Werbung
Die Game Awards 2025 boten den Zuschauern neben der Preisverleihung auch eine Menge News zu kommenden Spielen. Das berühmte One-More-Thing am Ende der Show enttäuschte jedoch viele Zuschauer. Geoff Keighley zeigte hier ein bis dato unangekündigtes Spiel, nämlich den Hero-Shooter Highguard. Entwickler und Publisher ist das Studio Wildlight Entertainment. Auch wenn es das Erstlingswerk des Studios ist, sind die Entwickler keine Unbekannten. Die Teammitglieder haben in der Vergangenheit bereits an Titeln wie Apex Legends und Call of Duty gearbeitet.
Free2Play-Shooter gibt es bereits wie Sand am Meer. Dennoch will Highguard aus der Masse herausstechen. So hat man sich auch für eine sehr ungewöhnliche Form des Marketings entschieden. Abgesehen vom Clip während der Game Awards gab es im Vorfeld der Veröffentlichung weder Material noch sonstige Informationen zu sehen. Das hatte immerhin den Effekt, dass viele sich über das Spiel unterhielten und sich fragten, wie der Release ablaufen würde.
Am 26. Januar 2026 wurde Highguard dann verfügbar. Innerhalb der ersten 24 Stunden sammelte das Spiel mehr als 13.000 Reviews auf Steam. Der überwiegende Teil davon negativ. Auch die anfängliche Spielerzahl von beinahe 100.000 zum Start fiel in dieser Zeit auf rund 18.000. Statt moderner Militärschauplätze setzt der Titel auf Burgen, Reittiere und mittelalterliche Schlachtfelder, kombiniert all dies aber mit klassischem Ego-Shooter-Gameplay. Wir haben Highguard angespielt und uns selbst ein Bild von dem Spiel verschafft.
Einstieg & Tutorial
Beim ersten Start von Highguard landen wir zunächst in einem übersichtlichen Hauptmenü. Von hier aus lassen sich das Tutorial, die verfügbaren Wächter, Waffen, Reittiere sowie Banner einsehen. Zusätzlich bietet das Menü Zugriff auf den Ingame-Shop und verschiedene Fortschrittsübersichten.
Als Reittiere stehen ein Pferd, ein Panther, ein Bär sowie ein sogenannter Ältergreif zur Auswahl. Letztere Bezeichnung dürfte auf eine schlechte Übersetzung zurückzuführen sein. Die Mounts sind fester Bestandteil des Gameplays und werden benötigt, um die großflächigen Karten effizient zu durchqueren. Das verpflichtende Training führt in die grundlegenden Mechaniken ein. Erst nach dessen Abschluss werden weitere Inhalte wie der Raid-Modus freigeschaltet. Ein Ranglistenmodus wird im Menü zwar bereits aufgeführt, ist zum Testzeitpunkt jedoch noch nicht verfügbar.
Im Training zeigt sich, dass es sich hier so weit um einen ganz normalen Ego-Shooter handelt. Wir bewegen uns schnell durch die Welt, feuern mit RT, zielen mit LT und laden mit X nach. Das mittelalterliche Setting kombiniert mit den Hightech-Waffen wirkt ein wenig ungewöhnlich. Wir können zwei reguläre Waffen tragen, die wir mit Druck auf Y tauschen. Hinzu kommt die sogenannte Raid-Waffe, die wir mit einem längeren Druck ziehen können. Hier gibt es unter anderem einen Raketenwerfer. Über das Steuerkreuz rüsten wir unsere Granaten aus. Zum Start stehen acht Wächter zur Auswahl, die sich über ihre individuellen Fähigkeiten voneinander abheben. Jeder Wächter verfügt über eine passive Fähigkeit, eine taktische Fertigkeit sowie eine ultimative Fähigkeit, die auf dem Controller über LB+RB ausgelöst wird. Die Klassenunterschiede sind grundsätzlich spürbar. In der Praxis kommen sie jedoch nicht wirklich zur Geltung.
Haben wir das Standardtraining abgeschlossen, erhalten wir die Möglichkeit, ein erweitertes Training zu starten. Dies geschieht allerdings nur in Form eines englischsprachigen Videos.