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"Pokémon Go": Vorsicht vor gefährlichen Fake-Apps im Play Store

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pokemon go logo„Pokémon Go“ ist derzeit in aller Munde. Das Mobile-Game begeistert die Massen. Selbst in kleinen Städten kann man kaum aus dem Haus gehen, ohne Menschen zu begegnen, welche gerade das Augmented-Reality-Spiel zocken. Egal, ob man es nun wunderbar findet, dass die App z. B. Jugendliche animiert mit Freunden nach draußen zu gehen oder den Kopf über die vermeintlich Süchtigen schüttelt: Der Erfolg von „Pokémon Go“ ist unbestreitbar. Leider dauert es nie lange, bis die Beliebtheit derartiger Apps auch Kriminelle auf Ideen bringt. Aktuell warnen die Sicherheitsexperten von ESET daher eindringlich vor Fake-Apps, welche in Googles offiziellem Play Store wie Pilze aus dem Boden schießen. Einige, wie „Pokémon Go Ultimate“ sind zwar schnell durch Google entfernt worden, die Gefahren bleiben jedoch.

pokemon go banner

„Pokémon Go Ultimate“ etwa sperrt den Lockscreen und erschwert sogar noch den Neustart des Smartphones, da ein Overlay selbst die System-Fenster überlagert. Nach einem forcierten Reboot, etwa durch entfernen des Akkus oder Abwarten, bis selbiger leer ist, bleibt die Malware im Hintergrund aktiv. Sie klickt nun etwa munter auf Werbeanzeigen für Pornos. Statt einer App namens „Pokémon Go Ultimate“, findet sich nämlich nun eine Anwendung namens „PI Network“ auf dem Gerät. Es gibt jedoch auch noch weitere Kandidaten, welche unvorsichtige Fans von „Pokémon Go“ in die Falle locken wollen. Die Apps „Guide & Chats for Pokemon Go“ sowie „Install Pokemongo“ liefern nur Scareware-Werbung. Sprich, während des Surfens erscheinen dubiose Werbeanzeigen, die auf vermeintliche Viren-Infektionen des Smartphones hinweisen und dem Nutzer kostenpflichtige Services bzw. Apps andrehen wollen, um Abhilfe zu schaffen. Damit der jeweilige User die Malware nicht direkt wieder entfernt, versprechen die Apps an sich angebliche Boni, wie automatisch generierte Pokébälle. Bevor man die verlockenden Boni erhalten könne, solle man aber sein Konto verifizieren – und wird in Wahrheit dazu getrieben kostenpflichtige, dubiose Dienste zu abonnieren. Weitere Versionen der Malware laden klammheimlich weitere Schädlinge herunter, drängen den User zu Umfragen oder zeigen gefälschte Gewinnmitteilungen an. Dabei variieren diese Techniken je nach dem Land, in welchem sich der betrogene Nutzer aufhält.

Positive Nachricht: ESET hat Google auf die drei beispielhaft genannten Apps, „Pokémon Go Ultimate“, „Guide & Chats for Pokemon Go“ sowie „Install Pokemongo“ hingewiesen. Google hat jene darauf bereits aus dem offiziellen Play Store entfernt. Mit ihnen kann man sich also nur noch Ärger aufhalsen, wenn man sie manuell aus zweifelhaften Quellen herunterlädt. Obwohl die drei Anwendungen aber nur sehr kurz im Play Store verfügbar waren, wurden sie zusammengenommen tausende Male heruntergeladen. „Install Pokemongo“ etwa kam bereits allein auf 10.000 bis 50.000 Installationen. Immer noch tummeln sich im Play Store etliche Apps, die Tipps, Boni und Hintergrundinformationen zu „Pokémon Go“ versprechen. Herunterladen derartiger Anwendungen empfiehlt sich ausschließlich, wenn der jeweilige Entwickler bekannt ist. ESET rät zudem nach kritischen Nutzerbewertungen Ausschau zu achten (positive können leicht gefälscht werden) und auch die angeforderten Berechtigungen genau durchzulesen.

In diesem Sinne: Bei allem Spaß an „Pokémon Go“ sollte man die Sicherheit des eigenen Smartphones im Auge behalten.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 04.01.2009

Skarabäusfürst
Beiträge: 664
Wie können solche Apps in Google Play Store schaffen ? prüft Google nicht die Apps ?
#2
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Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1587
Wohl eher, prüft google nicht die Leute, die sie einstellen...?

Schadsoftware sollte ganz selbst verständlich zivilrechtliche Konsequenzen mit sich führen.

Ob google jede app ständig prüft? Wie denn, wenn gefühlt 2 von 10 apps jeden Tag random geupdated werden..
#3
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9840
Leider ist Google da im Gegensatz zu Apple deutlich freier...
Geprürft wird praktisch nichts.
Aber dass man nicht zivilrechtlich vorgeht in solchen Extremfällen wundert mich eigentlich auch. Die Identität des Entwicklers ist ja schließlich bekannt da man ein zahlungsfähigen Entwickler account braucht. Google müsste die Daten nur öffentlich machen. Normale Entwickler hätten wohl kaum was dagegen, denn Impressum auf der eigenen Homepage gibts sowieso.
#4
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Registriert seit: 28.08.2015
Nürnberg
Bootsmann
Beiträge: 620
Sucht spaßeshalber im Playstore nach "Isis" oder ähnlichen Begriffen. Ihr werdet euch wundern, was man alles dort findet.

Wer den Mist installiert ist selber schuld.
#5
customavatars/avatar30619_1.gif
Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 7936
Zitat DragonTear;24760960
Leider ist Google da im Gegensatz zu Apple deutlich freier...
Geprürft wird praktisch nichts.
Aber dass man nicht zivilrechtlich vorgeht in solchen Extremfällen wundert mich eigentlich auch. Die Identität des Entwicklers ist ja schließlich bekannt da man ein zahlungsfähigen Entwickler account braucht. Google müsste die Daten nur öffentlich machen. Normale Entwickler hätten wohl kaum was dagegen, denn Impressum auf der eigenen Homepage gibts sowieso.


Google wird in der Lage sein, einen eventuellen Rechtsstreit wirtschaftlich bewerten zu können. Man müsste dann nämlich Tausende Chinesen, Vietnamesen, Russen, etc. verklagen, die mit Sicherheit zu 99,99% absolut nichts auf der Tasche haben und sofort insolvent wären. Mal abgesehen von den Fallstricken, die Klagen in fremden Ländern ohnehin beeinhalten. Das ist wohl in der Regel aussichtslos.

Meines Wissens kosten Entwickleraccounts nach wie vor 25$, selbst ohne echte Kreditkarte geht die Erstellung. Kein wirkliches Hindernis. Dann ist die nächste App eben von einem "Entwickler" (hiermit meine ich Ersteller von Abzocksoftware oder sonstigen schädlichen Apps), der einfach seinen Namen umdreht.
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