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Der Spiele-Store Good Old Games, kurz GOG, ist vorwiegend dafür bekannt, Klassiker der Spiele-Szene anzubieten. Bisher gehörte der Shop den Witcher-Machern von CD Projekt Red. Das soll sich jetzt ändern. GOG bekommt einen mehr oder weniger neuen Eigentümer und löst sich damit aus der direkten Kontrolle von CD Projekt Red. Künftig gehört die Plattform wieder Michał Kiciński, einem der ursprünglichen Mitgründer von GOG. Er ist gleichzeitig auch Mitbegründer von CD Projekt. Die Übernahme wurde offiziell bekannt gegeben, soll für Nutzer jedoch keine unmittelbaren Veränderungen mit sich bringen.
Nach Angaben von GOG bleibt das Angebot vollständig erhalten. Bestehende Spielebibliotheken sind sicher, auch das aktuelle Sortiment sowie bekannte Funktionen der Plattform sollen unverändert weitergeführt werden. Ziel sei es weiterhin, Spielern größtmögliche Freiheit, Unabhängigkeit und Kontrolle über ihre gekauften Titel zu bieten.
Mit dem Eigentümerwechsel verbindet GOG zugleich langfristige Pläne. In einer Stellungnahme kündigt das Unternehmen an, den Fokus auf die Bewahrung klassischer Spiele weiter auszubauen. Für die kommenden Jahre sind sogenannte Rettungsmissionen geplant, bei denen ältere Titel technisch modernisiert und für aktuelle Systeme spielbar gemacht werden sollen. Detaillierte Informationen zu diesen Vorhaben will GOG im Laufe des nächsten Jahres veröffentlichen, insbesondere mit Blick auf 2026 und 2027.
Die Zusammenarbeit mit CD Projekt Red bleibt trotz der strukturellen Trennung bestehen. Bestehende und zukünftige Spiele des Studios sollen weiterhin auf GOG erscheinen. Damit verbunden ist auch die Bestätigung, dass aktuelle Partnerschaften von CD Projekt keine Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der eigenen Titel bei GOG haben. Neben Klassikern und retro-inspirierten Spielen könnte GOG künftig zudem eine größere Rolle für Titel spielen, die auf anderen Plattformen nicht veröffentlicht werden. In der Vergangenheit hatte sich der Store bereits als Alternative für Spiele positioniert, die aufgrund inhaltlicher Richtlinien anderswo abgelehnt wurden. Ob dieser Ansatz weiter ausgebaut wird, bleibt abzuwarten.