gewicht (ohne Lüfter) 420 (345) g
    Heatpipes 2 x 6mm

    Lüfter
    Maße 92 x 92 x 14mm
    Drehzahl 600-2,500 RPM
    Volumenstrom 57,5 m3/h
    Luftdruck 1,64 mmH2O
    MTTF >150,000 Stunden
    Lautstärke 19,9 dBA (Max)
    Anschluss 4-Pins
    Spannung 12 V
    Strom 0.11 A
    Leistungsaufnahme 1,32W

    Kompatibilität
    Intel 1156 / 1155 / 1151 / 1150
    AMD AM4*

    *Mit Umrüst-Kit NM-AM4-L9a-9i


    4.4.3. Montage

    Die Montage des NH-L9i fällt extrem leicht aus und ist auch sehr schnell erledigt. Dies liegt auch daran, dass er in der Ausgangsform nur für die Sockel 115X genutzt werden kann. Man legt der Kühler auf und verschraubt ihn von Hinten mit den vier Schrauben. Fertig. Noctua verzichtet bei diesem Kühler beim Sockel 115X also auf eine Backplate.
    Aufgrund der kleinen Maße des Kühler, kommt es in keinem Fall zu Kompatibilitätsproblemen mit Mainboards. Wie man sieht, ist um den Kühler zwar wenig Platz, aber er berührt keinerlei Komponenten. Bei der Ausrichtung würde ich persönlich empfehlen, dass die Öffnung der Finnen in einen Bereich zeigt, wo etwas Freiraum vorhanden ist. Im gezeigten Bild sieht man nämlich z.B., dass der erwärmten Luft am Speicher nur wenig Platz bleiben würde, um abzuziehen.



    Für den Noctua NH-L9i ist seit Release des AMD Sockels AM4 auch ein Umrüst-Kit (NM-AM4-L9aL9i)erhältlich. Dieses kommt auch in einer hochwertigen Verpackung. Öffnet man diese, so sieht man lediglich die Anleitung sowie zwei neue Haltebügel. Alleine vom Gewicht der Verpackung lässt sich aber schließen, dass dies nicht alles sein kann. Im unteren Teil der Verpackung findet man schließlich noch eine dicke, schwarze Stahl-Backplate und vier Schrauben. Aufgrund der Befestigung der Bügel auf der Unterseite des Kühlers, kann man ihn auf den AM4 Mainboards nur auf eine Weise ausrichten. Nämlich so, wie in meinen Bildern zuvor gezeigt.




    4.4.4. Leistung



    Der flachste Kühler im Feld hat etwas mit der Abwärme zu kämpfen, bewältigt seine Aufgabe dennoch ganz gut. Der Noctua NH-L9i findet bei etwa 15000UPM den besten Kompromiss aus Kühlleistung und Lautstärke. Hier sollte er ähnlich dimensionierte CPUs auf einer annehmbaren Temperaturen halten können, auch wenn es im Sommer etwas wärmer wird.



    4.5. Noctua NH-L9x65

    Mit dem Noctua NH-L9x65 hat ein weiterer Kühler des österreichischen Herstellers ins Testfeld gefunden. Wie der Name verrät, handelt es sich um eine größere Version des L9i, obwohl man das so eigentlich nicht sagen kann. Denn die Konstruktion der beiden Kühler unterscheidet sich nicht nur durch die Höhe, sondern eine Reihe anderer Besonderheiten. Der Lüfter ist hingegen der gleiche. Welche Vorkehrung getroffen wurden, um den NH-L9x65 potenter zu machen und wie viel diese ausmachen, könnt ihr dem Folgenden entnehmen.

    Auf der folgenden Seite gibt es dazu die Informationen des Herstellers: Noctua NH-L9x65

    4.5.1. Unboxing & Details

    Karton


    Der Lieferumfang ist beim NH-L9x65 wesentlich umfangreicher als beim kleineren Schwestermodell. Dies liegt daran, dass der Kühler auf einer großen Anzahl an Sockeln verwendet werden kann und deshalb auch ein bzw. mehrere Montagesysteme nutzt. Die Art der Verpackung unterscheidet sich aber auch. Denn alles benötigte, zusätzliche Material ist in einem separaten Karton enthalten. In diesem sind wiederum die Teile in Set-Tüten unterteilt. So kann man mit einem Griff alle benötigten Teile aus dem Karton greifen und hält auch bei der Lagerung immer Ordnung. Neben den verschiedenen Montagematerialien ist auch hier die Wärmeleitpaste NT-H1, der Low Noise Adaptor NA-RC7 und das Marken-Emblem enthalten. Zudem wird ein Kreutz-Schlitz-Schraubendreher mitgeliefert.


    Wie auch beim NH-L9i, kann man vom Kühlkörper wenig sehen, betrachtet man den Kühler von Oben. Denn auch der NH-L9x65 baut nur geringfügig größer als der 92mm Lüfter. Auch kann es also nicht zu Kompatibilitätsproblemen kommen. Beim Lüfter handelt es sich um das identische Modell des NH-L9i, dem Noctua A9x14. Im Gegensatz zum L9i wird der Lüfter hier jedoch mittels Klammer befestigt und nicht verschraubt. Wie man erkennen kann, sitzt die Klammer bei diesem flachen Kühler in der unteren Nut der Finnen. Man kann aber auch einen normal dicken Lüfter mit 25mm nutzen. Dann hakt man die Klammern einfach in die höher gelegene Nut ein. Clevere Idee, die einen zweiten Satz Klammer erspart. In der Seitenansicht kann man auch sehen, dass der Verlauf der vier Heatpipes ähnlich gelöst ist wie beim Cryorig C7.


    Dies wird noch deutlicher, wenn man sich den Kühlkörper von oben genauer anguckt. Die C-Form Heatpipes verlaufen abwechselnd nach links oder rechts oben. Man erkennt auch, dass auch der NH-L9x65 den Premium-Ansprüchen gerecht werden will, weshalb die Kupferelemente allesamt vernickelt wurden. Zudem sind auch hier die Finnen mit den Heatpipes verlötet.
    Die Stirnseite der Finnen ist komplett eben und hat nur auf den Seiten Aussparungen um an die Befestigungsschrauben zu gelangen. Auf der Oberseite und Unterseite sind die Finnen jeweils an zwei stellen miteinander verhakt. Die Schrauben sitzen auf vormontierten Bügeln und sind mit Federn versehen. Für den Einbau ist dies ziemlich praktisch, da der Raum zwischen den Finnen ziemlich eng wäre, um die Löcher zu erreichen. Zuvor muss man allerdings den Lüfter demontieren, was jedoch sehr leicht fällt. Die Klammer bilden einen guten Kompromiss aus Haltbarkeit und Lockerheit.



    Auch wenn es sich hier um ein Schwestermodell des NH-L9i handelt, so ist der Boden etwas anders gestaltet. Die Bodenplatte ist wesentlich kleiner und sitzt gewissermaßen nur mittig unter den Finnen. Gleich geblieben ist, dass die Haltebügel der Montagevorrichtung auch an der Bodenplatte mittels Schrauben fixiert werden. Zudem ist die Kontaktfläche zur CPU auch hier ausgedreht und nicht poliert, jedoch auch vernickelt.


    Die Lüfter von Noctua bestechen nicht nur durch ihre spezielle Farbgebung, sondern gelten auch durch ihren ruhigen Lauf. Ob der A9x14 nicht nur die Farbe, sondern auch zweiteres mit den größeren Geschwistern teilt, wird sich später zeigen. Der Rotor des Lüfters ist braun, ebenso wie die Vibrationsdämpfer in den Ecken. Die neun Blätter sind Richtung Rahmen etwas eingedreht und haben auf der Saugseite am Ende eine Art Zackenmuster auf der Oberfläche. Der Rahmen ist cremefarben und saugseitig mit Rillen versehen. Die Streben zum Motor fallen etwas breiter aus, was sicherlich der Stabilität dienen soll. Die vier Kabel des PWM-Lüfters sind zwar bunt, jedoch ab Rahmen-Ausgang in einem Sleeve versteckt. Noctua setzt hier nicht auf das übliche Geflecht. Das Sleeve fühlt sich wie in Silikon getaucht an und ist 100% Blickdicht. Durch diese Gummi-Artige Struktur ist das Sleeve bzw. das Anschlusskabel jedoch etwas steif. Gerade in ITX Systemen ist das etwas hinderlich, wenn man das Kabel verlegen möchte. Nutzt man dann noch zusätzlich den Low Noise Adaptor, welcher identisch beschaffen ist, wird das Verlegen noch umständlicher.



    4.5.2. Eigenschaften

    Kühler
    Maße (ohne Lüfter) 95 x 95 x 65 (51) mm
    Gewicht (ohne Lüfter) 413 (340) g
    Heatpipes 4 x 6mm

    Lüfter
    Maße 92 x 92 x 14mm
    Drehzahl 600-2,500 RPM
    Volumenstrom 57,5 m3/h
    Luftdruck 1,64 mmH2O
    MTTF >150,000 Stunden
    Lautstärke 19,9 dBA (Max)
    Anschluss 4-Pins
    Spannung 12 V
    Strom 0.11 A
    Leistungsaufnahme 1,32W

    Kompatibilität
    Intel 2066 / 2011(-3) / 1156 / 1155 / 1151 / 1150
    AMD AM4* / AM3+ / AM3 / AM2+ / FM2+ / FM2 / FM1

    *Mit Umrüst-Kit NM-AM4


    4.5.3. Montage

    Die Montage des NH-L9x65 unterscheidet sich auch stark, von der des NH-L9i. Denn für den Einbau des größeren Modells muss zunächst ein Halterahmen auf dem Mainboard vormontiert werden. Zum Einsatz kommt das SecuFirm2™ Montagesystem, welches auch bei fast allen anderen Kühlern des Herstellers genutzt wird. Für die Intel Sockel werden die Haltebügel dabei entweder mittels Backplate und Abstandshaltern (Sockel 115X) oder schrauben auf dem Sockel (Sockel 2011(-3) und 2066) angebracht, auf welchen anschließend der Kühlkörper verschraubt wird. Bei den AMD Sockeln kann das System nur bei Mainboards mit Backplate eingesetzt werden. Darauf werden dann ebenfalls Haltebügel verschraubt, welche dann wiederum den Kühlkörper aufnehmen.
    Die Montage geht einfach von Statten und man erhält immer den vorgesehenen Anpressdruck.



    Um den Noctua NH-L9x65 auch auf dem Sockel AM4 benutzen zu können, wird das Set NM-AM4 benötigt, welches auch für alle anderen SecuFirm2 nutzenden Kühler gebraucht wird. Das Set befindet sich in einem Karton der äußerlich fast identisch zum NM-AM4-L9aL9i ist. Im Inneren ist er jedoch so aufgeräumt wie der L9i. Der Umfang ist ziemlich groß, da man für die unterschiedliche Ausrichtung verschiedene Haltebügel benötigt, was besonders bei den Towern wichtig ist.




    4.5.4. Leistung



    Vergleicht man den NH-L9x65 mit seinem kleineren Bruder, schlägt er diesen, wie anzunehmen war. Die größeren Finnen und die zusätzlichen Heatpipes sorgen dafür, dass der L9x65 mit 400UPM weniger zu Werke gehen kann, um eine ähnliche Kühlleistung zu erreichen. Somit kann man noch eine Ecke ruhiger arbeiten lassen und erhält trotzdem eine angemessene Kühlleistung.



    4.6. Reeven Brontes

    Natürlich darf im Testfeld auch ein Exot nicht fehlen. Diesen Platz nimmer der Reeven Brontes ein. Auch von Reeven habe ich bereits drei weitere Modelle getestet, welche allesamt gut gefallen haben. Der typische Lüfter darf natürlich auch beim kleineren Modell nicht fehlen. Hier geht Reeven allerdings einen ungewöhnlichen Weg und greift mit 100mm auf eine seltenere Lüftergröße zurück. Desweiteren handelt es sich beim Brontes um einen der wenigen Kühler, welcher auf dem Sockel AM1 verbaut werden kann. So richtig zieht dies als Werbung nun nicht mehr, da AMD diesen Sockel wohl einstellen wird. Dennoch ist der Reeven Brontes auf jeden Fall einen Blick wert. Warum ich dies einfach so sage, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

    Auf der folgenden Seite gibt es dazu die Informationen des Herstellers: Reeven Brontes

    4.6.1. Unboxing & Details

    Mich erinnert die Verpackung des Reeven Brontes an die Namensherkunft der Kühler von Reeven - nämlich der Antike. Dies mag an der Farbgebung liegen, welche etwas an bröckelnde Bauwerke erinnert. Aufgelockert wird das ganze durch die Reeven-typischen gelben Farbakzente. Auch beim Brontes werden die wichtigsten Merkmale auf dem Karton abgedruckt. Interessant finde ich, dass Reeven groß mit der AM1 Kompatibilität wirbt.



    Auch im Inneren hat sich Reeven Mühe gegeben. Der Kühler sitzt auf einer gelben Kartonage und das Zubehör ist in einem kleinen Karton mit ähnlicher Optik zum äußeren verpackt. Dieser enthält drei Satz Haltebügel, fünf Schrauben (eine als Ersatz?) zur Befestigung dieser sowie vier mit Gummi-Unterlegscheiben versehenen Schrauben zur Befestigung des Kühlers auf dem Mainboard. Auch eine kleine Tüte mit Wärmeleitpaste ist enthalten, hat es hier aber nicht auf das Bild geschaft. Wie man sieht, wird der Lüfter mittels Klammern arretiert. Die verchromten Halter wirken robust und sind gut verarbeitet, weisen allerdings wesentlich mehr Bohrungen auf, als benötigt. Vielleicht kommen diese auch bei anderen Kühlern zum Einsatz.


    Der generelle Aufbau des Kühlkörpers ist nicht groß verschieden zum Cooler Master GeminII M5 LED, nur dass der Brontes noch einmal kleiner ausfällt. Vom Boden aus verlaufen vier 6mm Heatpipes in C-Form zu den Finnen. Um mehr Stabilität zu erhalten werden die Finnen auf der gegenüberliegenden Seite der Heatpipes mit dicken Drahtbügeln gestützt. Diese Drähte verlaufen vom Boden in treppenform zur Stirnseite des Kühlers. Diese ist mit einer Abschlussfinne versehen, wie es Reeven auch bei den anderen Kühlern umsetzt. Diese Finne fällt wesentlich dicker aus als die anderen und hat einen dekorativen Zweck. Befestigt ist sie mit einer Art Stifte, welche ähnlich wie die Heatpipes in den Finnen montiert sind. Die Platte wird geziert von dem Reeven Schriftzug.
    Betrachtet man den Kühler von der Stirn- oder Rückseite, so sieht man, dass die Finnen auf der Oberseite keine ebene Fläche bilden, sondern zur Mitte hin eine leichte Mulde entstehen lassen. Von der Rückseite aus sieht man auch, dass Reeven trotz des geringen Preises nicht auf eine Vernicklung der Kupfer-Röhren sowie des Bodens verzichtet. Bei diesen beiden Perspektiven kann man zudem die Oberseite der Bodenplatte betrachten. Hier wurden grobe Lamellen eingearbeitet, wodurch der Boden auch Abwärme direkt nach Oben abgeben kann bzw. mehr Oberfläche erhält.


    Von der Oberseite aus sieht man, dass die Heatpipes eher zum äußeren Rand der Finnen verlaufen. Da in der Mitte durch die Nabe des Lüfters ein nicht aktiv belüfteter Bereich entsteht, nachvollziehbar.


    Auf der Unterseite bilden die Finnen ebenfalls keine eben Fläche. Am Rand verlaufen sie etwas schräg, was die Kompatibilität erhöhen soll. Auch in der Mitte sind sie etwas versetzt um etwas mehr Höhe unter dem Kühler zu gewährleisten.
    Die vernickelte Kupferbodenplatte fällt eher dünn und relativ klein aus. Die Oberfläche ist aber sehr glatt und glänzend. Die Spuren vom ausdrehen sind trotz dessen noch erkennbar. Neben der Kontaktfläche zur CPU sind Gewindebohrungen vorhanden, welche benötigt werden um die Haltebügel für die verschiedenen Sockel zu befestigen. Ein Gewinde war etwas verschmutzt, was sich aber nach einmaligem Eindrehen einer der Schrauben nicht als Problem herausstellte.


    Beim Lüfter handelt es sich wieder um ein Reeven Original. Die 13 Rotorblätter erstrahlen in einem kräftigen Gelb und die Nabe wird von dem typischen Reeven Sticker geziert. Beim Lüfter handelt es sich um ein 100mm Lüfter in sehr flacher Bauweise. Vom Aufbau erinnert er stark an den Scythe Kaze Jyu Slim, nur mit auffälligem Anstrich. Die äußeren Bohrungen entsprechen dem Standard für 100mm Lüfter und die inneren dem von 92mm Lüftern. Fixiert wird er über die äußeren Löcher. Da die Klammern für 100x12mm Lüfter ausgelegt sind, gibt es kaum bis keine Alternativen. Die Rückseite des Lüfters ist mit vielen Streben zur Stabilität versehen. Kommen sonst nur vier Streben zur Motorbefestigung zum Einsatz, sind es hier sechs, welche untereinander zusätzlich mit einem Ring verbunden sind. Ähnlich setzt Cooler Master dies auch beim flachen Lüfter des GeminII M5 um.
    Die Strom- und Signalführenden Kabel sind zwar bunt, werden aber kurz nach Rahmenausgang mit einem schwarzen Sleeve verborgen.


    4.6.2. Eigenschaften

    Kühler
    Maße (ohne Lüfter) 105 x 114 x 59 mm
    Gewicht inkl. Lüfter 325 g
    Heatpipes 4 x 6mm

    Lüfter
    Maße 100 x 100 x 12mm
    Drehzahl 650-2,200 RPM
    Volumenstrom 11 - 30,39 CFM
    Luftdruck 0,008 - 0,058 inchH2O
    Lautstärke 10,5 - 31,67 dBA (Max)
    Anschluss 4-Pins
    Spannung 12 V

    Kompatibilität
    Intel 1366 / 1156 / 1155 / 1151 / 1150 / 775
    AMD AM3+ / AM3 / AM2+ / AM2 / AM1 / FM2+ / FM2 / FM1

    *Mit Umrüst-Kit NM-AM4


    4.6.3. Montage

    Die Montage des Reeven Brontes ist schnell erledigt. Die Vorarbeiten erledigt man außerhalb des Gehäuses. Dazu muss man nur die passende Halterung auswählen, unter den Kühler schrauben, den Kühler auflegen und mittels der vier Schrauben festziehen. Auf eine Backplate muss man also verzichten. Beachten muss man allerdings, dass der Kühler nicht mit anderen Bautteilen kollidiert. In meinem Fall war z.B. nur eine Ausrichtung möglich. Obwohl ich LP Ram benutze, kam es hier zur Berührung, wie man auf dem dritten Bild sehen kann.






    4.6.4. Leistung



    Auf Grund des etwas größeren Lüfters, kann der Reeven Brontes auch mit 1200UPM her der Lage werden. Mit dieser Drehzahl ist er zwar zu hören, aber nicht sehr störend. Insgesamt bietet er mit höheren Drehzahlen aber noch etwas mehr Reserven, als die kleineren Kühler.



    4.7. Scythe Big Shuriken 2 Rev. B

    Beim Hersteller Scythe hätten es ebenfalls mehrere Kühler ins Testfeld schaffen könnnen. Ich habe mich allerdings für das größte Modell der flachen Kühler entschieden - dem Scythe Big Shuriken 2 Rev. B. Wie man dem Namen entnimmt, gibt es auch einen Vorgänger, welcher ein sehr ähnliches Konzept mit einer Wärmeröhre weniger umsetzte. Das Big im Namen bezieht sich im übrigen nicht auf die Höhe, sondern die Lüftergröße. Denn der "non-Big" ist höher, aber hat nur einen 100mm Lüfter. Für mich hatte der Big Shuriken 2 Rev. B auf dem Papier das größte Potenttial den Vergleich für sich zu entscheiden. Ob dies wirklich der Fall ist, kann man später erfahren.

    Auf der folgenden Seite gibt es genauere Informationen des Herstellers: Scythe Big Shuriken 2 Rev. B

    4.7.1. Unboxing & Details

    Die Box des Scythe Shuriken 2 Rev. B macht kein Geheimnis aus der Herkunft des Unternehmens. Viele Textelemente sind auf Japanisch verfasst und den Hintergrund auf der Vorderseite ziert ein "Ninjastern". Grundlos ist dieser nicht abgebildet. Shuriken bedeutet nämlich "versteckte Handwaffe" und umfasst japanische Wurfwaffen. Neben den Spezifikationen des Kühlers, wird auch der Packungsinhalt aufgelistet und auf der Rückseite eine Vielzahl an Nutzungshinweisen genannt. Scythe bewirbt den Kühler damit, dass er die perfekte Lösung für Low Profile System ist.


    Der zugehörige Lieferumfang des Big Shuriken 2 ist in separate Tüten verpackt, allerdings nicht in einem extra Karton. Die Tüten sind in einer Art Schale untergebracht, welche im Auslieferungszustand zwar für eine Trennung des Inhalts sorgt, aber wieder eher schlecht verstaut werden kann. Enthalten sind verschiedene Halterungssysteme für die verschiedenen Sockel. Bis auf die Sockel 2011(-3) wird immer die schwarze Backplate verwendet. Den Unterschied zwischen AMD und Intel Sockel, machen die beiden Haltebügel aus. Befestigt wird der Kühler in beiden Fällen mit den kleinen Schrauben in der Mitte unten. Für die Montage der Sockel 2011(-3) Schrauben ist ein kleiner Maulschlüssel beigefügt. Wie man auch sieht, wird der Lüfter mittels Halteklammern befestigt. Natürlich ist auch etwas Wärmeleitpaste enthalten. Die kleine Tüte mit der Paste hat es hier aber nicht auf das Bild geschafft.


    Trotz des 120mm Lüfters, nimmt der Big Shuriken 2 lediglich 58mm an Höhe ein. Dies liegt an der ausgeklügelten Konstruktion, welche nicht nur sehr stabil ist, sondern auch eine hohe Kompatibilität gewährt. Zur Höheneinsparung trägt zusätzlich der flache Lüfter bei. Eine ähnliche Bauweise zeigt auch der Scythe Kozuti, bei welchem allerdings weniger Heatpipes eingesetzt werden und der Lüfter an der Unterseite der Finnen angebracht ist. Beim Design bleibt Scythe eher konservativ. Der Lüfter ist schlicht schwarz und auch sonst kommen keine Design-Elemente zum Einsatz.


    Entfernt man den Lüfter, erkennt man, dass fast die gesamte Fläche der Finnen durch die Heatpipes dominiert wird. Die Aluminium-Finnen sind nicht besonders tief, dafür erstrecken sie sich über die gesamte Breite. Auf der Oberseite des Kühlkörpers bilden sie eine ebene Fläche auf welche sie jeweils auf beiden Seiten und in der Mitte miteinander verbunden sind. Lediglich an den Seiten haben sie eine kleine Kante, damit der Lüfter zentriert und rutschfest auf der Oberseite befestigt werden kann.


    Due Unterseite des Big Shuriken 2 ist wesentlich interessanter, da man hier den Verlauf der Kupfer-Heatpipes besser einsehen kann. Scythe selber nennt den Verlauf oval-förmig bzw. O.H.S. (Oval Heatpipe Structure). Jede Röhre läuft über etwa 3/4 der Finnen bis sie einen Bogen zur Bodenplatte macht, um dann auf der anderen Seite in einem weiteren Bogen wieder zu den Finnen zu gelangen, um dort wieder mit etwa 3/4 der Finnen in Kontakt zu treten. Dabei sind die Verläufe der äußeren Heatpipes etwas geneigt, damit zwischen den fünf 6mm Heatpipes etwas Luft bleibt. Die Lamellen sind auf der Unterseite nicht über den gesamten Bereich gleich hoch, sondern bilden in der Mitte ein erhöhtes Rechteck durch welches die Röhren umschlossen werden.


    Die Bodenplatte besteht aus ebenem Kupfer und wurde glanz-vernickelt. Aus diesem Grund ist sie mit einem Schutz-Sticker versehen, welcher auf meinen Bildern etwas geknittert ist. Dies war bei Auslieferung nicht so, sondern ist durch die Pappschale des Zubehörs beim Verstauen geschehen. Neben der Kontaktfläche sind Gewindebohrungen zur Aufnahme der Halterungssysteme vorhanden.


    Beim Lüfter handelt es sich um einen Scythe Slip Stream Slim 120 PWM. Dieser hat, wie der Name verrät einen 120mm Rahmen, jedoch bei lediglich 12mm Höhe. Der schlichte Schwarze Lüfter verfügt über 15 schmale Rotorblätter. Auf der Nabe ist das Firmenlogo angebracht. Die Rückseite des Lüfters kommt einem wieder etwas bekannt vor. Der Aufbau ähnelt dem des Cooler Master GeminII M5 und des Reeven Brontes Lüfters. Das heißt, auch hier wurden zusätzliche Streben sowie ein Ring zwischen diesen zur Versteifung angebracht. Die Kabel des Lüfters sind bunt, werden aber auch hier durch ein schwarzes Sleeve aufgewertet. Der verwendete Stecker ist allerdings weiß.



    4.7.2. Eigenschaften

    Kühler
    Maße inkl. Lüfter) 125 x 135 x 58 mm
    Gewicht inkl. Lüfter 410 g
    Heatpipes 5 x 6mm

    Lüfter
    Maße 120 x 120 x 12mm
    Drehzahl 500-2,000 RPM
    Volumenstrom 21 - 78 m3/h
    Luftdruck 0,11 - 1,35 mmH2O
    Lautstärke 9,32 - 33,67 dBA
    Anschluss 4-Pins
    Spannung 12 V
    Strom 0.19 A

    Kompatibilität
    Intel 2011(-3) / 1366 / 1156 / 1155 / 1151 / 1150 / 775
    AMD AM3+ / AM3 / AM2+ / AM2 / FM2+ / FM2 / FM1



    4.7.3. Montage

    Die Montage des Scythe Big Shuriken 2 Rev. B mittels des F.M.S.B.4 (Flip Mount Super Back-Plate4)
    geht recht einfach von der Hand. Der Kühler wird für die Montage auf dem entsprechenden Sockel wieder außerhalb des Gehäuses vorbereitet, indem die passende halterung angeschraubt wird. Bei der Intel Halterung müssen dazu noch in den vorgesehenen Löchern Mutternangebracht werden, welche später dann die Befestigungsschrauben durch das Mainboard aufgreifen. Hat man dies gemacht, legt man die Backplate auf, führt die schrauben durch und schiebt von der anderen Seite Gummi-Unterlegscheiben drüber. Nun kann schon der Kühler aufgelegt und verschraubt werden.

    Wie man auf den Bildern sieht, lässt der Big Shuriken 2 bezgl. des Speichers viel Platz. Mehr als Low Profile Ram kann man dennoch nicht verbauen. Auch in den anderen Bereichen ist auf Grund der Höhe unterhalb des Kühlers viel Platz.



    4.7.4. Leistung



    Der Scythe Big Shuriken 2 Rev. B hat im Testfeld mitunter die beste Kühlleistung. Dies liegt vermutlich am Einsatz der vielen Heatpipes und der Größe des Lüfters. Ebenso wie der GeminII M5 LED, bietet auch der Big Shuriken 2 noch etwas Reserven für OC, insofern man sich mit der Lautstärke bei hoher Drehzahl anfreunden kann.



    5. Leistungsvergleich der Probanden

    Kommen wir also zum Vergleich der Kühlleistung. Dafür sind die erreichten Temperaturen bei fixer Drehzahl ermittelt und gegenübergestellt dargestellt. Fehlen Werte zu einzelnen Kühlern, liegt dies daran, dass die CPU im Test Temperaturen deutlich über 90°C erreichte oder der Lüfter diese Drehzahl nicht unterstützt.
    Zunächst der Vergleich mit der jeweiligen Serien-Wärmeleitpaste.











    Wie man erkennen kann, stellt sich ein Gefällte nach Lüftergröße ein. Das heißt, die Kühler mit größerem Lüfter schneiden in der Regel auch besser ab. Bei den kleineren Kühlern ist ein Betrieb unter Vollast bei 800UPM teilweise nicht möglich. Erstaunlicherweise liegen bei etwa 1400UPM der Brontes, C7 und L9x65 trotz unterschiedlicher Größen und Konzepte fast gleich auf. Oberhalb von 2000UPM spreizt sich das Feld dann wieder. Der L9i und der Freezer 11 LP reihen sich immer etwas hinter die drei genannten Kontrahenten ein und liegen dabei immer relativ nah aneinander.

    Zusätzlich habe ich jeden Kühler auch noch einmal mit der Cooler Master Mastergel Maker getestet, um die Serien-Paste als Faktor auszuschließen. Zudem reiht sich hier der Intel Boxed Kühler mit ein.











    Mit der Referenz-Wärmeleitpaste ändern sich das Bild etwas. Manche Kühler können deutlich zulegen, wohingegen andere keine beziehungsweise kaum eine Änderung ihrer Leistung verzeichnen. Die positive Verbesserung betrifft in der Regel 1-2°C. Nur beim Nochtua NH-L9i bewirkt die Mastergel Maker teilweise deutliche Verbesserungen und beim Cryorig C7 seltsamerweise Verschlechterungen. Woran dies liegt, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Denn einerseits verzeichnet der L9x65 diese Verbesserungen nicht und andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die Mastergel Maker so viel schlechter als die Cryorig CP7 ist.


    6. Lautstärkevergleich

    Wie auch bei meinen anderen Kühler- und Lüfter-Tests, verzichte ich auch hier auf Messequipment. Dies handhabe ich so, da die restlichen Komponenten ebenfalls einen Einfluss auf die Messung haben könnten, auch wenn ich versuche alles so weit runter zu regeln wie es geht. Außerdem ist es gerade im niedrigen Drehzahlbereich kaum Möglich einen Unterschied zum Grundrauschen zu erkennen. Daher folgt meine subjektive Einschätzung.

    Insgesamt sind die kleinen Kühler allesamt keine Leisetreter, wenn sie mit voller Leistung zu Werke gehen. Auch wenn die größeren Lüfter in der Spitze langsamer drehen als die kleineren, sind sie trotzdem deutlich zu hören. Vergleich man die Unterschiedlichen Lüfter bei gleiche Drehzahl, so sind die größeren immer etwas lauter. Dies trifft vor allem auf den GeminII M5 LED und Big Shuriken 2 Rev. B zu, welche noch einmal etwas lauter als der Brontes agieren.
    Die Kühler mit 92mm Lüfter sind alle ab etwa 1500UPM auf einem erträglichem Geräuschlevel. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Der C7 wirkt immer etwas lauter als der L9i und L9x65, wobei der L9i auch etwas anders klingt als der L9x6, trotz identischem Lüfter. Beim L9x65 klingt es etwas gedämpfter und nicht so hoch wie beim L9i. Der Freezer 11 LP ordnet sich leicht über das Feld der anderen 92mm Kühler ein. Ich würde sagen, dass er bei 1500UPm etwas leiser als der Brontes ist. Die kleineren Kühler werden unterhalb von 1500UPM aber auch schnell richtig leise. Bei 1000UPM sind sie eigentlich nicht mehr aus dem System rauszuhören. Dies gilt aber auch fast für die großen Kühler. Denn auch diese agieren mit 1000UPM schon sehr leise. Bei 600UPM dürften sie dann kaum noch jemanden stören.
    Kann man mit seiner Lüftersteuerung oder seinem Mainboard eine Lüfterkurve vorgeben, so kann man jeden aufgeführten Kühler gut einstellen. Im Office bzw. Idle-Betrieb reicht bei allen Kühlern die Minimal-Drehzahl aus. Die obere Grenze muss man dann nach seinen Bedürfnissen wählen, wobei auch die Temperatur im Auge gehalten werden muss.


    7. Fazit

    Ein allgemeingültiges Fazit über alle Kühler zu ziehen missfällt mir etwas, da nicht immer nur die Leistung entscheidend ist, sondern vor allem auch die maximale Höhe und eventuell auch andere Gegebenheiten. Man kann aber sagen, dass jeder der Kühler Vorzüge besitzt. Welche das sind, kläre ich in den abschließenden Einzelfazits. Ich hoffe, dass eine Entscheidung für die persönliche Wahl einfacher fällt.

    Arctic Freezer 11 LP
    Positiv
    + Preis
    + Leistung ausreichend; besser als der Boxed-Kühler
    + sehr einfache, schnelle Montage; nur von Vorne
    + leiser Betrieb möglich
    + Verarbeitung ohne Mängel
    + sehr gute Wärmeleitpaste...

    Negativ
    - ... welche nur einmalig verwendet werden kann
    - Lüftergehäuse sehr knapp am Speicher


    Cooler Master GeminII M5 LED
    Positiv
    + angemessener Preis (UVP 29,90€)
    + gute Verarbeitung
    + hohe Kompatibilität bzgl. Gehäusen und Mainboards
    + sehr Leiser Betrieb möglich
    + stabile und clevere Montage
    + schwarzes Flachbandkabel am Lüfter
    + Kühlleistung für sehr gut
    + 6-Kant-Nuss für Muttern enthalten

    Negativ
    - keine AM4 Kompatibilität
    - Schrauben lassen keinen dickeren Lüfter zu


    Cryorig C7
    Positiv
    + sehr gute Verarbeitung
    + einfaches und praktisches Montage-System
    + Werkzeug enthalten
    + viel Wärmeleitpaste enthalten
    + sehr gute Kompatibilität
    + ausreichende Kühlleistung trotz geringer Größe
    + Lüfterleise betreibbar...

    Negativ
    - ... bei gleicher Drehzahl aber geringfügig lauter als Konkurrenz


    Noctua NH-L9i
    Positiv
    + sehr hochwertige Verarbeitung
    + sehr gute Kompatibilität
    + extrem flach
    + simple, stabile Montage
    + sehr guter Lüfter
    + Kühlleistung ausreichend und besser als der Boxed Kühler...

    Negativ
    - ... liegt aber im hinteren Testfeld
    - Lüfterkabel sehr steif
    - Preis in Anbetracht der Leistung hoch


    Noctua NH-L9x65
    Positiv
    + sehr hochwertige Verarbeitung
    + sehr gute Kompatibilität (Sockel und Mainboards)
    + Montagesystem sehr durchdacht
    + Werkzeug enthalten
    + Kühlleistung trotz 92mm Lüfter gut
    + sehr guter Lüfter

    Negativ
    - Preis in Anbetracht der Leistung sehr hoch
    - steifes Lüfterkabel


    Reeven Brontes
    Positiv
    + günstig
    + gute Kühlleistung
    + hohe Kompatibilität
    + gute Verarbeitung
    + leise betreibbar

    Negativ
    - keine Kompatibilität zu Sockel AM4


    Scythe Big Shuriken 2 Rev. B
    Positiv
    + Sehr gute Kühlleistung mit Reserven
    + hohe Kompatibilität
    + wertige Verarbeitung
    + guter Preispunkt

    Negativ
    - Montageschrauben wirken etwas grazil
    - optisch sehr schlicht

  2. Die folgenden 10 User sagten Danke an Henn1 für diesen nützlichen Post:

    AG1M (12.07.17), bLuBboO (17.07.17), commander1984 (12.07.17), GorgTech (10.07.17), jokerface18 (14.07.17), ramrod1708 (12.07.17), seenster (12.07.17), siob (27.07.17), VorauseilenderGehorsam (12.07.17)

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  4. #2
    linuxuser13
    Guest

    Standard

    Danke. Kann ich den Test in meiner Signatur verlinken?

  5. #3
    Korvettenkapitän Avatar von commander1984
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    Standard

    Klasse! Sehr aufwendiger und ausführlicher Test.

    - - - Updated - - -

    Eine Sache fällt mir zum L9i ein. Dieser ist nicht baugleich mit dem L9a. Für die Umrüstung auf AM4 braucht man also idealerweise einen L9a (dieser ist etwas länger als der L9i). (Wobei der L9i laut HP auch kompatibel ist)
    Geändert von commander1984 (12.07.17 um 11:34 Uhr)
    Computer passiv Streacom FC8 Evo | MSI H97I AC | Core i5 5675C | Crucial Tactical 8GB | Crucial M550 | PicoPSU 150-XT
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    Monitor NEC MultiSyn 20WGX² Pro
    Stereo Focusrite Saffire 6 USB | Tannoy Turnberry [email protected] SET | Sennheiser HD650@ß22 | Sennheiser HD 25 [email protected] [email protected] A5 | Creative GW T40 II | Stax [email protected]
    Heimkino Cambridge Audio 751R+BD | Panasonic 50GW20 | Dynaudio DM + Dynaudio Sub 600
    Netzwerk AVM Fritz!Box 7490 | AVM Fritz!Repeater 1750E | Synology DS216j

  6. #4
    Flottillenadmiral Avatar von ramrod1708
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    Wow, da hast du dir echt Mühe gegeben. Top Test!
    Weiter so.
    "... volle Energie! Und fertig ist die RAMROD Infantrie! ... "

    Kommt zur dunklen Seite der Macht! Wir haben Taschenlampen!

  7. #5
    Fregattenkapitän
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    @ linuxuser13

    Bitte. spricht nichts dagegen


    @ commander1984

    Danke. Ja, baugleich sind die nicht. Das Kit ist aber explizit für beide. Ich könnte mir aber vorstellen, dass L9a geringfügig besser performt und wäre daher bei einer Neuanschaffung auch meine Wahl.

    @ ramrod1708

    Ja, hat auch länger gedauert, als geplant... aber war trotzdem sehr interessant

  8. #6
    Leutnant zur See Avatar von GorgTech
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    Schöner Vergleich aber vielleicht prüfst du noch einmal die Marken?

    "Nochta" kenne ich nicht

  9. #7
    Kapitän zur See Avatar von v3nom
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    Da steckt Arbeit drin. Toll gemacht!

  10. #8
    Fregattenkapitän
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    Zitat Zitat von GorgTech Beitrag anzeigen
    Schöner Vergleich aber vielleicht prüfst du noch einmal die Marken?

    "Nochta" kenne ich nicht
    Oha. Sollte ich wohl mal ins Wörterbuch aufnehmen Musste etwas suchen, um die Richtige Stelle zu finden. Oder kam das öfter vor?


    Zitat Zitat von v3nom
    Da steckt Arbeit drin. Toll gemacht!
    Ja. War wesentlich aufwendiger als gedacht. Danke.

  11. #9
    Kapitän zur See Avatar von bLuBboO
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    Super Test, danke dass du dir die Mühe gemacht hast.

    Einen Satz musste ich aber mehrmals lesen

    Meine Wahl ist hier auf die Cooler Master Mastergel Maker gefallen, welche nicht mit guten Wärmeleitwerten überzeugen konnte, sondern sich auch gut verarbeiten lässt.

  12. #10
    Fregattenkapitän
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    Bitte bitte

    Vielen Dank für den Hinweis! XD

  13. #11
    Hauptgefreiter Avatar von Blaight
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    Hätte dem LP53 noch dazu genommen, trotzdem n guter Test. Toller Umfang!

  14. #12
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    Kann ich ja noch immer ergänzen Bin aber gerade ein wenig ausgelastet. Werde das aber im Hinterkopf behalten. Danke.

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